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Gauck bei der Bundeswehr „Eine Stütze der Freiheit“

 ·  Mit Hochachtung ist Bundespräsident Gauck am Dienstag den Bundeswehrsoldaten begegnet. Das „freundliche Desinteresse“ der Gesellschaft kritisierte er. Und er sprach über eigene Erfahrungen: die Bundeswehr sei eine „Stütze der Freiheit“.

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Gerhard Katz

Wieso eigentlich

immer "Bundeswehrsoldaten" und nicht "deutsche Soldaten"?

Man sagt ja auch nicht "US-Army-Soldaten" oder "Matrosen der Marine Nationale" sondern "US-Soldaten" oder "Französische Matrosen".

Die Herrschaft der Linken über die bundesdeutsche Sprache war und ist prägend.
"Deutsch" ist ja fast "Autobahn"...

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Rolf Joachim Siegen

'freundliche Desinteresse' der Gesellschaft?

Die Wahrnehmung des Bundespraesidenten trifft zu - allerdings im gegenteiligen Sinne.
Diejenigen, die auf eben dieses bauen, sind Regierung und Parlament. Sie rechnen darauf, dass der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zwar in der Gesellschaft strittig ist, aber keine nennenswerten Widerstaende ausloest. Kurz: Wen interessiert schon Afghanistan! Schliesslich wird niemand zu diesem Einsatz gezwungen. Seit zehn Jahren ist diese Rechnung aufgegangen.
Joachim Gauck scheint ein unpolitischer Mensch zu sein, wenn er sich der Doppeldeutigkeit seiner Worte nicht bewusst gewesen sein sollte.

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Rolf Joachim Siegen

Der Fluch eines hoch brisanten Themas

Schon Horst Koehler hatte sich an ein heisses Eisen gewagt, als er Deutschlands Verteidigung der Seewege zur Sprache brachte und darueber stolperte, weil er zu kurz griff.
Gauck scheint den Fehler seines Vor - Vorgaengers nicht verstanden zu haben. Es ist loeblich, sich fuer eine gesellschaftliche Institution, wie die Bundeswehr, einzusetzen. Doch dann muss man auch selbst - kritisch deren Versaemnisse und Suendenfaelle (Afghanistan!) aufarbeiten. Dies wird nicht auf Anhieb gelingen. Denn damit machte er sich zugleich zum Kritiker von Regierung und Parlament, die der Bundeswehr (Schein-) Legitimationen ausstellten.
Es sei darauf gewettet, das Afghanistan nicht nur Minister Niebel in Schwierigkeiten bringt. Der Fluch der boesen Tat(en) wird noch manchen ereilen.

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Roland Bösker

Interessen

Welches Interesse rechtfertigt es, Soldaten in Auslandseinsätze zu schicken, sie letztlich damit zu beauftragen, zu kämpfen, zu töten und das Risiko des eigenen Todes einzugehen?

Meines Erachtens liegt die Antwort in den Lehren der Geschichte: Im Vergleich zum Völkerbund, der den Aggressionen der Nazis nichts entgegenzusetzen hatte, ist die viel gescholtene UNO ein hocheffizientes internationales Regime. Die mit den UN institutionalisierte internationale Verflechtung und Kommunikation ist das Mittel der Wahl, um zumindest die ganz großen kriegerischen Konflikte zu verhindern und kleinere einzudämmen - das ist eine Erkenntnis der Friedensforschung (sic). Allerdings braucht diese Institution eben auch Kräfte, die Regeln und Resolutionen um- und durchsetzen. Sie UNO hat bekanntlich keine Soldaten. Die Bundesrepublik stellt die Bundeswehr in den Dienst eines Friedensbündnisses. Eben Weil Frieden oberstes Interesse Deutschlands ist. Den Soldaten gereichen die Einsätze zur Ehre.

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Roland Bösker

Geschichte, Demokratie, Einsätze

In der Geschichte hat es immer und überall Soldaten gegeben - entweder die eigenen oder die der anderen. Wer die eigenen bevorzugt, sollte ihnen auch Respekt erweisen. Respekt im demokratischen Sinne bringt den Soldaten entgegen, wer mittels demokratischer Beteiligung - dazu gehört selbstverständlich auch Kritik - zur Legitimation der Aufträge der Bundeswehr beiträgt. Eine solche Beteiligung findet aber nicht mit anonymen Umfragen statt, sondern indem Bürger zu seiner - argumentativ unterlegten - Meinung auch sein Gesicht zeigt.
.
Wenn, wie die Auguren der Demoskopie oft verlauten lassen, die Mehrheit der Bürger gegen Auslandseinsätze ist, dann frage ich mich, warum diese Bürger ihren Abgeordneten nicht auf den Füßen stehen. Das ist anscheinend zu anstrengend. Dann lieber ein bisschen online plärren. Unsere Freiheit ist die Freiheit der Persönlichkeit und des Wortes. Wer sie nicht nutzt, lässt sie degenerieren. - Gauck hat recht.

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jürgen gaupp
jürgen gaupp (gaupp) - 13.06.2012 09:30 Uhr

... dann heult mal schön ...

Den lieben Gutmenschen sei empfohlen: - Gesamte Rede anhören oder den Text lesen - nachdenken (nein, nein .. nicht sich an irgendwelche alten Phrasen erinnern - denken!) - dann meinetwegen .. losplappern

Den alten BuPrä konnte man ja nicht schnell genug loswerden.. und der Neue, jetzt sowas. Ach ihr armen Gutmenschen, hart ist's, gelle ?

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Gottfried Scherer

Irritationen

Armee des Volkes - ist die Wehrpflicht nicht abgeschafft?

Stütze der Freiheit - wenn auch nicht genügend diskutiert wird?

Soldaten auf drei Kontinenten und demnächst Cyberkrieg?

Für Frieden und Freiheit kämpfen versteht niemand besser als "wir" Deutsche?

"Wir" verstünden etwas davon, wie man mit militätrischen Mitteln Freiheit exportiert?

Und da hat niemand böse gelacht?

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Thorsten Gensler

Wir.Dienen.Deutschland.

Soldaten und Gott, ehrt man nur in der Not. Dies gilt offenbar auch für die deutsche Wohlstandsgesellschaft. Nun, wo die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, überlässt man die Bürgerpflicht denjenigen, die dumm genug sind sich zu verpflichten. Das ist es doch was Sie sagen wollen, Herr Sperling. Was ist eine Gesellschaft wert, die diejenigen nicht ehrt, die zu ihrem Schutz eintreten? Berufsoldaten, Freiwillige sowie Beamte der Bundeswehr, Herr Sperling, sind auch Staatsbürger mit und ohne Uniform. Das galt nicht nur für Wehrpflichtige. Es sind Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, Söhne und Töchter, deutscher Staatsbürger und keine namenlosen Maschinen. Es sind von der Gesellschaft legitimierte Politiker, die ihre Soldaten und Beamten in den Einsatz schicken. Daher schulden Gesellschaft und Politik ihren Staatsdienern den notwendigen Respekt. Wer soll sich sonst noch genötigt fühlen für Freiheit, Recht und Demokratie sein Leben aufs Spiel zu setzen. Vielen Dank Herr Bundespräsident.

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Sergej Perelman

NEIN!

Im Sinne von Wolfgang Borchert:
Du. Pfarrer auf der Kanzel.
Wenn sie dir morgen befehlen,
du sollst den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen,
dann gibt es nur eins: Sag NEIN!

Erwache Mensch!

Schon wieder wird das Schwert erhoben
Geführt von Angst, Tradition, archaischem Relikt
„Aug' um Aug', Zahn um Zahn! - es hat sich nichts geändert,
Nur eines: Man tötet auf Distanz.

Wann werden wir das, was wir unsre Kinder lehren:
„Ihr sollt die andern Menschen lieben!“,
Auch als unsren eignen Weg erwählen,
Um gegen Krieg und Waffen vorzugehen?

Erwache Mensch – verliebe dich ins Leben
Tanz mit dem Tod zur Hoffnungsmelodie
Die Liebe lehrt dich alles zu vergeben
Und baut die goldne Brücke über Tod und Leid

Schenke der Welt dein wahres Wesen
Verborgen unter Neid und Angst!
Nur dann wirst du davon genesen,
Wenn du den Tränen des Verzeihens traust!

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Sergej Perelman

Der Friede beginnt in uns

Sind wir doch ehrlich: Soldaten sind desensibilisierte Tötungsmaschinen, die nur auf Befehl handeln sollen. Alles andere ist Verrat am Vaterland oder wie auch immer die korrekte Bezeichnung dafür ist - das gilt für alle Soldaten der Welt! Wessen Freiheit verteidigen sie denn? Ach ja, stimmt, die des Freien Marktes - die Freiheit der Macht, der Gier und des Geldes-das ist die Wahrheit!!!
Gewalt wird man niemals endgültig mit Gewalt überwinden, das lehrt uns die Geschichte. Glückliche Menschen, die sich trotz alles Leids am Tautropfen auf einem Blatt erfreuen und die Angst vor dem Tod überwinden werden nicht gewalttätig handeln. Wir hätten die Allierten nicht gebraucht, wenn wir nach dem ersten Weltkrieg uns nicht von Hass und Neid hätten leiten lassen.

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Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 12.06.2012 23:14 Uhr

Ich sehe nur wenige äußere Feinde außerhalb des NATO-Bündnisses

Allerdings mächtige Feinde innerhalb des NATO-Bündnisses, auch wenn sie offiziell Freunde heißen, die größten Feinde jedoch im Inneren. Gegen all diese Bedrohungen ist die Bundeswehr machtlos.

Im Namen der Freiheit haben andere Nationen in sinnlosen Kriegen viel Verderben über Freund und Feind gebracht. Das soll scheinbar der Bundeswehr nicht erspart bleiben. Hauptsache, die politischen Akteure können weiterhin den Weg des geringsten Widerstands gehen.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 12.06.2012 23:14 Uhr

"Gauck der falsche Präsident"

Gauck`s Rede besteht aus haltlosen Behauptungen die nicht hinnehmbar sind. Dazu gehört die Aussage, dass die BW im Bewusstsein der Bevölkerung nicht vorhanden sei. Das ist falsch.

Die 2. Behauptung sprengt fast schon den Rahmen des Anstandes, wenn er behauptet, dass unsere glücksüchtige Gesellschaft es schwer ertragen könne, dass es wieder deutsche Gefallene und Kriegsversehrte geben könnte und daher ein Nicht-Wissen-Wollen vorziehe.

Ich bin kein Fan von Gauck und muss mich bei einer derartigen Aussage sehr zurückhalten, aber ich sehe in diesem Satz kein Mitgefühl, keine Empathie, kein Verständnis sondern nur harte Kälte und Unverständnis gegen Menschen, die sich gegen kriegerische Auseinandersetzungen aussprechen.

Gauck hat keine Ahnung von dem Leid, den psychischen Zerstörungen, den Selbstmorden, Amokläufen aus Verzweifelung, Drogenmissbrauch und anderen psychischen und physischen Verletzungen, denen die Soldaten ausgesetzt sind.

Diese Rede: er muss zurücktreten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 04:02 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Frau Schramm, ich teile Ihre Auffassung!

Auch Joachim Gauck scheint das Format zu fehlen, welches dieses hohe Amt erfordert.

Als Ostdeutscher haette man ihm mehr Fingerspitzengefuehl im Umgang mit kontroversen politischen Themen zugetraut. Ausserdem fehlen ihm die ethischen Koordinaten und die erforderliche Konsequenz bei einer solch oeffentlichen Eroerterung.

Er duerfte sich frueher oder spaeter als vollends untauglich erweisen. Ich wette darauf, dass auch er seine Amtszeit nicht durchstehen wird.

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Stefan Derrick

Frechheit

Bisher war ich ja sehr angetan von Gauck, aber die Attestierung einer "Glückssucht" empfinde ich als Frechheit. Es gibt nicht nur Menschen in diesem Lande, die wegsehen. Es gibt auch Menschen, die hinsehen und das Sterben von Soldaten nicht ertragen können oder wollen. Ein ganz übles ad-hominem-Argument ist das. Und ein Strohmann noch dazu, denn die Kritiker von Auslandskriegseinsätzen sind ja nicht gegen Freiheit, sondern gegen die angeblich alternativlosen Mittel, diese Freiheit zu erreichen oder sicherzustellen.

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Peter Giessinger

Ich finde es sehr erstaunlich mit welcher Selbstverständlichkeit hier

von häufig sehr zweifelhaft legitimierten Kampfeinsätzen fern der Heimat schwadroniert wird. Es ist meiner Meinung nach schon haarsträubend, dass deutsche Staatsbürger in Uniform in Afghanistan in die Luft gejagt werden, nur um ... was eigentlich??? ... zu tun? Die Demokratie verteidigen? Mädchen Schulunterricht zu ermöglichen? Die bösen Taliban zu bestrafen? Frieden zu bringen? Ich bitte Sie!!! Das mutet für mich wie Mittelalter an: Bekehrung zum Guten mit Feuer und Schwert! Haha! Mit denselben Konsequenzen und auch aus denselben Motiven heraus. Viele Tote und Geld scheffeln. Aber soweit denkt der aufrechte Deutsche nicht. Freiheit als Pathos reicht offensichtlich schon um über all das ein hübsches Deckmäntelchen zu legen. Danke Herr Bundespräsident. Da war Herr Köhler ehrlicher: Verteidigung deutscher Wirtschaftsinteressen im Ausland hat er gesagt - aber keiner hats verstanden...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 01:18 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Bekehrung zum Guten mit Feuer und Schwert!

Diese mittelalterliche Philosophie ist die offizielle Glaubenslehre der Bundesregierung - natuerlich in unverfaenglicheren Worten gefasst.
Die Wirtschaftsinteressen im asiatischen Raum werden von den Amerikanern verfolgt, die sich dort - so oder so - ueppige Geschaefte an Land ziehen. Sie brauchten die Pappkameraden u. a. der Bundeswehr bloss, um den wahren Charakter des Unternehmens verschleiern zu koennen.
Es kann den Amerikanern bescheinigt werden, mit diesem Unterfangen leidlich erfolgreich gewesen zu sein. Insbesondere die Regierung Merkel befleissigt sich peinlicher Liebedienerei - im Gegensatz zu Hollande, der den Schlussstrich zog.
Hoffentlich wird Letzterer in der NATO mehr Profil zeigen. Unser Bundespraesident hat dies bislang versaeumt. Ausgerechnet ein Ostdeutscher gibt sich bieder und angepasst.

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Gerhard Katz

Herr Giesinger,

den wehrpflichtigen "Bürger in Uniform" gibt es nach der Aussetzung der Wehrpflicht nicht mehr.

Es gibt Zeit- und Berufssoldaten auf freiwilliger Basis. Bitte den Unterschied beachten...

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Frank Sperling

Keines Menschen Kriegstot

macht Sinn. Weder in Kabul, noch in Stalingrad, Baghdad, Mogadishu, Tripolis oder anderswo. Appel an Edelmut oder Hingabe zum Soldatentum sollte sich in Zeiten der Berufssoldaten über Lippen keines Bundespräsidenten verirren. Oder mahnen nicht die 1000en von Heldengedenkstätten in aller Welt an die schamlose Verführung ? Die sich verpflichten sind in der Mehrzahl alles andere als Opferwillige. Die Hinterbliebenen sind in den seltensten Fällen stolz. Den Einsatz des Lebens für eine "funktionierende" Demokratie zu fordern ist im Trüben fischen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 01:40 Uhr
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Zoufal Johann (Johanik) - 13.06.2012 01:40 Uhr

Salbungsvoll

Gauks salbungsvolle Worte helfen den Familien der Getöteten und Verletzten nicht, die sich auf dem Schachbrett der Politik mißbrauchen lassen mussten. Ich verstehe, dass Generale alles mitmachen, die bei geringem Risiko eine hohe Pension in Aussicht haben. Aber ich verstehe nicht, dass die Mannschaftsdienstgrade für ihre bescheidene Pension das Glück ihrer Familien aufsa Spiel setzen.

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Zoufal Johann (Johanik) - 12.06.2012 21:18 Uhr

Deutsche Generale

Deutsche Generale verhalten sich wie - deutsche Generale und nun können sie sich auch noch auf den Bundespräsidenten als obersten Feldprediger berufen.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 12.06.2012 20:15 Uhr

Aller Ehre wert

Die Bundeswehr schützt das Gewaltmonopol unseres freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates und garantiert damit unseren Frieden. Das ist aller Ehre wert.

Würde sie auch im Notfall mit internationalem Mandat beherzt eingreifen, wenn (wie z.B. auf dem Balkan vor Jahren) schwere Verbrechen verübt werden, so wäre auch das aller Ehre wert.

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Jutta Richter

Schlage vor, Kriegsberichterstatter wieder einzuführen,

haben sich bestens bewährt.
die können dann dem mündigen Bürger erklären,was unsere Soldaten so im Kosovo, im Niger, am Horn von Afrika und in Afghanistan so treiben.
Die meisten Bürger fragen sich nämlich immer noch, was unsere Bürger in Uniform dort zu suchen haben.

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nikolaus hesse

Wenn man sich die Mitkommentare hier so zur Brust fuehrt, dann laeuft es einem auf der anderen

Seite wieder eiskalt den Ruecken runter.
Tatsaechlich Herr BP Gauck jetzt zweimal gut sprechen machen:
Zunaechst hat Gauck die gesellschaftspolitischen Vorstellungen seines Vorgaengers redimensioniert+auf Normalmass reduziert. Sehr verdienstvoll.--
Jetzt hat er den friedens"bewegten" Deutschen,
- "Schwerter zu Pflugscharen", "Frieden schaffen ohne Waffen"-
eine kleine realpolitische Lektion erteilt.
Der Maghreb+ der Nahe Osten stehen in Flammen.
Von Sizilien bis Tunesien:145km Luftlinie.
Von Malta bis Lybien 350km Luftlinie.
Also, vor unserer Haustuer eine durchmilitarisierte, kampferfahrene+zu allem entschlossene+
empoerte junge maennliche Bevoelkerung.
Aber in Deutschland glaubt man, die Nachrichten kommen aus der Steckdose,
-also, Stecker raus, Lybien+Syrien weg, oder so aehnlich-
Die Deutschen sind wohlstandseingelullt+haben Lektionen dringend noetig.
Insofern stelle ich meinen aetzenden Gauck-Kommentar von vor noch garnicht solanger Zeit unter Vorbehalt.


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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 09:13 Uhr
nikolaus hesse

@Georg Rauscher//Krieg+Frieden+Hermann Hesse

"Ihr Namensvetter Hermann meinte "Krieg wird noch lange sein, er wird vielleicht immer sein. Dennoch ist die Überwindung des Krieges nach wie vor unser edelstes Ziel und die letzte Konsequenz abendländisch-sittlicher Gesinnung"
"...letzte Konsequenz abendlaendischer Gesinnung"? Moeglich, dann sollte man es aber auch dabei belassen+nicht aus der letzten Konsequenz die erste Konsequenz machen, das Pferd von hinten aufzaeumen, das funktioniert nicht.
Wenn wir "Frieden schaffen ohne Waffen" wollen, dann muessen wir uns, frueher oder spaeter,
wohl einem Diktatfrieden beugen, und auf so einen Frieden kann ich verzichten.----------
Uebrigens,Hermann Hesse, ein mittelmaessiger Schreiber+schlechter Philosoph, der schon dem Vergessen
anheim gefallen war, bis die Hippies ihn in den 6oern wieder aus der Mottenkiste geholt haben.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 12.06.2012 23:30 Uhr

Nicht zu fassen

Da dies ein Diskussionsforum ist: Gerne.

Auch Sie behaupten: Die Deutschen sind wohlstandseingelullt und haben Lektionen dringend nötig.

wissen Sie eigentlich, was Sie da fordern ? Kriege für die Menschen als Lektion, weil sie in einem Land leben, in dem es bisher friedlich zugegangen ist ? Kriege für die Menschen als Strafe, dass sie glücklich sind ?

Kriege als Rache für ungelebtes Leben bei Ihnen und allen Kriegstreibern, die nicht glücklich sein können ?

die empörte, harmongesteuerte junge Generation in Libyen und all die Länder die Sie aufzählen, haben ganz andere Motive gehabt als Frieden in ihren Ländern zu schaffen !
Zusätzlich sind sie vom Westen aufgewiegelt und mit Waffen und wilden Versprechungen verführt worden.

Außerdem sind diese jungen Leute nicht kampferfahren. Sie sind Halbstarke, die religiös und politisch radikalisiert worden sind von Menschen, die ein Interesse an Kriegen und Macht haben.

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George Rauscher

Nein, Herr Hesse

Die Deutschen sind friedenspflichteingelullt. Lange genug hat man es ihnen eingetrichtert, und jetzt wo es richtig sitzt, soll man das schnell wieder vergessen...?

Ihr Namensvetter Hermann meinte "Krieg wird noch lange sein, er wird vielleicht immer sein. Dennoch ist die Überwindung des Krieges nach wie vor unser edelstes Ziel und die letzte Konsequenz abendländisch-sittlicher Gesinnung"

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Wolfgang Orth

Lieber Herr Bundespräsident, Ihrer Äußerung, dass wir Deutsche Verantwortung übernehmen müssen

um die Freiheit zu wahren stimme ich uneingeschränkt zu. Einige logische Dellen hat Ihre Rede aber doch: Ein politisch entmündigtes Volk, dem man bei jeder Gelegenheit die Alternativlosigkeit einer Vorgehensweise vorbetet und dem man das Minimum an plebiszitären Elementen in der Verfassung mit den seltsamsten Argumenten verweigert, hat schon einige Probleme mit der Verantwortung. Wir müssen akzeptieren, dass Verträge quasi zwischen Vorspeise und Nachtisch zum Nachteil Deutschlands gebrochen werden, dass unser Land am Hindukusch verteidigt wird und niemand kann das begründen . Das alles findet ohne den Souverän statt. Aktuell können wir unser wirtschaftliches Siechtum schon absehen. Hier werden wir, das Volk, die Verantwortung übernehmen müssen, während die Initiatoren sich jeglicher Verantwortung entziehen werden. Und in solch einer Situation erwarten Sie mehr Verantwortung einer "glückssüchtigen" Gesellschaft? Bitte prüfen Sie Ihre Auffassung doch noch einmal auf Realitätsbezug

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Karl S. Walter

Freiheitsinflation

Respekt für die Soldaten, die sich für ihr Land einsetzen und dabei auch die Freiheit und Menschenrechte des Gegners achten. Respekt für einen Präsidenten, der darauf hinzuweisen nicht ansteht.

Indes sollte man mit dem Begriff »Freiheit« nicht umgehen wie mit den täglichen Brötchencents. Wenn man aber das Wort permanent im Munde führt, wäre es angebracht, der wachsenden Verletzung der Freiheitsrechte der Bürger Einhalt zu gebieten als da wären Vorratsdatenspeicherung - vulgo Stasi 2.0 -, Bedrohung der Menschen mit Jobverlust und Abwertung ihrer Arbeitsleistung bis zur Versklavung.

Wen unsere Soldaten Freiheit verteidigen sollen und wollen, muss es auch noch eine Freiheit geben, für die sich der Einsatz lohnt. Sonntagsfreiheitsschwätzer gibts genug. Das schreibt hier ein Liberal-Konservativer.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 01:51 Uhr
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Zoufal Johann (Johanik) - 13.06.2012 01:51 Uhr

Für ihr Land?

Setzen sich Soldaten für "unser Land" ein? Sie machen, was die Regierungsparteien sagen, dass sie es machen sollen, sonst nichts. Die Regierungsparteien sind nicht "unser Land". Niemand kann sich darauf berufen, dass "unser Land" das will oder dass "die Freiheit" das will. Dieser Überhöhung des Kriegseinsatzes sollte man entgegentreten. Mir scheint, die Regierenden arbeiten doch immer mit den gleichen Tricks, nur dass es nicht mehr heißt "Für Gott, Kaiser und Vaterland", sondern für "Demokratie und Freiheit", wo es doch nur in das Kalkül der Regierungsparteien passt, dass da und dort Soldaten eingesetzt werden.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 12.06.2012 23:44 Uhr

Kein gute Argumente

Ja, ich meine auch, dass unsere Freiheitsrechte seit 2001 poe a poe eingeschränkt werden.

Sie kennen die Geschichte von Röslers Frosch ? Wirft man ihn in heißes Wasser - geht er tot.
Richtig ist, den Frosch in kaltes Wasser zu setzen und gaaaaaanz langsam erhitzen. Wenn er dann die Gefahr merkt - ist es zu spät.

Außerdem ist es eine Unverschämtheit, den Freiheitsbegriff für alles und noch was heranzuziehen, wie Gauck es macht.

Gauck hat m.E. in der DDR-Diktatur keine Nachteile gehabt. Auch in seiner Rede bei der BW redet er von der DDR-Armee, die gegen eigene Leute schießen mußten.
Damit wirft er wieder alles in einen Topf. Diese Soldaten haben auf Dissidenten geschossen und nicht einfach so das ganze DDR-Volk angefallen.
Für mich ein großer Unterschied zu einem Kriegseinsatz ohne UN-Mandat, wie Kosovo und Afgh.

Den Rest - einen andersdenken einfach mal wieder in ein anderes Land zu schicken ist einfach nur schwach.

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carsten suebkon

liberal konservativ...

was das ist scheinen Sie nicht verstanden zu haben.

Arbeitsverhältnisse sind per se nie prekär, weil sie auf der Basis eines Vertrages entstehen, zwischen Unternehmen und Mitarbeiter. Das Ganze passiert auf dem Arbeitsmarkt. Das ist ähnlich wie wenn Sie Milch oder Kartoffeln kaufen - beides unverschämt und unmoralisch billig, aber eben Ergebnis eines Marktpreises. Habe noch nie von prekären Milchverhältnissen gehört.

Ja, soziale Marktwirtschaft à la Erhard sah anders aus. Damals gab es aber auch noch keine Handys und auch keine Flatscreens in jedem Hartz IV-Haushalt. Also, träumen Sie bitte nicht, das ist 60 Jahre her.

Unser Staat finanziert Jeden und Alles - mein Mitleid für Aufstocker hält sich in Grenzen: Hätten die etwas Gescheites gelernt, würden sie Steuern zahlen und nicht dem Staat auf der Tache liegen.

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George Rauscher

Herr Suebkon

Mit Gesichtserkennung in Verbindung mit Kameras, IPv6, VDS, Bundestrojanern und noch einigen anderen Dingen würde ich sagen... ja, wir sind auf dem Weg in einen Überwachungsstaat, von dem die DDR nur träumen konnte. Und auch beim Rest stimme ich Herrn Walter zu.

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Karl S. Walter

Gerndoch

1.
Nö. Habe ich weder behauptet noch gefordert. »vulgo Stasi 2.0« ist deskriptiv - die Vorratsdatenspeicherung wird häufig so genannt.
2.
Das ist so. Die Qualität etlicher Arbeitsverhältnisse ist jedoch schlecht und prekär. Letzlich gibts Aufstocker und permanente Angst vor Jobverlust. Soziale Marktwirtschaft à la Erhard sah anders aus und schmeckte besser. Warum aber soll ich dafür dankbar sein, dass es meinen Nachbarn schlechter geht als mir? Und wem? Ihnen?
3.
Arbeitslöhne von 1,50 Euro für illegal Beschäftigte sind schändliche Versklavung und verbrecherisch.

Und zuetzt: »Geh doch rüber«? Nehm ich nicht ernst.

N. b.:
Liberal-Konservativ ist ein weites Feld. Sie müssen deshalb nicht fürchten, mit mir viel gemein zu haben.

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carsten suebkon

Könnten Sie mir bitte drei Dinge genauer erläutern:

1. Wollen Sie tatsächlich unsere Gesellschaft, die sich zu Recht gegen Bedrohungen wappnet, als Stasi 2.0 mit dem DDR-Regime gleich setzen?

2. Jobverlust? Noch nie waren in Deutschland so viele Menschen beschäftigt wie heute, ich hoffe dass Ihnen das klar ist. Freude und auch ein Stück Dankbarkeit dafür, dass es uns besser geht als unseren Nachbarn?

3. Versklavung? Ich bin auch liberal-konservativ wie Sie, aber Versklavung? Meine Abgabenlast ist immens, wir haben hier Sozialismus pur, ok. Aber Versklavung? Das ist Quatsch, finden Sie nicht auch?

Und zuletzt: Weshalb finden Sie es nicht lohnend, für unsere Freiheit Einsatz zu bringen? Oder anders gefragt? Ich welchem Land möchten Sie denn lieber leben als in diesem "unfreien" Deutschland - und warum gehen Sie dann nicht einfach dort nicht hin?

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Jahrgang 1968, politischer Korrespondent für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

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