14.10.2012 · Ein Gutachter der Universität Düsseldorf hat Bildungsministerin Schavan eine „leitende Täuschungsabsicht“ beim Verfassen ihrer Dissertation vorgeworfen. Schavan wies die "Unterstellung" zurück. Sie träfe sie „im Kern von dem, was mir wichtig ist".
Von Heike Schmoll, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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Unermüdlich wird der "Titel", der keiner ist - zur Synapsenmedaille
Hätten sich nicht die vielen Verfasser „schlau machen“
sollen? Der Doktor (Dr.) ist nämlich, entgegen landläufiger
Sprachpraxis kein Titel, sondern ein akademischer Grad.
Titel werden verliehen, z.B. an Professoren und Bundespräsidenten;
nur die Ehrendoktorwürde (Dr. h.c.) ist ein Titel, der verliehen
wird.
Der Grad wäre nicht so begehrt, wenn er nicht als lebenslange
Verzierung des Namens benutzt werden würde. Außerdem wird er
immer noch als Bestandteil des Namens betrachtet, was er nicht ist. Der
Bundesgerichtshof (BGH) hat bereits im Jahre 1962 die Auffassung
bestätigt, wonach akademische Grade k e i n Bestandteil des Namens
und auch keine Berufsbezeichnung sind (Entsch. d. BGH, Bd. 38, S. 380
ff.). Ich bin sicher, daß die „Doktoren“ die
Qualifikation für Rang und Stellung und ihre Leistung nicht dem
akademischen Grad verdanken und sie diesen auch nicht als Garantie
für den Erhalt ihres Ansehens benötigen. Mit anderen Worten:
Niedriger hängen dann wäre er auch nicht so begehrt!
Täschung als Voraussetzung für den Entzug des Doktorgrades hat
auch eine objektive Seite: In den Entscheidungsträgern des
Promotionsverfahrens muss eine falsche Vorstellung über den
Sachverhalt erregt werden. Über das, was den
Entscheidungsträgern gleichgültig ist, können sie sich
aber keine falschen Vorstellungen machen. Dementsprechend muss bei der
Dissertation von Frau Schavan gefragt werden, ob die Gutachter im
Promotionsverfahren sich wirklich vorgestellt haben, alle
aufgeführte Literatur sei an jeder Stelle "selbständig
rezipiert" worden. Ich glaube das nach meiner Erfahrung eher nicht.
Professor Manfred Löwisch, Freiburg im Breisgau
Alles mit Vorsicht zu behandeln
Kürzlich habe ich eine wiss. Studie über die
Erdbebentätigkeit im Raum Bukarest / Rumänien in der Hand
gehabt. Es gingt letztlich um Stabilitäts-Ansätze der
Baustatik / Baudynamik. Das Ding wimmelte nur so von Zitaten. Viele
würden nun sagen und meinen: Alles abgekupfert! Richtig ist
dagegen, dass das Abkupfern (und Bewerten) die eigentliche Aufgabe war.
Am Ende führt die statistische Komponente der Aufgabenstellung zu
den Unmassen an Textstel- len. Ob sie alle Zitate regelgerecht angegeben
worden waren, kann man kaum bestimmen.
Niemand hat soviel Literatur im Zugriff.
Endlich die richtige, nicht nur heimlich
Meine Freude darüber, dass es nun endlich die richtige erwischt hat, ist nicht nur heimlich. Es wird Zeit, dass das Schavan-Geschwafel aus der Bildungsszene verschwindet. Sie hat schon genug Unheil angerichtet überall dort wo sie im Amt war.
Doktorarbeiten der Philiosphischen Fakultäten bringen offenslichtlich keine Erkenntnisse
Es ist schon erstaunlich, dass bei der Beurteilung der Doktorarbeit mit
keinem Wort auf die neuen Erkenntnisse eingegangen wird, welche die
Arbeit eigentlich einbringen müsste. Das gilt es doch zuerst zu
beurteilen. Das handwerkliche, d.h. korrekte Zitieren ist ein weiterer
Faktor. Bei den Philosophen scheint das aber gerade umgekehrt zu sein.
Ich kann nur schlussfolgern, dass man solche Arbeiten offensichtlich
reine Schreibübungen sind.
Übrigens, es würde mich schon interessieren, ob die
Doktorarbeiten der Professoren an den Fakultäten einer solch
kritischen Prüfung standhalten. Praphrasierte Texte kann man
nämlich fast immer auch einem andern Autor zuordnen. In einer
wissenschaftlichen Gemeinde gibt es nun mal gewissen Ansichten, welche
sich in der einen oder andern Form wiederholen. Da müsste man fast
immer jemanden zitieren.
ich kann Frau Schavan nicht ausstehen, denn sie hat mit ihrer Vorgängerin das deutsche Hochschulwesen komplett zerstört. Sie ist eine mittelmäßige, äußerst machtbewußte Ministerin (der Hochschullehrerverband sieht das genauso), die so ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann. Somit wünsche ich ihr nichts Gutes. Aber dem Gutachten des Kollegen kann ich mich nicht anschließen - es ist schlichtweg nicht korrekt. Somit freue mich über das Ergebnis (Rücktritt), aber bin traurig über die unakademische Art wie es erreicht wurde.
Der Fall zeigt erneut die Diskrepanz zwischen „Leistung“ und „Erfolg“ in unserer Gesellschaft
Die Erfolgreichen unserer Gesellschaft argumentieren gerne mit der
Behauptung, ihren Erfolg würden sie ihrer vorausgegangenen eigenen
Leistung verdanken, legitimieren gegenüber den Erfolglosen damit
auch ihren privilegierten Status.
Dieser neuerliche Skandal zeigt, wie sehr sich das Erfolgsprinzip vom
Leistungsprinzip entkoppelt hat, ja der Erfolg bis hin zu Professoren-
und Ministerämtern offenbar eher mit Show, mit reinem
Anscheinerwecken, mit Doping oder geschicktem Schwindel zu erreichen
ist, als mit wirklicher Leistung.
Der soundsovielte Skandal gibt auch Anlass, die grundsätzliche
Frage zu diskutieren, warum wir den Erfolg so sehr bewundern, ja oft
genug den Erfolg mit weiterem Erfolg (Karriere) prämieren, anstelle
auf dem Leistungsprinzip und steter Evaluierung einer in der Sache
begründeten Qualität zu bestehen? Sind es heutzutage nicht
einfach neofeudale Verhältnisse, die sich in anmaßender
Selbstgefälligkeit allein mit einer meritokratischen
Anscheinerzeugung begnügen?
Betrifft das eigentlich nur Politiker?
Frage mich was heraus käme, wenn man bei den Arbeiten 'normalsterblicher' Geisteswissenschaftler mal auf den Busch klopft?
Unter der DOI "doi:10.1038/435737a" findet sich ein Artikel der renommierten Zeitschrift "NATURE", Titel: Scientists behaving badly. worin die Verfehlungen der naturwissenschaftlichen Zunft untersucht werden, (m.M. nach mit erschreckendem Ergebnis). Trotzdem, wenn so was rauskommt, wird man von dem/der Fälscher(in) keine trockene Brotrinde mehr annehmen wollen. Die Geisterwissenschaftler sehen das natürlich lockerer, weil ein Fehlschluss immer noch Interpretationssache und das krasse Gegenteil nicht beweisbar ist. Um so mehr kann hier eine handwerklich saubere Zitiertechnik erwartet werden. Um es nochmal für einige Mitforisten deutlich zu machen: Abschreiben durchaus erlaubt (und häufig unvermeidlich), aber NUR wenn es als solches gekennzeichnet ist!! Wenn dann noch der eine oder andere originäre Gedanke dabei aufkommt, ist ja alles Bestens! Im Falle von Frau Schavan rundet sich das Bild: Von allem ein bisschen rumstudiert, kein Abschluss, und noch schnell ne Promotion drangeklatscht!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 16:07 UhrScheint ganz so,
stimme zu. Nichts davon hilft der Menschheit weiter. War auch nicht die Absicht.
Jetzt verstehe ich, warum während ihrer Zeit als baden-württembergische Kultusministerin diese dämlichen Präsentationen so wichtig geworden sind. Präsentationen bestehen zu 90 % aus Plagiaten, aus Wikipedia-Kopien u. ä. Anscheinend sollen die Schülerinnen und Schülern auf den Weg gebracht werden, der bei Schavan selbst zum Erfolg geführt hat.
Schein-Doktoren in der Wissenschaft und in der Scheinwelt der Politik
Sie gerieren sich als Vorbilder für Studenten und die Gesellschaft - mit leitender Täuschungsabsicht. Schavan hatte 1980 mit der Arbeit unter dem Titel "Person und Gewissen – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung" den Doktortitel erlangt. Die Bundeswissenschaftsministerin zeigt nicht einmal den Hauch eines schlechten Gewissens. Dem niedersächsischen Kultusminister Althusmann und Parteikollegen werden die Landtagswähler hoffentlich nicht wieder den Kopf retten.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 16:10 UhrNur eines nicht zuende gadacht...
in jeder neuen Studentengeneration dasselbe Bild: Erst der Doktor bringt richtig Geld und Ansehen. Beides will das Publikum. Sogar ohne Vergewisserung: Doktor worin ? Manche würden sich auch vom Tierarzt das Herz operieren lassen. Und vom verwaltungslastigen Chefarzt sowieso. Bürger sollen endlich mündig werden!
Was soll man bei dieser Fächerkombination auch anderes tun als abschreiben?
Erziehungswissenschaft, Philosophie und katholische Theologie. Aus Philosophie könnte man ja noch was machen, aber umrahmt von "Erziehungswissenschaft" und "katholische Theologie" ahnt man schon um was für eine Art Philosophie es sich da handelt. Das sind doch alles Themen, die schon jahrhundertelang von Geisteswissenschaftlern wiederkäut wurden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei etwas Neues rauskommt, ist herzlich gering. Vielleicht schreibt mal jemand ein Expertensystem, das auf Knopfdruck durch automatisches Mischen geisteswissenschaftliche Dissertationen aus dem bekannten Schrifttum erzeugt, ohne dass direkt abgeschrieben wird. Mir schwebt da so etwas ähnliches wie der Mission Statement Generator für Unternehmen, nur etwas weniger primitiv. Das müsste doch funktionieren! Vielleicht springt dabei sogar einer Informatik-Dissertation heraus. Möglicherweise gibt's dafür auch Fördergelder der EU.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 09:52 Uhr@Jürgen Vogel - Nicht anderes Thema, anderes Fachgebiet
Und dann muss man natürlich auch ein bisschen mehr können als
eindrucksvoll daherschwätzen und Zitate aus der Bibliothek
zusammenkramen.
Ich könnte noch Medizin empfehlen. Eine Dissertation in Medizin
entspricht von den Anforderungen her einer Diplomarbeit in Biologie. Das
ist ein echtes Schnäppchen. Zumal das spätere Einkommen im
Schnitt besser ist.
Meine Frau (Fachgebiet Gentechnologie) hatte ursprünglich mal
angefangen bei einem Internisten zu promovieren. Dabei wurde sie unter
anderem genötigt, Teile von Dissertationen für
"richtige" Mediziner zu schreiben. Titel so ungefähr
"Anfertigung von Mikrotomschnitten für dies und das".
Nachdem ihr Doktorvater sie dann noch dazu überreden wollte,
Forschungsergebnisse einer Würzburger Forschungsgruppe zu stehlen,
ist sie dann doch lieber wieder in den Biologie-Fachbereich
zurückgekehrt. (Dort war die Bezahlung allerdings schlechter.)
Überhaupt ist bei Naturwissenschaftlern eher Fälschen von
Messergebnissen angesagt als abschreiben.
Keinen Dr Titel
Ja nun was sollte man machen. Entweder gar keinen Doktortitel vergeben oder sich ein anderes Thema suchen.
"Der Einfluss der französischen Existentialisten
auf traditionell-katholische Erziehungsmethoden."
MfG Martha Strinz
Geschäftsmodell Auftragsgutachter
Aus eigenem Erleben darf ich berichten, daß zum Beispiel manche
Gutachter zum schwierigen Bereich HWS-Beschleunigungstrauma genau so arbeiten.
Textbausteine, verschachtelte Selbstreferenz, imaginäre
Systemkonstruktion ohne wirksame methodenkritischr Analyse.
Letztlich politisch opportune Zielgruppenorientierung der Ergebnisse
nach aktueller ideologischer Mode.
"Wissenschaft" als Dienstleister der Macht ist mit hohem
Risiko voreingenommen, manchmal mit historisch dokumentierten
furchtbaren Folgen.
Jahrhunderte nach dem "Hexenhammer", der schon damals wahrhaft
wissenschaftlich kritisiert wurde, konnten im 20. Jahrhundert in Europa
Eugenik und Rassenlehre vordringen.
Ungeachtet der kulturellen Leistung der Aufklärung besteht eine
menschliche Neigung zu gefälliger Vereinfachung, was Mächtige
zu nutzen wissen.
Der Druckschrift als Medium der Aufklärung ist mit dem Internet ein
Innovationssprung gefolgt. Mit neuen Chancen referenzierter
Wissensverbreitung und Wahrheitsfindung.
Ein erfahrener Professor, zu dessen Aufgaben es gehört, Hunderte von Dissertationen zu lesen, erkennt meist schon am plötzlich veränderten Prosastil, wenn es sich um eine eingeschobene Passage von fremder Hand handelt -- vom Thema ganz abgesehen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.10.2012 21:52 UhrVon den Mühen des Plagiatfindens
Ich kann Ihnen versichern, dass die Erkennung von Plagiaten nicht so
einfach ist, bei aller Erfahrung. Natürlich hatte ich schon eine
Hausarbeit, die mit den Worten bragenn: "Das Tagungsthema
möchte ich..."
Andererseits ist ein Stilbruch nicht immer zu erkennen, zumal ja die
Aneignung von Terminologie und Duktus wissenschaftlicher Arbeiten das
erklärte Ziel der universitären Ausbildung ist. Seit wir an
unserer Fakultät regelmäßig Plagiatssoftware einsetzen,
hat sich die Trefferzahl zwar nicht vervielfacht, aber durchaus deutlich
erhöht. Das betrifft insbesondere das "kleine" Plagiat,
bei dem in einer ansonsten korrekten Arbeit nur ein Absatz fremd
übernommen wurde. Er ist vom Korrektor leichter zu übersehen,
als eine wahre Kollage.
Bedenken Sie bitte, dass auch bei Frau Schavan 290 Seiten ohne Plagiat
blieben und sie sehr oft eigene Worte in den übernommenen Text
eingefügt hatte. Der Korrektor wiegt sich da rasch in Sicherheit
und wird Opfer des Betruges.
Eines der großen Probleme der Geisteswissenschaften ist die häufige Zufriedenheit der Studierenden
mit ihrer Rolle als Verwalter des bereits Erforschten. Auf die gegebene
Erkenntnis bloß kein Quäntchen draufsetzen oder gar einen
eigenen Weg gehen....ganz von Vorne ?
Nur Wenige dringen in neue Gebiete vor, entwickeln eigene, neue Gedanken
/ Hypothesen.
Ist wohl auch nicht gewollt & wird gesellschaftlich bekanntlich
abgestraft.
Einem über sich hinauswachsenden Geist wird Ehre wohl seit eh &
je nur posthum zuteil. Es scheinen sich aber viele aktuell Bewunderte,
aus vergangenen Epochen damit zufrieden gegeben haben .
Die gegenwärtige Gestalt verlangt wohl leider,, ohne viel Risiko
nach Allem ! Jetzt & Hier ! Und bitte ganz viel davon,
möglichst lange !
Ein Jahrhundertsatz eines Politikers
"Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind."
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.10.2012 22:14 UhrPech für Sie, daß sich herausgestellt hat, daß die Täter andere waren, Engholm, Pfeiffer ...
auch wenn die Wahrheit poltisch Schmerzen bereitet.
Ich freu mich schon darauf, dass -plag sich einmal
die tausend Plagiate der Klimawissenschaftler vornimmt: "... obwohl
die Ergebnisse der Untersuchungen nicht mit der Theorie der
anthropogenen Erderwärmung zu vereinbaren sind, schlagen wir
weitere Untersuchungen vor, denn wir sind der Meinung, dass die
Erderwärmung eine anthropogene ist."
Natürlich stinkt vieles in der Wissenschaft. Vieles ist von
Drittmitteln abhängig, von staatlichen Fördergeldern, dient
der weiteren Karriereplanung. Ich möchte nicht die Liste der nicht
veröffentlichten aber wichtigen Forschungsergebnisse lesen. Oder: 3
Jahre als Assi am Institut und das Ergebnis der Dissertation paßt
wider Erwarten nicht ins Konzept des Professors, des Lehrstuhl, der Uni,
der allgemeinen political Correctness - DAS darf nicht sein. Also macht
'man' ....
Das alles und noch mehr ist menschlich und wundert mich nicht.
Vielleicht stimmt das System nicht oder wir haben zu viele Forscher oder
die Berufungen beruhen zu sehr auf Forschung und zu wenig auf Lehre.
Die Amis wissen längst,
dass die Erwärmung verstärketer Sonnenaktivität
geschuldet ist, und sie betätigen sich nicht in Gremien, deren
Tätigkeit sie noch selbst finanzieren müssen. Wer weiss, dass
95 % des "Klimagases" Methan aus dem Meer kommt, weiss auch,
dass er es zulande nicht bekämpfen
sollte. Weil es dann schon zu spät ist. Wer glaubt, dass die
Atom-Bestrahlung uns umbringt, liegt daneben. Das Bikini-Atoll ist
längst wieder clean, nach 67 A-Versuchen seit 1946. Es ist die
Luftverschmutzung, die die US-Grünen vom Atom als erste Gefahr
abgebracht hat. Die waren zu Zeiten "grün", als Trittin
in die Grundschule ging. Irgendwie hinkt Deutschland immer hinter-
her. Das liegt meineserachtens an den vielen Beamten. gerade in den
verkorksten Bildungs-bereichen.
Wenn ich mich richtig erinnere, musste ich bei meiner Staatsexamensarbeit an der Uni Köln 1981 schriftlich versichern, dass ich sämtliche benutzte Quellen vollständig angegeben habe. Frau Schavan hat sich für zu Guttenberg öffentlich geschämt. Sollten die Vorwürfe jetzt auf sie selbst zutreffen, gehört sie mit Schimpf und Schande öffentlich aus dem Ministerium vertrieben und alle, die bei ihrer Dissertation abgeschrieben haben, müssen ebenso behandelt werden. Die geben Wissen vor, dass sie geklaut haben. Warum nennen die nicht die Quellen, die sie ja benutzen dürfen? Weil sie mehr sein wollen, als sie sind. Und eine solche Person ist Ministerin und redet von Moral. Und komme niemand mit dem Argument, dass damals die Arbeit ohne Computer schwieriger war. Wer abschreibt, hat die Quelle vor sich. Abschreiben kann er/sie, aber den Verfasser, Jahr und Ort der Quelle nicht auch aufschreiben? Das wäre ja auch eine Eigenleistung.
Ihre Pensioonsansprüche muss man aber streichen!
Sonst steigen bei der Halbwertszeit von hohen Amtsträgern die
Aufwände für deren Pensionen ins Unermessliche. kann doch
nicht sein, dass wir für jeden Amtsträger noch 10 weitere
Staatschmarotzer bis an deren Lebensende fürstlich für ihre
Fehlleistungen belohnen.
Vor allem
weil die Meisten nicht gebraucht werden. Die US-Hochschulen werden durch
Gebühren, Spen- den und Erträge (z.B. von Lizenzen)
finanziert. Manche dieser Einrichtungen sind Milliarden schwer. In D
hat es dreißig und mehr Jahre gedauert, bis sich viele
Lehrstuhlinhaber herab-gelassen haben, ihre Wissensprodukte der
Wirtschaft anzubieten. Das stand so nicht im Vertrag. Die viele Freizeit
wurde genutzt, um schwarz zu arbeiten, so es einen Markt gab.
Intern wurden die Geldbündel verteilt, zum Beispiel für
Statische Berechnungen, die in der
Wirtschaft das Doppelte gekostet hätten. So war und ist das. Eine
prima Reform bestünde darin, alle rauszuwerfen, um sie sich neu
bewerben zu lassen. Bewerben, wie in den USA.
Der Dr. ist komischerweise lt. Spiegel ihr einziger Abschluss
interessant wird es, da Frau Schavan anders, als Herr zu Guttenberg der Dr. erst ihre Karriere ermöglichte - Gehaltsrückforderungen früherer Arbeitgeber kommen. Es ist unzweifelhaft, das eigentlich andere Tarife hätten gelten müssen.
Man stelle sich vor, die "Steinbrück Nebeneinkünfte Woche" ist zu Ende und von wem auch
immer beauftragte "Internet Talibans" schlagen - fast
zeitgleich - dumm Richtung Union zurück!?
Kommende Woche wird vermutlich die Bundeskanzlerin
"hingerichtet". Der SPD fällt außer CDU Skandalen
nichts mehr ein, weil ihr ungeliebter Steinbrück zu viel
"Nebeneinkünfte" besaß. Doch die SPD
Millionäre sind längst dem Volk bekannt!
Verlogen bis zum biitteren Ende!
Typisch für diese Sorte von Politikern. Ihr Fehlverhalten
können sie leider nicht eingestehen.
Aber über andere unsachgemäß urteilen. Das sind die
Eigenschaften, die in der Politik zählen.
Heike Schmoll Jahrgang 1962, politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.
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