19.05.2012 · Für die einen sind sie brutale Chaoten, die im Stadion nichts verloren haben. Andere halten sie für eine Friedensmacht in den Fanblocks. Was hat es mit dieser Subkultur auf sich? Eine Saison mit der Szene Mainz.
Von Timo FraschRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Das müssen ja tolle Fans sein...
Der letzte Absatz zeigt doch alleine, das es den Leuten dort nicht um
den Fußball geht
vielen dank an den autoren für den interessanten und informativen artikel, der eingen gut recherchierten eindruck macht.
Mainz 05 hat keine Hooligans ! Dies ist ein schlechtes Beispiel und schlage MILLWALL FC vor ...
... da erfahren sie alles, was Sie uber Ultras und Hooligans wissen mussen und auch was Loyalitat bedeutet und was es heisst, ein Traditionsklub zu sein, das von Arbeiter gegrundet wurde und Millwall ist mit der Studentenmannschaft aus Mainz nicht zu vergleichen. Vielleicht hat Hr Frasch ein Bericht uber Hansa Rostock, Dynamo Dresden, dem 1.fc Koln oder besser noch den 1.FC Kaiserslautern nehmen sollen, denn dort gibt es schon etwas, was italienscher nicht sein konnte, denn ohne deren Ultras ist der Betze nichts ...
Der Artikel zeigt, dass es den Ultras kaum um Fussball geht. Hier geht es um kleingeistliche Wichtigtuerei in feiger Deckung einer Gruppe. Die Ultras mit ihren Vorstellungen wie es bei einem Fussballspiel zugehen soll, werden mittelfristig den Fussball un Deutschland so beschädigen, dass die Stadien wieder leer sein werden. Die Vereine müssen hier sofort gegensteuern und den Mob aus den Stadien verbannen. Beginnende mit dem Wegfall von Vergünstigungen (Räume, Zugfahrt) und höheren persönlichen Strafen und. Und die Mannschaften sollten das Abfeiern vor den Ultras sein lassen, solange sich in diesen Kurven der Mob hinter den wahren Fans versteckt. Selbstreinigung ist wirklich erforderlich. Ja, man muss sich des Schmutzes entledigen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.05.2012 13:04 Uhr"Herr Leopold" der VFL-Osnabruck-Trommler hat 6 Kinder und braucht KEINE staatliche Hilfe ...
... und ist weder asozial, noch ein gewaltbereiter Ultra und doch, ohne seine Trommel ist es schwierig, Gesange anzukurbeln und er verpasst kaum ein Heimspiel ... es sind Leser wie Sie, die andere Menschen das Recht absprechen, etwas von Fussball zu verstehen ... und dieser Trommeler wird die Tur beim VFL-Vorstand jederzeit geoffnet ... Ubrigens, Ultras und Holligans sind alle : Lehrer, Anwalte, Krankenpfleger, Strassenfeger, Arzte, Apotheker, Geschaftsleute, Maurer, Dachdecker, Polizeibeamte, Banker, Tischler, Erzieher, Mullmann, Busfahrer, Versicherungskaufleute usw ... Also "ihr" Pobel ist nicht asozial und verkommen !
Ultras haben vom Fußball keine Ahnung
wie denn auch. Wer 90 Minuten auf den Vorsänger zu achten hat, der mit dem Rücken zum Spiel steht, bekommt vielleicht noch mit, wenn ein Tor fällt, weil der Stadionsprecher es durchsagt. Das wars aber auch. Für das Spiel haben die doch keine Augen. Man merkt dies auch daran, dass die Fangesänge überhaupt nicht mehr zum Spielstand passen und daher nur noch nerven.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.05.2012 14:11 UhrFangesaenge, die zum Spielstand passen
Ihnen duerften demnach die Hertha-Fans gefallen.
Die haben sich naemlich z.B. waehrend der zweiten Haelfte des
Relegationshinspiels perfekt dem Spielstand angepasst. Wozu sie noch
faehig waren: Auspfeifen der Duesseldorfer Fangesaenge und Spieler. Das
ging soweit, dass der Stadionsprecher die aufmerksamen Hertha-Fans nach
jeder halbwegs gelungenen Aktion anfeuerte, auf dass sie mal mit dem
Anfeuern anfangen. Leider wurde nichts draus.
Achso, dem Spiel haben die Berliner Massen uebrigens dann doch den
Ruecken gekehrt: Ab der 80. Spielminute wollte man lieber einen
Sitzplatz in der S-Bahn ergattern, als die eigene Mannschaft im
Abstiegskampf anzutreiben.
ZUstimmung
Es mag komisch klingen, aber ich habe mich gefreut, dass die Ultras
meiner Lieblinge jetzt fast überall ein Verbot bekommen haben
übergroße Fahnen mitzunehmen. Das ständige schwenken
während des Spiels machte es in einigen Stadien nahezu
unmöglich vom Stehplatz aus das Spiel zu verfolgen.
Ich bin seit 22 Jahren Werderfan und gehe seit 20 Jahren
regelmäßig zu den Auswärtsspielen in der Region und ein
Stehplatz ist für mich selbstverständlich, da ich eh nicht
sitzen bleiben kann. Aber ich verfolge das Spiel, die Taktik, die
Trainerbank usw. DABEI feuere ich sehr gerne an, bei den Ultras ist es
umgekehrt. Wenn ich einen Fahnenschwenker freundlich ansage, dass ich
gerne mehr sehen würde und er und zwei Kollegen (beide max 25 Jahre
alt) doch bitte nicht 90min durchschwenken sollen und dann zur Antwort
bekomme ich sei kein echter Werderfan, dann hat die Ultraszene aber ganz
dicke verloren.
Denn zur (Begutachtung von) Selbstdarstellung brauche ich nicht zum
Fußball zu gehen!
Timo Frasch Jahrgang 1979, Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Jüngste Beiträge