28.04.2010 · Bei der Trauerfeier für die gefallenen Soldaten sollte Vizekanzler Westerwelle in der 14. Reihe sitzen. Wer auf die Idee kam, lässt sich nicht mehr sagen. Aber es hätte gut zum Konkurrenzverhältnis mit Verteidigungsminister Guttenberg gepasst.
Von Oliver Hoischen und Eckart LohseRichtlinien für Lesermeinungen
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Feudale Verhältnisse erfordern so eine Berichterstattung.
Mir gefiel dieser Artikel. Implizit weisen die Autoren darauf hin, daß die Verhältnisse, unter denen wir leben, sich immer mehr feudalen Vorbildern annähern. Daß die Ironie so subtil war, daß die Mehrzahl der klugen Köpfe davon nichts mitbekommen hat, ist ein Qualitätsbeweis.
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Mehr davon!
Was für eine Hybris und Pietätslosigkeit!
Eigentlich verbietet sich aufgrund des Anlasses für die Zusammenkunft der Staatsmänner, sowohl der geschwätzige, respektlose und nutzlose Artikel, als auch jeglicher Kommentar, der darauf eingeht. Ich spreche nicht von den jenigen, die sich ebenfalls empört haben. Ich glaube allmählich, Sie haben sie nicht mehr alle in Deutschland, sowohl im übertragenen, als auch im eigentlichen Sinne. Aber irgendwie, doch noch nicht genug Tote zum Beklagen gehabt... Grosser Gott!
Was für ein unwürdiger Artikel? Mir fehlt eigentlich die Information, trugen die Gäste Unterwäsche, und wenn ja, welche?
Wie ein Stich ins Herz .......
... muss das Westerwelle vorgekommen sein. Der Vizekanzler in Reihe 14! Ein Eklat mit weitreichenden Folgen. Bei der NRW-Wahl kostet das der FDP wieder einen Prozentpunkt weniger Wählerstimmen. Nicht nur Guttenberg hat Westerwelle abgeschrieben. Er wird nicht mehr (ernst) wahrgenommen.
schon
Man gebe die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann ...
... und wenn einem der Artikel nicht gefällt oder einem unwichtig erscheint, dann ist es eine persönliche Ansicht und persönliche Meinung. Man muss Angst haben, dass es die nächsten 12 Monate nur regnet, denn Anspruch und Niveau fliegen so tief, dass es nur regnen kann!
Aber muss man wirklich überall seinen Senf zugeben? Muss man alles schlecht und kaputt reden, muss man alles tot diskutieren? Hier ist ein Artikel, der unseren Regierungsapparat oder Regierungszustand von hinten beleuchtet und darstellt, wie W., M. und z.G. sich gegenseitig ausspielen. Das wurde dargestellt und daran sollte nichts auszusetzen sein.
Manchen Mitkommentatoren scheint es aber an Feinfühligkeit für solche Themen zu fehlen, denn sonst würden sie ihre unqualifizierten Kommentare lieber da ablegen, wo sie hingehören: in den Papierkorb. Thomas Carlyle hat gesagt: Die Zeit ist schlecht? Wohlan, Du bist da, sie besser zu machen. Also liebe Mitkommentatoren, ab mit der Bewerbung an die FAZ und bessere Artikel schreiben. Einen sonnigen Tag!
Meine Güte, wer wo wann wen warum angerufen hat und den dazugehörigen Tratsch will ich nicht mal von mir persönlich bekannten Menschen erfahren, erst recht nicht von der Führungsriege des Landes. Aber danke für die (einzig enthaltene) Information, dass auch "die da oben" nur Menschen sind. Nur müssen dafür wirklich zwei Männer an einem Artikel tüfteln?
*So* und nicht anders stelle ich mir die momentane Politik in Berlin und die Kommentierung durch die ihr nahestehende schreibende Zunft vor.
... absolut überflüssig und errinnert mehr an "Frau hinterm Spiegel" oder dergleichen. Zeigt es aber das Unvermögen und die Unwissenheit des blauen Kriegsministers und seiner Lakaien. Auch hier bedarf es sicherlich demnächst eines externen Managers, der auf Kosten der Steuerzahler Herrn zu Guttenberg tatkräftig unterstützt. Er kann es halt nicht, woher auch ? Dieser Protokollfehler ist mindestens genauso peinlich wie Herr Hochwohlgeboren selber. Einfach nur peinlich ! Wählbar ist das schon lange nicht mehr.
Natürlich ist das nicht egal, wer wo sitzt. Gesellschaftliches und politisches Leben besteht nicht nur aus Fakten, sondern auch aus Signalen, aus denen Fakten abgeleitet werden. Der Hinweis auf ein Abrutschen in eine Yellow-Press-Diskussion ist völlig abwegig und offenbart Sensibilitätsdefizite.
Genauso unverständlich ist die Aussage im Zusammenhang mit den FDP Terminschwierigkeiten "die Öffentlichkeit hätte alles andere als stillos empfunden". Nein, meine Herren, es wäre stillos gewesen, unabhängig von der Empfindung der Publikums! Aber so wie bei allen anderen Parteien gilt das Primat der Show vor der Substanz.
Und natürlich mußten die Aussenminister (im Gegensatz zum Gesundheitsminister) vorne dabei sein. Und daß ein ausländischer Gast von hohem Rang um ein Haar hinten auf den billigen Plätzen hätte sitzen müssen, ist beschämend!
Ich finde die Meldung schon wichtig.
Es interessiert mich zwar nicht so sehr, in welcher Reihe nun Westerwelle sitzt. Es ist aber schon von einer gewissen Relevanz zu sehen, wie ein solcher Anlass für Spiele um politsche Macht und politischen Anstand missbraucht wird. Es hätte den verantwortlichen Organisatoren aus dem Verteidigungsministerium besser zu Gesicht gestanden, den Außenminister mehr zu würdigen. Es steht aber einem jeden Politiker gut zu Gesicht, sich über derartige Fehlgriffe im Protokoll nicht zu beschweren. Denn bei einer Trauerfeier geht es darum, den Verstorbenen zu gedenken und ihnen Respekt zu erweisen. Und das geht in Reihe 14 gewiss ebenso gut wie in Reihe 1. Hier sind mehr Demut und Anstand geboten als eine "das-steht-mir-zu"-Mentalität.
Ehrfurcht und großen Respekt vor allen Gefallenen und deren Familien zuerst!
Dann: Das Versagen der "Etappe" ist unsäglich! Dass es überhaupt zu einer solchen Situation kommen konnte, ist mehr als nur peinlich. Nicht nur die kämpfende Truppe muss ihre neue Rolle noch finden, auch die "normale Verwaltung". So makaber das klingen mag. In einem - wörtlich - höheren Sinn spielt es in der Tat keine Rolle, wer wo genau bei einer Trauerfeier sitzt. Bescheidenheit und Zurückhaltung sind dort sogar sehr angebracht.
Nicht überzeugend, weil nicht durchdacht, sind aber alle Äußerungen, die den "Vorfall" in die Yellow-Press-Szenerie rücken wollen. Man stelle sich vor, die Kanzlerin hätte nicht eingegriffen und die ganze Öffentlichkeits-Maschinerie wäre genau umgekehrt gelaufen. Dann hätte sich der Außenminister - bei dem derzeitigen FDP-Bashing durchaus zu erwarten - wohl rechtfertigen müssen, weshalb er sich "in der vierzehnten Reihe versteckt" habe. Ganz besonders eifrige "Beobachter" hätten dann gar mangelnde Anteilnahme und Trauer beim Außenminister entdeckt. Oder der afghanische Außenminister "habe sichtliche Betroffenheit darüber gezeigt, wie wenig man den Kampf in seinem Land in Deutschland ernst nehme". Leider ein durchaus realistisches Szenario.
Nein, das hätten unsere Soldaten erst recht nicht verdient.
Was mich an diesem Artikel vor allem enttäuscht, ist nicht die Banalität der Nachricht oder die Heraufbeschwörung eines Zweikampf zwischen konkurrierenden Politikern. Mich enttäuscht hier die Wahl des Aufhängers. – War die Nachricht so wichtig, dass die gerade zurückliegende Trauerfeier hierfür entwürdigt werden muste? – Ohne Herrn Westerwelle näher zu kennen, unterstelle ich ihm und anderen Politikern genügend Feingefühl, dass auch die letzte Reihe kein Problem gewesen wäre (einmal ganz unabhängig vom Protokoll, dass solche Probleme verhindern soll).
Ich möchte auch noch folgendes Anmerken: Wenn das Thema wichtig wäre, hätte es andere Aufhänger dafür gegeben (oder sich eine spätere Gelegenheit für den Artikel noch ergeben). – Niemand kann jedoch der Frage, wo er bei einer solche Feierlichkeit sitzt ausweichen – deshalb muss sich um diese Frage gekümmert werden. Hinter der Platzierung aber einen tieferen Grund vermuten und dies zu einem Zweikampf zu stilisieren um daran einen Artikel aufzuhängen ist in diesem Fall eine stilistische Geschmacklosigkeit, die die Familien der Hinterbliebenen kränken muss, weil der vermeindliche Streit plötzlich wichtiger wird als der Grund der Anwesenheit.
Den schlechtesten Platz hatten sicherlich...
...die gefallenen Soldaten!
Was soll dieses Sommerlochtheater eigentlich? Der Anlaß war schon traurig genug!
Wieder mal nichts verstanden...
Geht es hier um Afg? Nein! Hier geht es um einen Hahnenkampf innerhalb der Koalition, das hat mit der Trauerfeier an sich und damit dem Einsatz nichts zu tun.
Ist die Sache deswegen unwichtig? Nein, es geht um das Verhältnis zwischen und damit um die Zusammenarbeit von zwei wichtigen Politikern der regierenden Koalition.
Ist das ganze unwürdig? Das wäre es auch dann, wenn keine Trauerfeier in diesem Kontext auftauchen würde. Die Herren und ihre Lakaien haben mal wieder bewiesen, daß die Begriffe "Politiker" und "Elite" nicht in einem Atemzug genannt werden dürfen.
auf ihrer Internetpräsenz können sich auch die sich "serios" gebenden Zeitungen endlich auf "gelbe Blatt" (oder heißt es "Grüne Blatt") -Niveau begeben.
Das Protokoll wird von den Lesern dieser Zeitung unterschätzt.
Bei jedem Zusammentreffen von zwei Politikern resp Staatsmännern spielt das Protokoll eine Rolle. Wer wo sitzt, steht oder geht. Wer zuerst genannt wird oder reden darf. Dies alles als Klatsch abzutun wäre töricht. Schließlich werden durch diese gelebten Symbole Macht und Verantwortung betont und zu früherer Zeit auch gesichert.
Reihe 18 hätte ich besser gefunden. Nur bitte nicht zu nahe am Landekreuz für die Fallschirmspringer!
"Wer auf die Idee kam, lässt sich nicht mehr sagen." ... Aber irgendwie beschreiben und aufblähen.
Mein lieber Scholli, da haben doch glatt wieder die Vertreter der Yellow-Press-Fraktion zugeschlagen. Jetzt noch paar Spargel-Rezepte, ein Kreuzworträtsel und Neuigkeiten von den Kalamitäten der britischen und dänischen Königshäuser ... und ich fühl mich wie bei meinem Friseur. ;)
Ja ist denn schon Sommerlich?
Ich dachte, es gäbe genug spannende Themen im Moment.
Entschuldigung, verehrte FAZ,...
... passiert zu wenig auf dieser Welt? Oder macht ein Schreibschüler gerade seine ersten Schreibversuche mit Hilfe eines Schreibschullehrers?
Eckart Lohse Jahrgang 1963, Leiter des Büros der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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