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Forsa-Umfrage FDP stürzt auf zwei Prozent ab

Die Führungskrise hat für die FDP offenbar fatale Folgen. In einer Umfrage des Forsa-Institutes stürzt die Partei bundesweit auf zwei Prozent ab. Die Union ist mit 42 Prozent alleine stärker als SPD und Grüne zusammen.

© dpa Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Rösler (FDP) an diesem Mittwoch vor der Kabinettssitzung: Laut Umfragen wird eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition immer unwahrscheinlicher

Die im Führungsstreit gefangene FDP verliert offenbar immer stärker in der Wählergunst. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Zeitschrift „Stern“ und des Fernsehsenders RTL erreichen die Liberalen bundesweit nur noch zwei Prozent. In der Forsa-Umfrage vor Weihnachten lagen sie noch bei vier Prozent.

Die Union verbessert sich in dieser Umfrage um einen Punkt auf 42 Prozent. Beinahe die Hälfte der liberalen Wähler von 2009 würden sich jetzt für CDU/CSU entscheiden, sagte Forsa-Chef Güllner. Die Umfrage unter 1503 Wahlberechtigten wurde vom 2. bis 4. Januar und damit vor dem Dreikönigstreffen der FDP geführt, auf dem der Führungsstreit beigelegt werden sollte. Doch statt der erhofften Geschlossenheit zu Beginn des Wahljahres wurde die Personaldebatte um Parteichef Philipp Rösler auf dem Treffen fortgesetzt.

Rösler steht angesichts der schlechten Umfrageergebnisse massiv unter Druck. Als entscheidend für sein politisches Schicksal gilt die Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar, wo die FDP um den Wiedereinzug ins Parlament bangen muss. FDP-Generalsekretär Patrick Döring rief seine Partei dazu auf, die richtigen Schlüsse aus dem neuen Umfrage-Absturz zu ziehen. „Das ist der freundliche Hinweis, dass Selbstbeschäftigung nicht gewählt wird. Deshalb konzentrieren wir uns jetzt geschlossen auf die Probleme der Menschen“, sagte Döring.

Union stärker als Rot-Grün

Für die Union sind die 42 Prozent der höchste Wert, den Forsa für die CDU/CSU seit Beginn der Kanzlerschaft Angela Merkels ermittelt hat. Damit ist die Union alleine stärker als SPD und Grüne zusammen, die gemeinsam auf 40 Prozent kommen. Die SPD büßt im wöchentlichen Wahltrend zwei Punkte auf 25 Prozent ein, die Grünen dagegen legen um zwei Punkte auf 15 Prozent zu.

Laut Güllner schade der SPD vor allem die Kritik ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück am Kanzlergehalt. „Die Menschen sehen ihn mittlerweile eher negativ“, sagte Güllner. Als Gerhard Schröder 1998 Kanzlerkandidat wurde, habe das einen Sog zur SPD ausgelöst. „Steinbrück dagegen zieht die Partei nach unten“, sagte der Meinungsforscher dem „Stern“.

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Quelle: FAZ.NET mit dpa

 
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