23.02.2005 · Schleswig-Holsteins FDP-Spitzenkandidat Kubicki hat Stoibers Kritik an den Liberalen zurückgewiesen. Seine Partei sei unschuldig am gescheiterten Machtwechsel in Kiel.
Schleswig-Holsteins FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki weist eine Schuld der Liberalen am verpaßten Machtwechsel in Kiel zurück.
„Um einer falschen Legendenbildung von CSU-Chef Edmund Stoiber vorzubeugen: Wenn er als Kanzlerkandidat 2002 im Norden und in den restlichen 80 Prozent der Republik nicht so miserabel abgeschnitten, sondern die Zuwächse der FDP in Schleswig-Holstein bei der Bundestagswahl erreicht hätte, wäre der Machtwechsel 2002 gelungen“, sagte Kubicki. Stoiber habe es damals nicht vermocht, „die SPD auf den zweiten Platz zu verweisen“, sagte der FDP-Politiker. Seine Partei könne von sich hingegen behaupten, die Grünen auf Distanz gehalten zu haben.
„Stoibers Angriffe auf die CDU haben geschadet“
Im Vorfeld der Landtagswahl in Schleswig-Holstein habe es keine Wechselstimmung gegeben, sagte Kubicki. Er fügte hinzu: „Statt die fehlende Wechselstimmung der FDP anzulasten, sollte sich Herr Stoiber bewußt sein, daß seine Angriffe auf die CDU im Spätsommer und Herbst 2004 der Union insgesamt, vor allem aber im Vorwahlkampf in Schleswig-Holstein erheblich geschadet haben.“
Stoiber hatte den Liberalen vorgeworfen, sich im Wahlkampf nicht klar genug zu einem Bündnis mit der CDU bekannt zu haben. Der CSU-Chef monierte: „Wie bereits bei der Bundestagswahl 2002 so ist auch jetzt in Schleswig-Holstein der notwendige Wechsel deshalb sehr knapp nicht erreicht worden, weil die FDP schwächer abgeschnitten hat als erwartet.“