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Gewalt gegen Polizisten Heule, heule Gänschen

 ·  Die Polizeilobby plärrt wie keine andere: Polizisten würden angegriffen, bespuckt, beleidigt. Doch was ist an den Behauptungen wirklich dran? Und wer kämpft hier eigentlich gegen wen?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (116)
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Michael Wilmes

Heule, heule Gänschen!

Ob Polizisten (auch Polizistinnen?) nun verbal oder körperlich angegriffen werden oder ob sie dies ihrerseits tun, ob das nun zugenommen hat oder nicht - das ist medienwirksam. Polizisten/-innen werden in Diktaturen respektiert und vor allem gefürchtet. Die "Deutsche Polizei" Heinrich Himmlers - eng verbunden mit der SS - oder die "Deutsche Volkspolizei" der DDR gaben in ihren militärisch ausgerichteten Uniformen ein respektables und furchteinflößendes Erscheinungsbild ab. Die DDR-Vopos habe ich selbst noch in Aktion erlebt. Da erscheinen die Polizisten und Polizisten heute in ihren amerikanisierten oder blauen, Postboten ähnlichen Kleidungen wie uniformierte Sozialarbeiter. Aber ehrlich gesagt, das ist mir lieber als Furcht und Terror, die ihre Väter und Großväter verbreiteten. Eine offene, demokratische und leistungsorientiert marktwirtschaftlich getriebene Gesellschaft muss das zum einen aushalten, zum anderen als Kollateralschaden der Konkurrenz- und Konsumwirtschaft erdulden.

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Heinfried Keithahn

Gewalt gegen Polizisten ist gar nicht so schlimm ... weil ... sie Privilegien haben?

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass zum einen persönliche Meinungen auch als solche deklariert werden und zum anderen die Artikel der FAZ auf einer gründlichen Recherche basieren. Das beides in diesem Artikel nicht gegeben ist, wird beispielsweise an der „Freien Heilfürsorge“ deutlich. Dies ist eben keine Krankenversicherung im herkömmlichen Sinne. Ganz im Gegenteil! Werden Polizeibeamte dienstunfähig, werden sie in den Ruhestand versetzt. Wenn also erhebliche Ausgaben für die Gesunderhaltung anfallen, greift die „Freie Heilfürsorge“ gar nicht mehr, sondern eine private Krankenversicherung muss einspringen.

Wer sich einmal über das System der Freien Heilfürsorge im Abgleich mit anderen Versicherungssystemen informieren möchte, kann dies auf der Website der GDP tun.

Übrigens: Nach Berechnungen des Finanzressorts ist die Einsparsumme durch die "Freie Heilfürsorge" sogar noch höher.

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Frank Tron
Frank Tron (HerrFrank) - 27.02.2013 13:33 Uhr

Bin kein Polizist

Und auch nicht mit einem Polizisten verwandt oder verschwägert.

Es hat mich auch schon aufgeregt, wenn ich wegen einem fehlendem Fahrradlicht Strafe zahlen musste, hier in München.

Aber wenn Jugendliche auf den Straßen laut Parolen skandieren und gewalttätig Leute in der U-Bahn herumschubsen (sehe ich fast täglich) oder schlagen, bin ich froh über jeden Polizisten, den ich sehe. Die machen einen guten Job und werden dabei ständig beleidigt, von "Wixer", "Drecksbulle" über "deutsches Schwein" bis hin zu "Ich töte deine ganze Familie".
Jeder Polizist hört das täglich in einer deutschen Großstadt.

Völlig egal? Heulsusen? Aha.

Vielleicht sollte Frau Haupt mal nur eine Streife in einer solchen deutschen Großstadt mitmachen. Das führt sicher zu ganz neuen Erkenntnissen. Und dann kann sie sogar differenziert einen solchen Artikel schreiben.

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Marcus Oehler
Marcus Oehler (Ochter) - 26.02.2013 19:42 Uhr

Gewalt und schlechte Bezahlung...

...lassen sich auch von "Polizeiwissenschaftlern" nicht wegdiskutieren. Dadurch belastet ist aber nur eine Minderheit, die den wirklichen Polizeidienst versieht. In den Stuben und den Stäben sitzen recht hoch dotierte Beamte, die oftmals seit Jahren jedes Wochenende, jede Nacht und jeden Feiertag frei haben und die für reine Verwaltunstätigkeiten die Polizeizulage kassieren. Auf der Straße sind sind nur anzutreffen, wenn sie mit den Gewerkschaften vom "schweren Polizeidienst" schwadronieren. Bei der Kripo ist das Eingangsamt (in Hamburg) A9, bei der Schutzpolizei A 7. Gewalterfahrungen macht man bei der Kripo ebensowenig wie in den Stäben oder in den Büros der Soziologen.
Insgesamt ist der Artikel oberflächlich und tendenziös. Von der FAZ bin ich eigentlich besseren Journalismus gewohnt. Man könnte an der Polizei vieles modernisieren und darüber auch gute Artikel schreiben. Viele Missstände werden vom Apparat bemäntelt. Die FAZ sollte einen zweiten Anlauf nehmen.

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Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 26.02.2013 16:04 Uhr

Das Gejammer

über die angeblich schlechte Bezahlung der Polizisten zeugt von profunder Unkenntnis oder ist gewollt. In vielen Bundesländern werden neue Beamte nur noch im gehobenen Dienst eingestellt. Polizeizulage und freie Heilfürsorge stammen aus Zeiten, als Polizisten wirklich schlecht besoldet wurden. Ein Blick über den Gartenzaun zeigt da gravierende Ungleichbehandlung: Soldaten werden im Verhältnis zu Polizisten krass schlechter bezahlt. Dies gilt umso mehr, wenn man die Verantwortung und die Gefährdung berücksichtigt. A 9 ist bei vielen Polizisten heute Eingangsbesoldung, bei Soldaten oft Endbesoldung. Dabei haben Portepeeunteroffziere erheblich mehr Verantwortung für mehr Soldaten und Material als jeder Kommissar. Der Kommandeur der FlaRakstaffel, die in der Türkei eingesetzt ist, hat als Oberst A 15 und verantwortet hunderte von Soldaten und zig Mio an Material. In jeder Polizeibehörde tummeln sich etliche A 15er als reine Schreibtischbeamte mit vergleichsweise minimaler Verantwortung.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.02.2013 11:02 Uhr
Stafan L.

Auf welcher Grundlage basieren Ihre Behauptungen?

Sollte die BW abgeschafft werden, weil diese wirklich nicht notwendig ist oder um Geld einzusparen?
Was ist ein Schreibtisch-Polizist? Ein Polizeipräsident? Ja, der Verdient nicht schlecht. Was auch sonst?
Haben Sie mal den Notruf gewählt? Die Polizei ist in Teilen so unternetzt, dass die Polizei gar nicht kommt oder 45 min später. Und das liegt mit Sicherheit nicht an der klischeehaften Behauptung, dass dort alle mit Zwei-Finger-Schreibsystem tippen.

Und an Herrn Ose: Verdienen jetzt Polizisten zu viel oder Soldaten zu wenig?

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joachim tarasenko

Das mit den Soldaten leuchtet mir ein,

Die BW könnte man aber ohnehin abschaffen.
Diese hochbezahlten Schreibtisch Polizisten könnten alle durch billige Tippsen von Manpower ersetzt werden. Ich mein, hat Jemand schon mal so einem Beamten beim Tippen zugesehen? Die traktieren das Keyboard mit 2 Fingern. Und brauchen für eine Seite 1 Stunde. Man sieht ja keine Zahlen als weiss man nicht was die so verdienen. Ich gönns ihnen, den Job möchte ich nicht machen. Aber es gibt definitiv zu Viele von ihnen.

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Christian Hund

Dieser Artikel...

ist einfach schlecht. Wer den Polizeivollzugsdienst als privilegierten Segeltörn auf der Sonnenseite der Ich-Gesellschaft versteht, sollte mal von seinem roten Stern herunter auf diese Erde kommen und Erfahrungen an der Basis sammeln.
Wer glaubt, dass die meisten Polizeidienststellen überbesetzt sein und viel Sparpotential inne hielten, der kann ja mal nachts ins Ländliche reisen und den Selbsttest wagen... 'nem Rocker an die Kutte machen, oder so!?
Was in dem Artikel außerdem unzureichend differenziert wird: Gewalt gegen Polizisten erfolgt aktiv UND passiv. Das eine ist nicht weniger falsch als das andere - und darüber muss gesprochen werden! Beleidigung, Drohung, Widersetzung - drei Formen passiver Gewalt, die fast immer aktives Einschreiten der Polizei erforderlich machen; und am Ende steht ein fetter Artikel in der Bild, wie gemein unsere Polizisten doch sind...
Verzeihung, das ist zu einfach! Gewalt gegen Beamte ist real, sie ist ubiquitär, in allen gesellschaftlichen Schichten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 11:47 Uhr
joachim tarasenko

Tut mir echt sowas von leid

eine passive Drohung wie Sie sie verstehen wäre dann auch aktive Insubordination oder? Deswegen die Kommentarfunktion im Internet. Wo die freie Meinung noch was zählt. Bitte
liebe Polizisten und Beamten, steigt mal vom hohen Ross herunter.

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Olivia Moore
Olivia Moore (opepper) - 26.02.2013 10:05 Uhr

Gewerkschaft der Polizei kritisiert seit Jahren ...

Es ist die Politik. Sie kriminalisiert BürgerInnen,welche gegen Nazis, sinnlose Großprojekte, falsche politische Entscheidungen zu gunsten der Wirtschaftslobby,etc. fällen.

08.11.2010 :

"Wir haben seit Jahren kritisiert, dass auf dem Rücken der Polizei politische Entscheidungen und Fehler ausgetragen werden", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut. Er ist selbst bei den Anti-Castor-Protesten unterwegs, um sich ein Bild von der Situation für die Beamten zu machen. "Ob in Stuttgart oder heute im Wendland, meine Kolleginnen und Kollegen kommen wegen politischer Fehlentscheidungen nicht mehr aus ihren Einsatzanzügen." [siehe gdp]

Polizeigewalt bei einem eigentlich nicht zu genehmigenden Einsatz,da die Baumfällungen illegitim waren [siehe youtube].

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Alfred Paul (chiefa) - 26.02.2013 10:04 Uhr

Wir hatten früher noch Respekt ...

... vor dem Schutzmann. Heute ist der Polizist ein überqualifizierter, sowie unterbezahlter potenzieller Gegner, der von einem lobbyistischen Machtapparat, zur Durchsetzung seiner materiellen Interessen missbraucht wird ...

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 26.02.2013 09:47 Uhr

Gesunde Reaktion auf der Polizeigewerkschaften auf den Jammerkopf Vorwurf

Jeden Kratzer zu Dokumentieren ist meiner Meinung kein Gejammer sondern eine Selbstverständlichkeit, denn es handelt sich um Arbeitsunfälle. Auch wenn sie teilweise bagatellen sind kann sich jeder Kratzer theoretisch Entzünden und schwerwiegende Konsequenzen haben.
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Ich komme aus der Chemie und dort ist es in vernünftigen Betrieben normal Arbeitsunfälle zu dokumentieren um eine Ursachenforschung betreiben zu können und damit den Betrieb in Konsequenz kontinuierlich sicherer zu machen.
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Dass wir in Deutschland den Standard an Sicherheit haben auf den sich alle Verlassen ist genau dieser Systematik der kontinuierlichen Verbesserung zu verdanken und kein gottgegebenes Geschenk.
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Zur Ursachenforschung möchte ich noch einmal anmerken, dass Armut und Persektivlosigkeit meinr Meinung nach die Hauptursache für eine Zunahme an Kriminalität ist und an diesem Hebel hat die Hartz IV Gesetzgebung keinen positiven Effekt geleistet. Sicher müssen auch die Clanstrukturen angegangen werden.

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Stefan Sedlaczek

Staatsräson statt Wissenschaft

Die Politik, vor allem in der Legislative, aber auch in der Exekutive und leider selbst in der Judikative, beansprucht längst die Deutungshoheit auch über wissenschaftliche Fragen. Es hat eben eklatante Nachteile, solch wichtige Dinge wie Bildung und Wissenschaft zu monopolisieren und dann auch noch staatlich zu betreiben. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.
Wo Gewalt herrscht - und Politik ist Gewalt (Franz Oppenheimer) - da bleiben Recht und Wahrhaftigkeit allzu schnell und leicht auf der Strecke. Es ist daher ein Gebot der Vernunft, Politik zu beschränken, besser noch zu ächten. Von daher geht der Artikel in die richtige Richtung und kritisiert zurecht unlautere Machenschaften gegen Forschung und Wissenschaft.
Die Autorin verdient außerordentliche Anerkennung, dies auch bei einem solch kritischen Thema wie der Polizeiarbeit, das der Staatsräson unterliegt, aufzugreifen und anzugehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 09:56 Uhr
Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 26.02.2013 09:56 Uhr

Das kommt auf den Standpunkt drauf an

Meine letzte Begegnung mit der Polizei als Zeuge war von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet. Es hat mich erstens überrascht wie schnell und wie Zahlreich die Polizisten gekommen sind als ich mit 4 anderen mir unbekannten Zeugen einen Zwischenfall gemeldet haben.
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Für mich war das ein beruhigendes Gefühl ein Lob für meine sachliche Zeugenaussage zu bekommen.

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Klaus Letis

kein schönes Leben

Gerade die Beamten, die in diesem Lande notwendig sind (Richter, Lehrer und Polizisten) werden von den Landesregierungen zum teil übelst behandelt. Es liegt leider in der Tradition dieser Parteien.

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Gabi Heintz

Ganz genau, Herr Scheffler, oder "Bremen" und "Miri-Clan"

Die Verhöhnung von Polizeibeamten, die sich ja auch in der Karikatur zeigt, die mit dem "schlaffen" Kellenstiel unverhohlen deren "mangelnde Männlichkeit" insinuiert, muß einen triftigen Grund haben.

Und das ist meiner Meinung nach, daß die Politik UND die Medien viel zu lange Multikulti das Wort geredet und die Probleme, die dadurch verursacht wurden, ignoriert haben. Gleichzeitig wurde jeder, der es wagte, die millionenfache Einwanderung von Menschen aus einem ganz anderen Kulturkreis zu kritisieren, in die rechte Ecke gestellt.

Wenn nun der Deckel anfängt, auf dem überkochenden Topf zu tanzen, dann muß natürlich etwas ran, das so schwer wiegt (und was würde Polizisten härter treffen als die Unterstellung, "Weicheier" zu sein? Was stopft ihnen schneller "das Maul"?), daß es wenigstens kurzfristig nochmal für "Ruhe" sorgt.

Daß die spätere Explosion damit geradezu zwingend wird, ist egal.

Hauptsache, erstmal die nächsten Wahlen überstehen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 23:29 Uhr
Gabi Heintz

Lesen Sie meinen Kommentar, Herr Tarasenko, da steht es. Allerdings könnte ich

noch präziser werden, indem ich den Ausdruck "Weichei", der nicht ganz genau trifft, durch "Schlappschwanz" ersetze.

Dieser beleidigende Ausdruck ist eigentlich bei Licht besehen der einzige, der auf die Form des Kellenstiels im Bild paßt.

Oder können Sie den irgendwie anders interpretieren?

Fänden Sie es fair, so unter der Gürtellinie angegriffen zu werden, wenn Sie sich z.B. über unerträgliche Arbeitsbedingungen in Ihrer Firma beschwert hätten?

Das muß doch einen Grund haben, das man sich zu so was, zu so einer vulgären Polemik hergibt. Ich meine, ihn gefunden zu haben (wie Sie an meinem Kommentar sehen können).

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joachim tarasenko

Macho Rhetorik die so nicht stattfindet

Wo sehen Sie eine Verhöhnung von Polizeibeamten?

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Michael Scheffler

Für die härtesten Polizeikritiker unter den Forumsteilnehmern

Suchen Sie mal im Netz nach Duisburg, Roma und Polizei. Da werden Sie geholfen. Ich jedenfalls möchte nicht, dass sich solche Zustände in ganz Deutschland noch weiter ausbreiten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 11:49 Uhr
joachim tarasenko

Kritik ist Teil der Demokratie

Kritik kann auch zum Nachdenken anregen und ist nicht als Majestätsbeleidigung zu verstehen.

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Kalle Käfer
Kalle Käfer (kkaefer) - 25.02.2013 18:54 Uhr

Feierabend

Es ist schon erstaunlich, wie sich der Tenor der Posts mit Schichtende verändert. Ich selbst bin zwar noch nicht zum Opfer von Polizeiwillkür geworden, aber Freunde von mir schon. Die ich als eher pazifistische Menschen kenne. Daß nach einem gewalttätigen Zwischenfall die Polizei erst auftaucht, wenn auch wirklich keine Gefahr mehr besteht, was ja aus den Funkübertragungen der Rettungskräfte plus einem ordentlichen Sicherheitszuschlag als gegeben angesehen werden kann, habe ich dagegen mehrmals erlebt. Tapfer sind nur die Hundertschaften bei genügender Überzahl. In meinem Fall 8:100 + Hunde, War dann selbst für die todesmutigen Freunde und Helfer lächerlich. Eine kleine Alibibeschlagnahme und wieder abrücken. Man beachte: Etwas lautere Musik an einem Grillplatz wegen einer Geburtstagsfeier war der Grund für diese Krisensituation, die den Einsatz einer Hundertschaft notwendig machte. Es war übrigens weder der Badenweiler Marsch noch die Internationale unter den meist englischen Songs.

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Klaus Schmidt

PMohler

Wiki hat nicht recht, ich verweise auf Thüringen und Niedersachsen: auch der aktive Polizist erhält nur eine Beihilfe (entspricht dem Arbeitgeberanteil in der SoZialversicherung), die Hälfte seiner Krankheitskosten muß auch der aktive Polizist durch eine eigene private Krankenversicherung abdecken. Klaus Schmidt

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Steve Mayer

Kommentar zu den Lesermeinungen

Gemessen an der Kritik scheinen erstaunlich viele Polizisten die FAZ zu lesen. :) Umso erfrischender finde ich den Artikel, der die FAZ mal wieder zu einem der differenziertesten Blätter der Republik macht.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 14:51 Uhr
Stafan L.

Was denken Sie denn, was Polizisten lesen?

Ich denke das ist schon das allgemeine Grundproblem, welches unsere Bevölkerung mit Berufen, wie den Polizei- oder Soldatenberuf haben. Diese Leute werden für dumm verkauft, dabei haben diese meist studiert, wie auch unsere hoch anerkannten Ingenieure und Ärzte (gibt es natürlich auch bei der Bundeswehr). Das soll natürlich nicht heißen, dass die mittlere Ebene weniger gebildet ist.

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Steve Mayer

Der hinkt

Ich gebe Ihnen recht, dass der Artikel insofern provoziert, als dass er leicht im Stil einer Glosse daher kommt. Dies aber nicht, ohne augenzwinkernd zu bemerken, dass das, was die sog. Polizeigewerkschaften jeden zweiten Tag pressemitteilen, einen solchen Ausgleich auch mal verdient hat.

Mein erster, selbst gemachter Grundsatz ist: "Du sollst nicht alles lesen, was Du glaubst". Das gilt für mich vor allem bei nicht so konformen Artikeln wie dem o.g.

Was aber die Journalisten angeht, haben Sie mmn. ein falsches Bild. Ich möchte jetzt nicht gleich die mittedreißiger Kriegsberichterstatter aus dem Hut ziehen, die ihr Leben für spektakuläre Fotos oft genug lassen. Tu es aber doch :) Nur selbst lokale Berichterstattung wird allzu oft unterbezahlt, vor allem die Freelancer müssen sich einiges gefallen lassen. Es gibt weder Gefahrenzulagen, noch eine Arbeitszeit nach Stechuhr und was die Krankenversicherung angeht, muss auch jeder sehen wo er bleibt. Daher finde ich den Vergleich falsch

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Peter Müller

Falsch

Ich bin kein Polizist, weder mit einer/einem liiert oder verwandt. Trotzdem ist der Artikel eine Frechheit. Nicht wegen der Kritik an den Polizei"gewerkschaften", die kann, muss und soll geübt werden. Nicht akzeptabel für eine Zeitung mit dem Anspruch der FAZ auf Qualitätsjournalismus ist jedoch die Form.

Es ist unerträglich, wenn eine Frau Haupt Polizeizulagen für Gefahrenarbeit kritisiert, wo diese doch wahrlich gering sind, vor allem im Vergleich zu den Vergünstigungen, die sich Journalisten qua Berufsfunktion servieren lassen, nein, einfordern. Ebenso, wenn sie der Zeitschrift aus NRW vorwirft, Einflussnahme auf eine Umfrage durch den Begleitartikel zu nehmen, gleichzeitig aber selbst reihenweise in (ab)wertender Sprache die Argumente der Polizisten nicht sachlich-inhaltlich widerlegt, sondern diffamiert. Wenn Sie so etwas erfrischend finden, sollten Sie womöglich eher zur Bild-Zeitung als Leser wechseln.

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Samuel  Lang
Samuel Lang (Orendel) - 25.02.2013 17:19 Uhr

Fraglich.


Wer einfach mal zu einem Einsatz dazu läuft und sich beizeiten das freche Gesocks anhört, welches die Beamten anpöbelt, sofern man die Sprache versteht, der weiß, daß manche davon überzeugt sind, sich viel herausnehmen zu können.

Es gibt bei der Polizei auch schwarze Schafe, diese sollten schnell und zügig ausgesondert werden, aber 99% macht da einen guten Job, verdienen es, daß man ordentlich mit ihnen umgeht.

"Die Beamten seien Heulbojen, die "Bullen" sollen sich nicht so anstellen." Existent sind geistig Überaktive, welche diese Meinung tragen, aber die bekommt man auch noch stubenrein. Am Genick packen, aus den bürgerlichen Vierteln ziehen und mal 2 Wochen in einem Problemviertel für Ordnung sorgen lassen. Da wird man dann beleidigt, bedroht und bekommt ein paar auf den nicht mehr so recht funktionierenden Denkapparat, ab dann hat sich das Geschwafel auch erledigt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 18:13 Uhr
Walter Weiss
Walter Weiss (wwweiss) - 25.02.2013 18:13 Uhr

Traue keiner Statistik...

> "(...) aber 99% macht da einen guten Job (...)"

Sagt wer basierend auf welchen Erhebungen?

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Lukas Johannsen

Zwar provokant doch durch Studien belegt

"Liefern die Wissenschaftler die gewünschten Ergebnisse, zitieren die Gewerkschaftler sie gern. Wenn nicht, schmähen sie sie als Bücherwürmer."

Dieses Phänomen lässt sich auch in hiesigen Kommentarspalten finden. Eine "Frechheit" sei der Artikel und er wäre unsachlich. Unsachlich sind derlei Unterstellungen. So las man doch erst vor Kurzem in der SZ über den nicht gerade zimperlichen Umgang bayrischer Polizisten mit oftmals harmlosen Bürgern. Die Opfer werden mit Knochenbrüchen und offenen Wunden auf die Straße gesetzt und die vermeintlich angegriffenen Beamten dokumentieren ihre Hautkratzer auf das penibelste genau. Fakt ist: Die Polizei verfügt über eine der besten Lobbys hier im Land auch wenn es einige Beamten vielleicht anders wahrnehmen wollen. Ich lese kaum Artikel über jammernde Straßenkehrer, die Tag für Tag ihre Gesundheit für die öffentliche Sauberkeit einsetzen. Von daher schliesße ich mit dem Zitat:"Wer dauernd alle Welt auf seine Opferrolle hinweist,macht sich zum Opfer"

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klaus keller (klkeller) - 25.02.2013 16:36 Uhr

Straffreie Tötung eines Polizeibeamten im Dienst.

Der Mann wurde beim eindringen in eine Wohnung von der festzunehmenden Person durch die Tür erschossen.Der Täter behauptete er befürchtete einen Überfall einer "gegnerischen Gang"
Der Richter hielt es für angemessen dem Täter zu glauben der meinte in Notwehr geschossen zu haben.

Klappern gehört sicher zum Handwerk von Gewerkschaften und Professoren.
Die Zahl der übergriffe die ich erlebt habe kann ich gar nicht übersehen. Es war sicher ein Fehler nie Anzeige erstattet zu haben weil ich dachte das gehört dazu. Ich war kein Polizist sondern Krankenpfleger in einer psychiatrischen Akutklinik. Für viele sind psychiatrisch Tätige grundsätzlich Täter.

Das man wütend reagiert wenn man als Jammerkopf dargestellt wird freut mich.
Eine sehr Gesund Reaktion.

PS wenn mal wieder ein Jornalist erschossen wird: Jammert nicht so.
PS freie Heilfürsorge gibt es bei der Bundeswehr, ggf ohne freie Arztwahl.

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Klaus Demota

Vermutlich von Verwaltungsbeamten lancierter Artikel!

Während - sehr zum Missvergnügen der Bürger - die Anzahl der Polizisten sinkt, steigt exorbitant die Zahl der Verwaltungs- bzw. Kontrollbehördenbeamten (jetzt grade wieder in der Pferdefleischkontrollbehörde, in der Hühnerzählbehörde, ...)

Die Sesselpolierer haben es ja auch fertiggebracht, dass der Begriff "Beamter" fast ausschliesslich auf Polizisten angewendet wird.

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24.02.2013, 16:28 Uhr

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