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Günter Grass „Einreiseverbot erinnert an Verdikt des Ministers Mielke“

 ·  Günter Grass hat Israel indirekt mit der Stasi verglichen. Dem Tonfall nach erinnere ihn das Einreiseverbot des israelischen Innenministers „an das Verdikt des Ministers Mielke“.

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Jens Voss

Unfähig zur Empathie

Grass' Klage, wie von Mielke behandelt zu werden, ist nachgerade widerwärtig in ihrer verharmlosenden Larmoynaz gegenüber den wirklichen Opfern Mielkes. Es passt in die Linie von Grass' verharmlosenden Äußerungen über die DDR - bekannt ist sein Wort von der "kommoden Diktatur"; bekannt ist auch seine Ablehnung der deutschen Wiedervereinigung. Diese Unfähigkeit zur Empathie, zum Mitleiden ist beklemmend; soll er mal die Nachfahren der Mauertoten fragen, wie kommod die DDR-Diktatur war, oder all die, die in der DDR geschurigelt, kleingehalten, niedergemacht und um Lebenschancen gebracht und in den von nackter Gewalt zusammengehaltenen Mief dieses Staates eingesperrt wurden. Grass hat offenbar nichts wirklich begriffen: weder den Wert von Freiheit noch die Logik von Unfreiheit.

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Günter Busse

Frueher waren die israelischen Regierungen dankbar, wenn Grass

nach Israel kam.
Aber da wurde Israel auch noch nicht von rechten und rechtsextremen Politikern
regiert, die das Argument "Antisemitismus" ganz bewusst einsetzen, um Kritik an ihren
Iran-Bombardierungs-Plaenen und das West-Jordan-Land-in-Besitz-nehmen-Plaenen
zu delegitimieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 02:13 Uhr
Paul Banaschak

wollen sie behaupten, dass Begin kein Rechtsextremer war?

der sich damit gebrüstet hat, andere Isaraelis erschossen zu haben? Ich bin ja sicher alles andere als ein Kommunist, würde aber nie den Mord an einem Solchen gutheissen oder mich gar damit brüsten. Und genau das hat Begin und viele andere Politiker in den 50er Jahren getan.

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Übrigens noch eine Empfehlung zum Thema Politik mit Antisemitismus.

Suchen Sie 'Defamation- Spurensuche einer Verleumdung'
Es ist wirklich unglaublich, wie da jedes Jahr 30 000 jüdisch-israelische Teenager organisiert nach Auschwitz und Majdanek reisen, und ihnen in Gehirnwäsche-Manier eingetrichtert wird, dass sie überall gehasst würden und jederzeit mit antisemitischen Attacken rechnen müssten. Dieser Film zeigt auf, dass es vor allem säkulare Juden sind, die ihre jüdische Identität aus der angeblichen Tatsache des ubiquitären A.S. ziehen, während z.b. religiöse Juden in Russland z.B. das schlicht verneinen.
Und natürlich wird damit Politik von Israel, von der ADL gemacht. Solange man von A.S. redet, wird von den besetzten Gebieten, von Landraub, von Gaza, Hebron und den Atombomben geschwiegen.
Sowohl der Spiegel-Artikel ('Ich habe Ihnen die Bombe versprochen') und dieser Film werfen wirklich ein deutlich anderes Licht auf diese ganze Debatte, als die Medien praktisch unisono zu verbreiten suchen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.04.2012 20:24 Uhr
Erika Feustel
Erika Feustel (Erfe) - 12.04.2012 20:24 Uhr

Grass wird nicht diffamiert - Zitieren reicht

aber die Debatte wurde durch Grass per internationaler Medienkampagne initiiert - nicht durch Antisemitismus-Diffamierer.
Und es war Grass, der sich unverkennbar rhetorischer Figuren der NS-Zeit bediente, ohne diesen Sprachgebrauch kritisch zu reflektieren.
Selbst die Vorwurfsantizipation erinnert noch an Himmlerreden.

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Bernd Katzbichler

Alles & Alle nicht so wichtig nehmen...

Alte Männer sagen (ebenso of wie auch Jüngere) ab und an etwas Kluges, Dummes oder nachlässig formuliertes - dann zündet, völlig vorher- und unabsehbar ein "shitstorm" der Kommentatoren, der alle selbstgerechten Logorrhoeiker und Hobbyverschwörungsadepten. Das ist alles unwichtiges Geschwätz. Die Reaktion Israels ist etwas, man verzeihe mir den Ausdruck: pubertär. Das sollen aber auch die beiden betroffenen Parteien unter sich ausmachen. Mich jedenfalls geht das alles nichts an.

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bernhard jenny

die professionelle pflicht

schriftstellerInnen darf zugemutet werden, dass sie aus ihrer beruflichen haltung heraus wort für wort und satz für satz abwägen und deren wirkung, deren potential, deren kraft in der rezeption antizipieren können. dies gilt gerade bei der gedichtform noch viel mehr als bei eher freieren formen, die auch von schnell dahingeschriebenem ihre dynamik erhalten.

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Martin Kühn
Martin Kühn (MartinHP) - 12.04.2012 13:21 Uhr

Entschuldigen für was?

Wer Frieden will, kann nicht auch militärische Vorherrschaft beanspruchen und gleichzeiting ein anderes Volk unterdrücken. Ich unterstelle Grass nicht, dass er nicht weiss wovon er redet. Meinungsfreiheit sollte garantiert sein. Man mag nicht einverstanden sein, aber einen Grund der Entschuldigung sehe ich bestimmt nicht. Ich bin mir sicher, wenn er besorgt um Israel ist, dann meint er das auch. Es geht hier um die aktuelle Politik, die geführt wird und die kritisiert wird. Ich glaube viele Menschen ausserhalb Deutschlands sehen das auch so.

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Walter Gerhartz

Westliche Wertegemeinschaft

Der Kern der westlichen Wertegemeinschaft sind die Vereinigten Staaten von Amerika.

Unter dem Vorwand der

“Verteidigung von Menschenrechten”

und anderer humanitärer Aufgaben werden Kriege in aller Welt geführt und asngezettelt, die einzig und allein die Ziele haben, an die Bodenschätze der jeweiligen Staaten zu kommen und dort Marionettenregierungen zu installieren.

Kriegsgründe werden erfunden, wie z.B die nie gefundenen Giftgaswaffen im Irak oder der uns allen bekannte “11. September 2001″, der als Anlass diente, einen Wirtschaftskrieg in Afghanistan zu beginnen. Neben Ihrer Kriegsverbrechen scheren sich die Besatzer einen Dreck um das Menschenrecht.

Die westliche Wertegemeinschaft steht also nicht für Frieden, Freiheit und Wohlstand. Sie ist lediglich eine Worthülse der Plutokraten und steht für Kriegstreiberei, für das Aussterben der Völker, für Werteverfall, Umweltzerstörung und Eigensucht.

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Alen Latic
Alen Latic (Alenko) - 12.04.2012 12:36 Uhr

Weapons of mass destruction!

Isreal droht seinem Nachbarland mit Massenvernichtungswaffen. Ein Nobelpreisträger in Literatur schreibt darüber ein Gedicht dass der Weltfrieden somit gefährdet sei.
Die Weltgemeinschaft ist ausser sich vor Wut, nein nicht wegen des möglicherweise bevorstehenden Krieges, des Gedichtes wegen!! meine Damen und Herren.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.04.2012 14:19 Uhr
Charlotte Woess
Charlotte Woess (cwoess) - 12.04.2012 14:19 Uhr

Auf welchen Planet leben Sie?

Israel droht Iran nicht mit Vernichtung. Iran droht Israel mit Vernichtung und das schon laenger ,immer lauter und immer aggressiver. Versuchen sie es vielleicht mit Google.

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nikolaus hesse

@alen latic

"Ein Nobelpreisträger in Literatur schreibt darüber ein Gedicht dass der Weltfrieden somit gefährdet sei."
hallo, herr latic,
auch in israel gibt es nobelpreistraeger, undzwar nicht zu knapp.
und hier ist nicht die rede von "literatur"nobelpreistraegern.
hier ist die rede von echten nobelpreistraegern.
israel=land der nobelpreistraeger.

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Übrigens mal zum Thema Israel-Atombombe

Googeln Sie mal "Ich schulde Ihnen eine Bombe" über Seymour Hershs Untersuchungen. In dem Spiegel-Artikel findet sich der Abschnitt: " Ein Satellit, der in 96 Minuten die Erde umkreiste, hatte Daten gesendet, deren Auswertung US-Analytiker davon überzeugte, daß Israel sein nukleares Potential aktiviert hatte.
Mobile Abschußrampen waren in Stellung gebracht, die Sprengköpfe geschärft worden. Feuerbereit zielten die Raketen auf irakische Städte. US-Präsident George Bush mußte damit rechnen, daß von einem bestimmten Eskalationspunkt an Israel einen irakischen Angriff nuklear vergelten würde.
Wo dieser Punkt lag, wußte niemand. Für den Rest des Krieges unternahmen die Amerikaner alle erdenklichen diplomatischen Anstrengungen, um die Israelis zum Stillhalten zu bewegen und eine völlig unkontrollierbare Ausweitung des Krieges zu verhindern." und lesen Sie weiter.
In diesem Artikel erscheint Israel wirklich nicht als das unschuldige kleine schwache Land.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.04.2012 13:41 Uhr
Josef Rockinger

Seltsame Optik

Saddam hatte öffentlich damit gedroht, halb Israel mit Giftgas verbrennen zu wollen. Die israelische Regierung hatte allen Grund, diese Drohnung ernst zu nehmen. Tatsächlich ließ Saddam im Verlauf des ersten Golfkrieges SCUD-Raketen auf Israel, das an dem Krieg gar nicht beteiligt war, abschießen, die auch mit Giftgas bestückt hätten werden können. Die riesigen Giftgasarselale, die damals Israel bedrohten und die nach Saddams Niederlage von der UN-Waffeninspektoren gefunden wurden, hat der irakische Diktator übrigens vor allem mit Hilfe deutscher Firmen, deutscher Ingenieure und deutscher Wissenschaftler aufgebaut, währen die Bundesregierung wegschaute. Dass Israel Vorbereitungen traf, sich im äußersten Notfall gegen einen Vernichtugsschlag zu verteidigen, wird ihm jetzt als Schuld angekreidet? Verkehrte Welt!

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manfred maier

"Einige der entscheidensten Schlachten werden in den Redaktionen geschlagen".....

"In diesem Krieg werden einige der entscheidensten Schlachten nicht in den Bergen Afghanistans oder den Straßen des Irak, sondern in Redaktionen in New York, London, Kairo und anderswo geschlagen", sagte Rumsfeld am Freitag in einer Rede vor dem Rat für Auswärtige Beziehungen, einer Forschungseinrichtung in New York...."
(der standard, 21.2.2006)
Die von Rumsfeld vertretene Ideologie des Neoliberalismus und die derzeitige rechtsrechte israelische Regierung mit ihrer agressiven Interpretation der zionistischen Ideologie wesein viele Gemeinsamkeiten aus: unfähig und ohne Willen zum Konsens, setzen sie auf Unterwerfung, Diktat, beherrschen......ausdrücklich auch mit den Mittel des Eroberungs- und Unterwerfungskrieges, auch gegen regionale Konkurrenten, wie der PNAC in seinen Strategiepapieren ganz offen aufführt.
Zum beanspruchten "erschaffen der Realität" gehört natürlich auch die medieale Begleitmusik, damit "das Volk freudig in den Krieg zieht" (P. Wolfowitz)

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.04.2012 21:10 Uhr
manfred maier

nachdem der urheber der als zitat gezeichneten aussage....

angegeben ist (P.Wolfowitz), welcher in der Regierung von Bush jr. sass, könnte es sich ev. in diesem Falle um den Irak handeln.
Wollten Sie mich bewusst nicht- oder missverstehen?
Aus dem Zusammenhang ergibt sich klar ein Prinzip, welches seit dieser Zeit in ALLEN konflikten in welchem der Westen verstrickt ist, mehr oder weniger deutlich abzeichnete.
Wie Rumsfeld so schön ausführte: "viele Schlachten werden heute in den Redaktionen entschieden.....", eine Erkenntnis, welche offenbar auch beim Konflikt Israel/Iran zum Wohle der Gewalt umgesetzt werden soll.

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Helga Zießler

Welches Volk, Herr Maier,

soll denn Ihrer Meinung nach mit "medialer Begleitmusik in den Krieg ziehen"???

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Josef Rockinger

Begriffe klären

Jeder Student der Geisteswissenschaften weiß, dass eine ernsthafte Untersuchung damit beginnt, die Begriffe zu klären. Es stellt sich also die Frage, ob wirklich jede feindselige Äußerung, jede Beleidugung, jede Hasstirade, jede Polemik und jede Invektive die feierliche Bezeichnung Kritik verdient?

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Reinhard Geng

Narzissmus und Hybris

Schade, dass der Herr Grass nicht dem Beispiel des Mannes aus Nazareth gefolgt ist, der ethisch Wichtigeres als die "hohe Real-Politik" im Sinne hatte und dem Kaiser das Recht auf Besteuerung nicht nehmen wollte, sondern seinen Blick und seine Bemühungen auf den einzelnen Menschen vor ihm richtete.
Herrn Grass genügte es aber wohl nicht, den Verstand und das Herz eines einzelnen Gedicht-Lesers anzurühren, er wollte die Welt "wachrütteln" und glaubte wohl allen Ernstes in schöner narzisstischer Manier dadurch das drohende Unheil in der Welt noch rechtzeitig abgewendet zu haben. Welch eine Hybris!

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 12.04.2012 11:17 Uhr

Mal an alle hier im Forum,...

die immer die Vergangenheit des Herrn Grass im WK2 ankreiden und dann noch andere Schergen benennen!
Wühle mal jeder im Stammbaum seiner Vorfahren wer da alles bei der SS war, wer da alles mitgeschossen hat, wer da keine Juden vor Verfolgung geschützt hat....
Mein Urgroßvater väterlicher Seits war im ersten Weltkrieg bei den Dragonern, im 2. WK Polizist, mein Patenonkel wurde in Rußland festgehalten und nur durch viel Glück wieder auf freien Fuß gesetzt (lange Jahre nach dem Krieg), er war Soldat im Russlandkrieg, mein anderer Urgroßvater und sein Schwager waren im 2WK auch befleckte Braune.
Wenn sie Glück haben, sprechen sie mit diesen ihres Stammbaumes befleckten und hören sie genau zu, was die ihnen erzählen.
Wenn sie dann noch immer bereit sind, Herrn Grass seiner Vergangenheit wegen zu verurteilen, dann tun sie das bitte auch mit ihren lieben direkten Vorfahren.
Nur keine Hemmungen an den Tag legen! Es lohnt sich!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.04.2012 05:07 Uhr
Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 13.04.2012 05:07 Uhr

Liebe Frau Zießler...

...ich gebe Ihnen da Recht.
Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, daß es eben dennoch Foristen gibt, die die Vergangenheit ins Spiel bringen und danach ein voreiliges Urteil fällen →meist vorgefertigt.
Der Vergleich mit Mielke ist mit Sicherheit ein verdammt starker Tobak des Herrn Grass.
Wenn ich jedoch die Vergangenheit mit wachen Augen betrachte und diese mit der Gegenwart vergleiche, so muß ich zur Auffassung gelangen, daß die allermeisten Menschen OPFER waren und sind.
Wer weiss, wer von uns in naher Zukunft alles zum Opfer wird, obwohl sie oder er hier im Forum mit einfachen Worten die vielen Mitläufer und Schergen als auch die Stillhalter des Ernstfalles locker verurteilen und der Finger in deren Richtung sich erstreckt.

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Helga Zießler

Was soll denn das, Herr Wagner?

Fast jeder lebende Deutsche wird solche Vorfahren in seinen Reihen haben (ich auch). Was die erzählen, entspricht manchmal der Wahrheit, manchmal nicht. Es gibt auch Leute, die mit "ihren lieben direkten Vorfahren" daraufhin gebrochen haben, wenn die keinerlei Reue und Einsicht gezeigt haben (ich).

Was solll das also? Soll ich Grass bedauern, weil er sich in seinem "Gedicht" zum "Opfer" stilisiert? Nee, tu ich nicht. Aber wenn er nicht schweigen will, muss er auch die Kritik an seiner "selbstverliebten, törichten" (Zitat Rossburg) Person aushalten.

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manfred maier

"ollen Wichtigtuer und seine selbstverliebten, törichten "Gedichte"...."

WIE olle tolle schätzen Sie dann den medialen Empörungssturm und sein Pendant in den Foren ein, welcher ja nach Ihrer Ansicht auf der Basis "Wichtigtuer mit selbstverliebten, törichten Gedicht" tobt?
Ihr Versuch, Grass und seine Aussage als quasi nicht beachtenswert darstellen zu wollen, scheitert - auch an Ihrer eigenen - Realität.
Grass hat in ein Wespennest gestochen und er wird dafür auch nicht ignoriert, sondern diffamiert!

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Erika Feustel
Erika Feustel (Erfe) - 12.04.2012 11:40 Uhr

Die Gegenwart zählt!

Herr Grass wird von den allermeisten Foristen nicht wegen seiner jugendlichen NS-Ergebenheit verurteilt.
Sondern weil er sich heute - bei aller Kritikwürdigkeit der isrealischen Politik - schwer im Ton vergreift und sich dabei leider nicht einmal zu schade ist, auf NS-Sprachstereotypien zurückzugreifen.
Diese sprachliche Klammer zu seiner Vergangenheit hat Herr Grass geschaffen, nicht die, die darauf aufmerksam machen.

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Michael Scheffler

Herr Rossburg

Ich meine fast, Sie könnten einen guten Grass abgegeben. Schließlich firmieren Sie hier als Einziger unter Dr.! Natürlich hat Grass narzisstische Züge, aber die Israelis eben auch. Mit welchem Recht dürfen sie 200 Atombomben besitzen und der Iran kein AKW. Das ist doch lächerlich. Und nichts Anderes hat Grass gesagt, auch wenn es kein Gedicht war. Da ich aus einer Diktatur komme, kann ich mir durchaus vorstellen, dass ich in der Gemengelage am Ende des Krieges auch wie Grass in dem Verein gewesen wäre, um meine Haut zu retten. Das sollten Sie ihm nicht vorwerfen. Das Einzige, was er hätte tun sollen: damit immer offen und ehrlich umzugehen.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.04.2012 22:46 Uhr
otto sundt
otto sundt (drto) - 12.04.2012 22:46 Uhr

Sachlichkeit, Herr Henseler

sieht anders aus. Sie sollten vielleicht den Atomwaffensperrvertrag lesen, dem Israel nicht unterschrieben hat. Wenn Vermutet wird das Israel schon seit 1967 Atomsprengköpfe hat, wäre der Vertrag für Israel und die hier so oft geforderten Kontrollen ohnehin hinfällig. Wie schon anderer Stelle gesagt, kann jeder Unterzeichnerstaat den Vertrag mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Iran hat diesen Vertrag schon zu Reza Pahlevis Zeiten unterschrieben , sowie Syrien und der Irak. Aus naheliegenden Gründen haben weder der Irak noch Syrien gekündigt obwohl feststand, dass beide Staaten mit pakistanischer Unterstützung Atomwaffen entwickelten, was von Israel unterbunden wurde. Wenn der Iran, der sich ohnehin an keine internationalen Gepflogenheiten, geschweige denn Abmachungen, hält, den Vertrag offiziell kündigen würde, wäre sofort dessen Absichten klar, die überdeutlich in der Charta der vom Iran unterstützten Terrortruppen Hamas stehen.

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Klaus Bloemker

Isabel

- "offiziell hat Israel keine einzige Atombombe"

Die offizielle israelische Position ist: zu unserem Atomprogramm geben wir keine Auskunft. Sie lassen offen, ob und wieviel sie haben. Das nennen sie ihre 'nukleare Ambiguität'. Haben Sie irgendeine Reaktion auf Grass' Gedicht gehört die sagt: Israel hat keine Atomwaffen?

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Helga Zießler

Ich kann nur in Frau Arents "WOW" einstimmen

Woher nehmen Sie Ihr Wissen um "200 Atombomben", die Israel angeblich hat?

Israel hat weder bestätigt noch geleugnet, Atomwaffen zu besitzen. Daraus könnte man auch schließen, dass die Israelis eine im Konflikt zwischen zwei Parteien ganz übliche Strategie verfolgen: nämlich den Anschein zu erwecken, dass man über besondere Waffen verfüge oder bestimmte Pläne verfolge. Zweck einer solchen Strategie: den Gegner irrezuführen und von einem Angriff abzuhalten. Aber diese naheliegende Möglichkeit wird natürlich von allen Antizionisten (oder auch Antisemiten) gar nicht in Erwägung gezogen. Dann könnte man doch Israel nicht mehr als "Gefahr für den Weltfrieden" und "Kriegstreiber" bezeichnen.

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Detlev Henseler

Leugnen hilft nichts...

denn das Israel über Kernwaffen verfügt sollte miittlerweile sogar der Naivste erkannt haben.
Und die deutschen U-Boote sind auch durchaus in der Lage Atomsprengköpfe zu tragen.

Und das der Iran eine Wiederaufbereitung nur zu friedlichen Zwecken betreiben will, na das wird ja wohl auch nicht stimmen. Persönlich meine ich, das beides nicht wirklich gut ist. (das trifft übrigens auch für Pakistan und Indien zu, die auch nicht grade eine 'nette' Nachbarschaft pflegen.

Sachlichkeit tut wirklich not - auf allen beteiligten Seiten. Und vielleicht auch Verständnis für die Lage des jeweils anderen. Raketen aus dem Hinterhalt abzuschießen auf Wohngebiet ist feige! Dann mit der vollen militärischen Macht zu antworten und Kollateralschäden hinzunehmen, ist auch nicht immer zielführend.

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Isabel Arent
Isabel Arent (Cedro) - 12.04.2012 12:00 Uhr

etwas mehr Faktenkenntnis bitte

Isreal hat 200 Atombomben? Echt? Wow, Sie müssen über extrem gute Kontakte in die entsprechenden Kreise verfügen - denn offiziell hat Isreal keine einzige Atombombe (siehe auch die sehr sachlichen Kommentare von Otto Sundt)

Und wenn Sie die Diskussion um das Atomprogramm des Irans aufmerksam verfolgen, wird Ihnen aufgehen, daß es nicht darum geht, das der Iran kein AKW betreiben soll. Das tut er bereits - allerdings ohne Wiederaufbereitungsanlage. Ohne die Fähigkeit Uran anzureichern. Dafür ist er auf Import aus dem Ausland angewiesen. Etwas mehr Sachlichkeit in dieser Diskussion um Günther und seine Altersallüren wäre hilfreich.

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Ralf Vormbaum

Zweifelhafte Hybris

Die windschnittigen Moralisten heutiger Prägung suchen die Verbrechen des Naziregimes mit dem Verweis, die Täter seien doch längst vergreist oder gestorben, ins Geschichtliche zu verbannen. Mit den Tätern sei auch das Unwesen ein für allemal aus der Wirklichkeit verschwunden. Genau das aber ist falsch. Totalitäres Denken und damit verbundene Hybris der Weltrettung ist durchaus modern und in unserem Land wieder deutlich vernehmbar. Da stößt Grass Attitüde des Weltmoralisten deutscher Gesinnung, ausgerechnet gegen Israel, schon übel auf. Worauf will der Mann hinaus? Sein Anliegen ist reine Provokation. Dass er dies nicht erkennen will, zeigt, wie sehr es ihm an Einsicht mangelt. Wenn der Begriff Schuld im historischen Kontext noch einen Sinn machen soll, so doch hier, denn Unkenntnis kann Grass kaum ins Felde führen.

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Erika Feustel
Erika Feustel (Erfe) - 12.04.2012 10:50 Uhr

Grass scheint den Zenit der Sprachbeherrschung überschritten zu haben.

Er erklärt die eigene Freundschaft zu Israel einseitig als unkündbar.
Gilt eine Kündigung nicht bereits dann, wenn sie einseitig ausgesprochen wurde?

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Richard  Fladda
Richard Fladda (richy.f) - 12.04.2012 10:46 Uhr

Einer gibt nicht auf

Was Herr Grass als 17jähriger(?) mit Seinesgleichen nicht geschafft hat, setzt im hohen Alter "mit letzten Tinte" fort. Auch die ewig Gestrigen fühlen sich im Recht.

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 12.04.2012 10:44 Uhr

Mit was hat Grass Israel beleidigt?

Hat er geschrieben sie seien ....?
Ich spare mir die Kraftausdrücke.
Einige Kommentator/innen/en sind hier ziemlich agressiv. Und ob ein Literaturnobelpreisträger; der von ehrenwerter Seite (MRR) als ...wie soll ich mich da jetzt ausdrücken, ohne beleidigend zu werden....bezeichnet und diese Literaturwerke des Nobelpreisträgers herabwürdigt ( es stellt sich die Frage des Geschmacks ob sie wirklich würdig sind); so viel intellektueller sein muß automatisch, stelle ich in Zweifel! Herr Grass schreibt, was ihm sein Hirn an die Hand meldet, so wie ich auch im Moment. Das ist dann alles diskussionswürdig → für manche auch nicht!
Macht nichts, der Herr Grass wird nun toll benutzt, um von anderen Themen abzulenken und es wird ihm (auch bereits von meiner Seite, sorry) zu viel Beachtung geschenkt.
Lassen wir die Israelis entscheiden, wen sie im Land willkommen heissen und wen nicht, lassen wir den Herrn im Iran weiterhin seine "imperialistischen, antisemitischen Parolen posaunen" → bis denne

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Klaus Dieter

Kleiner Kaktus

Wenn zwei sich streiten, dann gehören da immer zwei dazu.
Der hysterische Umgang einiger Politiker Israels mit dem Thema israelische Atombomben gibt Herrn Grass letztlich recht. Egal welche Motive er hatte, er hat wirklich etwas verändert, ich denke sogar ins Positive. Auch die USA und Israel müssen im Umgang mit dem Iran zurückstecken. Es kann nicht sein, dass Israel Atombomben hat und dem Iran ein ziviles Atomprogramm verboten wird, weil er dann auch Atombomben herstellen könnte.
Die Lage im Iran ist sehr schwierig und die potenzielle Bedrohung sehr groß. Gleiches gilt aber auch z.B. für Pakistan und in gewissem Maße auch für Israel selbst.
Auch wenn es viele nicht hören wollen, aber der Iran ist bisher hauptsächlich Opfer u.a. von Terrorangriffen der CIA (29. August 1981).

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Klaus Hundertmark

Wie kommt man wieder raus ?

Aber Hallo, da weiss jemand anscheinend nicht, wie er aus der Nummer wieder rauskommen kann. Ganz einfach Herr Grass. Entschuldigung heißt das Zauberwort und keine weiteren verunglückten Statements mehr zu diesem Thema. Danke !!

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