http://www.faz.net/-gpf-89veh

Hildesheim : Früherer Bischof soll Jungen missbraucht haben

  • Aktualisiert am

Der frühere Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen, hier am 8. September 1965 bei der Einweihung der Neubausiedlung Neuböseckendorf am Ortsrand von Angerstein in Niedersachsen Bild: Picture-Alliance

Der 1988 gestorbene frühere Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen wird beschuldigt, während seiner Amtszeit einen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Das Bistum hält die Schilderung des Betroffenen für glaubhaft.

          Der frühere Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen soll während seiner Amtszeit einen Jungen sexuell missbraucht haben. Das Bistum halte die Schilderung des Betroffenen für plausibel, teilte die Bischöfliche Pressestelle am Freitag mit.

          Bischof Norbert Trelle sei bestürzt darüber, „dass durch einen seiner Amtsvorgänger nach Aussage des Mannes diesem schweres Leid zugefügt worden sein soll“. Dem Mann seien 10.000 Euro als Anerkennung seines Leids gezahlt worden. Das Magazin „Spiegel“ berichtete, dass es sich bei dem Opfer um einen früheren Messdiener handele. Janssen, der von 1957 bis 1982 Bischof war, war 1988 im Alter von 80 Jahren gestorben.

          Der Betroffene hatte angegeben, dass der Bischof ihn ab dem Alter von zehn Jahren regelmäßig und über einen Zeitraum von fünf Jahren durch Masturbation, Oral- und Analverkehr missbraucht habe. Er kritisiert laut „Spiegel“ die ihm gewährte Summe als eine billige Ablasszahlung der Kirche und verlangt, dass die sterblichen Überreste Janssens aus der Bischofsgruft im Hildesheimer Dom entfernt werden.

          Weitere Themen

          Urlaubsinsel kommt nicht zur Ruhe Video-Seite öffnen

          Erdbeben auf Lombok : Urlaubsinsel kommt nicht zur Ruhe

          Das Beben mit der Stärke 6,3 war das vierte schwere Beben in der Region innerhalb von wenigen Wochen. Mehr als 400 Menschen waren bei den früheren Erschütterungen ums Leben gekommen.

          Topmeldungen

          Kinder mit digitalen Aufmerksamkeitsfressern

          Smartphone-Verbot an Schulen : Die Aufmerksamkeitsvampire

          Während deutsche Minister und Lehrkörper von der Digitalisierung der Klassenzimmer reden, schicken die Leute im Silicon Valley ihre Kinder auf Smartphone-freie Schulen. Ist das sinnvoll?

          Unglück in Genua : „Der Staat akzeptiert keine Almosen von Autostrade“

          Der Autostrade-Chef Castellucci reicht den Hinterbliebenen und der Stadt Genua die Hand – ein Schuldeingeständnis legt er aber nicht ab. Gut eine halbe Milliarde Euro stellt das Unternehmen in Aussicht. Die Regierung weist das Angebot scharf zurück.

          Putin-Merkel-Treffen : Vorsicht vor Halluzinationen

          Moskau ist kein leuchtendes Beispiel in Sachen Friedensbemühungen. Warum Putin jetzt die erstarkenden Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland in ein helles Licht rückt, ist völlig klar. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.