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Hochschulen Mehr Studienanfänger in Deutschland als je zuvor

25.11.2009 ·  Im Jahr 2009 haben mehr als 420.000 junge Menschen ein Hochschulstudium aufgenommen. NRW-Wissenschaftsminister Pinkwart (FDP) plädiert für eine sachliche Debatte über die Bologna-Reformen. Statt sich in „Schwarzer-Peter-Spielen zu verzetteln“, gelte es, die Studienbedingungen zu verbessern.

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In Deutschland gibt es so viele Studienanfänger wie nie zuvor. Im Jahr 2009 nahmen insgesamt 423.600 junge Menschen ein Hochschulstudium auf, das sind sieben Prozent (26 800) mehr als im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil der Studenten an einem Altersjahrgang von 40,3 auf 43,3 Prozent gestiegen.

Beim Bauingenieurwiesen liegt die Steigerungsrate bei 15 Prozent, auch andere sogenannte Mint-Fächer (Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Informatik und Elektrotechnik) konnten deutliche Steigerungen verzeichnen. Genauso wie im vergangenen Jahr sei die Steigerungsrate an den Fachhochschulen besonders hoch (plus 9 Prozent), sagte Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) am Mittwoch in Berlin. Die neusten Zahlen zeigten, dass die Abiturienten in Deutschland ein Studium als attraktiv bewerteten und der Hochschulpakt Wirkung zeigte.

Pinkwart: „Nicht in Schwarzer-Peter-Spielen zu verzetteln“

Unterdessen hat der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Pinkwart (FDP) für eine Versachlichung der Debatte über die Bologna-Reformen plädiert. Er empfehle dringend, die Studienbedingungen weiter zu verbessern, statt sich in „Grundsatzdiskussionen und Schwarzer-Peter-Spielen zu verzetteln“, sagte Pinkwart.

Erst am Dienstag hatte die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die Verantwortung für die unzureichenden Studienbedingungen den Ländern zugeschoben. Außerdem forderte Pinkwart die Hochschulen dazu auf, ihre Finanzkraft zu nutzen, um mehr Lehrpersonal einzustellen. In diesem Jahr hätten die nordrhein-westfälischen Universitäten insgesamt 600 Millionen Euro mehr als im Jahr 2005 erhalten, das sind nahezu 25 Prozent. An diesem Donnerstag trifft sich Pinkwart mit den Rektoren, um über weitere Verbesserungen von Studium und Lehre zu sprechen.

Die Hochschulrektorenkonferenz sprach sich auf ihrer Tagung in Leipzig für eine dauerhafte Fortsetzung der Exzellenzinitiative aus, die zunächst bis zum Jahr 2017 weitergeführt werden soll. Sie sei ein besonders erfolgreiches Instrument zur Förderung der Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wichtig sei, dass attraktive Ziele auch für Universitäten erreichbar seien, die nicht zu den großen Gewinnern zählten. Bei der mit 2,7 Milliarden Euro ausgestatteten Fortsetzung der im Jahre 2006 begonnenen Exzellenzinitiative konkurrieren Neuanträge mit Fortsetzungsanträgen. Die Hochschulen sprachen sich dafür aus, beide Projektarten getrennt zu begutachten, erst danach solle über die Bewilligung der besten Vorhaben jeder Gruppe entschieden werden.

Außerdem hat die HRK eine europäische Forschungsstrategie beschlossen und dafür plädiert, die Förderung exzellenter Forschung durch den an das Modell der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) angelehnten Europäischen Forschungsrat zu unterstützen. Dieser müsse jedoch eine stärkere rechtliche Unabhängigkeit gegenüber der Europäischen Kommission erhalten. Für die mehrjährigen europäischen Forschungsrahmenprogramme verlangen die Hochschulen mehr Transparenz und Verlässlichkeit bei den Entscheidungen sowie deutliche Vereinfachungen bei der Antragstellung.

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