http://www.faz.net/-gpf-9055a

Inklusion : NRW setzt nun doch auf Förderschulen

  • Aktualisiert am

Förderschule in Bielefeld Bild: dpa

Die neue NRW-Bildungsministerin stellt im Gespräch mit der F.A.Z. ihren Plan vor, wie Inklusion im größten Bundesland gelingen soll. Sie widerspricht dabei der Vorgänger-Regierung.

          Die neue nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will Förderschulen mit verschiedenen Förderschwerpunkten flächendeckend aufrecht erhalten. Im Gespräch mit der F.A.Z. kündigt sie an, vorerst keine weiteren Förderschulen im Bundesland zu schließen. Gebauers Konzept für Integration sieht vor, dass Regelschulen, die bereits erfolgreich inklusiven Unterricht betreieben, mehr Personal bekommen. Im Regelschulsystem sollen sich künftig sogenannte Schwerpunktschulen um das Thema Inklusion kümmern.

          Wegen ihrer Erfahrungen mit integrativem Unterricht werden die Gesamtschulen nach Einschätzung der Ministerin „bestimmt die größte Zahl der Schwerpunktschulen“ stellen. Die Gymnasien sollen durch die Pläne der schwarz-gelben Regierung in Düsseldorf bei der Inklusion entlastet werden. Im Koalitionsvertrag haben sich CDU und FDP darauf verständigt, dass inklusiver Unterricht an Gymnasien „zielgleich“ erteilt wird. Das heißt, dass behinderte Kinder dieselben Lernziele erreichen müssen wie nicht behinderte Schüler.

          Gebauer beklagt, dass Rot-Grün den Eltern zu große Versprechen gemacht zu haben. Es sei versucht worden, das Förderschulsystem möglichst schnell abzuwickeln. Dabei habe man die Inklusionsquote wie eine Monstranz vor sich hergetragen und dabei die Qualität aus den Augen verloren.

          Lesen Sie das ganze Interview mit Yvonne Gebauer ab 20 Uhr im E-Paper oder mit F.A.Z.-Plus.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Bannons Krieg gegen die eigene Partei Video-Seite öffnen

          Streit bei den Republikanern : Bannons Krieg gegen die eigene Partei

          Steve Bannon, Donald Trumps ehemaliger Chefstratege sagt auf dem Values Voter Summit deutlich, wie er sein Verhältnis zu den Republikanern sieht: Krieg. Er ist jedoch von einem Sieg gegen das Establishment der Partei überzeugt.

          Das bringt der Montag

          Der Tag : Das bringt der Montag

          Die Stromnetzbetreiber geben die Höhe der EEG-Umlage bekannt. Das Ultimatum für Katalonien läuft ab, ebenso die Abgabefrist für Angebote für Alitalia.

          Abenteuer „Jamaika“ beginnt Video-Seite öffnen

          Sondierungsgespräche : Abenteuer „Jamaika“ beginnt

          Union, FDP und Grüne loten am Mittwoch erstmals die Chancen für eine Jamaika-Koalition auf Bundesebene aus. Doch die Gespräche dürften alles andere als einfach werden. Zwischen den Parteien gibt es inhaltlich teils große Differenzen.

          Topmeldungen

          Er hat sicher seinen eigenen. Kim Jong-un, wie ihn die „Human Rights Watch Foundation“ bei einem Hackertreffen Ende Juli in Las Vergas dargestellt hat.

          Nordkoreas Cyberarmee : Global einsatzbereit

          Wer dem Kim-Regime keine komplexen Hackerangriffe zutraut, täuscht sich gewaltig. Der Krieg im Netz bietet Pjöngjang, was es braucht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.