03.06.2012 · Bernd Riexinger hat seine Mission erfüllt: Der neue Linken-Vorsitzende hat Dietmar Bartsch verhindert. Bundespolitisch ist er ein fast unbeschriebenes Blatt.
Von Matthias WyssuwaRichtlinien für Lesermeinungen
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Wer Riexingers Rede auf dem Parteitag gesehen hat, muss sich unweigerlich fragen, was mit dem Mann los ist. Irgendwas stimmt mit dem doch nicht? Ich habe selten eine so hektische, nervöse, platte und vom Blatt heruntergebrüllte Rede gehört. Ich hatte fast den Eindruck, der steht unter Alkoholeinfluss oder ist völlig überfordert, tiefere Sinnzusammenhänge zu begreifen. Oder ist das einfach nur der primitive Gewerkschaftergestus?
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.06.2012 22:40 UhrVon den FAZ-Foristen lernen.
Die Diskussionen bei der Faz sind nicht nur konservativ, sondern lassen tief in die angstvolle Seele des Klugen Kopfes hinter der Zeitung blicken. Niedermachen von Gegnern ("unter Alkoholeinfluss"), Gewerkschafter haben einen "primitiven Gestus usw. Das läßt doch tief blicken in Abgründe von Angst und Schrecken vor den Roten.... Eine Welt voller Feinde! Nur gute Analysen findet man kaum. Über Oskar müßte man sich auch nicht so wundern, man kennt ihn doch noch als er 'Reaktionär' war. Wer unter seiner Majestät irgendetwas machte, war ihm immer schon wurscht, aber wehe, wenn das nicht klappte. Bei den Foristen sehe ich mich ganz häufig in die 50er Jahre versetzt. Lieber tot als rot, oder?
Ein Langweiler
Riexingers Bewerbungsrede war Oskar Lafontaines zweitschlechteste Rede
des Tages. Die schlechteste hatte der Oskar selbst gehalten. Riexingers
Vortagsweise indes war ein greusliches Angstgebell und -gefuchtel. Seine
Wähler waren indes bereits auf ihn eingeschworen, sonst hätts
nicht gereicht für den Unzureichenden. Aber sein Sie beruhigt, Herr
Schwarzer, so abstoßend brüllig und fuchtelig war er nur in
seiner unendlichen Unsicherheit als Kandidatenkiller.
Inzwischen habe ich ein Interview mit ihm gesehen: M.E. ein typischer
stinklangweiliger Stalinist, der auf Oskars Befehl den Bartsch
verhindert hat. Wurscht, ob so die Partei versenkt wird - Hauptsache,
dass in einem jahrelangen Konflikt mit Bartsch Oskar der Spalter seine
Rache hatte. Insofern haben sich Lafontaine und Riexinger um die
Deutsche Demokratie verdient gemacht: Die Linke wird künftig nicht
mehr im Bundestag sein.
Die von den Medien so gelobten ostdeutschen"Reformer"
sind doch nur Wahlverlierer.
Und da wo sie in den ostdeutschen Bundesländern mitregieren durften
oder dürfen, ist ihre Politik doch nicht vom üblichen
schwarz-gelb-grün-roten Einheitsbrei zu unterscheiden!!
und riexinger
wird die gesamtdeutsche linke bestimmt genauso erfolgreich führen wie den landesverband baden-württemberg...ein echter wahlgewinner und aushängeschild der bundespartei...wenn's nicht so traurig wäre, könnte man eigentlich drüber lachen...
Für das Absingen der Internationale muss sich niemand entschuldigen
Es sei denn, der Sänger hat es unterlassen die geballte Faust bei "auf zum letzten Gefecht" gen gottleeren Himmel zu strecken.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.06.2012 22:26 UhrWas lerne ich daraus?
Was wissen die Internationalisten vom Himmel? Mindestens genau soviel, wie der gute Christ: es noch niemand von da oben zurückgekommen und hat es uns erklärt. Und ein Dissident macht sich oftmals mehr Gedanken darüber, als manch Frommer. Nicht wahr? Und warum muss man, wenn man die Internationale singt, gleich Stalinist sein?? Hä? Ist das Lied nicht ein paar Takte älter?? Aber, na, ja, es entstand zu Zeiten der Kommune, das ist vielleicht noch schlimmer als Stalin! Tja, die FAZ-Foristen. Immer für eigenwillige Geschichtskenntnisse gut.