23.05.2012 · Sekt und Selters waren fast schon kalt gestellt, da kam die offizielle Absage. Die Verschiebung der Eröffnung des neuen Berliner Flughafens wirft ein Licht auf fundamentale Mängel, die noch viel Geld kosten werden.
Von Kerstin Schwenn, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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zeigt, über welche Qualitäten unsere Beamten und Politiker in den Aufsichtsgremien verfügen. Sollen sie doch mal für die rausgeschmissenen Millionen haftbar gemacht werden und nicht immer der dumme Steuerzahler! Wenn ich so in meinem Unternehmen wirtschaftete, wäre ich insolvent und würde Arbeitslose produzieren. Zieht endlich mal die zur Verantwortung die alles auf der Zunge aber nichts im Hirn haben!
Na ja, kann ja mal passieren, daß einem beim Partyfeiern ein paar
Probleme außer Sicht geraten.
Da ist man in Berlin in guter, ja bester Gesellschaft. Ein paar
Stadtviertel weiter,
im Kanzlertabernakel, werden zwar seltener Partys gefeiert, das
Problembewußtsein dort
scheint dort nicht viel ausgeprägter zu sein.
... Wovereit ist bei den Berlinern beliebt. Genau wie Angie bei den Deutschen allgemein. Das genügt in Deutschland offenbar als Qualifikation für höchste Führungspositionen. Bin mal gespannt wie lange es dauert bis das Ende der Fahnenstange erreicht ist und sich der Deutsche wieder mal als Opfer sieht. Wem gibt man wohl nächstes Mal die Schuld?
Mal davon abgesehen, dass ich, kaum einer in meinem engsten und
weitesten Bekanntenkreis, geschweige denn in Sachen öffentlicher
Finanzierung beleumundeter menschen, die ich kenne, weiß woher
dieses Geld wirklich kommt, was da in Schubkarren in den märkischen
Sang gesetzt wird, ist Berlin (leider) kein Einzelfall was chaotische
Bauplanung betrifft.
Allerdings: Berlin kann das offensichtlich besonders gut. Kaum eine mir
bekannte deutsche Gemeinde ist so gut darin Geld in Beton zu versenken,
Finanzplanungen um das Mehrfache zu überschreiten und Projekte auf
die Beine zu stellen, die entweder sinnlos sind, nicht funktionieren,
nach wenigen Jahren bereits wieder sanierungsbedürftig sind oder
schlicht nie fertig werden. Das betrifft leider nicht nur Herrn
Wowereit, sondern alles, was hier als so genannte Spitzenpolitiker herum
läuft. Frau Künast wird bereits seit Wochen Stoßgebete
wohin auch immer senden um sich für das segensreiche Wahldebalkel
der Grünen in Berlin zu bedanken. . .
Neben den hier genannten Projekten Hbf Berlin und Flughafen ist die Leipziger Messe meines Wissens auch ein Fall, in dem nicht alles wie geplant gelaufen ist (abgesehen von der wirtschaftlichen Komponente, aber daran sind eher die Politiker von Stadt, Land und Bund schuld): Das Glas-Kuppeldach sollte selbstreinigend sein und im sommer mittels Wasser gekühlt werden, aber das Wasser kommt gar nicht unten an, weil es verdunstet, auch die Kühlung funktioniert so freilich nicht. Ich fand das auch als Laie nicht soo schwer vorauszusehen. Erst mussten Fensterputzer mit Bergsteigerausbildung dort saubermachen, jetzt sind Roboter im Einsatz - alles nicht in den BetriebsKosten einkalkuliert. Ich bin gespannt auf den nächsten Großauftrag mit Gerkan-Beteiligung...
Der Artikel von Frau Schwenn beschreibt die Vorgänge sehr schön, ohne zu Schlüssen zu kommen
Es ist leider auffällig wie behutsam man mit den Herren Wowereit
und Platzeck umgeht. Daraus ergibt sich die Frage: Worin sieht man die
Aufgaben eines Aufsichtsgremiums? Wer schon einmal Aufsichtsaufgaben in
größeren Organisationen erfolgreich wahrgenommen hat, der
weiß, daß es völlig unzureichend ist nur die
selbstgewählten Führungspersonen nach dem Fortgang der Dinge
oder gar nach Problemen zu befragen. Man muß deutlich tiefer in
die Organisation einsteigen und Leute "vor Ort" befragen, wozu
natürlich Sach- und Fachkenntnisse erforderlich sind. Nur
"Eröffnungsfeiern" zu organisieren gehört sicher
nicht zu den Aufgaben eines Aufsichtsrates, zumal man in diesem Fall nur
sich selbst feiern wollte.
Wenn die Politik jemals wieder ernst genommen werden will, dann
müsste man ähnlich wie im Fall Röttgen auch die Herren
Wowereit und Platzeck mit Schimpf und Schande vom Hof jagen. Aber damit
ist in einem Staat wo Parteibücher die Qualifikation sind, nicht zu
rechnen.
Das ist das was ich allegemein vom Baugewerbe wahrnehme. Und dann kommt auch kein Gutachter und sagt: "Wie bitte, diese Fassadensanierung ist nichts wert, sie können doch nicht dafür von Ihren Mietern 80,00 € Miete draufschlagen!" (Nur für eine Seite der Fassade) Und damit wird die Bevölkerung und der Staat belastet, weil für die ärmeren, sozial schwachen, HartzIV Empfänger ect. zahlt Vater Staat. Und die alten Dementen zahlen schon aus Angst die Wohnung zuverlieren den Preis, weil sie es gar nicht richtig einschätzen können das man Ihnen Ramsch anbietet, nur Abzocke. Diese ganze Generation die das zuläßt und da keine Grenze setzt macht sich mitschuldig an der Abzocke der Bevölkerung und des Staates und derjenigen die für diesen Ramsch auch noch Steuern und Fördergelder zahlen, stinkt nach Korruption und Sozialismus. Pfui Deutschland! Und die Zeitarbeiter die den ganzen Dreck machen, weil sie sonst sanktioniert werden, müssen wahrscheinlich Beruhigungspillen. Verdrängen.... Eckelhaft!
Das passende Adjektiv kann nur "kläglich" heißen. Von Grandezza ist da keine Spur.
Der deutsche Ehrgeiz: Es muß perfekt sein!
diese deutsche Art verleitet dazu alles besser machen zu wollen und mit
einer rein deutschen Lösung etwas neu zu erfinden. Das gelingt
leider immer weniger, weil die "!Anderen" eben immer besser
werden. Siehe hierzu das klägliche Scheitern der deutschen
Rußpartikelfrage die die Franzosen hatten und wir sie wegen der
"rein deutschen LÖösung" viele Jahre hier in D verhinderten.
Fazit: mehrer zehntausend Tote durch Dieselrußpartikel die nicht
weggefiltert wurden.
Widerspruch
Es muss sicherlich nicht immer ALLES besser sein als anderswo. Ich denke
eher, dass "ehrgeizige" Architekten den Politikern
erklären, dass sie in ihrer Stadt keinen 08/15 Flughafen haben wollen.
Der Rußpartickelfilter von Peugeot war übrigens ein Marketing
Gag, weil die Franzosen ohne den Filter noch nicht einmal die Euro 3
Norm einhalten konnten, während die Deutschen sogar Euro 4 Diesel
ohne Rußfilter zu bauen in der Lage waren.
Wertabschöpfung von Steuergeldern in
Politikernahe Firmen
Wo deutsche Politik oder Verwaltung die Finger drin hat wird wenig sehr
teuer und schlecht gebaut
Aushängeschild Berlins und deutscher Bau- u. Ingenieurskunst
..... aber solange die mediale Verdummung und Verblödung ganzer Bevölkerungsschichten nebst Einwanderung von unqualifizierten Fachkräften weiter goutiert und toleriert wird, dürfte sich an dieser SItuation nichts ändern. Nach meiner Erfahrung sind die billigsten ANbieter bei der vorgeschriebenen EU-weiten Ausschreibung / Vergabe für viele Probleme bei solchen Projekten verantwortlich. Überall zählt Marke und aufgebaute Zufriedenheit, nur auf dem Bau ist das völlig egal.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 11:59 Uhrder Billigste ist selten der Wirtschaftlichste
so lange diese jetzige Vergabepolitik weiter betrieben wird, wird sich auch an den Teuerungen der Bauvorhaben nichts ändern. Das Ziel bei öffentlichen Auftraggebern billig den Auftrag zu erhalten, die Nachträge aufgrund von Ausschreibungsunzulänglichkeiten schon in der Hinterhand haltend, ist allgemein bekannt.
Kurz und bündig
danke für Ihre außerst knappe und doch so zutreffende Antwort.
Kurz und bündig
danke für Ihre außerst knappe und doch so zutreffende Antwort.
Wer als Bauherr überall sonst ist - nur nicht auf der Baustelle - der braucht sich nicht zu wundern. Der Ruf ist bereits verspielt, schade für die Berliner.
Drittklassige Aufsichtsräte...
Als ausenstehender bleit einfach nur Unverständnis für das
mangelnde Projektmanagement... Wenn man in der Welt herum kommt, ist man
beeindruckt, wie schnell die Infrastruktur in China, Indien usw...
weiterentwickelt wird, wie Flughäfen in kürzester Zeit gebaut
und in Betrieb genommen werden... und selbst in Afrika werden diese
Projekte schneller und erfolgreicher durchgeführt...
Ich hoffe nicht, dass die Berliner und Brandenburger Politiker für
ein zukünfites MADE IN GERMANY stehen... sondern, dass deren
Schlechtleistung für von Politikern gemanagete Projekte
beschränkt bleibt...
Natürlich würde mann sich als Steuerzahler auch eine sofortige
Entlassung der Herren Wowereit und Platzek wünschen!
Abriss noch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts.
Dsi st doch nur ein piefiger Provinzflughafen, mit einem Design, das ein 5-jähriger mit seinem Legokasten hinbekommen hätte. Während in Asien und in der arabischen Welt Flughäfen als Kathedralen der Moderne konzipiert und gebaut werden und so Zeugnis von einem energischen Fortschrittswillen geben. Man wird das Ding in 30 Jahren wieder abreißen wie einen Plattenbau in Halle. -- Die Elbphilarmonie ist zwar kostenmäßig aus dem Ruder gelaufen, aber hier werden doch weltweit beachtete Signale gegeben, und das Haus erwartet eine ähnlich weit reichende Zukunft wie sie die Semper Oper schon gelebt hat und noch leben wird.. Zwar sind Flughäfen einigermaßen komplexe Systeme, aber neu erfunden wird da nichts, wenigstens nicht in Berlin. Dieser Flughafen ist nur ein weiteres Zeichen für den Underdog Berlin, der sich schmücken will, aber nichts davon versteht. Berlin ist in mancherlei Hinsicht eine Insel geblieben.
in den letzten ca. 30 Jahren war doch stets "Wird schon gut gehen". Und ging es nicht gut, dann rollten keine Köpfe. Was also sollte die Dilettanten am weiteren vermasseln weiterer Projekte hindern?
die sich wohl dereinst die Steuerzahler aus Berlin, Brandenburg und dem Bund gerecht teilen müssen.
was für eine Lüge. Teilen müssen sich die Kosten die Länder BW, Bayern und Hessen. Diese werden über den Länderfinanzausgleich das Versagen von Wowereit und Platzeck bezahlen müssen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 10:25 UhrGut das es den LFA gibt,
damit werden dann die Schulden der Sozialisten "harmonisiert".
Berlin kassiert über den LFA schon jetzt 3,5Mrd€ pro Jahr, da
kommt es auf 1Mrd€ mehr auch nicht an.
PS: BW wird baln nicht mehr eiunzahlen, da Grün-rot jetzt dort
agiert. Und die "gegen Alles-Partei" ist bekanntermaßen technikfeindlich.
Amateure haben sich überschätzt
Politiker, die den Aufsichtsrat bei der Flughafengesellschaft dominieren, haben begrenzten ökonomischen Sachverstand und benutzten selbst diesen nur wenig. Von komplexen, technischen Grossprojekten verstehen sie allerdings überhaupt nichts. Wie sollten sie diese kontrollieren. Es heisst dannn immer, man hätte sie nicht informiert. Zur Kernkomptenz von Aufsehern gehört es jedoch die richtigen Fragen zu stellen.
Den Artikel empfinde ich als sehr sachlich ( aber auch etwas softig ).
Ich selbst bin sehr enttäuscht, daß die Fehler im Ablauf so
lange Zeit nicht erkannt wurden.
Aus meinen persönlichen Erfahrungen ist es unmöglich,
daß sich bei solchen Projekten die Probleme nicht rechtzeitig
erkennen lassen.
Ich selbst bin noch mehr enttäuscht, daß das Auffinden von
Schuldigen nicht solche
Probleme bereitet.
Ich glaube, wir haben damit ein großes Stück "Ehre" verloren.
Wenigsten hat jetzt die Welt etwas zum Lachen.
MfG
Rolf Winter
Wenn im Jahr 2013 oder 2014 (!) der Flughafen in Betrieb gehen wird,
werden die Kosten schon lange aus dem Ruder gelaufen sein, der
Bürger wird verdrossen sich seinem Schicksal ergeben und die
Politikerguilde wieder etwas gegen besseren Wissens durchgepaukt haben.
Über die Kosten ...
... machen sich Wowereit und Platzeck keinen Kopf!!!
Dafür gibt es doch den LFA. Da zahlen dann die Anderen.
Berlin ist doch "arm, aber sexy"!
Außerdem wird er auch 2014 nicht in Betrieb gehen. Solange
Platzeck und Wowereit im Aufsichtsrat sitzen, klappt dort nichts.
.
In China braucht man für so einen Regionalflughafen gerade mal 11
Monate. Und dort funktioniert dann alles!
Die letzten Tage in den Medien, lassen den "Grossflughafen Berlin-Brandenburg" wie eine Kabarettsendung erscheinen. Die beiden SPD-Stars bekommen nichts auf die Reihe. Schuld an der Misere sind natürlich die "Anderen". Jetzt trauen sich diese beiden Versager (Wowereit und Platzek) nicht einmal die Mehrkosten, die zu erwarten sind, nennen. Die Genossen im Bund sind auch keinen Deut besser. Deswegen ist unverständlich, dass solche Versager den Anspruch auf Regierungsbeteiligung, ja sogar Regierungsführung stellen. Solche Bankrotteure wären gerade richtig.