Man muss eben nur die Profis ’ranlassen. Bei der politischen Bewältigung des Flughafendesasters vor den Toren Berlins jedenfalls ging bisher alles genau nach Plan. Wowereit saß den Misstrauensantrag im Abgeordnetenhaus so seelenruhig aus, dass ihm dazu sogar noch die Fraktionsvorsitzende der Grünen gratulierte, die ihn hatte stürzen wollen. Und auch Platzeck konnte sich auf seine Truppen im Potsdamer Landtag verlassen. Bei solchen sicheren Mehrheiten muss sich kein Regierungschef in die Büsche schlagen, da kann er die volle Verantwortung für alles übernehmen und in seinem Amt bleiben.
Was das Volk davon hält, spielt erst bei den nächsten Wahlen eine Rolle, denen Platzeck sich früher stellen muss als Wowereit, falls dieser oder die Berliner SPD nicht vorher noch einen Grund dafür finden, dass man die allervollste Verantwortung für einen solchen Skandal eigentlich nur im Ruhestand übernehmen kann. Aber auch Platzeck hat offenbar genug von der Dauerbaustelle. Er setzt seine politische Zukunft jetzt auf eine Karte: dass es ihm gelingt, den Karren aus dem märkischen Sand zu ziehen.
Zum Thema Architekten und Handwerkern,
Reinhold -Helmut Becker (ReinholdHelmut1)
- 16.01.2013, 03:42 Uhr
BER, die Fehler am Flughafen
Walter Volkmann (W.Volkmann)
- 15.01.2013, 17:37 Uhr
Nota bene:
Johannes Graf (graf.jhs)
- 14.01.2013, 23:39 Uhr
Das ganze ist reines "Neusprech" à la George Orwell
Closed via SSO (paultheodor)
- 14.01.2013, 22:59 Uhr
Langfristiger Schaden wird unterschätzt
Carlos Anton (carlosanton)
- 14.01.2013, 22:03 Uhr