Home
http://www.faz.net/-gpg-75ha5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

FDP Rösler weist Rücktrittsforderungen zurück

 ·  FDP-Chef Rösler hat Spekulationen über seinen Rücktritt zurückgewiesen. Trotz der Kritik an seiner Person habe er darüber nie nachgedacht. Es sei wichtig, die Nerven zu behalten. Ob er im Mai Rösler im Mai wieder für den Parteivorsitz kandidiert, ließ er offen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (32)
© dpa Vergrößern Will die Nerven behalten: Philipp Rösler

FDP-Parteichef Philipp Rösler hat vor dem Dreikönigstreffen seiner Partei Spekulationen um einen möglichen Rücktritt zurückgewiesen. „In schwierigen Zeiten“ sei es wichtig, die Nerven zu behalten, sagte Rösler der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

In einer Partei gelte dies zuerst für den Vorsitzenden. Die FDP mache derzeit eine schwierige Phase durch. Genau dies sei für ihn der Grund gewesen, Verantwortung zu übernehmen, „und die Partei wieder zum Erfolg zu führen“. Über einen Rücktritt habe er trotz Kritik nie nachgedacht, sagte Rösler.

Ob er im Mai abermals für den Bundesvorsitz kandidiert, ließ er weiter offen. Der schleswig-holsteinische FDP-Politiker Wolfgang Kubicki sagte derweil der „Leipziger Volkszeitung“, er halte die Existenz seiner Partei für „gefährdet“. Die FDP kämpfe um sowohl bei der Landtagswahl in Niedersachsen als auch bei der Bundestagswahl ums parlamentarische Überleben.

FDP in Umfragen unter fünf Prozent

Die Liberalen kommen am Sonntag in Stuttgart zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen zusammen. Neben Rösler werden erstmals vier weitere Redner auftreten, darunter Brüderle und der baden-württembergische FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel.

Die FDP liegt derzeit in den meisten Umfragen unter der Fünf-Prozent-Hürde. Mehrere FDP-Politiker hatten zuletzt Zweifel erkennen lassen, ob Rösler als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl geeignet sei. Unter anderem hatte Niebel gesagt, der Parteichef müsse nicht zugleich Spitzenkandidat sein.

  Weitersagen Kommentieren (4) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Bernd Lucke AfD-Chef: Der Mindestlohn schadet Deutschland

Die Euro-Gegner der AfD wollen wieder mit ihrem Kernthema punkten: Die Südländer sollen raus aus dem Euro, die Lage in Griechenland sei viel schlimmer als zugegeben. Parteichef Lucke macht Kanzlerin Merkel schwere Vorwürfe. Mehr

09.04.2014, 15:00 Uhr | Wirtschaft
Nach rassistischen Äußerungen FPÖ lässt Spitzenkandidaten für Europawahl fallen

Der Spitzenkandidat der Freiheitlichen Partei Österreichs, Andreas Mölzer, verzichtet wenige Wochen vor der Europawahl auf seinen Listenplatz. Er hatte die EU mit dem Nazi-Regime verglichen und vor einem „Negerkonglomerat“ gewarnt. Mehr

08.04.2014, 12:52 Uhr | Politik
Millioneneinnahmen Bei der Europawahl gewinnen alle Parteien

Politiker rühmen Europa. Doch ihren Platz im Straßburger Parlament wollen sie sich nicht viel kosten lassen. Der Wahlkampf ist für sie eine herrliche Einnahmequelle. Mehr

21.04.2014, 11:43 Uhr | Politik

03.01.2013, 08:53 Uhr

Weitersagen