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Hamburger SPD Naumann wird Spitzenkandidat

07.03.2007 ·  Nach der Absage von Altbürgermeister Voscherau hat die Hamburger SPD nun einen Spitzenkandidaten gefunden: Der frühere Kulturstaatsminister Naumann soll bei der Wahl im Jahr 2008 für das Amt des Bürgermeisters kandidieren.

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Der Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“ und frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann soll Spitzenkandidat der Hamburger SPD werden. Wie die Partei am Mittwoch mitteilte, hat sich die Findungskommission einstimmig darauf verständigt. Für das Amt des SPD-Landesvorsitzenden sei der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ingo Egloff vorgeschlagen worden.

Die scheidende stellvertretende Landesvorsitzende Dorothee Stapelfeldt sagte: „Die SPD tritt mit einem starken Team an, um die Freie und Hansestadt Hamburg sozial gerechter und wirtschaftlich erfolgreicher zu machen.“ Der kommissarische Vorsitzende der Hamburger SPD, Mathias Petersen, ist derzeit im Urlaub.

„Aus eigener Kraft“ schwierige Lage überwunden

Die Bundesspitze der SPD unterstützte Naumanns Nominierung. Er sei der „richtige Mann für Hamburg“, teilten der Parteivorsitzende Kurt Beck und Generalsekretär Hubertus Heil in Berlin mit. „Mit Michael Naumann als Erstem Bürgermeister kann Hamburg seine Chancen entschlossen nutzen“, hieß es in der Stellungnahme.

Als ehemaliger Staatsminister im Kanzleramt verfüge Naumann über Regierungserfahrung. Als Chefredakteur und Mitherausgeber habe er die „Zeit“ journalistisch und wirtschaftlich zu neuen Erfolgen geführt. „Er kennt und liebt Hamburg und seine Menschen“, hieß es weiter. Beck und Heil begrüßten, dass die Hamburger SPD „aus eigener Kraft“ aus ihrer schwierigen Lage gefunden habe. Ab sofort werde man geschlossen für den gemeinsamen Sieg bei der Bürgerschaftswahl 2008 kämpfen.

Die Hamburger SPD steckt seit Wochen in einer schweren Krise. Zuletzt hatte es der frühere Bürgermeister Henning Voscherau abgelehnt, als Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl anzutreten. Über die Vorschläge der Findungskommission entscheidet am 24. März ein Landesparteitag. Der gesamte SPD-Landesvorstand war zurückgetreten, nachdem bei einer Mitgliederbefragung zum Spitzenkandidaten mehr als tausend Stimmen verschwunden waren.

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