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"Ich trete an" : Annette Schavan hält an Bundestagsmandat fest

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Annette Schavan will wieder für den Bundestag kandidieren Bild: dpa

Annette Schavan will auch dann wieder für den Bundestag kandidieren, wenn ein Verfahren zur Aberkennung ihres Doktortitels eingeleitet wird. Sie werde sich für den Wahlkreis Ulm/Alb-Donau nominieren lassen, sagte die CDU-Politikerin der Sonntagszeitung.

          Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) will sich in jedem Fall am kommenden Freitag als Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Ulm/Alb-Donau nominieren lassen. „Ich trete am 25. Januar an. Das bin ich der Wissenschaft schuldig“, sagte Frau Schavan der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Sie will dies auch dann tun, wenn der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf am Dienstag ein Verfahren zur Aberkennung ihres Doktorgrades einleitet. Im Umfeld der Ministerin wird für den Fall einer Aberkennung des Titels mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung gerechnet.

          Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Ulmer Gemeinderat, Thomas Kienle, sagte der F.A.S., Frau Schavan werde mit den „eventuell noch bestehenden Vorwürfen nominiert“, damit werde man sich dann auch im Wahlkampf auseinandersetzen müssen. Der CDU-Kreisverband will an der Nominierung auch festhalten, falls Schavan von ihrem Amt zurücktreten muss.

          Die Universität Düsseldorf hat einem Medienbericht zufolge die Plagiatsvorwürfe gegen Schavan abgeschwächt. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ erhebt die zuständige Promotionskommission nicht mehr den Vorwurf, Schavan habe in ihrer Doktorarbeit absichtlich getäuscht. Demnach hat die CDU-Politikerin jedoch in Kauf genommen, dass sie mit ihrer Zitierweise gegen gängige Regeln wissenschaftlichen Arbeitens verstößt. Die Kommission spreche sich weiterhin dafür aus, ein Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels einzuleiten.

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