Home
http://www.faz.net/-gpf-775nm
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

FDP Lindner will stellvertretender Bundesvorsitzender werden

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Christian Lindner will in die Bundespolitik zurückkehren. Er kandidiert für den Posten des stellvertretenden Bundesvorsitzenden.

© dapd Vergrößern Hoffnungsträger im offensiven Mittelfeld: Christian Lindner

Der nordrhein-westfälische FDP-Landes- und Fraktionschef Christian Lindner will stellvertretender Bundesvorsitzender werden. „Der geschäftsführende Landesvorstand der nordrhein-westfälischen FDP hat mich als stellvertretenden Parteivorsitzenden nominiert. Darum bewerbe ich mich“, sagte Lindner der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht vom Freitag. Als Vorsitzender des größten FDP-Landesverbands werde er sich wieder stärker in die Führung der Bundespartei einbringen. Im Dezember 2011 war Lindner nach inhaltlichen Differenzen mit dem Bundesvorsitzenden Philipp Rösler als Generalsekretär zurückgetreten.

Ein bundespolitisches Comeback an der Seite Röslers hält Lindner nach eigenen Worten gleichwohl für unproblematisch. „Wir hatten nie ein menschliches Zerwürfnis. Ich hatte politische Gründe, warum ich Philipp Rösler die Möglichkeit eröffnet habe, für sich einen neuen Generalsekretär zu bestimmen“, sagte Lindner. Jetzt kandidiere er für eine andere Rolle.

Der 34 Jahre alte Lindner gilt in der Partei seit langem als Hoffnungsträger. Im vergangenen Jahr hatte er in Nordrhein-Westfalen die Liberalen als Spitzenkandidat innerhalb weniger Wochen von zwei Prozent in den Umfragen auf ein Ergebnis von 8,6 Prozent bei der Landtagswahl gehievt. Lindner gilt Vielen auch als geeigneter Vorsitzender für die Ära nach Rösler. Lindners Wahl beim Parteitag in zwei Wochen in Berlin gilt als sicher. Auf die Frage, welche Rolle er als Stellvertreter spielen wolle, antwortete der gebürtige Wuppertaler: „In der Politik werden im Moment ja gerne Fußballmetaphern verwendet. Deshalb: offensives Mittelfeld. Das heißt, dass ich gute Vorlagen geben möchte.“

Mehr zum Thema

Quelle: dpa/Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Nordrhein-Westfalen AfD-Landeschef sollte Offenbarungseid leisten

Weil der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell Steuern nicht zahlte, pfändete das Finanzamt ein Parteikonto. Nun steht er im Verdacht, falsche Auskünfte gegeben zu haben.  Mehr Von Justus Bender

20.03.2015, 12:33 Uhr | Politik
FDP-Chef keilt aus Lindners Wutrede wird zum Internet-Hit

Der FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner hat vor dem nordrhein-westfälischen Landtag einen denkwürdigen Auftritt hingelegt. Auf einen dämlichen Zwischenruf zu seiner unternehmerischen Vergangenheit reagierte Lindner mit einer gut zweiminütigen Tirade, die in den sozialen Medien zunehmend verbreitet wird. Mehr

11.02.2015, 10:22 Uhr | Politik
Extremisten in Wuppertal Bürgermeister ruft zu Gegendemonstrationen auf

Die Kundgebungen von Salafisten, Rechtsextremen und Hooligans in Wuppertal haben begonnen. Die Polizei will die Gruppen mit mehr als 1000 Beamten auseinanderhalten. Der Bürgermeister forderte die Bürger zum Protest auf. Mehr Von Reiner Burger, Wuppertal

14.03.2015, 09:45 Uhr | Politik
Weltwirtschaftsforum Spitzentreffen in Davos

In der schweizerischen Stadt Davos treffen sich die Topmanager und Regierungschefs zum Weltwirtschaftsforum. Der Geschäftsführer, Philipp Roesler, ist besorgt über Auswirkungen der Krise auf die Akzeptanz von Wachstum. Mehr

21.01.2015, 15:33 Uhr | Wirtschaft
Alternative für Deutschland Pretzell zahlt der AfD keine Abgabe

Die AfD hat einen Fonds, über den die Europaabgeordneten der Partei mit ihren Bezügen die Arbeit ehrenamtlicher Mitglieder unterstützen. Ausgerechnet Marcus Pretzell, der die Pfändung eines Parteikontos mitverursacht hat, hält sich nicht daran. Mehr Von Justus Bender

24.03.2015, 19:34 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.02.2013, 16:36 Uhr

Seehofer wird zum berechenbaren Risiko

Von Albert Schäffer

Horst Seehofer will nicht von der Macht lassen. Seiner Partei und dem Land nutzt der bayerische Ministerpräsident damit nicht. Die CSU könnte dafür 2018 die Endrechnung erhalten. Mehr 4 6