09.05.2012 · Es wäre der Staatsbankrott Griechenlands: Die Bundesregierung schließt ein Ende der europäischen Hilfszahlungen an Athen nicht mehr aus. Unterdessen ist der Radikale Linke Alexis Tsipras mit der Regierungsbildung in Athen gescheitert.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Ich kann wirklich nicht verstehen, warum alle auf den Griechen
herumhacken. Die haben gerade demokratisch entschieden, dass sie das
wollen, was ich auch seit langem will:
Nichts arbeiten und dafür doppeltes Gehalt bekommen. Und die EU
stellt sich genauso undemokratisch an wie mein Chef. Ohne jedes
Verständnis. Typisch kaltherzige Nordeuropäer. Statt des
mitfühlenden Herzens ein Rechenschieber. So kann man doch kein
gemeinsames Europa bauen. Warum wollen die Nordlichter nicht einsehen,
dass sie für die lebensfrohen Südländer mit-zuarbeiten
haben? Wer lässt Euch denn die südliche Sonne geniessen und
fröhliche Ouzo-Parties? Sieht so Solidarität aus?
Ihr solltet Euch schämen.
Zitat Schäuble: "Das griechische Volk will mehrheitlich im Euro bleiben"
Zitat Kommentar: "Sieben von zehn Griechen stimmten für
radikale Parteien, um zu erzwingen, dass das Land dauerhaft vom
„reichen“ Norden Stütze bekommt."
Take your pick!
Überschrift FAZ: "Berlin droht Athen mit Ende der Hilfszahlungen"
Sehr dumm diese Überschrift und wenig hilfreich! Es droht die EU
und der IWF und Deutschland ´(d.h. ein Vertreter der Regierung)
schließt sich an, sagt allerdings im gleichen Atemzug, dass
"Deutschland" für den Verbleib der Griechen ist.
In der letzten Plapperrunde bei Maischberger ging es um die Sorge, dass
wir uns bei unseren Miteuropäern wieder unbeliebt machen und nun
den 3.Weltkrieg auf wirtschaftlicher Ebene führen. Wenn wir
wirklich besorgt sind, wieder zum bösen Deutschen gemacht zu
werden, empfehle ich den Austritt aus dem Euro. Dann werden wir mit
einer erheblichen Aufwertung der Mark ordentlich für unser
Fehlverhalten bestraft. Das hätte auch noch den Vorteil, dass das
unsägliche Geplapper, dass wir nur uns selbst zu retten brauchen.
1.) Das glaubt doch keiner mehr: GR mit Stopp der Zahlungen drohen?
Gerade heute sind wieder 4 Milliarden Euronen (geplant waren 5!!!)
rübergeschoben worden.
2.) Wer - wie die meisten Politiker hier zu Lande - glaubt, ein Fass
ohne Boden würde schon voll, man müsse nur die Menge
erhöhen, die reingeschüttet wird, hat in Physik nicht
aufgepasst.
3.) "Es war Wahnwitz, dieses System zu schaffen. Jahrhundertelang
wird man darüber als eine Art Denkmal kollektiver Dummheit schreiben."
“It was folly to create this system, it will be written about for
centuries as a kind of historical monument to collective folly. But
it’s there and we have to deal with it.”
William Hague, britischer Außenminister, über den Euro im
Magazin "The Spectator" vom 28. September 2011
Da hatte er Recht. Übrigens: Gut gemeint (Euroland) ist eben noch
lange nicht gut gemacht.
4.) Die Schuldenschieberei hat bald ein Ende. Dann sind auch die
Zahlemänner und Bürgen pleite. Mahlzeit!
können wir nur teilweise. Der erste Schritt wäre keine Versicherungen, Riester, Rürup, BHW oder sonstige "Finanzprodukte" abschließen. Stufe zwei: das einbehaltene Geld für die Bildung der Kinder und eigen Gesundheit investieren. Stufe drei: Subventionen runterfahren. Die Politelite muss Angst bekommen - nicht wählen gehen.
Es gibt wohl derzeit zahlreiche unterschiedliche Meinungen, wei man am
besten mit Griechenland verfahren soll.
Aber es ist wohl als Fakt anzusehen, dass die Griechen den
Sparmaßnahmen nicht nachkommen wollen. Und das ist auch deren
Recht, wenn mehrheitlicher Konsens in der Bevölkerung vorliegt.
Ebenfalls möchten die Bürger hierzulande ihr Geld nicht weiter
(und sie wollten es noch NIE!) an Griechenland verschenken. Und das ist
UNSER gutes Recht!
Es mag zutreffen, dass hierbei auch wieder Banken Gefahr laufen
Milliarden zu verlieren, zu kollabieren.... allerdings läuft dies
anderes herum der deutsche Bürger - als Ganzes gesehen - ebenfalls!
Wenn man die Demokratie achtet, wenn die Regierung die Demokratie
achtet, dann kann es hierbei nur die Lösung geben, Griechenland
"fallen" zu lassen!
Nebenbei wäre Griechenland sicherlich mehr geholfen, wenn man ihnen
hilft einen funktionalen Verwaltungsapparat aufzubauen, anstatt noch
mehr Euros in das schwarze Loch der EU zu werfen!
Das Lachen nimmt kein Ende, denn während Berlin droht hat die EU schon die Zahlung angewiesen. Der Aussenminister ist nicht auf der Höhe des Geschehens, wie so oft.
Politiker verspielen unseren Wohlstand
Warum haben unsere Besserwisser in Berlin und Brüssel Ende 2011 nicht Papandreou's Vorschlag zur Volksabstimmung über Neuwahlen akzeptiert? Dann wäre das bestätigt worden, was wir damals schon annahmen und heute wissen - allerdings mit dem Vorteil, viel Geld gespart zu haben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2012 13:40 UhrMATRIX
Wie Sie schon erwähnt haben, sollten die Menschen gefragt werde
durch eine Volksabstimmung. Aber der Faktor Mensch zählt nicht mehr
in der KASTE oder bei den Oligarchen Politiker und Banker.
Mir scheint langsam das der Film MATRIX uns die Wahrheit erzählt.
Nur die Tiere, Politiker und Banker sind freie Individuen und LEBEN um
zu LEBEN.
Die Bundesregierung opfert das deutsche Volk für die europäische Idee
Ein unglaublicher Vorgang, dass eine Regierung ihr Volk
verschleißt, um einem anderen Hilfe aufzudrängen, obwohl sie
von diesem zuvor mindestens ein Jahrzehnt lang belogen und betrogen
worden ist.
Die Griechen haben sich im übertragenen Sinne bei uns ein Auto auf
Ratenzahlung gekauft und gestalten nun die Rückzahlung nach ihrem
Gusto und das bedeutet KEINE Raten.
Die Bundesregierung drängt denen jetzt unser Geld für die
Raten auf, damit die einen Teil von unserem Geld benutzen können um
ihre Schulden bei uns zu bedienen, damit das hier wenigstens noch ein
wenig nach Marktwirtschaft aussieht und nicht nach dem was es ist:
unmenschliche, rücksichtslose staatliche Ausplünderei der
arbeitenden Bevölkerung & Gleichmacherei.
Und die bezahlen weiter, auch wenn die Griechen weder Sparen noch Beamte
entlassen, weil entschieden wurde, dass der deutsche Arbeiter und
Angestellte das notwendige Opfer auf dem Altar europäischer
Großmachtsphantasien sei.
Denn sie wissen nicht was sie tun
interessant ist vor allem zu beobachten wie europäer miteinander umgehen. natürlich wird durch drohungen nichts, aber auch gar nichts verbessert. wir sehen das totalversagen des merkelschen rumeierns. das einzige sinnvolle wäre gewesen, sich 2010/11 mindestens 200%ig hinter griechenland zu stellen und den märkten zu signalisieren daß es überhaupt keinen sinn macht gegen ein europäisches land zu spekulieren. da hat sie sich aber von der springerpresse (wider besseres wissen) als "eiserne kanzlerin" feiern lassen. dann hat sie viel zu spät das ruder rumgerissen, wodurch sämtliche rettungsmassnahmen wesentlich teurer geworden sind. und allen die hier ein bisschen griechenbashing betreiben: nichts, aber auch gar nichts gewinn wir durch die demütigung der griechen. weder ökonomisch, sozial oder politisch, es sind einfach nur die dumpfesten reflexe des nationalismus.
Deutschland ist der Depp Europas, sonst gar nichts
Die deutschen Politiker, und zwar alle, betrachten den € als ein
Prestigeobjekt. Es stellt sich die Frage, warum das so ist. Und weil sie
so am Euro hängen, sind sie auch so verwundbar, und als Bürger
ist man automatisch in Mithaftung.
Die Griechen schimpfen ja deswegen auf Deutschland- das geht doch, aber
nicht auf Holland, Luxemburg oder Frankreich. Die Griechen wissen um die
deutschen Befindlichkeiten und treiben es bis zum Exzess. D.h.: solange,
bis Deutschland selbst bankrott ist. Warum bleiben "wir" in
der Eurozone? Warum droht Berlin nicht mit dem Verlassen der Eurozone.
Sind "wir" nichts wert?!
Warum läßt man sich ein ums andere Mal vorführen? Warum
macht man keine Nägel mit Köpfen?
Der Depp, der sicht selbst dazu machte!
Herr Siebrech,
der einzige Grund, weswegen Griechenland überhaupt in der Euro Zone
ist, sind wir.
Wir, die großen Staaten Europas. Und zwar weil wir es wollten,
obwohl wir wussten, dass es Griechanland finanziell nicht annähernd
auf eine Stufe mit uns schafft.
Der Grund ist so simpel, wie unnötig: Absatzmärkte schaffen.
Deutschland und andere große europäische Staaten sind
zunehmend an der Globalisierung interessiert, wieso also nicht auch
kleinere Staaten in die Euro Zone aufnehmen, um einfach billiger dorthin
exportieren zu können?
Nun stellen Sie sich mal bitte vor, Deutschland wurde -aus Trotz- nun
die Eurozone verlassen. Das wäre ein Desaster schlchthin!
Keine günstigen Import-/Exportkosten mehr! Unsere Währung
wäre noch weniger wert, als es der Euro nun ist, Inflation des Grauens...
Das hat weit mehr Folgen, als man sich derzeit begreiflich machen kann.
Bitte nicht immer nur schimpfen, sondern auch mal über den
Tellerrand hinweg schauen!
Herr Sieberich
"Deutschland" ist nicht der Depp Europas. Die Deutschen sind die Deppen der europäischen Banken, den Griechen geht es dreckig, wenn Sie wissen wollen wo die Bürgschaftsmilliarden landen sollten Sie nach Frankfurt schauen, ins Bankenviertel, respektive nach Kronberg, wo die feinen Herren wohnen, und nicht nach Thesaloniki oder Athen. Aber es ist halt leicht, den Schuldigen eher im faulen Griechen als im faulen Banker zu sehen....
Die Griechen werden sich nach lautem Hin und Her fügen...
das ist doch klar, denn sie sind nicht dumm. Sie haben eines gelernt in
der EU: Wer laut schreit, kriegt auch mehr. Das machen Alle, Außer
den vornehmen Deutschen, die haben Angst von der Keule und sind dann
ganz schuldbewußt. DAS ist das eigentliche Problem Deutschlands -
mangelndes Selbstbewußtsein der Politiker. Obwohl, in letzter Zeit
hauen sie ganz schön auf die Pauke, strotzen vor Potenz und legen
die Finger in die Wunde.
Also: Die Griechen werden weiter sparen und WIR werden
großzügig dort investieren, wenn die Löhne ein
adäquates Niveau erreicht haben. DAS ist das Ziel! Das nennen wir
dann stolz "europäischer Mashallplan" und sichern uns
diese Märkte rund um GR für die nächsten 30 Jahre.
Übrigens, des Griechen liebstes Auto ist, klar,
"Mercedes" oder "BMW". Damit die weiter unsere Autos
kaufen, brauchen sie Kaufkraft, die Dinger sind teuer. Also: Gebt den
Griechen Kaufkraft und Stolz - investiert endlich! Es ist lukrativ! Und
sicher, Dank EU!
Soll man das nun ERNST nehmen oder ?
Ich kann mich nicht des Eindruckes erwehren, dass Westerwelle solche
Äußerungen jetzt von sich gibt, weil sich die FDP als
Schuldenbegrenzungspartei vor den Wahlen erfunden hat.
Es wäre besser gewesen, wenn er der Merkel schon vor längerer
Zeit die Gefolgschaft versagt und Neuwahlen angestrebt hätte.
Doch davor hattte die FDP Angst, weil einigen die Diäten abhanden
gekommen wären.
Die Ankündigungen sind für das "blöde" Volk.
Die Faktizitäten für die "intelligenten" Politiker.
Ich glaube, in Berlin droht keiner und die Stadt selbst ist pleite!
Merkel und Schäuble sind meinem Gefühl nach mit ihrem Latein
am Ende und was incl. der SPD abseits Volksvertreter mit uns machen
würden, kann sich ein jeder denken.
S.
Vor kaum mehr als zwanzig Monaten schmetterte diese Frau noch ein
gellendes Njet gen Griechenland: weil es im Euro-Vertrag
ausdrücklich verboten war, andern aus selbst gegrabenen
Budget-Löchern zu helfen. Doch dann zeigten ihr die
Ackermänner die Folterkammer. Flugs zerriss diese Frau die Substanz
der Euro-Verträge und schickte fortan Milliarde um Milliarde nach
Griechenland - um überwiegend an der Steuer vorbeigeschleuste
Vermögen in griechischen, französischen, Deutsche(n) Bank(en)
zu retten. So wurde diese Frau zur teuersten Kanzlerin aller Zeiten. Und
das Kind liegt nun im Brunnen, hat immer größeren Hunger und
plärrt so laut, dass auch andere aufwachen und lauthals Nahrung
(nicht nur) aus dem deutschen Futternapf fordern. Deshalb - gute Nacht.
Euro, es lebe die Transfer-Union. Dank(e) Merkel.
Karl Turecek, Linz-Österreich
@ Max Schmidt: Ihr Spott ist berechtigt
Die Schweiz und Griechenland haben wirklich überhaupt nichts zu befürchten, alle Drohungen sind leer und hohl. In der Alpenidylle hat die Oberschicht aller Länder ihre Schwarzvermögen atombombenfest gebunkert, die letzte Armee die sich traute das in Frage zu stellen war die napoleonische. Gegen Griechenland hat die internationale Oberschicht Forderungen, welche doch bitteschön durch die Steuerzahler egal wo beglichen werden sollen, wer dem Plebs Geld leiht möchte es vom Plebs wiederbekommen, das ist nur fair und gerecht. Da wird sich kein kleiner Politiker trauen, den Hahn zuzudrehen. Interessant ist in der Tat die Hellsichtigkeit unseres famosen Vizekanzlers aus der besten FDP aller Zeiten, der die Seele des Griechenvolkes kennt und versteht... hätte man ihn vor einem Jahr gefragt, hätte man sicher die griechische Abstimmung über den Verbleib im Euro gestattet, die Griechen hätten doch mit überwältigender Mehrheit "Ja" zu ihrem geliebten Euro gesagt
In stabilen Zeiten wäre die Machtausweitung Brüssels kaum durchzudrücken gewesen
Wie oft kann man den Bankrott gehen? Griechenland ist es doch
längst. Oder wie nennt man das, wenn man seine Schulden nicht mehr
bedienen kann?
Es droht sich nur jetzt zu realisieren, was von Anfang an klar war,
daß die von der BRD (bzw. EZB) auf unsere Kosten übernommenen
Kredite auch notleidend werden. Aber ich glaube, daß das allen
Beteiligten von Anfang an klar war, auch der Merkel.
Sie haben es dazu genutzt, die Macht Brüssels weiter auszubauen und
genau darum geht es ihnen in Wahrheit. In stabilen Zeiten wäre das
kaum durchzudrücken gewesen, so unterläuft das quasi die
Geschehnisse nebenbei und am Ende leben wir plötzlich im Totalen Staat.
“We can only achieve a political union if we have a crisis,”
So Schäuble am 19.11.2011 in der NY-Times. Was unmittelbar die Frage aufwirft, ob den Protagonisten der Politischen Union dieses nur bewusst ist, oder ob sie an der Erfüllung der Bedingung aktiv beteiligt waren/sind. Ein Interesse die Krise rasch und planvoll beizulegen kann man jedenfalls aus ihren Handlungen nicht ableiten.
Wie die DDR-Politiker sagten, wir haben den Juden nichts angetan, also muessen wir uns an einer Widergutmachung nicht beteiligen. So machen es jetzt auch die griechischen Linken. Ein neues Parlament und alle alten Vertraege sind weg. Aber da der Schroeder auch zuviele Schulden machte, konnte er auch von Anfang an dagegen steuern. Und haben die Herren Steinmeier und Gabriel nicht auch mehr fuer die Griechen gefordert???
Bankenrettung und Griechenlandpleite
Erst wenn die Verluste deutscher und französischer Banken abgegolten wurden stellt man die Hilfszahlungen an Griechenland ein. Danach verkündet Griechenland die Staatspleite. Alle Gläubiger, hier die Steuerzahler, gehen leer aus. Die Ausgaben für Bildung, Kindergärten, Gesundheit und Renten werden gekürzt und die Energiepreise steigen. Die EU hat eine berechtigte Angst, dass China die Kontrolle über Griechenland gewinnt. Die Staatspleite in Argentinien hat das Land wieder konkurrenzfähig gemacht. Der Import wurde praktisch auf das Minimum begrenzt, die Steuern gesenkt und die Produktion angekurbelt.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2012 20:10 UhrKompliment, Herr Schmitt
Genau so ist es. Es geht um nichts anderes als die Rettung der Banken (vorwiegend der Staatsbanken), alles andere ist Augenwischerei. Allerdings wird noch wesentlich mehr gekürzt werden müssen, unser gesamtes Wohlfahrtssystem wird auf den Prüfstand kommen. Und das ist sogar gut, denn diese allumfassende Alimentierung jeder Lebenslage hat längst Ausmaße angenommen, die nicht mehr bezahlbar sind und - das ist viel wichtiger - die Eigenverantwortung und die Selbstheilungskräfte des einzelnen Menschen hat erlahmen lassen. Es wird sehr schmerzhaft werden, aber vielleicht wird es zu einem neuen guten Anfang führen. Siehe Argentinien!
"Berlin droht Athen mit Ende der Hilfszahlungen"
Allerdings sehen die "diplomatischen" Aussagen von Westerwelle
(und Schäuble) doch etwas anders aus. Na ja, drohen kann man ja mal
- aber die Bürger wissen doch, wie sowas gemeint ist: Am Ende wird
gezahlt. Und zwar von den deutschen Steuerzahlern.
Allmählich sollten sich Merkel & Co mal Gedanken darüber
machen, wie weit sie dieses Spiel noch spielen können. Irgendwann
haben sie nämlich keine Zitronen mehr, die sie noch weiter
ausquetschen könnten. Und was dann?
Wer mag, sollte sich auf youtube mal die Rede anhören, die der
britische Politiker, Europa-Parlamentarier und EU-Gegner Nigel Farage
gestern anläßlich des "Euro-Tages" gehalten hat.
Der sagt, was Sache ist! Warnung: Es ist aber kein bißchen tröstlich.
Lüge, Lüge, Lüge.
Das ist alles, was aus dem Mund "unserer" Politiker kommt.
Und zwar quer durch alle Parteien. Sie sind wir die DDR-Parteien:
Es ist von vornherein klar, was herauskommen soll: EU-Sozialismus auf
unsere Kosten.
Verweigern wir unsere Zustimmung!