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Hamburg Finanzsenator Frigge tritt zurück

 ·  Nach acht Monaten im Amt hat Hamburgs Finanzsenator Carsten Frigge (CDU) seinen Rücktritt angekündigt. Gegen Frigge ermittelt seit Anfang Mai die Staatsanwaltschaft Mainz wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue.

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Hamburgs Finanzsenator Carsten Frigge (CDU) hat am Mittwoch in einer Bürgerschaftssitzung nach acht Monaten im Amt seinen Rücktritt angekündigt. Bürgermeister Ahlhaus (CDU) dankte Frigge für die Arbeit, die dieser trotz zahlreicher unsachlicher persönlicher Angriffe geleistet habe.

Ahlhaus sagte, Frigge habe ihm am Mittwochvormittag seinen Rücktritt angeboten. Der Senator habe sich bereit erklärt, bis zur Ernennung eines Nachfolgers die Geschäfte weiterzuführen. Frigge sagte, er habe feststellen müssen, dass „in der Bilanz der letzten Monate“ Themen im Vordergrund gestanden hätten, „die mit meiner Arbeit hier nicht das Geringste zu tun hatten.“

Gegen Frigge ermittelt seit Anfang Mai die Staatsanwaltschaft Mainz wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue. Am 13. Dezember soll Frigge im Mainzer Untersuchungsausschuss zum Finanzgebaren des CDU-Fraktion in Rheinland-Pfalz vernommen werden.

Frigges Düsseldorfer Beratungsfirma C4 hatte Gelder der CDU-Fraktion erhalten. Der CDU wird vorgeworfen, die Parteiarbeit mit Fraktionsgeldern finanziert zu haben. Ahlhaus kündigte an, bald einen Wahlvorschlag für einen Nachfolger zu unterbreiten. Laut einem Bericht der Zeitung „Hamburger Abendblatt“ soll der CDU-Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse Frigges Nachfolger werden.

Der gebürtige Hamburger Frigge wurde im Frühjahr noch von Ahlhaus-Vorgänger Ole von Beust als Nachfolger von Michael Freytag in den Hamburger Senat berufen. Beust war es auch, der Frigge 2008 aus Düsseldorf nach Hamburg zurückgeholt hatte, zunächst als Staatsrat in der Wirtschaftsbehörde.

Frigge war bis Anfang der 90er Jahre in der Hamburger CDU aktiv; nach Abitur und Studium in der Hansestadt führten ihn verschiedene berufliche Aufgaben nach München, Bremen und zuletzt nach Düsseldorf. Rund zehn Jahre war er geschäftsführender Gesellschafter einer selbst gegründeten Unternehmensberatung.

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