29.12.2012 · Der Chef der Berliner Charité, Karl Max Einhäupl, hält das Gesundheitssystem auf Dauer nicht mehr für finanzierbar. Ein F.A.Z.-Gespräch über Solidarität und ihre Grenzen, schwere ethische Entscheidungen und Missbrauchsfälle im Krankenhaus.
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Wir müssen uns schnellstens von diesem allumfassenden
Versorgungsstaat verabschieden. Warum nicht auch für Krankheit so
etwas wie Teil- oder Vollkasko beim Auto? Eine obligatorische
Grundversicherung gegen schlimme Krankheiten (Krebs u.ä.), alles
andere als Zusatzversicherung. Und wer besonders risikoreich lebt, z.B.
Raucher (bin ich selbst), oder gefährlichen Extremsport (Skifahren)
betreibt, muss sich eben auch extra dafür versichern. Es ist nicht
einzusehen, dass solche beeinflussbaren Risiken von der Allgemeinheit
getragen werden müssen. Für Kinder könnte es
Extra-Regelungen geben.
Ich höre aber schon das Geschrei gegen solche Vorschläge. Doch
wenn erstmal nicht mehr genug arbeitende Menschen da sind, die das alles
finanzieren könnten, was der Staat an Wohltaten verteilt, dann wird
es so kommen MÜSSEN!
Frau Ziessler, wir HABEN die Versicherung ja, jeder zahlt ja schliesslich... aber:
es ist bspw überhaupt nicht einzusehen, weswegen bei KINDERLOSEN
VERHEIRATETEN der Partner über den arbeitenden Partner kostenlos
sozialversichert ist, bis hin zur Rente!
Diese regelung stammt aus dem 19. JAhrhundert, wo sie gerecht war und
aus Ehen zwangsläufig Kinder entstanden.
WARUM soll jedoch in unserem zeitalter der perfekten Verhütung ein
Familienvater und ein Lediger für das sexuelle und sonstige private
Vergnügen seines Nachbarn mit seinem Partner mit seinen
Sozialbeiträgen zahlen???
Und gleichzeitig ein Elternpaar, welches Kinder großzieht, ohne
verheiratet zu sein, auf diese Förderung verzichten müssen??
Wer sich entscheidet, weder Kinder großzuziehen noch zu arbeiten,
sollte halt von seinem Ehepartner die soziale Absicherung bezahlt
bekommen und nicht von der Gemeinschaft!
Die Korrektur dieser absurden Subvention privaten Vergnügens
würde jedes Jahr eine zweistellige Höhe an zweckentfremdeten
Milliarden für die Gesundheitsversorgung freisetzen.
dass "Medizin" nach der finanziellen Leistungsfähigkeit
des Patienten erfolgte?
Ich erinnere mich sehr genau an das Sterben, nein Verrecken meines
Großvaters anfangs der 50er, der als kleiner Landwirt und
Kassenpatient mit Mundkrebs im Endstadium auf der Straße VOR dem
Klinikum zu hören war.
Morphium oder ähnliche Medikamente gab es für ihn nicht.
Das wäre heutzutage sicher unvorstellbar, aber haben sich nicht
lediglich die Standards nach "oben" verschoben?
Und werden sie nicht deshalb auch für die "Masse" unbezahlbar?
Wen meinen Sie denn, Frau von Czekus,
... in diesem Zusammenhang mit den Schweinen??
Noch ein Wort zur fatalen Rolle der Politik...
bereits Seehofer hat seinerzeit mit sehr kreativem Umgang mit der
Wahrheit den Begriff der "Kostenexplosion" geschaffen. In
WAhrheit gab es damals keine Kostenexplosion, sondern die ersten
dramatischen EINNAHMEIMPLOSION, weil unter Kohl die Arbeitslosigkeit
sich extrem erhöhte und logischerweise die Beiträge der
Arbeitslosen in der Kasse fehlten.
DAs ist aber ein schönes Beispiel für die verlogenheit.
Die Ärzteverbände haben bereits vor 15 JAhren massiv ein
Werbeverbot für Tabak gefordert und darüber hinaus Aufklärungskampagnen.
Ausgerechnet die ROTGRÜNE Regierung (Sic!!) hat das weiterhin
verhindert, die Umsetzung eines EU-weiten Tabakwerbeverbotes als EINZIGE
Regierung verweigert !!!
Die Begründung unter der Hand: Die dt. Werbeindustrie solle vor
Umsatzeinbrüchen geschützt werden. Offiziell wurden
formalrechtliche "Bedenken" und jahrelange Prüfungen vorgegeben.
DAS muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.. ich könnte
noch Dutzende solcher Skandale hier erwähnen...
Den Verkündern schlechter Nachrichten hat man immer schon den Hals abgeschnitten. Nur dadurch wird die Wahrheit nicht zur Unwahrheit. Fest steht, und das ist wissenschaftlich nachweisbar, dass bei sinkender Bevölkerung und steigendem Niveau der Leistungen bei Krankheit, die jetzigen Ressourcen nicht ausreichen. Da kann man irgendwelche Wasserköpfe abschneiden, KVen und KZVen beseitigen (die übrigens im SGBV gesetzkich gefordert sind wie vieles andere auch) oder was auch immer tun, entweder man muss die Beiträge weiterhin anheben oder das Niveau der Versorgung senken oder bbeides. Privat Versicherte oder solche die die Kosten aus der Portokasse zahlen können, kann man ja gesetzlich verbieten (die fliegen dann in die USA oder wohin auch immer). Dadurch rettet man das System aber ebensowenig, wie mit einer noch größeren Umverteilung. Es reichen die Mittel nicht. Die Zahnmedizin ist ein gutes Beispiel, wie Notwendigs, Ausreichendes solidarisch finanziert wird und der Rest Privatsache ist.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.12.2012 14:44 Uhr@ wilde
ok, jetzt verstehe ich Sie besser.
Die ZAhnmedizin hat jedoch andere Dimensionen, was die Konsequenzen
restriktiverer Handhabung der finanziellen Kassenressourcen anbelangt,
als das in der übrigen Medizin der Fall ist. DA geht es nicht um
Leben und Tod oder Berufsfähigkeit oder nicht etc.
seitens der Politik nimmt man der PKV ständig mehr neue und junge
Patienten weg, indem man die Einstiegshürden immer heftiger hochsetzt.
Daher trocknet man die PKV nicht nur aus, sondern führt die
jahrzehntelang einzahlenden Mitglieder GEZIELT aus ideologischen
Gründen in den Ruin und nimmt billigend und busst in Kauf,
daß sie im Alter wegen explodierender Beiträge praktisch ohne
Versorgung dastehen.
FAIR wäre es, eine solide Grundversorgung wie bei der GKV für
ALLE einzuführen, darüber hinaus jedoch Private
zusatzversicherungen. Damit könnte man die Punktewerte gerecht
umverteilen, gleiche Gesamtkosten, höherer Einzelwert, plus
persönliche PrivatOptionen per Zusatzversicherung.
@ Wilde
ok, das war etwas mißverständlich formuliert, jetzt verstehe
ich Sie besser.
Die ZAhnmedizin hat jedoch andere Dimensionen, was die Konsequenzen
restriktiverer Handhabung der finanziellen Kassenressourcen anbelangt,
als das in der übrigen Medizin der Fall ist. DA geht es nicht um
Leben und Tod oder Berufsfähigkeit oder nicht etc.
seitens der Politik nimmt man der PKV ständig mehr neue und junge
Patienten weg, indem man die Einstiegshürden immer heftiger hochsetzt.
Daher trocknet man die PKV nicht nur aus, sondern führt die
jahrzehntelang einzahlenden Mitglieder GEZIELT aus ideologischen
Gründen in den Ruin und nimmt billigend und busst in Kauf,
daß sie im Alter wegen explodierender Beiträge praktisch ohne
Versorgung dastehen.
FAIR wäre es, eine solide Grundversorgung wie bei der GKV für
ALLE einzuführen, darüber hinaus jedoch Private
zusatzversicherungen. Damit könnte man die Punktewerte gerecht
umverteilen, gleiche Gesamtkosten, höherer Einzelwert, plus
persönliche PrivatOptionen.
@ Lehmann
Vielleicht hab ich mich da nicht gut genug ausgedrückt. Mein Augenmerk liegt darauf, dass das GKV-System auf Dauer nicht auf diesem Niveau gehalten werden kann. Entweder man kappt Leistungen (Beske hat da gute Vorschläge gemacht) oder man erhöht die Beiträge. Mein Focus liegt nicht auf privat Versicherte oder Einnahmen aus diesem Bereich. Sie wissen wie Teile der Politik meinen, durch Unterbinden dieses Bereiches die GKV sichern zu können. Ein Irrtum. Da haben Sie sicher Recht, dass Einnahmen aus dem Privatsektor die Kassenpraxis subventionieren. Und wir beide freuen uns dann schon mal auf die sogenannte Bürgerversicherung, die kommt, wenn Sie 2013 das Kreuzchen an der falschen Stelle machen. Die wird nämlich den Bereich der PKV plafondieren, dass Ihnen als Arzt die Tränen kommen werden. Aber darum geht es in dem Interview nicht. Hier geht es um solidarisch finanzierte Medizin und da stimme ich dem Charite Chef völlig zu. Übrigens bin ich Zahnarzt mit langer Berufspolitikerfahrung.
Sie verstehen da wohl einiges falsch..
Ich vermute, Sie haben keinen tieferen Einblick ins Gesundheitssystem...
Fragen Sie mal einen Verwaltungsdirektor eines Krankenhauses oder einen
niedergelassenen Arzt, ob er ohne die Privatpatienten wirtschfatlich
überleben könne!
Ich kann Ihnen die Antwort sagen: "NEIN!"
Die Erträge aus den leistungen für KAssenpatienten sind derart
niedrig, daß die Privatpatienten mittlerweile nicht zu Gewinnen
dienen, sondern die Defizite im bereich der gestzlichen Krankenkassen
kompensieren. Das Private System ist zwar ein Anachronismus, ein System
mit EINER GKV für alle und privater Zusatzversicherung a la carte
wäre besser - aber die leistungen der PKV querfinanziert
mittlerweile die GKV - jedes Jahr mit Abermilliarden.
Und bis auf Unikliniken und wenige Spezialkliniken ist es so, daß
die Krankenhäuser den Löwenanteil der Privateinnahmen der
Chefärzte selber einstreicht, bis zu 90% !
Sonst wären die am Jahresende Pleite.
Die Vermögensverteilung ist, wie sie ist. Und wohl auch mehr oder
weniger bleiben wird. Zehn Prozent im "Paradies", um die 40
Prozent irgendwie ganz komfortabel versorgt. Der Rest...
Könnte es also sein, daß auch die medizinische Versorgung
ähnlichen "Gesetzmäßigkeiten" folgt (und im
vorhandenen System auch nur folgen kann)? Vielleicht sieht es mit der
Versorgung/Erreichbarkeit von Bildung, Rente,... sehr ähnlich aus?
Es hilft unmittelbar Betroffenen natürlich überhaupt nicht,
aber D gehört - weltweit betrachtet - mit Sicherheit zu den oberen
zehn Prozent. Wie sieht es in Polen, GB, Serbien, Russland, USA,
Indien... aus?
Wahrscheinlich ist doch wohl, daß wir uns in ein paar Jahren nach
der heute vorhandenen Zwei-Klassen-Medizin zurücksehnen werden.
Sollte man vielleicht auch mal drüber nachdenken? Und wo die Renten
in zehn, zwanzig Jahren herkommen werden, hat auch noch niemand
erklären können.
Gesundes Neues Jahr!
-"Im Krankenhaus.."
Grenzsituationen erfordern gewissenhafte Abwägung der Ressourcen
institutionell und seitens des Patienten. "Hospice Care" als
Hochleistungform traditioneller Heilkunde muß integriert werden.
Patientenverfügungen sind ein Hilferuf in dieser Hinsicht.
"Zwei Dinge sind einfach, nichts tun oder alles versuchen."
Geschäftsmodell "Alles versuchen" oder optimierte
Heilkunde, Kostenexplosion oder Erfolg.
-"Welche Lösung.."
Medizin ist nicht Geschäft sondern Kulturleistung. Memento
Jörg-Dietrich Hoppe.
-"Ist es nicht Zeit.."
Eigenverantwortliche und wirksam geförderte Prävention fehlen.
Ansonsten als schicksalhaft unvorhersehbar regelhaft ein klassischer
Fall für Versicherung.
Vertrauen in Sinn und Qualität gründet auf Mitmenschlichkeit.
Vom Bundespräsidenten Solidarität, Nächstenliebe und
Liebe genannt.
-"Es geht also nicht um Solidarität.."
Ungeheuerlich falsch. Arzt wie Pfleger sind persönlich haftende
Mittler der Individualmedizin, nicht Exekutoren von "sonstwas".
WER hat denn dieses "Leuchtfeuer"
entseelter Gerätemedizin zum Chef der Berliner Charité gemacht?
Dagegen wäre ja selbst Dr. Frankenstein ein durchaus akzeptables
Beispiel humanitären Denkens UND Handelns!
MfG
A.Buntrock
Wie Foristen zu Recht monieren, gibt es bürokratische
Wasserköpfe in unserem System und leider nach wie vor Lobbys, die
bei ALLEN bisherigen Reformbemühungen immer wieder geschont wurden,
damit deren Profitmax. auf gar keinen Fall eingeschränkt werden!
Dass sich immer mehr über zusätzliche Belastungen ärgern
und zu einigermaßen "drastischen Mitteln" wie dem des
Zahlungsboyklotts greifen, hat ja wohl auch mit sinkenden Einkommen und
zunehmenden 400 Euro-Beschäftigungsverhältnissen zu tun. Wo
soll es denn herkommen?
Die Reduzierung der Zahl unserer Krankenkassen aber (ich glaube, diesen
Wahnsinn in der Anzahl leisten nur noch wir Deutschen uns) mit
Sozialismus und der Rückkehr zu DDR-Verhältnissen
gleichzusetzen, ist doch wohl reichlich verstiegen. Aber was wir
Bürger erwarten und erwarten können, ist, dass erstmal bei
unnötigen Aufwendungen "am SYSTEM" gespart wird!
Das ist doch wohl eine Selbstverständlichkeit, aber genau dies wird
uns vom "politischen Establishment" doch verweigert!
Hab' ich das jetzt richtig verstanden?
Wer genug Geld hat, wird mit teuren, unerprobten, innovativen Therapien
behandelt und weil sie so neu und unerprobt sind, viel Geld für die
Behandlung kosten, ohne das die Ärzte wissen, ob's wirkt und die
anderen bekommen nur die bekannte und wirksame Therapie, die die GKV
genehmigt hat?
Also da treiben sie die Versicherten der PKV aber auch in den Ruin, oder
wer, glauben Sie, bezahlt die Beiträge?
Übrigens, damit hier kein falsches Bild aufkommt - es sind nicht
die Ärzte, die darüber befinden, ob eine Behandlung
abgebrochen wird, es sind die Angehörigen der Patienten, die ohne
ärztliche Kenntnisse, darüber entscheiden müssen, ob es
Zeit wird ihren Elter/Partner/Kind sterben zu lassen.
Ergänzung
Im Zweifelsfall wird eine gerichtliche Entscheidung
("Vormundschaft" ) nötig sein, streng formalrechtlich
betrachtet sogar in den meisten Fällen ohne Patientenverfügung.
Würde man das auf Intensivstationen streng so handhaben, hätte
jede Station eine eigene Rechtsabteilung und die Rechtssprechung
würde in Deutschland wegen Überlastung zusammenbrechen.
Also bewegen sich die Ärzte ständig auf rechtlich dünnem
Eis.
Jeder Intensivmediziner kennt Fälle, wo Patienten nach schwerstem
Verlauf (wo man sich immer wieder kritisch fragte, ob eine
Weiterführung der maximalen Therapie wirklich noch Sinn macht)
gegen jede langjährige klinische Erfahrung und gegen jede
"Statistik" so gesund wurde, daß er ein normales oder
zumindest lebenswertes Leben weiterführen konnte.
Solche Erlebnisse machen jeden Intensivmediziner demütig, bei
Einhäupl ist das fraglich..
Patientenverfügungen werden fast NIE auf Basis echter Information,
sondern in tiefer UNKENNTNIS und meist unberechtigten Ängsten gemacht...
Sie liegen falsch, die Entscheidung über eine Einschränkung der Therapie bzw deren Einstellung..
liegt EINZIG und ALLEIN beim Arzt.
Die Familie wird bei Nichtvorliegen einer verbindlichen und
gültigen Patientenverfügung und bei fehlender Fähigkeit
des Patienten, selber eine Entscheidung zu treffen, LEDIGLICH
hinzugezogen, um sich ein Bild über die VERMUTLICHE Entscheidung
des PAtienten zu machen, wäre er zu einer eigenen Entscheidung fähig.
Die Familie mag das so empfinden, dass sie selber eine Entscheidung
trifft, oft wird die Meinung auch mit der ärztlichen Ansicht in
etwa übereinstimmen, aber rein rechtlich hat sie nur einen Hinweischarakter.
Sie glauben ja gar nicht, was sich in solchen Gesprächen bisweilen
(selten, aber immerhin) für Abgründe auftun... da spekulieren
sichtlich bereits die Erben offensichtlich wohlhabender Patienten auf
raschen Vermögenszuwachs, der verkrachte Ehepartner sieht seine
Chance, oder die Aussicht auf evtl. zukünftige
Pflegebdürftigkeit der Eltern wird als lästig empfunden...
ausserdem ist die Prognosesicherheit nie 100%ig sicher...
Den Bürgern, die immer ihre Beiträge in die Pflicht Krankenversicherung eingezaht haben kann
man ja auf diese "Scheinheilige Tour" versuchen klar zu machen, was passiert wenn sie denn selbst einmal Versicherungleistungen in Anspruch nehmen wollen für die sie ja auch selbst immer viel eingezahlt haben. Wenn man es etwas geschickt verpackt stimmt der einfältige Michel sogar selbst noch zu, dass es zuviel "Solidarität" gibt, die deshalb bei ihm selbst gestutzt wird. Schön, wenn immer wieder deutlich wird, dass man den zahlenden Bürger nur als Nutzvieh betrachtet.
in einem Gesundheitssystem die Sicherstellung der Behörden ist,
dann ist sehr wohl klar, dass für die Patienten kaum noch etwas
übrig bleibt.
16 kassenärztliche Vereinigungen, 16 kassenzahnärztliche
Vereinigungen, zzgl zwei Bundesvereinigungen, zzgl zig Krankenkassen,
allesamt mit teuren Vorständen und satten Versorgungssystemen
für sich selber, im Grunde alles Behörden, die sich vom
Beamtentum nicht wesentlich unterscheiden.
So behördlich sind übrigens auch die Arbeitsabläufe
für die Ärzte. Unser alter Hausarzt hat irgendwann angefangen,
sich Aufkleber für Post dieser Art zu drucken, weil er es einfach
leid war, sich damit auseinandersetzen zu müssen. Darauf war dann
z.B. so etwas zu lesen: "Unsinnige Anfrage, daher unbeantwortet
zurück". Andere Aufkleber trugen: "Zeitverschwendung,
daher unbeantwortet zurück." Diese Seele von Mensch konnte man
nur wütend machen, wenn man die Kassenärztliche Vereinigung
nur erwähnte.
Kleiner Hinweis
Die Ärztevereinigungen sind SELBSTORGANISATIONEN, die einzig von
den ÄRZTEN SELBER BEZAHLT WERDEN. Ohne diese wäre der
gigantische Verwaltungswahnsinn der Kassen (die von den Patienten
bezahlt werden, ca. 45 Mrd Verwaltungskosten pro Jahr! ) noch viel teurer.
seien Sie also froh, dass es diese Organisationen gibt.
Womit ich keineswegs sagen will, daß die Selbstorganisationen
perfekt wären, aber im vergleich zu dem Behördenwahnsinn der
Krankenkassen hocheffizient.
Den täglichen Briefterror und unberechtigte Leistungsverweigerung
seitens der Krankenkassen gegenüber den Ärzten und die freche
Inanspruchnahme ihrer personellen Ressourcen haben sie allerdings
korrekt wiedergegeben, das ist aber nur die Oberfläche, die
Realität sieht noch viel dramatischer aus....
Karl Max Einhäupls Sicht ist ungetrübt von jeglicher Kompetenz. Er lebt in der Käseglocke eines Mäusezirkus mit großem Namen. Warum er sich zur Gesundheitspolitik äußern muss wenn er seinen eigenen Laden nicht im Griff hat ist mir schleierhaft.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.12.2012 11:05 UhrVermutlich sieht er auch fast nur noch Privatpatienten...
... und der gegen jede Ethik frech von ihm geforderte Abbau des weltweit
vorbildlichen (wenngleich keineswegs fehlerfreien) solidarischen
Gesundheitssystems führt zwangsläufig zu mehr privat Zusatz-
oder vollversicherten Patienten.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt....
Vermutlich wird er aber mal wieder anschliessend sagen, es wäre
halt nur ein weiteres Kommunikationsproblem.... alle organisatorischen
und qualitätsmäßigen Probleme scheinen für ihn ja
nur Probleme der Kommunikation zu sein, auch wenn es sich um
Säuglinge handelt die an Sepsis sterben....
Ich kenne diese Art von Lehrstuhlinhabern... einer, der seine Klinik
nicht im geringsten im Griff hatte, wurde mal auf dem Jahreskongress
seines Fachgebietes allen Ernstes der Vorsitz für den Themenbereich
"Qualitätssicherung" gegeben... der hat sich auch nicht
geschämt, das anzunehmen und als Blinder unter Sehenden die
Diskussionen zu leiten....
Kaum Kompetenz, aber viel show... siehe Steinbrück...
Der Sozialstaat bleibt unverhandelbar
Wenn das nicht klappt, kann man den Landen Deutschland dichtmachen.
Das werden sich die Menschen hier nicht gefallen lassen.
Natürlich wird das Gesundheitssystem kollabieren!
Das Geld wird nämlich bald nicht mehr reichen, da die Masse an
Einzahlern in so 20 Jahren in Rente gehen wird und bis dahin werden es
immer weniger die einzahlen. Betrachtet man weiter das das Geld bis
jetzt geradeso ausreicht und die Überschüsse nur absolut aber
nicht relativ beruhigen gilt folgendes:
Wenn man zu viel Kosten und zu wenige Einnahmen hat, dann hat man bald
nur noch den Insolvenzverwalter als Arbeitskraft. ^^
Woran liegt es? Ganz einfach! - Wir habne zu lange zu sozial agiert und
dem Mittelstand zu sehr geschröpft. Die Folge ist das durch Abgaben
(u.a. Sozialabgaben u. Steuern), Bürokratie und immer weniger
Rechtssicherheit (siehe z.B. RWE und E.on) immer weniger bock haben sich
das anzutun. Es werden also immer weniger die einzahlen.
Wer bleibt? Die richtig Reichen, also ab so 100 Millionen Euro
aufwärts. Diese kann man nicht schröpfen, da dazu kein Staat
ernsthaft fähig ist, wenn sich die wirklich Reichen dagegen wehren.
Die Linken haben sich somit selbst besiegt.
Noch bösartiger: Griechenland in Berlin oder: DDR 2.0
... man leistet sich mehr, als man sich leisten kann und weiss das auch,
hat keine Lösung, ist strukturell reformunwillig. Die Lösung
sollen Dritte liefern - hier eine Kommission mit Leitlinien, dort eine
"Troika". Das ganze Gebäude ist ein
Selbstbedienungsladen, in dem alle möglichst viel für sich
abzocken wollen und das Ganze überkleistert mit "Solidarität".
Der Unterschied: Der Chef der Charité ist zusätzlich noch
Professor, das ist Herr Samaras nicht (aber wird es vielleicht noch.
Ansonsten nehmen sich beide nicht viel.
Man stellte sich so eine Haltung von einem beliebigen
Geschäftsführer einer beliebigen GmbH vor. Den würde man
schnellstens feuern und müsste man, um den Schaden für die
GmbH nicht größer zu machen.
Aber anders im Subventions- und Grundeinkommensparadies Berlin. Da
klappt nichts, aber alle sind Professoren, habe große Wohnungen,
sind spätestens nach der 2. Latte kritisch und alles kreist um
Solidarität. Das ist DDR 2.0. Unreformierbar.
Ohne Gesundheit ist man in dieser Gesellschaft nicht wettbewerbsfähig. Aber ohne Solidarität ist die ganze Gesellschaft nichts als ein Haifischbecken. Wer kann das wollen?
1.) Höherer Aufwand und neue Verfahren an sich müssen keinen
Fortschritt bedeuten.
2.) Grenznutzen ist primär eine humanitäre und ethische Frage.
3.) Wesentlich sind Optimierung und Verhältnismäßigkeit
in der Ausgestaltung jeder klinischen Leistung. Für aufwendige
Interventionen gilt: entweder bestmöglich oder gar nicht.
4.) Der Nutzen und Belastung für die Kranken sind
Entscheidungskriterien, nicht Verfügbarkeit und Ertragsziele.
5.) Früher war Gewinn vom individuellen oder institutionellen Ruf
abhängig, neu verdient bei jedem Patienten. Weil eigentliche
Komplikationen im DRG-System oft als neue Erkrankung gelten, bringt
für den Kranken unvorteilhaftes Arbeiten auch Gewinn.
6.) Institutionelle Organisation zugunsten reduzierter Arbeitszeit und
Vergütung bringt das Gegenteil der für gefährliche
Arbeitsumgebungen erforderlichen Kultur und Kompetenz.
7.) Dokumentation simultan zu eigentlicher medizinischer Arbeit
-ärztlich wie pflegerisch knapp besetzt- behindert Qualität.
Gut?
guter Beitrag!
Sie zeigen gut die fehlentwicklung auf.
MAn sollte noch ergänzen, daß in Deutschland jedes JAhr
sagenhafte 45 Mrd Euro NUR FÜR DIE VERWALTUNG DER KRANKENKASSEN zum
Fenster herausgeschmissen werden.
Wir haben noch über 100 gesetzliche Krankenkassen die per
Sozialgesetzbuch dazu verpflichtet sind, alle exakt (bzw mehr oder
weniger) die gleichen Leistungen anzubieten, es können sicherlich
bei ZUsammenlegung aller Kassen mindestens 15-20 Mrd pro Jahr (!)
eingespart werden. OHNE jede Leistungseinschränkung, im Gegenteil
dieses Geld steht dann endlich für med. Leistungen zur Verfügung.
Hier wird aber ein neuer Versuch gestartet, den Menschen nach der Rente
nun auch noch eine der weltweit besten Gesundheitsversorgungen zu nehmen.
Und schliesslich noch das: Die Personalquote im Krankenhaus und auch in
vielen Praxen beträgt 55-60% . Im Klartext:
Dort arbeiten finden weit über eine Million Menschen SINNVOLLE und
gesellschaftlich Segensreiche ARBEIT !!!
In einer Art Faktencheck könnte man doch mal klären, wie es
sich auswirken würde, die hunderten Kassen in diesem Land zu ein
paar zusammenzulegen und damit zig Vorstände und Verwaltungen nicht
mehr bezahlen zu müssen. Wie würde es sich auswirken, wenn es
die Beitragsbemessungsgrenze und den dadurch erfolgten Ausstieg aus dem
Solidarsystem nicht mehr gäbe und wie würde es sich in der
Folge auswirken, aus privaten Vollversicherungen lediglich
Zusatzversicherungen zu machen?
Ein System, aus dem immer mehr aussteigen können, die anderen (im
System verbleibenden) immer weniger Lohn (daran sind ja die Einnahmen
der gesetzlichen Kassen gekoppelt) bei steigender Produktivität und
Vermögen im Land erhalten... Klar, das ist nicht finanzierbar, aber
vor Aufkündigung der Solidarität sollte man doch darüber
nachdenken, die Basis dieser Solidarität wieder angemessen zu erweitern.
unfassbar, daß so etwas aus dem Mund eines Arztes kommt...
aber er lässt ja die Entscheidungen lieber von einer externen
Kommission fällen, wem das Recht auf Weiterleben gnädig
gewährt wird und wen man abkratzen lässt...
In Zukunft lassen wir also regelmäßig ein paar Zehntausend
wehrlose Menschen bewusst sterben, damit die Steuerflüchtlinge aus
Griechenland nicht um ihr Schwarzgeld in der Schweiz bangen müssen
und noch ein paar Billionen in andere Länder transferiert werden
können, wo man wie in Frankreich mit 55 in Rente geht oder wie in
Spanien ganze Landstriche von korrupten Politikern mit absurden
"Projekten" zubetoniert werden.
Ach so - und, wirklich sehr wichtig: Damit unsere Politiker in
hochdotierte Versorgungsposten kommen (Stadtwerke,
Krankenkassendirektoren, "gemeinnützige"
Parteistiftungen, Ministerialposten, öffentlich-rechtliche Gremien,
... )
DA stirbt Oma doch sicherlich total gerne... Euthanasie hatten wir ja
schon mal in Deutschland.... ob nun aktiv oder jetzt passiv....