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Große Koalition : Mehrheit erwartet Schwächung der SPD

  • Aktualisiert am

SPD-Chef Martin Schulz Bild: Reuters

Fast 60 Prozent der Deutschen glauben, dass eine große Koalition der SPD schaden wird. CSU-Chef Seehofer ist dennoch von der Zustimmung am Parteitag überzeugt.

          Eine Mehrheit der Deutschen erwartet einer Umfrage zufolge, dass eine Neuauflage der großen Koalition die SPD schwächen würde. Laut einer Emnid-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ gehen 59 Prozent davon aus, dass eine Neuauflage der Koalition mit der Union negative Folgen für die Sozialdemokraten haben würde. Nur 26 Prozent glauben im Gegenteil, dass die SPD durch eine neue große Koalition gestärkt würde.

          Die Arbeit von SPD-Parteichef Martin Schulz bewerteten in der Umfrage 46 Prozent negativ, 43 Prozent der Befragten stellten Schulz ein gutes Zeugnis aus. Gleichzeitig glauben nur 30 Prozent, dass die SPD mehr Erfolg hätte, wenn Andrea Nahles Parteichefin wäre. 56 Prozent erwarten das nicht.

          Die SPD entscheidet am heutigen Sonntag auf einem Sonderparteitag in Bonn über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union. Während die SPD-Spitze um Schulz Koalitionsverhandlungen auf Grundlage der bislang erzielten Sondierungsergebnisse befürwortet, lehnen die Jusos, aber auch zahlreiche weitere Sozialdemokraten eine neue große Koalition ab.

          Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer rechnet mit der Zustimmung des SPD-Parteitages zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. Er erwarte ein klares Votum für Koalitionsverhandlungen, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“. Die Gespräche könnten in den ersten Februartagen abgeschlossen werden. „Dann folgt der SPD-Mitgliederentscheid. Die neue Regierung kann dann in der ersten Märzhälfte, also deutlich vor Ostern, vereidigt werden.“ Damit würden CDU/CSU und SPD zeigen, dass sie ihrer Verantwortung für Deutschland gerecht würden.

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