12.06.2012 · Die Bundeswehr kann sich von Gauck verstanden und angenommen fühlen wie schon lange nicht mehr. Die „Zivilgesellschaft“ wird sich mit dem, was er von Staatsbürgern mit und ohne Uniform verlangt, schwerer tun.
Von Berthold KohlerRichtlinien für Lesermeinungen
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Herr Kohler hat es treffend in seinem Kommentar angedeutet; die
"Zivilgesellschaft"wird sich "schwer tun" mit dem
was er von Staatsbürgern mit oder ohne Uniform verlangt.
Die bisher hier veröffentlichen "Beiträge -deren
Sinnhaftigkeit mir sich nicht immer erschließt- geben ihn in
seiner Vermutung recht.
ein weiteres wäre noch anzumerken: dass der begriff "militärisch-industrieller komplex"
inzwischen und zu recht in der mitte der gesellschaft - und bald
wertneutral - angekommen ist. kein linker kampfbegriff mehr. und auch
das zu begrüssen.
.
denn ein buprä darf vor allem eines nicht: auch nur ansatzweise so
wirken, als würden seine reden da irgendetwas decken (als
wäre er "der oberste grüßonkel", hinter dem
aber eben doch womöglich lobbistengruppen der wehrindustrie und
einseitige politikvertreter oder dunkelmänner mit stünden.)
genau das braucht eine starke, und selbstbewußte demokratie nicht.
.
es sei denn, "man attakierte, um die zivilen
"abwehrkräfte" besser einschätzen zu können,
resp. um das dagegen-sein durch den angriff besser zu fokussieren und
fördern".
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solches wäre aber der salat selbstenfremdeter alter männer mit
zu großer entfernung vom volke: die gegenrede stellte für
solche den kontakt (wieder) her, welcher verloren. das volk aber wirkt
auf uns auch so sehr intakt. und jung genug. hat's nicht nötig.
sicher nicht.
Der Bundespraesident haette aufzeigen sollen, dass sich die Bundeswehr zur Magd der Berliner Amtstraeger macht(e), die sich wiederum auf Liebediener mit den Amerikanern eingelassen haben. 'Kundus' (naechtlicher Bombenangriff auf einen Tanklaster) wird ein Schandfleck bleiben. Die deutsche Gesellschaft sollte sich mit diesem Tatbestand nicht abfinden.
selbstverständlich kann militärische gewalt notwenig und sinnvoll sein, eben sogar auch ganz ohne
anführungszeichen. ob sie es aber z.b. in afghanistan war und noch
ist, darf und soll eine demokratische gesamtgesellschaft zu recght
differenziert sehen.
.
und die frage der entsendung - und die meisten anderen in dem
zusammenhang - bleibt/bleiben zum glück und vornehmerweise dem parlament.
.
und bleibt z.b. volker pisper: der wird auch nicht müde darauf
hinzuweisen, dass gauck womöglich zu viel und zu sehr einseitig von
freiheit redet, zu wenig aber von sozialer verantwortung. denn auch die
ist freiheit.
.
und eine frage der familie und herkunftsfamilie: in normaler familien
braucht es keine bundespräsidenten damit die fragen von freiheit
& verantwortung diskutiert werden. ausgibieg & verantwortlich.
freiheit vs. unfreiheit sowie freiheit vs. verantwortung auch.
.
aber wenn der herr buprä das ins einem umfeld so als notwendigkeit
beobachtet. (dann fehlt es wohl an anderen stellen in d.)
.
und nachfolgende generationen werden es noch besser machen: denn sie
wissen es besser.
kein recht des menschen zu töten
ich bin erschüttert über unseren präsidenten. töten ist ethisch und moralisch höchst verwerflich. als theologe hätte ich gerade dies nicht erwartet.mein vater war noch in russland im krieg(1918),und ich stellte damals einen antrag auf kriegsdienstverweigerung, geprägt von einem gebrochenen vater durch den 2. weltkrieg.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 22:04 UhrAgressoren ...
Der Konflikt in Syrien könnte noch eine gute Weile weitergehen um die Opferzahlen des Irak-Krieges zu erreichen. Wer war da nochmal der Agressor?
In der Theorie ...
... stimme ich Ihnen zu. Der Ansatz ist sicher richtig und zivilsiert. Doch was macht man beispielsweise in Syrien? Dort werden mittlerweile nach UN-Angaben bereits Kinder massakriert und offenbar gefoltert. Möglicherweise ist es dann eben am Ende doch angemessen, solche Agressoren auch mit Waffengewalt zu stoppen, wenn sie selbst nicht die Einsicht und Menschlichkeit haben, solche Greuel zu lassen.
Klasse. Da schwört man (bzw. gelobt feierlich), "das Recht und
die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen".
Und dann? Dann wird man in eine gottverlassene Bergwüste geschickt,
die den Namen "the graveyard of empires" zu Recht trägt,
darf sich als Entwicklungshelfer und Terroristenbekämpfer
betätigen, beides aber nicht so wirklich, ist monatelang von
Familie und Freunden getrennt, für einen Witzsold, darf nicht weg,
obwohl der Einsatz mittlerweile völlig sinnlos ist.
Und sich dann zu freuen zu haben, dass man wenigstens mal ein paar
freundliche Worte erhält, erscheint mit eher beleidigend.
Man sollte die Bundeswehr von diesen ganzen sinnlosen
Auslandseinsätzen heimholen und auf die Verteidigung Deutschlands
konzentrieren. Dann dürfen Frauen in Afghanistan halt nicht Auto
fahren (oder Kamel reiten oder was auch immer), so what? Das ist nicht
die Knochen eines einzigen deutschen Soldaten wert.
In Afghanistan wird Deutschland verteidigt
Es geht nicht um die Rechte der Frauen in Afghanistan oder
Entwicklungshilfe, all das sind die Argumente mit denen man die Linken
und Grünen beruhigen will oder wenigstens die Argumente wegnehmen will.
In Afghanistan wird Deutschland verteidigt. Der Grund für den
Angriff waren Terrorcamps und die Errichtung eines islamistischen
Staates mit dem Feindbild Europa und Amerika. Für die USA war es
ein politischer erzwungener Gegenschlag (den Angriff auf das WTC konnte
man nicht ohne Antwort lassen) - für Deutschland und die Anderen
zunächst noch Prävention.
Inwieweit man der neuen Bedrohung Terrorismus mit einem riesigen
Militäraufkommen richtig begegnet ist, kann man kaum
abschätzen. Heute gehen Amerika etc. mit gut koordinierten
Geheimdiensten und punktuellen Drohnenangriffen sowie gut platzierten
Leuten besser und mit weniger Opfern vor. Ich denke jedoch das man,
hätte man Afghanistan damals nicht so entschlossen angegriffen,
heute wesentlich größere Probleme mit dem Terrorismus hätte.
klasse! das volk stimmt zu. und hat recht in einer demokratie.
weiter so. zu den waffen, an die feder! in wieviel kriegen hat gauck
gekämpft, wie oft wo im schlamm gelegen? da gehts doch um die
rettung der narzisstischen homöosthase alter männer, weiter
nichts. so die polemik möglicherweise zu recht.
.
und bleibt immer dasselbe: außer dem internet fragt keiner die
teilnehmer hinterher, wie sie's fanden. die zeitungen, alt &
gestrig, jedenfalls anscheinend nicht.
.