http://www.faz.net/-gpf-75ha5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 03.01.2013, 08:53 Uhr

FDP Rösler weist Rücktrittsforderungen zurück

FDP-Chef Rösler hat Spekulationen über seinen Rücktritt zurückgewiesen. Trotz der Kritik an seiner Person habe er darüber nie nachgedacht. Es sei wichtig, die Nerven zu behalten. Ob er im Mai Rösler im Mai wieder für den Parteivorsitz kandidiert, ließ er offen.

© dpa Will die Nerven behalten: Philipp Rösler

FDP-Parteichef Philipp Rösler hat vor dem Dreikönigstreffen seiner Partei Spekulationen um einen möglichen Rücktritt zurückgewiesen. „In schwierigen Zeiten“ sei es wichtig, die Nerven zu behalten, sagte Rösler der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

In einer Partei gelte dies zuerst für den Vorsitzenden. Die FDP mache derzeit eine schwierige Phase durch. Genau dies sei für ihn der Grund gewesen, Verantwortung zu übernehmen, „und die Partei wieder zum Erfolg zu führen“. Über einen Rücktritt habe er trotz Kritik nie nachgedacht, sagte Rösler.

Ob er im Mai abermals für den Bundesvorsitz kandidiert, ließ er weiter offen. Der schleswig-holsteinische FDP-Politiker Wolfgang Kubicki sagte derweil der „Leipziger Volkszeitung“, er halte die Existenz seiner Partei für „gefährdet“. Die FDP kämpfe um sowohl bei der Landtagswahl in Niedersachsen als auch bei der Bundestagswahl ums parlamentarische Überleben.

FDP in Umfragen unter fünf Prozent

Die Liberalen kommen am Sonntag in Stuttgart zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen zusammen. Neben Rösler werden erstmals vier weitere Redner auftreten, darunter Brüderle und der baden-württembergische FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel.

Die FDP liegt derzeit in den meisten Umfragen unter der Fünf-Prozent-Hürde. Mehrere FDP-Politiker hatten zuletzt Zweifel erkennen lassen, ob Rösler als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl geeignet sei. Unter anderem hatte Niebel gesagt, der Parteichef müsse nicht zugleich Spitzenkandidat sein.

Mehr zum Thema

Quelle: AFP

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Urwahl der Spitzenkandidaten Die Grünen im dritten Zeitalter

Die Grünen könnten die SPD ablösen und bald mit der Union regieren. Doch jetzt geht es erst einmal darum, die richtigen Spitzenleute für die Bundestagswahl zu finden – das wird nicht leicht. Mehr Von Peter Carstens

17.04.2016, 09:16 Uhr | Politik
Video Ausraster: Bodo Ramelow beschimpft linke Demonstranten

Bei einem Auftritt in Halle verliert Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow die Nerven und beschimpft linke Demonstranten. Mehr

25.04.2016, 10:52 Uhr | Politik
FDP-Parteitag Lindner: Wir haben unsere Lektion gelernt

FDP-Chef Christian Lindner sieht seine Partei wieder auf dem richtigen Kurs. Die Erfolge bei den jüngsten Landtagswahlen ermutigten, sagte Lindner auf dem Parteitag in Berlin. Trotzdem rief er seine Partei zu Zurückhaltung auf. Mehr

23.04.2016, 15:28 Uhr | Politik
Animation Was ist dran am Grundeinkommen?

Es klingt wie eine irre Idee, aber immer mehr Menschen reden darüber: Geld für alle - ohne zu arbeiten. Mehr Von Philipp Krohn und Reinhard Weber

18.04.2016, 17:00 Uhr | Wirtschaft
Vor AfD-Parteitag Petry spricht von Rückzug bei weiterem Rechtsruck

Eine Umfrage zeigt, dass knapp ein Drittel der Deutschen der islamkritischen Haltung der AfD zustimmt. Eigentlich könnte sich Parteichefin Petry freuen, aber sie warnt vor roten Linien. Und muss ihre eigene Stellung festigen. Mehr Von Timo Steppat

27.04.2016, 13:02 Uhr | Politik

Die Nationalkonservativen

Von Jasper von Altenbockum, Stuttgart

Wie sich die AfD den Fahrplan in ein anderes Deutschland vorstellt. Eindrücke vom Programmparteitag in Stuttgart. Mehr 43