Home
http://www.faz.net/-gpf-75ha5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

FDP Rösler weist Rücktrittsforderungen zurück

FDP-Chef Rösler hat Spekulationen über seinen Rücktritt zurückgewiesen. Trotz der Kritik an seiner Person habe er darüber nie nachgedacht. Es sei wichtig, die Nerven zu behalten. Ob er im Mai Rösler im Mai wieder für den Parteivorsitz kandidiert, ließ er offen.

© dpa Vergrößern Will die Nerven behalten: Philipp Rösler

FDP-Parteichef Philipp Rösler hat vor dem Dreikönigstreffen seiner Partei Spekulationen um einen möglichen Rücktritt zurückgewiesen. „In schwierigen Zeiten“ sei es wichtig, die Nerven zu behalten, sagte Rösler der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

In einer Partei gelte dies zuerst für den Vorsitzenden. Die FDP mache derzeit eine schwierige Phase durch. Genau dies sei für ihn der Grund gewesen, Verantwortung zu übernehmen, „und die Partei wieder zum Erfolg zu führen“. Über einen Rücktritt habe er trotz Kritik nie nachgedacht, sagte Rösler.

Ob er im Mai abermals für den Bundesvorsitz kandidiert, ließ er weiter offen. Der schleswig-holsteinische FDP-Politiker Wolfgang Kubicki sagte derweil der „Leipziger Volkszeitung“, er halte die Existenz seiner Partei für „gefährdet“. Die FDP kämpfe um sowohl bei der Landtagswahl in Niedersachsen als auch bei der Bundestagswahl ums parlamentarische Überleben.

FDP in Umfragen unter fünf Prozent

Die Liberalen kommen am Sonntag in Stuttgart zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen zusammen. Neben Rösler werden erstmals vier weitere Redner auftreten, darunter Brüderle und der baden-württembergische FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel.

Die FDP liegt derzeit in den meisten Umfragen unter der Fünf-Prozent-Hürde. Mehrere FDP-Politiker hatten zuletzt Zweifel erkennen lassen, ob Rösler als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl geeignet sei. Unter anderem hatte Niebel gesagt, der Parteichef müsse nicht zugleich Spitzenkandidat sein.

Mehr zum Thema

Quelle: AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Vorratsdatenspeicherung Ein Elfmeter für die FDP

Wer ist die Bürgerrechtspartei in Deutschland? Grüne und SPD wollen den Platz der FDP einnehmen. Doch die wehrt sich. Mehr Von Eckart Lohse, Berlin

16.04.2015, 23:16 Uhr | Politik
Bundesparteitag der Grünen Özdemir kritisiert große Koalition

In Hamburg ist am Freitagabend der Bundesparteitag der Grünen gestartet. Parteichef Cem Özdemir hat den Vorwurf zurückgewiesen, seine Partei wolle die Bürger bevormunden. Mehr

22.11.2014, 10:22 Uhr | Politik
INSA-Umfrage Die SPD regiert und verliert

Laut einer aktuellen Umfrage fällt die SPD in der Wählergunst weiter zurück. Für den Chef des Meinungsforschungsinstituts INSA sind die Gründe eindeutig. Mehr

14.04.2015, 05:04 Uhr | Politik
Frankfurter Anthologie Hellmuth Opitz: Nerven blank

Nerven blank von Hellmuth Opitz, gelesen von Thomas Huber. Mehr

30.01.2015, 18:06 Uhr | Feuilleton
Hillary Clinton vor Kandidatur Großmutter, bitte übernehmen Sie!

Hillary Clinton wird am Sonntag wohl ihre Präsidentschaftskandidatur verkünden. Nicht nur die veränderte Demografie könnte ihr den Weg in das Weiße Haus ebnen. Die Vereinigten Staaten sind zwar reif für eine Frau als Präsidentin. Womöglich aber wollen die Amerikaner auch einen wirklichen Wandel. Mehr Von Winand von Petersdorff, Washington

11.04.2015, 15:43 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.01.2013, 08:53 Uhr

Operation Massengrab

Von Reinhard Müller

Die EU scheitert nicht nur an einer gerechten Verteilung der ankommenden Flüchtlinge. Sie ist auch nicht in der Lage, vor ihren Küsten Menschen zu retten. Die eingestellte Marine-Aktion „Mare Nostrum“ droht zur Operation „Massengrab“ zu werden. Mehr 23 18