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FDP Eklat nach Äußerung über Röslers Aussehen

 ·  Der hessische FDP-Vorsitzende Hahn hat mit einer Äußerung über das asiatische Aussehen von FDP-Parteichef Rösler scharfen Widerspruch hervorgerufen. Hahn hatte infrage gestellt, ob die Gesellschaft einen „asiatisch aussehenden Vizekanzler“ noch länger akzeptiere.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (130)
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Alexander Heim
Alexander Heim (Skylark) - 08.02.2013 12:45 Uhr

Diese Gesellschaft

wählt - leider - Dummschwätzer, Phrasendrescher, Hütchenspieler, Hochstapler und ähnliche Charaktere in hohe Ämter. Und liebt obendrein - wenn man den Umfragen glauben soll - eine Politikerin, die mit der einzigen wichtigen Fähigkeit eines Politikers - Überzeugen durch Reden - so gut klarkommt wie die FDP mit den Linken.
Meinen Sie nicht auch, Herr Hahn, dass es dieser Gesellschaft, die so wenig Wert auf die Qualität ihrer Volksvertreter legt, offensichtlich vollkommen gleichgültig ist, welcher Region dieser Welt das Gesicht, dass die Heiße Luft rauspustet, zuzuordnen wäre?

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Regina  Mergard

Zur Ergänzung: Rassistische residuen von Herrn Kreuter

Versteckte Ressentiments sind oft an der Ausdrucksweise zu erkennen.
Beispiel: „Diese Grundstücke gehören alle einer jüdischen Familie.“
Wer sagt schon: „Sie gehören einer christlichen Familie.“
Möglicherweise ist die Akzeptanz beim ersten Satz größer, weil im Sprachgebrauch eingeübt.
Der zweite Satz dürfte eher „beFREMDen“ auslösen.

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Johann Maynard

Schwuler Aussenminister,

kinderlose Kanzlerin und Bundespräsident in wilder Ehe. Auch ein asiatisch aussehender Vizekanzler ist den Deutschen hochwillkommen, nicht aber ein schnauzbärtiger Integrationsbeauftragter, der die Aufgeschlossenheit und Selbstreflexion Deutschlands subtil in Frage stellt. Hahn bitte in der NPD entsorgen!

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Franz Gerstheimer

Freunde

Feind < Todfeind < FDP Parteifreund ;-)

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Gus Savel
Gus Savel (gsavel) - 08.02.2013 10:24 Uhr

Ich gehe eine Wette ein...

...das er bald nicht mehr FDP-Vorsitzender ist. Auch wenn man Ihn kaum kennt oder wahr nimmt...er hat ein "Amt" in dem er sich reiflich überlegen sollte, was er sagt. Auch wenn ich "Fipsi" Rössler für inkompetent halte, so hat es nichts mit Seinen asiatischen Zügen zu tun.

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Günter Plau
Günter Plau (pcrv) - 08.02.2013 10:20 Uhr

Was für ein Parteifreund!

Hahn hat auf eine völlig perfide Weise an Röslers Stuhl gesägt. Es ist dabei eigentlich egal, ob er in seinem Herzen ein Rassist ist, ihm geht es darum, Rösler wegzubekommen - wer solche Parteifreunde hat braucht keine Feinde.

Allerdings - Hahn ist auch nicht gerade das, was man eine Traumbesetzung für den Posten des Integrationsministers nennen kann. Die wichtigste Aufgabe für den Inhaber dieses Postens ist, Probleme der vielen Gruppen in unserer Bevölkerung möglichst leise, friedlich und harmonisch zu lösen, das erfordert Fingerspitzengefühl und ist nur etwas für ehrliche, glaubwürdige Diplomaten. Hahn hat jedoch krasse Fehler begangen: ausgerechnet den höchst umstrittenen Populisten Thilo Sarrazin auf eine Podiumsdiskussion über Chancen und Probleme der Integration einzuladen spricht nicht gerade dafür, daß Hahn Harmonie verbreiten will, er hat viel Porzellan zerschlagen, das sein Nachfolger mühsam kitten muß.

Mag sein, daß Hahn kein Rassist ist - aber leider benimmt er sich so.

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Wolfgang Kreuter

rassistische residuen

einigen der kommentatoren in diesem thread sei gesagt: herrn hahns äusserung ist deshalb rassistisch, weil er sich die vermuteten rassistischen ressentiments in seiner sprache zu eigen macht. hätte er nur darauf hinweisen wollen, dass es rassistische vorbehalte gegen rösler in der wählerschaft der fdp gibt, hätte er das tun können. er hat es aber nicht getan, sondern sich das "asiatische" zu eigen gemacht. rösler sieht aber nicht asiatisch aus, sondern ist vietnamesischer herkunft, was man sieht. zu den asiaten zählen auch inder, iraner, russen etc., die wiederum ganz anders aussehen. mit dem sammelbegriff des asiatischen übernimmt hahn eine gängige, besonders im osten gepflegte rassistische chiffre. ein versehen? von einem integrationsminister muss man weitergehendes differenzierungs- und sprachliches vermögen erwarten können. ebenso wie man es von einem spitzenkandidaten erwarten kann, nicht sexistisch zu sein. die fdp hat sich überlebt und wird sterben. es sei denn, lindner kommt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 12:29 Uhr
Arne Hällbecker

Gelassenheit vonnöten

Würden Sie von Rassismus sprechen, würde einem Dänen in Hanoi »europäisches Aussehen« attestiert? Auch hierzu gibt es sicherlich genügend Chiffren. Ist aber nicht gerade das »Umgehen« der eigentlichen Bezeichnung (in diesem Falle: vietnamesisch) bezeichnend für unseren verkrampften Umgang mit diesen Themen? Wir erfinden die umständlichsten Herkunftsbezeichnungen, nur um uns nicht in den zahlreichen Fallstricken zu verheddern und uns womöglich noch dem Rassimus-/Antisemitismusvorwurf ausgesetzt zu sehen, der hierzulande schon mal die berufliche Karriere beendigen kann. Sollten Politiker ihre Äußerungen vorab notieren, prüfen lassen und dann nur noch ablesen, um auf diesem Glatteis zu bestehen? Oder wäre einfach mal ein entspannterer Umgang angebracht?

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 08.02.2013 10:03 Uhr

Grauenhaft

Möglicherweise hatte Herr Hahn es gut gemeint und wollte seinem Parteichef Rösler in guter Absicht "helfen". Aber sicherlich hatte ihn niemand dazu gebeten nicht mal und schon gar nicht Herr Rösler. Auch hat Herr Hahn wohl unterschätzt, daß kaum jemand den Herrn Rösler wegen seines Haarfarbe ablehnt oder so. Herr Hahn unterstellt seinen Mitbürgern, ob gewollt oder nicht, nicht denken zu können.
Herr Rösler ist Deutscher und Europäer, auch wenn er nicht ausehen mag wie z.Bsp. ich, also wie "Hinz und Kunz".
Herr Rösler: meine Solidarität.

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Stefan Berger
Stefan Berger (Tuwok) - 08.02.2013 09:52 Uhr

Das Bild der Politiker vom Volk

Mir hat die Äußerung Hahn's vor allem das Eine gezeigt: wie unsere Politiker uns, das Volk, sehen. Nämlich pauschal als latente Rassisten, die weniger nach Inhalten fragen, dafür aber penibel auf "die Rasse" achten. Ich halte das für eine üble Verleugnung! Alle Umfragen und Untersuchungen zeigen regelmäßig das gleichbleibende Bild: Deutsche sind nicht rassistischer als z.B. Schweden. Im Gegenteil, in keinem anderen Land der Welt wird so intensiv Aufklärungung über Faschismus, Rassismus und die Bearbeitung unserer dunklen Vergangenheit betrieben, wie in Deutschland. Weder die Wiedergutmachungen der USA am den Indianern, noch die Aufarbeitung der Verbrechen der Australier an den Aborigines erreicht das Maß, dass wir hier in Deutschland leben. Unzählige Organisationen kümmern sich um diese Themen. Damit steht Deutschland vorbildlich in der Welt da. Daher ist es eine Unverschämtheit, das ganze Deutsche Volk mit den wenigen Extremisten unter uns gleichzusetzen.

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J. Dressel
J. Dressel (dressj) - 08.02.2013 09:52 Uhr

Liberal?

Bei der ersten Meldung dachte ich: Jeder Partei ihren Undercover-Neonazi. Die Hahn'sche Rechtfertigung redet dem Opportunismus das Wort. Es ist immer wichtiger, was die anderen wollen, als das, was man selbst für richtig hält. Wahrscheinlich war die erste Äußerung nur eine Unachtsamkeit, in der sich ein generelles Mißfallen zur Person Röslers verpackt in die allgemeine Hahn'sche Weltanschauung Bahn brach. Egal. Die FDP zerlegt sich selbst. Es wäre schön, wenn die Trümmerteile dann auch ordnungsgemäß entsorgt würden. Die dünnen Bretter mit den vielen Löchern nimmt die Müllverbrennung mit Kusshand. Die dicken Bretter ohne durchgehende Löcher noch lieber. Die stumpfen Bohrer zum alten Eisen. Nur Brandbeschleuniger (Hahn) müssen zum Sondermüll.....

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 08.02.2013 09:43 Uhr

Das halten Parteipolitiker von den Wählern:

a.: zu blöd einen asistisch aussehenden deutschen Politiker nicht abzulehnen.
b.: zu blöd, verbrecherische Entscheidungen im Bundestag nicht als solche zu erkennen (z.B. ESM)
c.: zu blöd zu vielem, aber nicht zu blöd um ihre wertvolle Stimme bei Wahlen diesem arroganten, bürgerfeindlichen Politiker-Pack zu geben.

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Adrian van Vliet

Hahn zu, bitte

Das hörten wir doch mal oder…? Hoffen wir nur das die Geschichte (es war einmal…) sich nicht wiederholt. Die andere Europäer verfolgen diese Diskussion mit Interesse!

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Roman Kaufmann
Roman Kaufmann (romanka) - 08.02.2013 08:38 Uhr

Skandal der Woche...

Steinbrück trinkt Wein über fünf Euro und spricht darüber, Brüderle macht Altherrenwitze, Schavan nimmt's mit Fußnoten nicht so genau, Hahn äußert sich öffentlich über das asiatische Aussehen Röslers...gibt es eigentlich keine anderen Skandale mehr in Deutschland? Langsam wird´s langweilig...

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Elahad Mayer
Elahad Mayer (Elahad) - 08.02.2013 08:38 Uhr

Also wirklich

Ich wunder mich doch schon sehr über diese Äußerung. Das Aussehen von Herrn Rösler ist nun wirklich eine der wenigen Eigenschaften, die einem vollkommen egal sein könnten. Der Humor, wenn man dies so nennen möchte, wäre eine Debatte wert. Sein Qualitäten als intelligenter Politiker braucht m.E. schon keine Diskussion mehr, aber das hat nichts mit "Rassemerkmalen" zu tun, sondern eher mit seiner Parteizugehörigkeit.

Mfg EM

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dieter diehm
dieter diehm (johndow) - 08.02.2013 08:11 Uhr

Warum...

...hat es ein Vietnamese eigentlich noch nicht zum Vizepräsident der USA gebracht?

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Peter Gorski

Ach so.....

der Dr. Rösler ist also Asiate?
Wär mir jetzt gar nicht aufgefallen, aber gut, dass dies mal erwähnt wurde!
Viel interessanter fände ich zu wissen, ob sein Dr. Titel eigentlich schon *geprüft* wurde?

Ich nehme mal an, der Phillip nimmt das alles mit seiner angeboreren asiatischen Gelassenheit.-)

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Karl Christoph  Dommermuth

empörende Unterstellung

Es ist nachgerade empörend, dass (ausgerechnet) ein FDP-Funktionär der bundesdeutschen Allgemeinheit einen "latenten" Fremdenhass unterstellt. Woher nimmt der Migrationsbeauftragte (nochmals ausgerechnet) diese Annahme und ist diese Überzeugung nicht eher ganz persönlichen Einstellungen geschuldet?

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Andreas Bihr
Andreas Bihr (SOSCOP) - 08.02.2013 07:24 Uhr

Das Aussehen oder die Herkunft

eines Politikers sollte Nebensache sein.
Und die Aussage "ob Deutschland bereit sei..." => ich glaube die Deutschen haben in den letzten 70 - 80 Jahren sehr vieles akzeptiert und für Extremisten können wir auch nichts - die gibt es überall, siehe Österreich oder in der muslimischen Welt...

Ob allerdings der Kommentar "ParteiFREUNDE" unter dem Foto jemals gepasst hat, wage ich zu bezweifeln.

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Martin Beckmann

Warum interessiert uns Form mehr als Inhalt?

Natürlich ist die aus dem Kontext gerissenen Aussage des Herrn und Hessen sehr unglücklich und überhaupt nicht wegzudiskutieren. Doch, mal ehrlich an der Politik der FDP mit Herrn Rössler - an seine Blockadehaltung im Emissionshandel oder etwa an der Klientelpolitik in der Umsetzung der Antirauchergesetzgebung, daran kann man berechtigt Kritik üben. Doch bitte nicht an seinem Aussehen, das ist "backwards"

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Philipp Laurisch

Jetzt fängt die FDP auch an

"Wer nicht die US-Demokraten wählt ist ein Rassist"
"Wer nicht die Grünen wählt ist ein Rassist"
"Wer nicht die FDP wählt ist ein Rassist"
...
Wann wurde eigentlich das letzte Mal über Inhalt in der Politik diskutiert? War wohl vor meiner Zeit.

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07.02.2013, 17:32 Uhr

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