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Guttenberg : Tadel von der Basis

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Als die Welt noch in Ordnung schien: Karl-Theodor zu Guttenberg, Horst Seehofer und Alexander Dobrindt (von links) Bild: AP

CSU-Generalsekretär Dobrindt hat seine Kritik am Verhalten des einstigen Verteidigungsministers zu Guttenberg (CSU) bekräftigt: „Wer von seiner politischen Familie solche Solidarität erfährt, der sollte davon auch wieder etwas zurückgeben.“

          In seinem früheren Wahlkreis in Oberfranken ist Kritik am Verhalten des einstigen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) laut geworden. Der Kulmbacher Oberbürgermeister und Vorsitzende des CSU-Kreisverbandes, Henry Schramm, wies die jüngsten Anwürfe Guttenbergs zum Zustand der CSU zurück: „Es ist gut, wenn man denjenigen, von dem man getragen wird, auch mag.“ Schramm, der Guttenberg über viele Jahre politisch eng begleitete und mit ihm eine Bürogemeinschaft hatte, hält eine abermalige Kandidatur Guttenbergs in seinem ehemaligen Wahlkreis jedoch für denkbar: „Karl-Theodor zu Guttenberg hat gute Chancen, als Kandidat aufgestellt und dann auch bei der Bundestagswahl 2013 gewählt zu werden.“ Der Kulmbacher Oberbürgermeister sagte, über eine Kandidatur würden die drei dafür zuständigen Kreisverbände nicht vor Mitte des Jahres 2012 entscheiden. Der Vorsitzende des oberfränkischen Kreisverbandes Lichtenfels, Christian Meißner, sagte dem „Focus“, es sei mit Guttenberg telefonisch vereinbart worden, dass er bis zum kommenden Frühjahr mitteile, ob er den Wahlkreis wieder haben wolle. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bekräftigte derweil seine Kritik an Guttenberg. Dieser habe in einer schwierigen Situation von der CSU Unterstützung erfahren: „Ich hätte mir schon gewünscht, dass er das jetzt in seinen ersten Erklärungen etwas mehr berücksichtigt.“ Wer Solidarität erfahre, solle davon auch etwas zurückgeben.

          Unterdessen wurde deutlich, dass Guttenberg für seine mediale Rückkehr auch die Mechanismen der Staatsanwaltschaft Hof genutzt haben kann. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte diese Guttenbergs Anwalt frühzeitig darüber informiert, dass sie nach Beendigung des Plagiatsverfahrens eine Pressemitteilung veröffentlichen werde. Beendet werden konnte das Verfahren allerdings erst, nachdem das auferlegte Bußgeld gezahlt worden war. Auf diese Weise konnte der ehemalige Minister mitbestimmen, wann die Einstellung seines Strafverfahrens bekannt wurde. Aus dem Herder-Verlag heißt es, dass Guttenberg Mitte Oktober sein Einverständnis zu den Gesprächen für ein Interviewbuch gegeben hatte.

          Quelle: F.A.S.

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