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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Gaucks Nominierung Mime und Brünnhilde

 ·  Wer bezwang die Kanzlerin, nach deren Pfeife ganz Europa tanzen muss? Ein Verzweifelter, dessen Partei um ihr Leben kämpft. Ihr aber geht es um Höheres: ihre Kanzlerschaft.

Artikel Lesermeinungen (28)

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Jochen Wagner

Also ich halte dagegen

Die FDP hat uns ein Geschacher erspart und wird sich das auf die Fahnen schreiben. Sie hat gepunktet. Und was wahrscheinlich schwerer wiegt, ihre Führungsriege hat uns ihr Gesicht gezeigt und von da ab wohl begriffen, dass sie nur überleben kann, wenn sie sich auch in Zukunft nicht versteckt. Ich neige von daher Herrn Ulherrs Meinung zu, der hier heute um 11:04 Uhr dazu geschrieben hat, „Die FDP hat nur noch eine Chance, wenn sie sich unverzüglich gegen den ganzen Rettungszirkus ausspricht, und eindeutig Stellung gegen den ESM bezieht. Versagt sie an dieser Stelle, dann hat die Partei sich obsolet gemacht.“

Auch wenn ich dies zunächst noch als Wunschdenken abtun würde, hat die FDP doch nun wie in einem Videospiel einen Boost bei der Lebensenergie erfahren und dürfte nach meinem Dafürhalten danach lechzen, mehr davon zu bekommen. Man kann also gespannt sein.

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Gerhard Storm

Souveräne Merkel

Es ist verblüffend, wie es unserer Bundeskanzlerin gelingt, als einer der Wenigen, sich aus dem sinnlosen und abstoßenden Parteiengezänk herauszuhalten. Ihr in Einzelfällen wirksames Schweigen ist mehr wert, als fruchtlose Koalitionsstreiterei. Denn sie verfolgt geschickt das Ziel einer bis zum Ende der Legislaturperiode brauchbaren Regierungsarbeit. Dieses Talent beruht möglicherweise auf dem christlichen Grundsatz "Liebe Deinen Nächsten", den sie auch bzw. gerade auf die arg geschwächte FDP anwendet. Denn einem Kranken will sie helfen und ihn nicht noch zusammendonnern ob dessen Ausrutscher. Darüber freue ich mich, Frau Merkel.

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Roman Gerhard Urbanek

Deutschland ein Rätsel ???

Alles Finanzielle kommt nur den Konzernen und Unternehmern zu Gute, weil die Bundesregierung ausschließlich nur eine Steuerpolitik für das Kapital und die Arbeitgeber macht!
In der EU und Euro entscheidet sie , ebenfalls gegen die Arbeitnehmer bzw. Bürger
in Deutschland die brav ihre Steuer zahlen und für die schmarotzenden EU - Schulden-Staaten und die kleinen so , ja sie beschleunigt mit ihrer Politik die total unchristliche Alters-Armut ohne Rücksicht , ob jemand sein ganzes Leben gearbeitet oder sich einen feinen Lenz gemacht hat!!!

Trotz all der vorgenannten politischen negativen Fakten wird diese Frau Merkel
Bundeskanzlerin der BRD zur polischen „ Umfrage-Ikone „ ernannt und selbst
die sich selbst ernannte die Beschützerin, der sozial Schwachen die SPD
will ihren anstehenden " Bundestags-Wahl-Kampf " natürlich nicht gegen diese
„ Umfrage-Ikone „ ausrichten, als würde diese nicht die Richtlinien ihrer Politik
bestimmen.
Bitte wer denn ist verantwotlich ???

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Rudolf Anbetungshaus

Bundespräsident mit Lebenspartnerschaft

"die gute alte Adenauer-Bundesrepublik wird dominiert werden von Protestanten aus Mitteldeutschland/Mecklenburg-Vorpommern/dem "Osten", meint der Diskutant. Aber nicht nur das. Nach einem geschiedenen Katholiken jetzt einer mit Lebenspartnerschaft, der immerhin über dreißig Jahre mit der ersten Frau (von der er sich nicht hat offiziell scheiden lassen) verheiratet war! Auch das wird für viele eine Zumutung sein. Ob sich Herr Gauck dessen bewußt ist?

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Thomas Kobler

War es wirklich wert,

..., sich für diese Nominierung, notabene für ein Amt, dessen Inhaber bestenfalls einen Preis für die beste Nebenrolle erreichen könnte, so aufzuplustern und jedem im Land deutlich zu machen, dass mit der FDP kein Staat zu machen ist? Ich denke nicht.

Der Schaden der "Affäre Wulff" für die Kanzlerin ist minimal. Mit einem Einzug von Herrn Gauck in Bellevue können am Ende doch alle gut leben. Das Volk - es hat seinen "Bundespräsidenten der Herzen", die Parteien - er ist eine gute Projektionsfläche von links bis rechts. Die Kanzlerin - nur keinen Flop mehr in Bellevue, wenn's geht oder: "... dann habe damit wenigstens nichts zu tun."

Nur die FDP verliert: Liberal sein ist ein hoher Anspruch in Politik und Gesellschaft. Glaubt das Führungspersonal dieser Partei wirklich, seine "Arbeit" und sein Verhalten in der Regierung trüge auch nur ein Jota dazu bei, diesem Anspruch nur minimalst gerecht zu werden? Also ich seh's nicht, und wählbarer sind die auch nicht geworden

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Kim Ludolf Koch

viel Lärm um nichts

Hier wird eine Krise herbeidiskutiert. Frau Merkel hatte keinen durchsetzungsfähigen Kandidaten, ein Großteil der Unions-Wähler hat schon bei der Wahl vor 2 Jahren eine starke Zustimmung zu Gauck erkennen lassn, sie hat einen breiten Konsens hinter sich, der BP kann nun ohne Beschädigung in einem Wahlgang ins Amt gewählt werden - was will sie mehr. Hier einen Triumpf der FDP zu beschwören, ist zuviel des Guten. Meine Großmutter zitierte immer die alte Weisheit: "Zier dir scheinbar, und denn nimm." Genau das hat sie getan. Im Übrigen wird die FDP diesen kleinen Sieg mit einer Niederlage in anderen Feldern bezahlten müssen. Frau Merkel ist eine geschickte Taktikerin, das Geschrei um eine Koalitionskrise ist viel Lärm um nichts.

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Rolf Joachim Siegen

Bitte keine Legendenbildung, Herr Kohler

Denn die Kanzlerin hat sich nach der Fuehrungsposition in Europa nicht gedraengt. Die Dinge um Griechenland und den Euro fuegten sich eben so. Goennen wir uns einen Moment der Schadenfreude. Die Kanzlerin steht mit dem Fiasko ihres Schutzlings Wulff als die Blamierte da. Ihr Winkelzug mit der Nominierung und Durchsetzung Wulffs fliegt ihr jetzt um die Ohren. Das kommt eben davon, wenn Schindluder mit hoechsten Aemtern und Personen betrieben wird, um (vorgebliche) Staerke im Gefuege der Macht der Parteien vorzufuehren! Wenn wir - die Buerger/Waehler und ihr, die Journalisten als kritische Begleiter der Politik- das Richtige daraus lernen? Schoen zu wissen, dass mit den 'Piraten' ein Ventil bei der kommenden Bundestagswahl zur Verfuegung steht, diese Suenden wieder den Geist des Grundgesetzes und seiner Machtverteilung abzustrafen. Ich freue mich schon auf meinen Stimmzettel (auch als Auslandsdeutscher). Rolf Siegen, San Diego, CA

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.02.2012 09:26 Uhr
Rolf Joachim Siegen

'Chaoten- Truppe', gnaedige Frau?

Diese Truppe kann sich auf eine inzwischen zweistellige Prozentzahl von Anhaengern stuetzen. Dies sollte Ihnen zu denken geben, werte Frau Ziessler.

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Rolf Joachim Siegen

Delikate Fuehrungsposition

Einer musste unter dem Zeitdruck der Umstaende Fuehrungsqualitaeten zeigen, zumal Frankreichs Sarkozy den Ueberblick zu verlieren schien. Kanzlerin Merkel zeigt(e) Souveraenitaet - wie seinerzeit Kohl im Prozess der Wiedervereinigung.

Zu den Piraten: 'Chaoten- Truppe' hin oder her, frischer Wind in der parlamentarischen Gemeinde Deutschlands ist hochwillkommen. Einer muss die herkoemmlichen Parteien aufmischen. Eine Sternstunde des deutschen Parlamentarismus - insbesondere unter Beruecksichtigung der Zementierung des Herkoemmlichen in anderen Staaten (z. B. den USA)!!

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Helga Zießler

Zwei Anmerkungen, Herr Siegen

Sie meinen: "Die Kanzlerin hat sich nach der Fuehrungsposition in Europa nicht gedraengt".

Sind Sie da wirklich sicher? Hier in D. haben viele eher den Eindruck, sie sei sehr einverstanden mit dieser Rolle - und wäre am liebsten die große Welt-Herrscherin.

Und die " 'Piraten' ein Ventil bei der kommenden Bundestagswahl"?
Na - aber ein Ventil, zu schnell aufgedreht, kann einem auch ganz schön um die Ohren fliegen... Also, diese Chaoten-Truppe ohne jede handfeste politische Idee - nee, dafür wäre mir unser Land denn doch zu schade :- (

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Thomas Meyer (meyertom) - 20.02.2012 23:51 Uhr

Rösler Held mit "cojones"

Volle Hochachtung habe ich vor diesem Mann, der endlich einmal der Frau Merkel den Marsch geblasen hat. Bis hier und keinen Schritt weiter. Aus solchem Holz sind echte Kerle geschnitzt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2012 12:09 Uhr
Closed via SSO
Thomas Meyer (meyertom) - 21.02.2012 12:09 Uhr

Lasst mal den jungen Rösler...

...das war ein Spaß, den die Leute wohl nur im Süden richtig verstanden haben. Ihm da einen Strick zu drehen wäre völlig humorlos. Aber die Reaktion von Gauck zeigt eben, daß Humor auch nicht seine Sache ist. Die Gelben werden auferstehen und zwar dann wenn die SPD und Grünen die nächste Wahl gewinnen. Warum sollte die SPD unter dem Joch Merkel ein Grosse Koalition eigehen, wenn sie den Kanzler mit den Grünen und der FDP stellen könnte in 2013. Dann wird es eine Ampel-Koalition und nur so kann man die Merkel verjagen.

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Kurt Vollpfosten

Selten so gelacht...

Holz ist das Stichwort - wenn der gelbe Bubi als erstes Gauck fragt, wie er sein Haus finanziert hat, zeigt das doch mehr deutlich den Horizont des Fragers....
Und was Frau Merkel angeht - das wird sich noch sehr zeigen, wer hier wem den Marsch geblasen hat - 2013 stehen die verbliebenen Rest-Gelben vor dem Reichstag und weinen: wir wollen hier wieder rein... Hartz 4 droht ja nicht, dank Mövenpick !!!

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Andreas Stötzner

Soviel Pathos an einem Montag …

… gabs lange nicht. Sind wir wirklich so sicher, daß das eine ganz große dramatische Niederlage für Frau Merkel war?
Sie hat Männer wie Kohl, Schäuble und Stoiber abserviert. Sie hat Koch und etliche andere kaltgestellt und ›ganz Europa muß derzeit nach ihrer Pfeife tanzen‹. Und da ist es plötzlich ausgerechnet Rößler, der ihr eine ach so schicksalhafte Niederlage zufügt?
Warten wir ab. Ihr derzeitiger Koalitionspartner hat durch diese Aktion wieder ein bischen geatmet. Herr Gabriel und die Grünen dürfen sich gebauchpinselt fühlen. Vielleicht hat sie einfach nur ihr Optionsspektrum für den Montag nach der nächsten Bundestagswahl verbreitert.

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Christoph Rohde

Konservative Opfer der Postmoderne

Wie ohne Rückgrat die Unionsleute auftreten, wird hier erneut deutlich. Taktik und Machiavellismus statt Prinzipien. Die 68er haben in der Union noch weit mehr gewildert als bei rot-grün. Entsetzlich.

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Helga Zießler

"...dem angeblichen Wunsch des Volkes" entsprochen zu haben -

so wird Frau Merkel ihre Niedrlage in einen Sieg ummünzen. Und damit wird sie noch ein paar Punkte mehr auf der Beliebtheitsskala ergattern. Man kann es drehen und wenden, wie man will - diese Frau fällt wie eine Katze immer auf die Füße.

Was den Satz von Herrn Kohler anbetrifft, "Ihr aber geht es um Höheres: ihre Kanzlerschaft", so gebe ich meiner Vor-Schreiberin @Renate Simon recht: Nie ging es dieser Frau um etwas anderes.
Ob es aber im Sinne Deutschlands etwas "Höheres" ist, wenn A.M. noch länger Kanzlerin bleibt, ist doch sehr fraglich. Doch bei der politischen Gemengelage, die wir zur Zeit haben, und bei dem politischen Personal, das zur Verfügung stünde, muss man sich auch fragen, ob es nicht sogar das kleinere Übel wäre, Merkel noch weiter zu ertragen. Denn der Gedanke an eine rot-grüne oder gar rot-rot-grüne Koaltion ist ja noch viel, viel grausiger.

Wir Deutschen werden vom Schicksal mal wieder zwischen Scilla und Charybdis hin und her geworfen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2012 03:49 Uhr
Eberhard Stoeckel

Kanzlerschaften in Deutschland

werden selten dreimal von derselben Person innegehabt. Der Wandel in der Gesellschaft ist unaufhaltsam. Der jetzige Überhang der jüngeren Generation in den Führungsstellen der Republik ist weitgehend leider keine Empfehlung für die Qualität dieser Generation. Ihr Einfluss nimmt aber immer mehr ab; die gut ausgebildete nachrückende Generation wird bald ihr Recht einfordern. Und Özedimir, Roth, Nahles, Pofalla werden dann auch nicht "ohne Pattex" auf ihren Stühlen sitzen.

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 20.02.2012 19:26 Uhr

Mit der Wahl Gaucks haben nicht nur die Regierungskoalition

sondern auch die SPD/Grüne bewiesen, dass sie abgewirtschaftet haben. Es läuft nur noch chaotisch IduLa (in diesem unseren Land.) Das gute daran ist: in nicht allzu ferner Zukunft wird jeder erkennen, dass die Willensbildung über die Parteien ausgedient hat und der Bankenkapitalismus ebenfalls.

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gisbert heimes

"... SPD und Grüne könnten sich ohnehin noch wundern, wen sie sich da als Praeceptor Germaniae

erkoren haben" - und das geschähe ihnen vollkommen zu Recht. Nach allem, was man heute weiß, ist die Ampel für die nächste Regierung auszuschließen. Dann haben SPD und Grüne für das Linsengericht eines gemeinsam mit der FDP errungenen Tageserfolgs über die Kanzlerin ihre Regierungschancen deutlich herabgesetzt. Denn der neue Wind aus Bellevue bläst nicht in rot-grüne Segel. Da braucht man nur mal die Zitatenstrecke in der heutigen FAZ-Ausgabe zu studieren.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 21:51 Uhr
Wolfgang Richter

Und das ist gut so

Herr Trittin, Frau Nahles und ihre Freunde haben einen ideologischen Gegner zum Präsidentschaftskandidaten gemacht, nur um Frau Merkel zu brüskieren.
Statt des von Frau Merkel gewollten "grünen" Kandidaten Töpfer, der den ganzen Tag von Öko, Klima und 3. Welt redet, wird es bald einen Präsidenten geben, der von individueller Freiheit und Selbstverantwortung spricht.
Das paßt schlecht zu einem bürokratischen, bevormundenden Ökosozialsmus.
Und ist dafür gut für das Land.

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Helga Zießler

"...der neue Wind aus Bellevue bläst nicht in rot-grüne Segel"

Wenn das stimmt - und Erfolg hat - dann gebe ich einen aus, Herr Heimes.

Sie dürfen mich bei der Gelegenheit dann gern daran erinnern!

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Sven Gralla

Das ganze Verfahren sollte abgändert werden

JEDE Partei SOLL einen Kandidaten aufzustellen, ansonsten stellt der Ältestenrat ersatzweise einen auf. Das Geschacher im Vorfeld (von Rau bis Gauck) ist nur noch widerlich.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 20:10 Uhr
Karl S. Walter

Weg mit der Parteiendiktatur! Präsident wird ehrenamtlich.

JEDER erwachsene Deutsche SOLL verpflichtet werden, einen Kandidaten zu nominieren. Anderenfalls wird eine kostenpflichtige Ersatznominierung vorgenommen. Verbunden mit der Direktwahl kann das zu hochinteressanten Ergebnissen im Staatsoberhauptwesen führen. So könnte die ehrenamtliche Präsidentschaft bei Stimmengleichheit wechseln, an geraden Tagen präsidiert die eine, an ungeraden der andere.

Indes wird das Honorar von 200.000 Euronen gestrichen. Es gibt nur noch Spesen im Ehrenamt. Die Politikergier (von Hamburg bis Haiti) ist nur noch widerlich.

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Christoph Runge

Die Bundeskanzlerin hat am Donnerstagabend zur Kenntnis nehmen müssen, daß der

Bundespräsident am Freitagmorgen zurücktreten wird. Sie mußte einen geplanten Italien Be-
such unverzüglich verschieben/absagen. Menschlich gesehen mußte sie garantiert einiges
verdauen und "sacken lassen". Sie wird viel telefoniert u. koordiniert haben u. sie wußte
wen ROT/GRÜN wollte. Für Sonntag war die Presse dran. Denn frei nach dem Motto:"Ford die
tun was", lief der Sonntag nach Drehbuch, insbesondere für die FDP, die ihren Auftritt
bekam und wahrlich nutzte.

Herr Kohler, es ging alles ziemlich schnell, so schnell, daß die Leser wieder phantasieren
dürfen. Aber BK Dr. Merkel hat die Dinge perfekt gemanagt!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2012 11:34 Uhr
Christoph Runge

Zwischen dem vorbereitet sein und der Realisierung bestehen bekanntlich große

Unterschiede. Aber wie naiv sind Sie eigentlich? Die BK hatte die drei Wahlgänge für ex BP
Wulff natürlich noch im Hinterkopf. Daraus hat die Physikerin ihre Schlüsse gezogen und ein
-breites - Ergebnis geliefert. Sie können es nur nicht fassen! Ich kann Ihnen nicht helfen,
bin aber genau wie Sie auf Joachim Gauck gespannt.

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Helga Zießler

Sollte Frau Merkel tatsächlich...

am Donnerstagabend wie vom Donner gerührt gewesen sein, als sie vom bevorstehenden Rücktritt Wulffs erfuhr, dann wäre sie als Kanzlerin wirklich absolut untragbar.

Darauf MUSSTE sie vorbereitet sein und hätte entsprechende Vorkehrungen treffen MÜSSEN. Ich vermute, das hatte sie auch getan. Ihre "Entschuldigungen", Herr Runge, sind also fehl am Platz. "Perfekt gemanagt" hat A.M. garnichts.

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Konstantin Schneider

Man soll ja nicht zuviel erwarten

Aber der Umstand, dass sich jetzt zwei Ostdeutsche für uns Westdeutsche am Riemen reissen, hat etwas Betörendes. Zwei, die noch selbst was wollen und sich nicht durch Erwartungen anderer leiten lassen. Allerdings sollte man jetzt auch nicht zuviel erwarten. Dass Gauck z.B. der Linkspartei das Totenglöcklein läutet und dass sich die SPD und die Grünen jetzt bei jeder Gelegenheit, bei der Gauck enttäuscht, schuldig fühlen müssen, weil sie ihn ja mit Hilfe der FDP ins Amt bugsiert haben. Mal sehen, ob Gauck was zur Griechenrettung zu sagen hat, ob er die Situation mit dem Untergang der DDR vergleicht oder so. Als Merkel schwante, dass die Griechen ihr gefährlich werden könnten, da hat sie sicher auch oft daran gedacht, wie teuer die deutsche Einheit war.

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Karl S. Walter

Armer missbrauchter Richard W.

Berthold Kohler hat recht, was zumindest Teile der SPD betrifft - man wird sich bei Gauck noch über manches wundern. Die Grünen indes werden sich arrangieren, ihnen graut vor nix. Sie sind inzwischen so bürgerlich wie es die CDU/CSU und die SPD nicht zu sein wagen.

Mime Rösler hatte im Grunde keine Chance - die hat als Siegfried-Darsteller grandios genutzt. Sicher war das ein grausamer Akt, der indes Gunther Siegmar Gabriel zu einem überraschenden Glück verhalf, das ihn kalt erwischte und gegen das er sich nicht mehr wehren konnte. Und Brünnhild? Halb zog er sie, halb sank sie hin, Dank eines Fast-Drei-Prozent-Siegfried ...

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Jahrgang 1961, Herausgeber.

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