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Flüchtlingskrise : Zahl der illegalen Einreisen stark gesunken

  • Aktualisiert am

Die Polizei kontrolliert einen Zug Bild: dpa

Im ersten Halbjahr ist die Zahl der registrierten illegalen Einreisen mit rund 24.000 Fällen deutlich zurückgegangen. Asylverfahren dauern dagegen immer länger.

          Die Zahl der illegalen Einreisen nach Deutschland ist im ersten Halbjahr 2017 einer Zeitung zufolge deutlich gesunken. Die Bundespolizei habe 24.750 Fälle registriert und damit etwas mehr als ein Viertel weniger als im zweiten Halbjahr 2016, berichtete die „Welt am Sonntag“ vorab unter Berufung auf einen Bericht des Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums illegale Migration. Daran seien neben der Bundespolizei auch das Auswärtige Amt beteiligt. „Deutschland bleibt in Europa Hauptzielland für Migranten“, heißt es demnach in dem Papier.

          Die durchschnittliche Dauer von Asylverfahren ist unterdessen gestiegen. Sie betrug laut Funke Mediengruppe im zweiten Quartal des laufenden Jahres 11,7 Monate, nach 10,4 Monaten im ersten Quartal. Das gehe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.

          Bei neuen Anträgen geht es schneller

          Die Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, hatte bereits im Juni mitgeteilt, dass die durchschnittliche Verfahrensdauer gestiegen sei und noch zunehme. Das liege an der Abarbeitung schwieriger Altfälle.

          Für neu gestellte Asylanträge betrage die Zeit bis zu einer Entscheidung nur noch 1,4 Monate. Im Gesamtjahr 2016 lag die durchschnittliche Dauer der Asylverfahren bei 7,1 Monaten.

          Die Linkspartei kritisierte jetzt die Verfahrensdauer. „Überlange Asylverfahren sind für die Betroffenen unzumutbar und Gift für die Integration“, sagte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke.

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