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Grüne Familienpolitik Künast träumt von neuen Männern

06.01.2007 ·  „Es wäre schön, wenn wir ein Bundeskabinett hätten, in dem die Männer sagen: Damals habe ich zwölf Monate Erziehungsgeld bezogen. Die Zeit mit den Kindern möchte ich nicht missen“, sagte Renate Künast der Sonntagszeitung.

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Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Renate Künast, wünscht sich ein Bundeskabinett, in dem auch Männer mit Erziehungserfahrung vertreten sind. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) sagte sie: „Es wäre schön, wenn wir in Zukunft ein Bundeskabinett hätten, in dem die Männer sagen: Damals habe ich zwölf Monate Erziehungsgeld bezogen, dann war ich zwei Jahre auf Teilzeit. Die Zeit mit den Kindern möchte ich nicht missen.“

Ferner hat eine neue Familienpolitik ihrer Partei angekündigt. „Die grüne Sicht auf Familie hat sich verändert“, sagte Künast. Dazu gehöre ein positives Verständnis der Kleinfamilie. „Die Orientierung auf die Kleinfamilie findet einfach statt“, so die Grünen-Politikerin. Bislang hätten sich die Grünen nur mit Themen wie Kinderarmut und Bildungsnotstand beschäftigt. „Wir müssen den Familienbegriff neu bestimmen“.

In der Familie wird Verantwortung übernommen

Die Grünen dürften nicht länger nur Teilbereiche von Familienpolitik aussuchen, sondern müssten einen ganzheitlichen Ansatz entwickeln. Damit wolle man auf der Fraktionsklausur in dieser Woche in Wörlitz beginnen. „Familie ist der Ort, an dem dauerhaft und verbindlich Verantwortung übernommen wird. Werte werden dort in einer Art und Weise vermittelt, wie es keine andere Institution in dieser Gesellschaft kann“, umschrieb die Grünen-Politikerin die neue Sicht ihrer Partei auf die Familie.

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