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Insolvenz der „Rundschau“ „Keine Perspektive“ für den Frankfurter Patienten

 ·  Die Geschichte des Niedergangs der „Frankfurter Rundschau“ ist eine spezielle, von der man nicht aufs Allgemeine schließen sollte. Es ist die Geschichte einer Zeitung, die ihren Markenkern verlor, und eines Verlags, der sich übernahm.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (23)
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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 15.11.2012 18:09 Uhr

Der Markt für guten Zeitungsjournalismus

... ist da. Qualitätsartikel werden gelesen, gerade weil sie etwas anderes sind, als man im Internet/bei Wochenmagazinen bekommt. Dafür gibt es eine Leserschaft, insbesondere wenn sie gut geschrieben sind und etwas rüberbringen, was man noch nicht wusste. Und damit gibt es auch Anzeigenpotenzial, insbesondere für hochwertigere Anzeigen.

Das ist natürlich journalistisch gesehen die erste Liga.

Was, wie einige schon gesagt haben, auch infolge des Internet dagegen nicht mehr geht, sind einfache Meinungsmachen, die man mal so eben aus bestem Gewissen heraus herunterschreibt. Für diesen Mantra-Journalismus gibt es nach wie vor Beispiele (tendenziell z.B. Prantl bei der SZ). Er hat auch Leser, die das brauchen, aber es sind zu wenige für eine bundesweite Tageszeitung (Ausnahme: Taz). Für den Rest ist das nur erträglich, wenn geschrieben, wie von Karl Kraus persönlich. Das kommt nur als Plagiat vor.

Bei der FR gab und gibt es richtig gute Beiträge, aber leider auch viele Ausreißer

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Oliva Weber

Mein Mitleid hält sich in Grenzen!

Die FR hatte sich offensichtlich zum Ziel gesetzt, ihren Lesern zum "richtigen Bewußtsein" zu verhelfen. Sie konnte es einfach nicht lassen, Sachinformation und Bewertung zu vermischen - das machte das Lesen vieler Artikel einfach ärgerlich. Den gleichen bevormundenden Stil und Geist legen auch BZ und Stern mit dem von keiner Kompetenz belasteten Jürgis an den Tag.
Wir brauchen mehr Zeitungen, für die Sachkenntnis und Recherche an allererster Stelle liegen. Die FAZ hat hier fast eine Monopolstellung, was sie mangels Wettbewerb leider tendentiell verschlechtert. Man sollte sich hier nicht damit begnügen, der Einäugige unter den Blinden zu sein.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 14.11.2012 20:50 Uhr

Eine politische Meinung eines jeden Bürgers auch von Redakteuren die natürlich auch oft

mit ihrer politischen Einstellung nur deshalb ihren Preis wert sind kann doch niemand als versifft abqualifiziert werden.

Nein jeder Verleger entscheidet wen er als Journalist zu welchem Preis einstellt.

Qualität wird auch von linken Journalisten geliefert. Und nur um wirklich Qualität geht es nicht um Unterwürfigkeit.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 14.11.2012 13:43 Uhr

Die FR ist wirtschaftlich gescheiter.

Dass nun alle auch und besonders die politische Ausrichtung der Redaktion aber auch die wirklich oft fehlende Toleranz bei der FR besonders in den Foren beklagen ist zwar richtig.

Nur 18 Millionen € Verlust die sind anders zu begründen.

Ja der so starke Verlust an Lesern, die wohl zu einem großen Teil auch wegen der nicht mehr ins Heute passenden Linkslastigkeit die FR nicht mehr wollen brachte natürlich auch einen großen Teil derer die als Unternehmen inserierten dazu , in der FR nicht mehr zu werben.

Nur wer könnte als Investor und warum an der FR Interesse haben?

Jeder Investor will dauerhaft eine Dividende.

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Dieter Scheer

Neon-Reklame ?

Wann wurde das Ruinenfoto aufgenommen? Ist es eine Fotomontage? Kaum vorstellbar, dass 1945 bereits diese perfekte Neon-Reklame leuchten konnte.

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Jürgen M. Backhaus

Sachverstand, Gelassenheit : Fehlanzeige bei der FR

"Freie" Presse wird leider zunehmend so verstanden, als ob es völlig legitim sei, sie durch Meinungsmache zu ersetzen. Sachverstand ist von jeher rar, aber was sich gewisse Spektren der Medienlandschaft an "politischem Verständnis" leisten, kann man allerdings nur noch mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen oder schlicht ignorieren. Ich hoffe, dass auch andere Meinungsmacher der FR folgen und die Rechnung für tendenziöse Berichterstattung präsentiert bekommen. Die FR hat den Bogen offenkundig überspannt. Das Internet ist keine Entschuldigung für pseudointellektuelle Wahrnehmung und den Überdruss des Publikums an unreifen redaktionellen Erzeugnissen, sofern sie Anspruch auf Ernsthaftigkeit und Sinnhaftigkeit erheben. Die FR war überregional deshalb schon lange unbedeutend geworden. Andere wohlbekannte Namen (Handelsblatt, FTD, ZEIT) werden der FR wohl folgen. Der Anspruch Meinungsmacher zu sein, lastet zu sehr auf ihnen. Da lobe ich mir die FAZ.

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Kai Luers
Kai Luers (ftee) - 14.11.2012 06:09 Uhr

FR, BZ, und so weiter....

Alles Zeitungen, die mir vor allem bei News-Übersichten auf dem Handy als diejenigen aufgefallen sind, welche Artikel meistens nur gegen bares zur Verfügung stellten. So hatte ich kaum eine Chance diese kennenzulernen. Und natürlich hab ich auch die Werbung dann nicht sehen können. Kaufen hätte ich sie mir in letzter Zeit auch nicht können wenn ich das so recht verstehe....
Wie wollten die Geld verdienen?

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Gerhard Storm

Renommierte dt. Zeitung wird von SPD im Stich gelassen, da stimmt doch was nicht!

Die SPD scheint sich nur mit sich selbst und ihrem ehemaligen Trio, sowie dessen Auflösung zu beschäftigen. Deshalb hat sie nicht gemerkt, dass es mit der FR den Bach hinunter geht.

Schade, eine gute Frankfurter Zeitung, die den dt. Branchenprimus FAZ um das Lokalkolorit ergänzte. Wäre schön, wenn nochmals der Absprung gefunden werden könnte.

Die schlafmützige SPD lässt ihr feines, soziales, liberales u. konservatives Blatt im Stich, da stimmt doch was nicht!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.11.2012 17:42 Uhr
Irma Gneis
Irma Gneis (igneis) - 15.11.2012 17:42 Uhr

Frau Konietzko

Um das zu beantworten, müsste ich wissen aus welcher "Schicht" Sie meinen zu stammen.

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Michael Scheffler

Herr Storm

Welche der von Ihnen genannten Aufgaben fällt in den Bereich einer Zeitung? Aha, keine. Da wir - Gott sei Dank - im Kapitalismus leben, ist die FR pleite.

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Gerhard Storm

FR war eine gute Zeitung für Frankfurt, informativ, links, ohne Tratsch aus SPD-Hinterzimmern,

das fand ich ganz angenehm. Auch verdanke ich der FR über ihre Verkaufspalte am Freitag so manches gute Stück.

Besonders hat mich gefreut, dass die FR eine der wenigen Zeitungen war, die der von mir mit anderen mitbetreuten BI Sinaniwildnis alljährlich Aufmerksamkeit zollten und über die jährliche Reinigungsaktion, die bald 30 Jahre von Freiwilligen durchgeführt wird, berichteten u. Reporter/innen entsandten.

Danke, Maria-Anna Konietzko, für Ihre Hinweise. Ich kann sie aber nicht teilen. Aus o.a. Gründen habe ich die FR als angenehmes Medium empfunden.

CSU-Anrufe beim ZDF auf eine Stufe mit einem SPD-angehauchten Blatt, das nie unfein mit den anderen Parteien umgsprungenist, zu stellen, halte ich für absurd u. nicht hilfreich.

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Tyler Durden Volland

Kein Verlust....

Es ist kein Verlust für die Medienlandschaft Deutschlands, so wie einige andere auch kein Verlust wären.
Vielleicht ist ja ein Vorteil und weckt einige andere aus ihrem Schlummer, dass "Copy und Paste" aus Agenturmeldungen für mehr und mehr Menschen nichts mit Journalismus zu tun hat, und ganz bestimmt mit zu bezahlendem.

Es ist ein gutes zeichen für Deutschlands Bürger, dass sie sich weigern den weichgespülten sozial-liberalen Unsinn der heutigen SPD noch länger gegen Geld in der FR konsumieren wollen.

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Wolfram Winkler

Copyright ≠ "Right to Copy"

...so wird die Freie Meinung immer mehr zum hohlen Kürbis, den jeder nach Belieben herrumkickt. Detaillierte Information kostet Geld und ist nicht beliebig "klau-bar", wie Gegner des Geistigen Eigentums es gerne hätten. Man kann trefflich darüber streiten, ob nur "Wirtschaftliche Fehlentscheidungen" uin die Pleite geführt haben.

Auf jeden Fall ist aber die Haltung schuld, Geistiges Eigentum umsonst "haben", "nutzen", "kopieren" zu wollen / müssen. Bei Musik und Filmen mag mancher noch gelacht haben und die Musikkonzerne der Begriffsstutzigkeit und "Unzeitgemäßheit" geziehen haben. Illegal, scheißegal...

Jetzt kostet es plakativ Arbeitsplätze, vervielfältigte Freiheit der Gedanken und Meinungen, und da rollt eine Welle auf uns zu... El País in Spanien, Newsweek in den USA.., das läßt sich mit "Blogs" und "Gegeninformation" nicht auffangen. Da braucht es glaubwürdige Führer durch die Unübersichtlichkeit.

Wer macht das, und was kostet das?

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Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 14.11.2012 00:36 Uhr

Ein guter Tag für Deutschland

Das ist ein Tag der Freiheit, denn die linke Gleichschaltung bekommt nach und nach Risse.
Eine der vielen Zeitungen, die täglich Propaganda gegen Deutschland machen, verschwindet.
Das ist hervorragend. Ihre Nachahmer in München, Hamburg und Berlin könn(t)en daraus lernen:
Umerziehung zum Selbsthass kommt bei vielen nicht gut an.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.11.2012 00:17 Uhr
Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 15.11.2012 00:17 Uhr

Aber Herr Thierse, gab es denn heute keinen "Nazi-Aufmarsch"?

Oder warum müssen Sie Ihre morsche Keule unbedingt bei mir schwingen?
Wenn unsere Presse "bunt" wäre, so wäre das recht erfreulich. Nur, sie ist es nicht. Sie ist rot und grün. Und das zu guten 80 %. Hass auf Andersdenkende führt zu regelmäßigen Treibjagden gegen Nichtlinke. Es darf aus linker Sicht keinen Tag ohne Nazi-Meldung geben.
Das wird aber bald zu Ende gehen, denn nichts steht auf so tönernen Füßen wie eine Ideologie, die gegen das eigene Volk (EUdSSR, Einwanderung) und gegen die Realität (Genderwahn) kämpft.

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hajo kistenmacher

Kommentare ùbelster Sorte?

Ihre pauschale Diffamierung spricht Bände und erklärt wessen Geistes Kind Sie sind. Vielleicht erhellen sich Ihre somatischen Marker, wenn Sie die Augenklappe vom linken Auge nehmen.

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Heinrich Ebbers

Kommentar übelster Sorte

Die 140 Empfehlungen für solcherart Kommentare sind offenbar ein Zeichen dafür, wes Geistes Kinder hier so manche Leser und Kommentatoren sind, nämlich Kinder eines intoleranten und undemokratischen Geistes.

Die politisch-ideologische Ausrichtung (die ich so einhellig, wie hier von vielen wahrgenommen und verunglimpft, bei der FR übrigens nicht erkennen kann) unter dem Begriff "Gleichschaltung" auch nur in die Nähe der so bezeichneten totalitären Maßnahme des NS-Regimes zu rücken zeugt von einer Ignoranz und Geschmacklosigkeit, die ihres gleichen suchen.

Auf demselben undemokratischen und primitiven Niveau bewegt sich die pauschalierende Verurteilung von Kritik an Regierungsmaßnahmen als "Propaganda (!) gegen Deutschland".
Das gemahnt weit eher als die Ausrichtung der FR an Elemente des NS, nämlich die damals von der Führung beschworene "Einheit von Volk, Rasse und Nation".

Das demokratische Deutschland und seine Presse sind bunt und mögen es, ungeachtet solcher Hetze bleiben!

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Gertrude de Rose

lingua frankfurta

"Die Geschichte des Niedergangs der „Frankfurter Rundschau“ ist eine spezielle, von der man nicht aufs Allgemeine schließen sollte."

Chapeau!

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Thomas Heinzow

Kein Markt mehr für das politisch unabhängige SPD-Blatt: Beginn des Totenglockenläutens für die SPD?

Die Journalisten des SPD-Blattes haben es nicht geschafft für ihr Meinungsprodukt einen Markt zu schaffen. Sie haben - warum auch immer - am Markt vorbei produziert.

Bleibt abzuwarten, ob das der Beginn des Läutens der Totenglocken für die SPD und ihr Medienimperium ist ...

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R. Clemens
R. Clemens (ZyNik) - 13.11.2012 23:29 Uhr

Das schleichende Ende der gedruckten Zeitung

Wie viele andere Wirtschaftszweige verschlafen auch die (Old-School) Verlage den Wechsel der Generationen. Das alte System funktioniert nicht mehr und auf die neuen Herausforderungen, gerade online, sind die "alten" Manager nicht richtig vorbereitet.
Man mag sich darüber ärgern, dass die "Generation Google" ihr Wissen nur noch aus den Online-Suchmaschinen und Wikipedia beziehen, aber bei der heutigen Informationsflut bestellt sich doch kaum noch einer ein Zeitungs-Abo! Wer mehr als als 100 Freunde bei Facebook hat, liest noch nicht mal alle deren Postings und Threads.
Ich wünsche der FAZ und allen anderen seriösen Blättern, dass sie den Umbau rechtzeitig schaffen, ansonsten werden der Frankfurter Rundschau bald noch einige folgen.

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Peter Ambros
Peter Ambros (Lilo11) - 13.11.2012 23:02 Uhr

Interessant

Selbst auf der Internetseite der FR gibt es eine Menge kritischer Kommentare zum Stil der FR. Gerade dort hätte man mehr Zustimmung vermutet. In anderen Foren geht es viel strenger zu. Überwiegend wird die zunehmende Linkswendung kritisiert, man wolle das Volk zum Sozialismus umerziehen, was dieses natürlich merkt und verstimmt ist. Die FR hätte auch Nachricht und Meinung nicht ausreichend getrennt. Meinungsartikel wurden als Tatsache ausgegeben. Zuletzt die einseitige Stellungnahme und Kampagne der FR zu dem Vorfall Polizei / Farbiger in Frankfurt, die offensichtlich besonders viel Verärgerung verursachte.
Auch ich hielt die FR nicht mehr für "liberal," sehr wohl aber für links. "Linksliberal" nannte man sich wohl nur noch zur Tarnung und aus Tradition.
Für dieses Angebot gab es eben zu wenig Nachfrage. Aber diese Erkenntnis wird den Redakteuren nicht aufgehen. Sie werden anderweitig ihrer Schimäre nachlaufen.

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hajo kistenmacher

Keine Perspektive

So ist das mit der Evolution, auch in diesem Segment. Diese Zeitung war zu provinziell, zu links, substanzlos, bei dieser Zeitung dachte ich immer, lieber gar nichts lesen als dieses Käseblatt.

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Edward Bowie
Edward Bowie (edubo) - 13.11.2012 22:29 Uhr

Die Leute haben halt die Schnauze voll von dem linken Scheiß...

...Pro-EU-Wahn, Klimaschutzgelaber, Mitleid mit Straftätern, Gender-Scheiß, Öko-Müll, Gleichheitsgelaber, Prügler mit "südlandischem Aussehen" statt "Türken" u.v.m.

...vernünftige Leute lesen halt lieber, was näher an der Wirklichkeit liegt, als daher-erfundene Sozialromantik (die gerade überall bröckelt)...

...aber auch Du, FAZ, sieh dich vor! Bitte nicht zu viel sozial(istische) Political Correctness

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13.11.2012, 18:05 Uhr

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