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Gegen Steinbrück Albig will Steinmeier als SPD-Kanzlerkandidat

 ·  „Tu Dir das nicht an“: Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Torsten Albig, hat sich gegen eine Kanzlerkandidatur des ehemaligen Bundesfinanzministers Steinbrück ausgesprochen. Im F.A.S.-Interview unterstützt er eine Kandidatur Steinmeiers.

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© dapd Der Ministerpräsident und sein Favorit: Albig (rechts) und Steinmeier in Kiel

Als erster führender Sozialdemokrat hat sich der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, für eine Kanzlerkandidatur des Fraktionschefs im Bundestags, Frank-Walter Steinmeier, ausgesprochen. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) wandte er sich zugleich gegen die Kandidatur des ehemaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück.

Albig, der früher Steinbrücks Sprecher im Bundesfinanzministerium war, sagte zu einer möglichen Kandidatur seines früheren Chefs: „Ich mag Peer Steinbrück viel zu sehr, als das ich ihm das wünschen würde.“ Sein Rat an Steinbrück sei: „Tu dir das nicht an! Es gibt auch andere Stellen, wo Du mit dem, was Du kannst und was Dich stark macht, unserem Land großartig helfen kannst“.

„Steinbrück würde Korsett nicht mögen“

Albig sagte weiter, Steinbrück „würde das Korsett nicht mögen, in das er sich als Kandidat zwängen müsste“. Ein solches Korsett sei noch viel enger als jene, die Steinbrück, der schon nordrhein-westfälischer Ministerpräsident war, bisher ausprobiert habe. „Da ich weiß, wie wenig er Korsette mag, hoffe ich für ihn, dass er das nicht machen muss“, sagte der Kieler Ministerpräsident.

Zu seinem Favoriten für die Kanzlerkandidatur sagte Albig: „Frank-Walter Steinmeier ist eine starke Führungspersönlichkeit, der als Fraktionschef eine tolle Arbeit macht und der seit der Zeit des letzten Wahlkampfs sehr gereift ist. Er wäre ein guter Kanzler für unser Land.“

Der Kieler SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels sprach sich hingegen klar für eine Kandidatur Steinbrücks aus. „Wir brauchen einen Kandidaten, der auch schwankende Wähler der Union und der FDP für die SPD gewinnen kann. Peer Steinbrück ist wegen seines intelligenteren Krisenmanagements und seines größeren ökonomischen Sachverstands die beste Alternative zu Angela Merkel“, sagte Bartels der F.A.S.

Das Interview mit Torsten Albig lesen Sie am Sonntag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Quelle: F.A.S.
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