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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Helmut Kohl Der Ehrenbürger Europas

 ·  Zwanzig Jahre danach kommt alles ins Lot: Helmut Kohl ergriff mit der Wiedervereinigung die Chance, Weltgeschichte zu machen. Einen Deutschen, der es als Kanzler der Einheit zum Ehrenbürger Europas gebracht hat, gab es vor ihm nicht.

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egon soppe
egon soppe (egonsoppe) - 04.10.2010 01:11 Uhr

Viele Kleingeister, hier...

Liebe Leute, es mag an der deutschen Neidgesellschaft liegen oder woran auch immer. Doch eines bedenkt nur: Helmut Kohl ist einer der ganz wenigen Menschen, die heute noch leben und die in hundert, zweihundert, fünfhundert oder tausend Jahren noch in den Geschichtsbüchern dieser Welt genannt werden für ihre epochale politische Leistung. Die Peanuts, mit denen hier einige vergrämte oder neidische Blogger ihren Senf dazu geben, sind nur noch peinlich aber das zeigt deren Unfähigkeit, selbst eine große Leistung zu vollbringen oder zumindest eine derartig große politische Leistung anzuerkennen. Nur noch als arm im Geiste zu bezeichnen.

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Adrian W.T. Dostal

Georg Paul Hefty radotiert eher

Helmut Kohl anscheinend in eine Reihe mit den Reichsgründern Kaiser Otto I. oder gar dem Fürsten von Bismarck bringen zu wollen, düfte deutlich verfehlt sein. Eher gehört Helmut Kohl in eine "Ahnenreihe" vom Reichserzkanzler von Dalberg und - natürlich - eines Oberbürgermeisters und Bundeskanzlers Konrad Adenauer. Beiden war gemein, Deutschland in ein "größeres" und "besseres" "Gebilde zu "überführen": Seinerzeit das Napoleonische Europa in Form neu geschaffener Departements (heute zur Vorbreitung "Europäische Metropolregionen" genannt) und nunmehr das Europa der "Europäischen Union". Um Deutschland im eigentlichen Sinne ging es beiden Vorläufern wie auch bei Helmut Kohl niemals. Bei Kohl sollte die Wiedervereinigung nur eine technisch-finanzielle Zwischenlösung für ein "in Europa aufgehen" sein: Aber niemals darum, Deutschland wiederherzustellen. Inwieweit Kohl's Leistung der Wiedervereinigung von 1990 als "historisch" in die Weltgeschichte eingehen wird, wird sich wohl erst nach dem Zerfall der Europäischen Union in 200 - 300 Jahren zeigen: Hat's geholfen eine Deutsche Nation zu erhalten oder nicht? Übrig bleibt in der Geschichte bei Kohl: Keine ernstgemeinte "Geistig-moralische Wende" und ein "jetzt erst recht Schulden machen".

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holger stoss

Eins muss man Ihm lassen!

Die geistig moralische Wende hat er, wie versprochen eingeführt.
Selbst wenn sonst oft versprochen, selbst die Wiederholung der Neujahrsrede fiel erst nicht auf.
Manchmal ist es schade, wenn nicht , wenn schon, alles aus dem AMI Land übernommen wird.
Dann wüßte man heute bereits mehr..........

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Henry Mann

@Herr Gerhartz

geht' noch blinder und tumber?
Dann hätte ich gern sofort meinen Soli wieder.
Ach so - den zahlen ja auch die ostdeutschen Bürger? Donnerwetter! Wenn in einem Mietshaus die Sammelbüchse rum geht, um den Mietern im oberen Stockwerk zu helfen, und dann kriegen die die Sammelbüchse, und dann werfen die selber auch noch was rein, und dann nehmen die alles raus, und dann sagen die: "Wir haben aber auch einbezahlt" - dann sind wir endgültig im Irrenhaus.

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Daniel Grün

Diener

Diener des deutschen Volkes!?
Man sollte sich seine Auszeichnungen anschauen, dann weiß man wem er gedient hat.

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Harald Walden
Harald Walden (Nedlaw) - 02.10.2010 18:32 Uhr

Ehrenbürger Kohl ?

Na ja , er hatte das Amt, den Verstand brachte Horst Teltschik mit. Ihm werden künftige Historiker das Hauptverdienst für das richtige Verhalten Kohls in der "Erntezeit" zusprechen.

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karle weber

Spendenaffäre, Jüdische Schwarzkonten, Leunaaffäre

Warum sollte man dem Kohl die Ehrenbürgerschaft aberkennen?
Wegen derCDU-Spendenaffäre oder den ergaunerten, in der Schweiz versteckten Jüdischen Konten, oder weil die Leunewerke verschleudert wurden?
Keinesfalls, sonst müsste man auch den Zumwinckel, den Schrauben-Würth an die Gurgel.
Und es gibt schliesslich auch eine Ehre, und seis die Gaunerehre
Prost, anders muss ich kotzen
...sagt ein ehem. CDU-Wähler--leider---so weit ist es gekommen

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Chris Deister
Chris Deister (Unke) - 02.10.2010 17:13 Uhr

Interessant, dass

der größte Verbrecher der deutschen Nachkriegszeit hier so gefeiert wird.
Schauen wir mal seine "Verdienste" an
- Trotz gegenteiligen Versprechens ("Wende") wurde der Sozialismus (West) weiter ausgebaut und zementiert. Selbst die einmalige Chance, das 1989/90 zu korrigieren wurde nicht genutzt. Folge: 1,7 Billionen EUR Staatsschulden und weitere 3 Billionen Pensions- und ähnlicher Soziallasten, 70% und mehr Abgabenlast bei der produktiven Klasse
- Verriet 1992 Deutschand an Jaques Delors (Verträge von Maastricht = Versailles II)
- Versagen in der Einwanderungspolitik
- wie seine Nachfolgerin A. Merkel ein wirtschaftspolitischer Autist
F.J. Strauss hatte richtig vorausgesehen, dass H. Kohl die charakterlichen Voraussetzungen für höchste Ämter abgehen.
Ich fordere eine Tribunal gegen H. Kohl! Wäre es nicht eine angemessene Symbolik, ihn dafür am "Tag der deutschen Einheit" zu verhaften?!

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Horatio Frisch

Es ist schlimm wie sich hier einige Linksgrüne über diesen alten kranken Mann

auslassen!

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Hans-Ulrich Grefe

Der Ehrenbürger Europas

Als Ehrenbürger Europas hat er aber seine Spendenaffäre bis heute nicht aufgeklärt.
Soviel zu der Ehre des Herren Kohl!
Geh mir doch wech mit dem Zeuch.
Jubilate und Cantate......
Traurig, das ganze...mit der Ehre.

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Maik Trommer

Zustimmung

Ein schöner, warmherziger Artikel.
Helmut Kohl hatte und hat immer das Wesen der europäischen Integration und der sozialen Marktwirtschaft verinnerlicht.
Für kluge Menschen wie ihn war die Vision vom Zusammenbruch der DDR schon Anfang der 80er Jahre plausibel, glaube ich. Denn wirtschaftlich hatte damals die DDR bereits ihren Zenit überschritten und konnte nur Dank Westkredit(e) auf gleichem Niveau weiter wirtschaften. Auch das beweist, das Helmut Kohl seine Politik stets pragmatisch, d.h. auf Fakten stützte und eben kein Ideologe war.

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perry hagedorn

Ehrenvorsitzender der CDU-ist der nicht

Keiner hat nach Adenauer die CDU so gut vertreten wie Helmut Kohl.
Kein Kanzlerkandidat hat jemals so viele Stimmen für die CDU geholt wie Helmut Kohl.
Heute kann man in der CDU von solchen Ergebnissen nur noch träumen. Kohl stand für Aufrichtigkeit Ehrlichkeit und Treue. Ich bin ihm wirklich dankbar das er bis heute sein Wort gehalten hat und keinen Spender verraten hat und am dankbarsten sollte ihm die CDU dafür sein. Aber die hat ihm den Ehrenvorsitz der Partei entzogen! Sein Vize Schäuble wurde als Parteivorsitzender gestützt weil er nach der Meinung von einigen vielen zu lange an Kohl festhielt. Da kam Angelika Merkel ergriff die Chance und wurde mit einen Artikel in der FAZ Parteivorsitzende der CDU. Die CDU ist seit dem eine andere und manchmal wünschte ich mir es gebe einen neuen Kohl selbstbewusst, bodenständig und konservativ.

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harm zorc
harm zorc (toughdown) - 02.10.2010 13:48 Uhr

Schlag ins Gesicht

...aller Linken. Alle hat ER sie "geschafft": Die Altnazis, die HK zu liberal und unbe- weglich empfanden. Die Jungnazis, auf die HK nie einging und ihnen die Ehre jeder Gegnerschaft verweigerte. Die 68er, denen HK seinen Welterfolg zeigte, mit dem einzigartigen Verhältnis zu West und Ost. Die 68er, die ihre Irrtümer von HK um die Ohren kriegten, mit den Zusammenbrüchen des so genannten Sozialismus und dem Möderischen der östlichen Geheimdienste, deren bezahlte Marionetten sie waren. HK verdanken die Ossis die hunderte von Milliarden, nach denen die einstige DDR- Führung täglich gelechzt hat, und die HK den DDR-Bürgern nach 1990 regelrecht nachgeworfen hat. Niemand sonst. Alle die, die es seit 1990 angeblich besser wussten als ER, besonders aus heutiger Sicht, hat HK der Dummheit und Kurzsichtigkeit überführt. ER hat sie zu Kleinbürgern gemacht, ohne es ihnen vorzuwerfen. ER musste den größten Politikerkörper aller Zeiten haben: ER nimmt seine europäische Epoche darin auf ! Wie sehen die Herren Schröder und Lafontaine gegen HK aus ? Ich meine, wie Zwerge, die mit sehr vielen ande- ren das Wieservereinigungs-Risiko gefürchtet und -- moralisch verloren hatten.

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Gernot Radtke

Kohl - Ehrenbürger im total überschuldeten europäischen Haus

Kohl, "Europas Ehrenbürger" - völlig zu Recht. Die deutsche Wiedervereinigung in Freiheit ist auch die Europas. Daran haben viele mitgewirkt und Weichen gestellt. Nur, Kohl ist drübergefahren. Und wie! Im SPIEGEL dieser Woche nachzulesen. Kohl hat jedes Signal wahrgenommen und jede sich eröffnende Chance sofort und mit unglaublichem Instinkt genutzt. Gegen Thatcher, Mitterand, Gorbatschow; und Bush mußte er auch damals erst gewinnen.
.
Heute ist Europa frei.
.
Aber leider auch unermeßlich verschuldet. Das soll man ganz nüchtern sehen, denn auch das ist ein Ergebnis dt. Europapolitik, auch der Kohls. Europa ist in vielem ein ordentlich gebautes Haus, das auch die Deutschen nicht mehr in die Luft sprengen mögen. Aber die Fundamente aus (überwiegend deutsch finanzierten) Subventionen, Gemeinschaftswährung und Schuldengetrickse werden das Gebäude nicht auf Dauer tragen können. Die große Gefahr: Das Haus bricht diesmal nicht durch dt. Furor zusammen, sondern weil seine Statik schlecht ausgelegt ist, seine Bewohner machen (können), was sie wollen und keineswegs immer nur anständige Nachbarn sind. Waffen gegen den anderen - hat keiner mehr. Geld, um das gemeinsame Haus zu sanieren, aber auch nicht. Stürzt es einfach friedlich ein?

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Ernst-Markfried Kraatz

Trotz Brandts "Entspannungspolitik"

kam die Wiedervereinigung zustande. Und der großartige amerikanische Präsident Ronald Reagan, der einen Gorbatschow erst ermöglichte, sollte hier nicht vergessen werden.

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Walter Gerhartz

Wem geht es besser in West udn Ost

Die Frage das etwas seither besser geworden ist in Ost und West kann eigentlich grundsätzlich verneinen.
Im Westen gibt es immer mehr Menschen mit zu kleinen Verdiensten und einer
wahren Inflation von etwa 70 % seit der Euroeinführung (Bsp.:1 Brot zuvor 2,50 DM jetzt 2,50 Euro)
Die Wirtschaft ist radikaler und erbarmungsloser geworden seit dem Mauerfall.
Die Rentenkasse ist Dank Herrn Kohl, aus der er 800 Milliarden gestohlen hatte, nachhaltig beschädigt und die Rentensteigerungen sind himmelweit hinter der Inflation zurück !!
Im Osten hat man seine alte Sicherheit verloren, sicher Arbeitsplätze, Wohnungnen, sonstige Lebensbedingungen.
Die Menschen können theoretisch Reisen....wenn sie das Geld dazu haben !!??
Fazit: Die Menschen in Ost und West wurden gleichsam betrogen und über den Tisch gezogen von Kohl, Genscher und der Treuhand !!!

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Karl Meier
Karl Meier (KarlMeier) - 02.10.2010 11:59 Uhr

Damals und heute

1998 war ich froh, als Kohl endlich abtrat. Seine Reden klangen mir damals hohl, er wirkte auf mich verbraucht und vielleicht hätte er schon 1996 abtreten sollen. Wenn ich aber heute das völlig inhaltsleere Gerede der Bundeskanzlerin höre, dann sehne ich mich zurück in die Zeit, in der die Union fest in der Hand von Helmut Kohl war und Politiker noch etwas zu sagen hatten, was über Selbstverständlichkeiten und Scheinthemen wie das Klima in 50 Jahren hinausging.

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Johannes Hertrampf

Die Wahrheit ist anders

Ein Lobgeang ist keine Analyse.
Die Ausweitung des westlichen Systems in Richtung Osten war keine Erneuerung.
Dass Kohl Bismarck in der deutschen Geschichte überragt, zeugt von völligem Unverständnis der geschichtlichen Notwendigekit.
Wenn der Autor des Artkels die heutige Realität in Deutschland und in Europa beachtet hatte, wäre er zu anderen Einschätzungen der politischen Prozesse von damals gekommen.

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Walther Schmidt

und ein Mann mit einer solchen Lebensleistung

muss sich dann in unserem Land über Jahrzehnte von Dummköpfen oder Schweinehunden, denen entweder der Verstand fehlt oder, was schlimmer ist, die absichtlich handeln, in allen Formen missverstehen, verunglimpfen, niederpfeifen, bewerfen und beleidigen lassen. Die gewünschte "letzte große Rede" hat ja gestern übrigens stattgefunden.
Im Grunde genommen ist die Ära Kohl, was den linken Journalismus betrifft, von einem Jahrzehnt der Dummheit begleitet worden. Heute sieht das ja sogar Herr Augst ein.
Unglaublich!!!!

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Henry Mann

@Herr Julius

bleiben Sie auf dem Teppich. Die Verdienste (nicht "des Volkes", sondern) eines Teiles der Bevölkerung der so genannten DDR und die Verdienste Gorbatschows bestreitet doch niemand. Auch diese beiden Faktoren gehören zu dem multikausalen Geflecht, das die Einheit möglich machte. Man darf keinen Faktor herauslösen. Widerstand, der ja niemals der eines ganzen Volkes ist, reicht nicht aus (siehe 17. Juni 1953, siehe Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking).
Ohne das entschiedene politische Handeln Helmut Kohls im richtigen geschichtlichen Moment wäre es noch lange nichts geworden. Auch wenn ich ihn nie gewählt habe, spreche ich ihm doch dieses Verdienst zu. Vermutlich muss seinem Berater Teltschik noch ein viel größerer Anteil zugebilligt werden.

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