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Im Gespräch: Erika Steinbach „Die Familie soll stigmatisiert werden“

 ·  Erika Steinbach spricht über Exhibitionismus, Urbanität und Ole von Beust. Außerdem versucht die CDU-Politikerin zu erklären, wo die CDU sich noch dezidiert von den anderen Parteien unterscheidet.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (69)
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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 19.11.2012 17:17 Uhr

Gänseblümchenthemen

Ja, da macht die CDU viel Betrieb.

Aber an entscheidenden Punkten geht sie in die Knie. Die Euroretterei ist nach wie vor ein Vabanquespiel, weil angeblich der Euro mehr als eine Währung ist. Die Kanzlerin höchstpersönlich wollte Sarrazin mundtot machen und gleich auch noch die Unabhängigkeit der Bundesbank (hier in Personalangelegenheiten) ungerechtfertigt in Frage zu stellen (wo sind da Werte?). In der Beschneidungsdebatte, einem Paradebeispiel für eine Diskussion um unsere Grundwerte, taucht eine ganze Partei mitsamt ihren Abgeordneten ab und peitscht ein willfähriges Gesetz durch Bundestag und -rat. In der Harz4-Gesetzgebung sorgte sie federführend für eine besonders harte Linie bei der Aberkennung von Lebensleistungen. In der Migationspolitik redet sie inzwischen ebenso wie alle anderen vom "Einwanderungsland". In der Familienpolitik hat sie das erfolgreiche französische Vorbild noch immer nicht erreicht, weil "Kinder kriegen die Leute ja immer" (Adenauer). Und so weiter.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 19.11.2012 17:06 Uhr

"Wahlfreiheit"

Neulich im Kollegium: Ein künftiges Elternpaar (beide Normalverdiener) möchte einen Krippenplatz. Bekommt aber keinen, da sie weder Geringverdiener (womit man NICHT automatisch Spitzenverdiener ist) noch ein Migrationshintergrund hat. Als voll arbeitende Arbeitnehmer, die einen nicht unerheblichen finanziellen Anteil tragen, haben sie also offensichtlich keinen Anspruch auf die Leistungen, die sie bezahlen. Einen privaten Krippenplatz zusätzlich zu ihren Steuerabgaben(!) zu finanzieren, können sie sich nicht leisten, also müssen sie künftig irgendwelche akrobatischen Kunststückchen auf der Arbeit veranstalten, um irgendwie die Betreuung zu bewerkstelligen. Zum "Dank" kauft sich der Staat mit lachhaften 150 EUR frei, um die unfreiwillige Heimerziehung zu "würdigen". Und das nennt Frau Steinbach jetzt allen Ernstes Wahlfreiheit?!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 20:14 Uhr
Marie Louise

"Und das nennt Frau Steinbach jetzt allen Ernstes Wahlfreiheit?! "

das nannte sie so nicht, sie sagte: "Im Übrigen stehen da im Monat 100 Euro beziehungsweise 150 Euro zu 1.000 Euro pro Krippenplatz. Mehr als eine Geste ist das ja nicht."

Das Wort "Wahlfreiheit" ist sowieso etwas ungünstig. Hätten die beiden "Normalverdiener" die "Wahlfreiheit", der "unfreiwilligen Heimerziehung" zu entgehen durch einen zum großen Teil staatlich finanzierten Hortplatz, dann hätten diejenigen, deren Steuern dazu herangezogen werden, die "Wahlfreiheit" eben nicht.

Der Staat hat die Aufgabe, seinen Bürgern möglichst viel Geld zu belassen, nur dann haben diese eine "Wahlfreiheit". Staatliche Hortplätze werden schnell von der "Wahl" zur "Pflicht" und sind gelebter Sozialismus.

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Hannes Ehrmann

Jawoll...

Frau Steinbach! Endlich jemand der es wagt, eine wirkliche KONTROVERSE Meinung zu vertreten. Alleine dafuer haetten Sie bei einer Wahl (welche auch immer) meine Stimme sicher.

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Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 19.11.2012 16:44 Uhr

Verharmlosung der TEURO-Katastrophe und der Zuwanderung

Wenn wir die Tore für alle öffnen, treiben wir Deutschland den Rechtsradikalen in die Arme."
Wie bitte? Welches Tor ist denn noch nicht geöffnet? Soweit ich weiߟ, leben in unserem Land inzwischen mehr als 15 Millionen Nichtdeutsche. Wie viele sollen es denn noch werden, Frau Steinbach, die Sie sich hier als konservativ, also bewahrend geben? Wollen Sie das eigene Volk nicht bewahren?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 12:51 Uhr
Siegfried Koch

ABWARTEN....

es kommt noch schlimmer!
Durch unsere Euro-Ideologen drängen jetzt massiv Spanier und Griechen auf den deutschen Arbeitsmarkt, weil diese Länder sich nicht entschulden dürfen. (Durch eine eigene Währung und einen Schuldenschnitt!)
Und dann wird es kritisch, wenn der Deutsche Michel mekrt, dass ihm die Arbeit weggenommen wird!
Was wir heute haben ist doch noch "Kindergarten"!

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Michael Radloff

Lies das, Herr Hundt

Der Artikel hat mich schon in der FAS sehr gefreut. Erika Steinbach spricht für die alte, eigentliche cdu. Ich kann den Damen Steinbach und Schröder nur zustimmen. Kindererziehung ist eine viel wertvollere Aufgabe für Frauen und Männer, als die bezahlte Erwerbstätigkeit. Daß es 5% Familien geben mag, deren Kinder eventuell vielleicht in der Krippe oder KiTa besser aufgehoben wären, als im nichtzuhaus, das mag sein. Herr Hundt spricht für das Kapital, nicht für "die" Unternehmer.

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i. burkart

Tolles Interview

Frau Steinbach ist mit ihren klaren und differenzierten Antworten eine wirkliche Bereicherung im verlogenen linksgrün-dominierten Diskurs.
Wer gestern den Tatort sah - ich liebe nun mal Krimis - konnte sehen, wohin wir schliddern: da hat eine Kommissarin ganz selbstverständlich zwei Kinder OHNE Vater, da haben die Kommissare wie eigentlich fast immer natürlich keine Kinder uswusw.
Was lernen wir daraus: Alleinerziehend ist hip, ledig ist hip, kaputt ist hipp.
Dass die absolute Mehrheit sich nach wie vor bindet und verheirat ist, interessiert die "Kulturschaffenden" unserer Republik nicht im Geringsten. Warum wohl: weil sie selber fast durch weg gestörte, getrennte geschiedene und zu allermeist narzisstische Persönlichkeiten sind.
Was kümmerst so jemand, dass die Familie wg des Nachwuchses gefördert wird und nicht, weil zwei sich lieben?
So viel Verantwortungsgefühl wollen wir unseren libertären Ideologen doch nicht abfordern, gell?!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 13:00 Uhr
Siegfried Koch

Es ist das Dilemma des Menschen

dass er das nicht weitergeben kann, was er selbst nicht bekommen hat. Und so bleibt eine Sehnsucht, die man vielleicht selbst gar nicht ausdrücken kann, aber Menschen mit Abstand sehen, dass die Menschen ohne diesen Schutzraum Familie - ich idealisiere- einfach mit einem Defizit aufwachsen! Und was ich nicht kennengelernt haben, das kann ich nicht tun und nicht weitergeben! Fragen wir Kinder aus zerrütteten Familien- sie sind oft nicht beziehungsfähig und nehmen das in ihre Beziehungen mit oft den gleichen Ergebnissen wie in ihren Ursprungsfamilien.

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Kurt Derix
Kurt Derix (DonDerix) - 20.11.2012 12:19 Uhr

Falsch

Der Berliner Tatort-Kommisar Stark hat einen Sohn. Aber auch er ist alleinerziehend, weil seine Frau gestorben ist.

Allerdings sind die Tatort-Kommisare tatsächlich keine "guten" Beispiele, was Familie angeht. Nur der Stuttgarter Bootz und der Kölner Schenk sind noch mit ihrer Partnerin zusammen und haben Kinder.

Ansonsten gibt es viele Alleinerziehende (z.B. Lürsen, Eisner und Lindholm). Dazu noch viele kaputte Typen, die mit sich nicht klar kommen (z.B. Fellner, Steier) oder ewige Junggesellen (Ballauf, Batic, Leitmayr, Ritter, Kopper, Odenthal).

Das öffentlich-rechtliche TV sollte auf jeden Fall mehr Kommisare einsetzen, die ein erfülltes Familienleben haben oder schließt sich Beruf und Familie in unserer Gesellschaft etwa aus?

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 19.11.2012 22:17 Uhr

... er hat schon recht ...

Tatortkommissare sind öffentlich-rechtliche Projektionsfiguren, meistens mit irgendeinem kleinen Defizit, das sie aber nur noch vorbildhafter macht.

Wer die Medien beherrscht, beherrscht die Herzen und so werden Träume von durchgegenderten narzistischen Figuren zum Vorbildcharakter. Ich glaube, das wirkt sehr unbewußt und unabhängig vom Sex-Appeal.

Das kann jeder an sich selbst beobachten, wenn er eine rauchende Gestalt in einem Tatort sieht; das sind nach Drehbuch entweder Problemgestalten oder sie haben akut ein Problem.

Dass derzeit ein Projekt "Volksumerziehung" hin zu teilzeithomo/polyirgendwas Beziehungen, neuerdings mit Kindern, sie mit einer tollen Arbeit, schlagfertig, schlau und attraktiv, er mit Vollbart oder sonst irgendwie, ist klar. Es wird wie alle Volksumerziehungen scheitern, bis dahin aber viel Schaden anrichten ... Deshalb fände ich es generell besser, wenn ARD und ZDF sich auf Tierdokus und Nachrichten konzentrieren würden ...

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Björn Schumacher

Was haben CDU-Protagonisten und "Tatort"-DarstellerInnen gemeinsam?

Lieber Herr Burkart, warum schauen Sie sich das blutrünstige, volkspädagogische "Tatort"-Einerlei von der ARD-Konfektionsstange mit seinen durchgegenderten, narzißtischen HauptdarstellerInnen eigentlich an? Jede "normale" Frau mit zwei, drei Kindern hat mehr Sex Appeal als diese "Tatort"-Plastik-Kommissarinnen.

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Jörg Janssen

Keine konservative Partei, sondern eine sozialdemokratische

Frau Steinbach beweist mehr, als sie beabsichtigt, nämlich wie wenig Konservative noch in die Union passen. Beispiel: Vom Steuerzahler unfreiwillig gezahltes Betreuungsgeld ist genauso wenig konservativ wie ebenso unfreiwillig bezahlte Staatskrippen dies sind. Beides ist Umverteilung als Mittel staatlichen Dirigismus. Die Union betrachtet ausgerechnet Familien als staatlicher Lenkung bedürftig; sie ist ebenso sozialdemokratisch wie die SPD; es sollen lediglich die eigenen Leute sein, welche die "Lufthoheit über den Kinderbetten" haben.

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Peter Korn
Peter Korn (Konserve) - 19.11.2012 15:26 Uhr

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Ole, Ole, quo vadis?

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Mark Möschl
Mark Möschl (Cimpoler) - 19.11.2012 15:24 Uhr

bizarr

"Was verstehen Sie denn unter konservativ?

Ich schütte in der Wüste einen Eimer schmutziges Wasser erst weg, wenn ich einen mit sauberem daneben stehen habe."

Das ist so ziemlich die bizarrste Erklärung die ich für den politischen Begriff "konservativ" je gehört habe. Konservativ wäre es zudem in der Wüste nichteinmal schmutziges Wasser wegzukippen, den auch damit kann ich meine Stinkefüsse mal waschen, sind Konservative in der Wüste also grundsätzlich als Schmutzfüsse zu bezeichnen ?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 16:08 Uhr
Mark Möschl
Mark Möschl (Cimpoler) - 19.11.2012 16:08 Uhr

Schuppen

Die Antwort fiel mir eben selber wie Schuppen vor die Augen.. Dazu war ja der Eimer mit sauberen Wasser.. JETZT habe ich die Erklärung für den Begriff konservativ verstanden ;-)

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Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 19.11.2012 15:21 Uhr

Hübscher Versuch


eines konservativen Testballons.

Nur eine so existenzielle Frage wie die Euro-Rettung zu banalisieren, macht sie unmöglich. Ich erinnere an die beiden Währungsreformen nach den militärischen Versuchen Deutschland als Hegemonialmacht in Europa zu installieren.

Mit einer ähnlichen Katastrophe ist zu rechnen. Wie nach dem Versailler Frieden wird Deutschland wieder "gezwungen" über seine finanzielle Kraft zu zahlen...

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Thomas Seifert

Hübsches Beispiel

Das Elend der selbsternannt "Konservativen" ist ja, dass sie nicht zusammenhängend definieren können, was denn nun warum genau zu konservieren sei. Familienwerte und Wirtschaftsliberalismus - das passt eben nicht zusammen, letzterer zerstört erstere. Zu diesem Definitionsversuch liefert nun Frau Steinbach ein instruktives Beispiel:
.
"Was verstehen Sie denn unter konservativ?"
"Ich schütte in der Wüste einen Eimer schmutziges Wasser erst weg, wenn ich einen mit sauberem daneben stehen habe."
.
Sehr hübsch. Das erklärt einiges. Denn irgendwo muss ja nun das saubere Wasser herkommen, Frau Steinbach sitzt und wartet. Schickt sie deshalb so gern sozial Engagierte als "Linke" in die Wüste - in der heimlichen Hoffnung, dass sie mit sauberem Nass wiederkämen? Dass die Brühe, die sie derweil für sich behält, reichlich schmutzig ist, stellt immerhin ein drolliges Eingeständnis dar.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 18:39 Uhr
Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 19.11.2012 18:39 Uhr

Schön, Herr Seifert,

offensichtlich haben Sie sich informiert. Falls sie mit den "selbsternannt Konservativen" in Ihrem Ausgangsbeitrag eher machiavellistisch gesinnte Strukturkonservative und ihr Verhältnis zum Wirtschaftsliberalismus kritisieren wollten, bin ich völlig bei Ihnen, allerdings erschließt sich mir die Verbindung zu der eindeutig wertkonservativen Frau Steinbach nicht.

Ein entfesselter Kapitalismus ist nicht mit christlichen oder konservativen Werten vereinbar, da dieser ja in erster Linie von jeder Moral jenseits der Gewinnoptimierung entfesselt ist. Auch der angloamerikanische Konservativismus, Gesinnungshintergrund für den "ehrbaren" Kapitalismus alter Prägung, ist in seinem Kern tief und fest in der protestantischen Ethik verwurzelt (siehe: Max Weber).

Progressive Gesellschaftspolitik und der damit verbundene Rationalisierungs- und Regulierungswahn sämtlicher Lebensbereiche sind ebenso wenig christlich-konservativ wie der überbordende Produktions- und Konsumfetisch.

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Thomas Seifert

@Moureau: Also gut...

...sprechen wir genauer - und das ist ja möglich, der Begriff "Kapitalismus" hat heutzutage als analytische Kategorie wieder akzeptierte Schärfe:
.
Nicht eigentlich Wirtschaftsliberalismus, sondern der "entzähmte", globalisierte Kapitalismus ist es, der längst über seine ursprüngliche Domäne, den eigentlich ökonomischen Sektor hinausgegriffen hat in alle gesellschaftlichen, auch in die privatesten Bereiche und sie einer rigiden Ökonomisierung unterwirft.
.
Solange also (Struktur-)Konservative am ungehinderten Walten dieser Verwertungslogik festhalten wollen, sollten sie (als Wertkonservative) nicht darüber greinen, dass sich auf diesem Wege die traditionellen Werte in ökonomische Tausch- und Geldbeziehungen auflösen und verflüchtigen. Die Nachkriegs-Megatrends wie "Individualisierung", "Frauen-Berufstätigkeit", "Migration" verdanken ihre Wucht letztlich nichts anderem als den Arbeitsmarkt- und Verwertungsbedürfnissen des Kapitalismus.

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Thomas Seifert

@Stegmann: Ich verstehe durchaus...

...was Frau Steinbach sagen möchte. Nur: Das von ihr gewählte Bild verrät einiges mehr, als sie sagen möchte. Aber als Gleichgesinnter dürfen Sie sich natürlich gern mit Steinbachs gut Gemeintem zufrieden geben (wenn das jetzt nicht zu abstrakt ist).

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 19.11.2012 15:41 Uhr

Sie geben ebenfalls ein sehr hübsches Beispiel ab

Das Elend der selbsternannt "Linken" ist ja, dass sie zwar stets im Namen der Toleranz ihre als universell wahrgenommene Moral predigen wollen, diese aber gegenüber bestimmten Meinungen für sich selbst nicht als notwendig erachten.

Wirtschaftsliberalismus ist ebenso wenig wertkonservativ wie sozialistisch, sondern (wirtschafts-) liberal. Da aber beim alten Feindbild CDU sowohl konservative als auch marktwirtschaftsfreundliche Strömungen zu Hause sind, kann man die feinen Unterschiede schon mal vernachlässigen.

Falls Ihnen wirklich daran gelegen ist, konservative Werte zu verstehen, versuchen Sie Konservativismus als Geisteshaltung zu begreifen und nicht als politische Philosophie. Bewahrt werden sollen klassische christlich-abendländische Werte. Für weitere Informationen befragen Sie gerne Google.

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Jacques Moureau
Jacques Moureau (JaMou) - 19.11.2012 15:34 Uhr

Können sie mir mal sagen,

.. wieso Wirtschaftliberalismus Familien zerstört? In vielen Ländern, in denen es deutlich wiartchaftsliberaler zugeht, genießt die Familie einen deutlich höheren Stellenwert, werden mehr Kinder geboren etc.
Die Wahrheit ist: Der gesamte deutsche Sozialstaat, den wir in unserem im wesentlichen linken Land installliert haben, für den Milliarden und Abermilliarden verheizt werden, ist absolut ineffekitv wenn es um Familienförderung geht. Bumms aus.
Wenn man liest, was die Leute so von sich geben, könnte man meinen, das größte Problem auf dieser Welt sei die Marktwirtschaft.

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bernd stegmann

Wer nicht verstehen will, wird auch nichts verstehen! Wenn der Vergleich Ihr Abstraktionsvermögen

übersteigt, sollten Sie nicht mit Häme versuchen, dies zu überdecken.

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Reinhard Kropp

Korrupt, verlogen und antichristlich...

...ist das Verhalten vieler CDU/CSU-Spitzenleute, da fährt einer eine Mutter auf der Skipiste fahrlässig zu Tode und zahlt bis heute nicht die vereinbarte Entschädigung (Althaus), ein anderer sicherheits"saniert Luxuswohnung und Luxusvilla mit hunderttausenden für eine einjährige Amtszeit (Ahlhaus), Dissertationsfälscher (zu Guttenberg, Pröfrock et.al.), auch deren Nachwuchs schon (Stoiber-Tochter), titelfälschende Bürgermeisterbewerber (Renner), rechtswidrige Milliarden-Aktiendeals (Mappus), unseriöse Immobiliengeschäfte (Berliner E-Justizsenator Braun), fragwürdige Geschäfts-und Privatkontakte (Ex-Bundespräsident Wulff): Diese Partei hat vollständig abgewirtschaftet, daran ändert auch der strobelnde Burschenschafter nichts mehr.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 14:41 Uhr
Björn Schumacher

Das deutsche Elend

Herr Kropp, über das eine oder andere Beispiel mag man streiten, aber im Kern gebe ich Ihnen völlig recht. Um so mehr erstaunt mich die Tatsache, daß dieser charakterlich wie programmatisch abgewirtschaftete CDU-Haufen hier noch auf eine gewisse Zustimmung stößt. Der duldsame deutsche Michel ist leider kein entschlossen handelnder Wilhelm Tell oder gar schneidiger Revolutionär. Aber dann braucht er sich auch nicht zu wundern, wenn Rot-Grün unter tätiger Mithilfe von CDU/CSU die ideologische "Lufthoheit über den Kinderbetten" erringt, sein sauer verdientes bzw. erspartes Geld mittels "Euro-Rettung" verjubelt und Deutschland mithilfe unbegrenzter, unkontrollierter Multikulti-Zuwanderung "abschafft".

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Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 19.11.2012 13:56 Uhr

Parteispenden...

haben Sie vergessen. Ich hatte mal eine interessante Vorlesung bei Prof. Dr. Wesel, wonach keine andere Partei sosehr in die Parteienspendenaffäre verstrickt war wie die CDU, und zwar ca. alle zehn Jahre eine Parteispendenaffäre. Norfolk-Stiftung, Flick etc.

Dennoch verkörpert die CDU unabhängig von einzelnen Politikern Werte, die in der Gesellschaft benötigt werden. Dennoch muss man gesamtpolitisch nicht mit der CDU einer Meinung sein.

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Michael  Wolf

Ein Durcheinander.....

bei dem man sich nicht wundern muss, das diese Art von Konservativ sein auf dem Rückzug ist. Die Homo-Ehe gefährdet demach die Bestandszahlen der Deutschen. Das Argument habe ich nie verstanden weil ich eigentlich nicht davon ausgehe das der Kinderwunsch Heterosexueller damit etwas zu tun hat. Frau Steinbach erklärt dann weiterhin, dass Lebenspartnerschaften nicht die gleichen Rechte haben sollen wie Ehen um sich dann zu "wundern" dass nur 1% der Homosexuellen diese aktuell nur aus Pflichten und nicht aus Rechten bestehende Partnerschaft nicht eingehen. Das ist schon etwas perfide. Schön auch dass die ansonsten heilige Familie in Form das Zusammenlebens Mutter Tochter mit der doch so familienfeindlichen Lebenspartnerschaft gleichgesetzt wird. Wie mans eben grad braucht.

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Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 19.11.2012 12:29 Uhr

Auch wenn ich Frau Steinbach in einigen Feldern nicht zustimme,

wäre es wünschenswert, dass die CDU Teile der von von Frau Steinbach vertretenen Forderungen in den Focus ihrer Politik rückt. Zum einen kann so den rechtsradikalen Strömungen das Wasser abgegraben werden. Zum anderen können daraus im Diskurs mit der Opposition vielleicht brauchbare Lösungen gefunden werden. Denn ich halte persönlich weder den allzu linken Einschlag in den Forderungen mancher Parteien wie auch einen allzu rechten nicht für zielführend. Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen und kann sich nur im politischen Diskurs entwickeln.

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Klaus-R. Wogatzke

Bundestagswahl 2009,

die CDU/CSU erreicht 33,8% der Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 70,8% d.h. 29,2% Nichtwähler. In meinem zugegebenermaßen nicht repräsentativen Umfeld kenne ich ausschließlich Nichtwähler (mich eingeschlossen), die vormals CDU gewählt haben. Wenn die CDU mit den Positionen von Frau Steinbach wirbt und diese auch lebt, verliert sie möglicherweise 5% am linken Rand gewinnt aber die Mitte zurück und bindet auch den rechten (demokratischen) Rand. Ich will wieder wählen und ich will eine politische Kraft wählen, die Politik gestaltet zum Wohl von Deutschland und auch mal zum Wohl von uns Deutschen!

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Antworten (10) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.11.2012 10:26 Uhr
Jim Zu

richtig Wählen

Ihre Einstellung find ich richtig Herr Wogatzke, aber mit ihrer Einstellung zur Wahl sind sie leider Teil des Problems. Ok, es ist eine Henne-Ei-Problem, wenn sie die mangelnde Durchsetzungskraft kleiner Parteien bemängeln, aber es ist ebenso eine grausame Vorstellung, wenn wir die nächsten tausend Jahre CDU-regiert werden.... denn es würde sich nie etwas ändern. Leider haben viele Menschen diese Einstellung, sie lässt aber viel Logik und Taktik vermissen. Machen Sie ein Kreuz bei den kleinen Parteien. Andere Bürger werden es Ihnen danken.

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Bar Is Gk
Bar Is Gk (BarisGK) - 19.11.2012 16:39 Uhr

@Herr Stegmann

ein Argument wird nicht dadurch besser und ein Beispiel nicht dadurch verständlicher, dass man dazu übergeht, Worte in Großbuchstaben zu schreiben.

Nur mal so nebenbei.

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bernd stegmann

Herr Wogatzke, ich erklär es Ihnen mal, scheint ja echt schwer zu sein: Mit den 50% sind ALLE

restlichen Wählerstimmen gemeint, die zwar gewählt haben, aber NICHT bei der CDU gelandet sind. DAS ist das Wählerpotential, nach dem geschielt wird, NICHT die superschlauen Nichtwähler, selbst wenn die Nichtwähler 99% ausmachen würden, interessieren die NIEMAND!

(Und, wenn Sie jetzt ganz schlau kommen und mir sagen, das waren aber nur 37,85%, dann möchte ich Sie schon jetzt darauf hinweisen, das diese 50% nur beispielhaft von mir genannt wurden, um Ihnen die Sachlage zu veranschaulichen.)

Und, so nebenbei, ein Dankeschön an Christian P..

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Christian P.
Christian P. (univega) - 19.11.2012 15:34 Uhr

Wählerpotential wird nur durch Wählen sichtbar

Ich kann Hr. Stegmann nur beipflichten. Auch ich habe bisher ausschliesslich meine Kreuze bei der CDU gesetzt und weiss, dass ich dies bei der kommenden Wahl gewiss nicht tun werde. Jedoch wird auch keine andere der "etablierten" Parteien meine Stimme erhalten. Nicht zu wählen kommt mir jedoch auch nicht in den Sinn, da diese "fehlende Stimme" von den Politikern nicht wahrgenommen werden will.

Folglich werde ich unter den kleinen Parteien diejenige mit der grössten Schnittmenge meiner Interessen auswählen. Täte dies jeder "Protest-NICHT-Wähler, dann überspringt zwar nicht gleich jede kleine Partei die 5%-Hürde, jedoch zeigte der Balken der "Sonstigen" nach den Wahlanalysen eben keine marginalen Prozentpunkte, sondern könnte die Balken so manch "etablierten" Partei übertreffen und auch ich vertrete die Meinung, dass die grossen Parteien erst dann umdenken würden!

Ein Nicht-Wähler ist den grossen Parteien doch lieber als eine verlorene Stimme!

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Klaus-R. Wogatzke

nun Herr Stegmann,

wenn, wie Sie schreiben, Nichtwähler niemenden interessieren, warum kommen Sie dann in Ihrer Wahlpotentialanalyse für die CDU auf 50% beim Links- bzw. -3% beim Blick nach rechts? - interessiert doch niemenden. Übrigens, Logik kann mit "Folgerichtigkeit" frei übersetzt werden...

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bernd stegmann

Sie mögen es nicht glauben, aber Nichtwähler interessieren niemand! Ganz im Gegenteil, je mehr

Nichtwähler, umso besser kann sich auf den Rest konzentriert werden. Aber wenn Sie wollen, glauben Sie weiterhin. Nach Merkel wird bestimmt alles von ganz allein ganz anders und viel besser. Was Sie machen, ist nichts weiter als Aussitzen nach der Methode Kohl, mit gleichem Ergebnis übrigens.

Wie gesagt, Deutschland wird von seinen Wählern, besonders Ihresgleichen, abgeschafft. Politik ist nur die Folge.

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Klaus-R. Wogatzke

Herr Segmann, bleiben Sie entspannt und

überdenken Sie Ihre Analyseergebnisse nochmals.

"Schaut sie (die CDU) nach rechts -3% Wählerpotential" - FALSCH "schaut sie nach links, nahezu 50% Wählerpotential" auch FALSCH.

Von rund 30% Nichtwählern könnte die CDU locker die Hälfte (zurück)gewinnen. Selbst bei Verlusten am linken Rand kommt man so wieder in den 40+x Bereich zurück. Noch weiter nach links bedeutet für die CDU, das mit jedem Prozentpunkt der links gewonnen wird zwei Prozentpunkte in der Mitte verloren gehen - so wie die letzten Jahre auch und deshalb steht sie heute je nach Tagesform zwischen 30 und 35 % - Tendenz fallend.

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bernd stegmann

Ihre Sichtweise ist genau DER Fehler und DIE Ursache für die aktuelle politische Situation!

Augrund des von Ihnen beschriebenen verhaltens wird sich absolut nichts an der politischen Sitauation ändern. Und aus Sicht der CDU sogar völlig logisch und nachvollziehbar. Wohin soll sich die Partei nach der Analyse z.B. der Wahl in BW orientieren? Schuat sie nach rechts - 3% Wählerpotential, schaut sie nach links, nahezu 50% Wählerpotential. Sie als superschlauer Nichtwähler kommen in der Betrachtung nicht vor und daher werden Ihre Interessen auch nicht durchgesetzt. Und würde nicht dieser dumme Gedanke grassieren, eine Stimme für kleine Parteien wäre verschwendet, wären diese Parteien (respektive Ihre ureigenen Interessen) auch nicht klein. Potenzieren Sie mal diesen dummen Gedanken, dann wissen Sie, was Sie bewegen könnten. Ihre Hoffnung auf die Zeit nach Merkel sind Träumereien, sonst nichts. Wenn Sie als Wähler nicht die Richtung vorgeben, passiert nichts, ich betone: NICHTS.

Deutschland wird einzig von seinen Wählern abgeschafft!

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Klaus-R. Wogatzke

sehe ich anders, Herr Stegmann,

die cdu in der derzeitigen Verfassung ist (für mich) nicht wählbar. Die Parteiprogramme einiger kleiner Parteien sind zwar durchaus lobenswert aber die es fehlt die Bündelung der politischen Kraft. Es hilft nicht viel wenn Parteien von den Freien Wählern bis zur Partei der Vernunft und wie sie alle heißen durchweg zwischen 0,3% und 1,5% Zuspruch bekommen - es besteht keine Chance politischen Einfluß zu nehmen. In der derzeitigen pölitischen Konstellation hilft für die bürgerlichen Wähler nur eins: die CDU muß wieder auf Linie gebracht werden und das ist erst nach Merkel möglich. Insofern kann man einer "Niederlage" 2013 durchaus eine positive Seite abgewinnen.

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bernd stegmann

Ihr Wille ehrt Sie und ist zu loben. Die Mühe, sich eine neue, kleine Partei zu suchen, wird Ihnen

aber nicht erspart bleiben. Nicht wählen oder ungültig wählen ist jedenfalls die allerschlechteste Lösung und zementiert die von Ihnen zu Recht kritisierten Gegebenheiten.

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Björn Schumacher

Die CDU hat fertig!

Leider ist Erika Steinbach die (fast) einsame Ruferin in der opportunistischen CDU-Wüste. Der Fehlerkeim liegt aber auch in der ambivalenten Programmatik der Partei. Ich kann, sorry, über das floskelhafte Geplapper von den "drei gleichberechtigten Wertesäulen christlich-sozial, liberal und konservativ" nur noch lachen. Bei politischen Grundsatzfragen kollidieren die "Wertesäulen" regelmäßig miteinander; und solange die CDU sich nicht zu einer klaren Hierarchie dieser Säulen durchringt, wird sie aus ihrer programmatischen Beliebigkeit und Lächerlichkeit nicht herauskommen. Immerhin lesen wir im Steinbach-Interview, daß ein Herr Kauder das Christliche wichtiger nimmt als das Konservative. Man sollte ihm für seine Klarstellung danken und als klassisch liberaler, konservativer Bürger, der unser Deutschland nicht ideologisch durchgegenderten, öko- und multikultisüchtigen Pfarrern und sonstigen rot-grünen Egalitaristen überlassen möchte, der CDU den verdienten "Gnadenstoß" versetzen.

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Bernd H. Rust
Bernd H. Rust (xbhr) - 19.11.2012 11:34 Uhr

Danke für diese klare Position

Die CDU (und nicht nur die) und Ihre Repräsentanten täten gut daran, sich wieder zu Werten zu bekennen und deutlich zu machen, wo sie denn wirklich stehen, ganz besonders im Hinblick auf Familien- und Zuwanderungspolitik. Gäbe es mehr glaubhafte Stimmen, wie die von Erika Steinbach, dann wüßte der (suchende) Wähler was er dann wählt.
Es wir Zeit, daß die Politiker begreifen, ein stromlinienförmiges Anschmiegen an den Mainsteam unter dem Motto, wir machen doch nur was Du willst, lieber Wähler, führt zu einem verantwortungslosen Politbrei.
Der Wähler hat das Recht auf klare Standpunkte, Bereitschaft zur Verantwortung auch quer oder gegen den Strom und Visionen, dieses hält ihn dann vielleicht davon ab, den zu wählen, der im gerade etwas mehr persönlichen Vorteil verspricht oder ersatzweise Protest wählt.

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bernd stegmann

Eine der letzten Aufrechten, ich bewundere diese Frau. Logischerweise fehlt ihr die Verschlagenheit

und Hinterlistigkeit einer F.Merkel.
Ich hoffe immer noch, das der Politadel von CDOCSUFDPSPDGrüne, Linke, Piraten und FreieWähler durch den aufgewachten Wähler entfernt wird.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 18:34 Uhr
Ulla Nachtmann

Herr Stegmann, die Begeisterung für Merkel

läßt nach.
.
,Merkel: Vertrauen schwindet'
18.11.2012
- Vertrauen der Bürger in Merkels Regierung schwindet. Selbst bei Vorzeigeprojekten wie der Energiewende erodiert der Zuspruch: So sind nur noch 42 Prozent mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien zufrieden. -
.
Merkel geht soweit wie andere sie gehen lassen!
Wir müssen aufpassen, dass sie nicht Dinge JETZT festklplopft, die man nur durch Gewalt später ändern kann.
Ich bewundere Frau Steinbach auch - trotzdem: Sie ist CDU Mitglied und für mich damit leider nicht mehr wählbar. Schade!
 

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Stefan Wahowski

Hinterlistigkeit hat Sie als Vertriebenentante sehr oft an den Tag gelegt,

u.a. die eigene Vertriebenenlüge.

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Christoph Schwiers

Bitte gründen Sie eine eigene Partei, Frau Steinbach, mit der CDU wird das nichts mehr.

Dann werden Sie allerdings den Eindruck gewinnen, daß die polnischen Medien Sie geradezu lieben...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 11:39 Uhr
bernd stegmann

Sie könnte auch einer anderen, kleinen, bereits existierenden beitreten. Grundsätzlich stimme ich

Ihnen zu.

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19.11.2012, 10:43 Uhr

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