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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Hochschul-Wettbewerb Der Exzellenz-Konformismus

 ·  Je abhängiger die Universitäten von Drittmitteln werden, umso seltener werden bahnbrechende Forschungsergebnisse. Das System begünstigt Wissenschaft vom Reißbrett.

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Hans Meier

Haben die Akademiker gar keine Selbstachtung? (Brillanzklumpen)

Liebe Frau Schmoll,
herzlichen Dank für die treffenden Formulierungen!
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Warum haben sich die deutschen Wissenschaftler in den letzten 15 Jahren haben so willenlos schlachten lassen? Weder gegen das 12-Jahres-Gesetz noch gegen die Bolognareform noch gegen den Exzellenzzirkus hat es echten Widerstand gegeben.
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Gemildert wurde grade einmal die Gehaltskrürzung für die Professoren, die immerhin lebenslang abgesichert sind. Nun ja, besser als nichts. Meine Freude über diesen Teilsieg wäre größer, wenn sich die verbeamtete Professorenschaft nicht bei den anderen Feldern als Erfüllungsgehilfen, Wegseher und Kollaborateure verhalten hätten.
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Zur Planwirtschaft gehört auch das Potemkinsche Dorf mit seinen klebrigen Hochglanzpräfixen: "Exzellenz", "Spitzen-", "Best-", "Zukunfts-", etc., deren Angeberattitüde
jeder guten Erziehung in die Magengrube schlägt. Das ist die Sprache bildungsferner Werbefuzzis. Warum machen die Akademiker das mit? Haben sie denn gar keine Selbstachtung?

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Irwin Collier

Confession of an academic rat racer

The danger of using a rat race to allocate cheese is that you are likely to end up with a race of super rats.

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Petra Schmidt-Wiborg

Kollateralschäden der Profilierungsanreize - (Un-)Bildung für das Gemeinwohl

Heike Schmolls Kommentar beschreibt treffend die Kollateralschäden für die Wissenschaft selbst, die aus der Drittmittel-Steuerung resultieren, insbesondere inwiefern ein Verlust von Qualität eintritt (Uniformierung via Fördermittelbedingungen statt ergebnisoffener Forschung; Überdehnung der Forschungsfragen in den Geistes- und Sozialwissenschaften über Anreize zu Clusterbildung). Bekanntlich fragt man sich in Großbritannien schon, ob man überhaupt noch Theologie, Geistes- und Sozialwissenschaft öffentlic finanzieren sollte ... Die Nachfrage nach dem Auftrag der Hochschulen auch in modernen Wissen(schafts-)Gesellschaften zum geistigen und kulturellen Reichtum ("Allgemeinbildung") und zur Förderung des Gemeinwohls stößt inzwischen unter NachwuchswissenschaftlerInnen auf ahnungsloses Schulterzucken. Et violà - der Teufelskreis verfängt: War da noch etwas anderes - what money - for excellence - can't buy?

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Magnus Feuer

Danke für diesen treffenden Kommentar!

Andererseits ist die Frage: Wie lässt sich dem "Exzellenz-Konformismus" begegnen? Es braucht hier offenbar abseits der nunmehr bestehenden Strukturen individuellen Mut oder vielmehr individuelle Mutige, die in der Lage sind, sich selbst zu organiseren und auch die entsprechenden ökonomischen Mittel aufzustellen - außeruniversitär.

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Andreas Schulze-Bonhage

Jenseits der Exzellenzbestrebungen

Wie vom Autor geschildert, besteht ein Grundproblem der Exzellenzinitiative in ihrer ausschließlichen Beschränkung auf selektierte Cluster ohne eine assoziierte Förderung der Gesamt-Infrastruktur von Universitäten, zum anderen in der fehlenden Nachhaltigkeit der Förderung. Eine langfristige Verbesserung der universitären Landschaft setzt ein Gleichgewicht zwischen verbesserter und langfristig verfügbarer Grundausstattung und modeabhängigen "Leuchttürmen" voraus. Nicht zuletzt trägt die Ablehnung zusätzlicher Förderungen des Bundes dazu bei, dass die zu Recht eingeforderten Mittel auch für die gesellschaftlich relevanten Geisteswissenschaften und für langfristig angelegte solide Forschung allseits fehlen.

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Ralf Wagner

Bildungssozialismus

Sehr treffend, Frau Schmoll. Auch hier sind wir auch dem Weg zur Planwirtschaft und suchen den Erfolg in behördlicher Anerkennung statt auf den Märkten.
Schlussendlich wird sich die Wissenschaft in die Richtungen des politisch gewollten Denkens entwickeln und schlimmer noch, gewünschte Ergebnisse abliefern und sich damit selber überflüssig machen.
Man muss nicht einmal sehr alt sein, um festzustellen: Das gab’s doch schon mal...

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Frauke Klien
Frauke Klien (endivie) - 16.06.2012 09:26 Uhr

So ist es, und noch viel mehr

Die Autorin kennt sich aus. Wissentlich oder nicht, hat sie aber nur die Oberfläche dieses (inzwischen genderkorrekten) Geld- und Kreativitätsvernichtungssystems angekratzt.

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Jahrgang 1962, politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

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