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FDP-Chef Rösler „Hahn ist über jeden Rassismusverdacht erhaben“

 ·  Der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler hat den hessischen Landesvorsitzenden seiner Partei, Jörg Uwe Hahn, gegen den Vorwurf des Rassismus in Schutz genommen. Er verstehe die Aufregung über dessen Interview-Äußerung nicht.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (58)
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HeideMarie  Lameyer

... ist mir das peinlich!

Es gibt immer wieder gute Gründe, dass dem Bürger seine Politiker peinlich sind - schliesslich sind Politiker auch nur Menschen ;-)

Aber Herr Hahn ist mit seiner Äußerung zu Herrn Röslers Aussehen nicht nur peinlich,
dass war einfach nur DUMM !

... ist MIR das peinlich, so ein Politiker zu haben - als Deutsche !

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Thomas Jakob  Renner

RASSISMUS???

RASSISMUS???
...die von Herrn Hahn ausgehende Rassismusdebatte um Philipp Rösler finde ich gut und durchaus berechtigt, ja sogar äusserst wichtig. Diese Debatte richtet sich nämlich nicht wie Eingangs von den Medien kommuniziert gegen Rösler, sondern für Herrn Rösler. In der Tat stellt sich nämlich die Frage, ob der Deutsche Bürger an sich in der Lage ist, sich von einem anders aussehenden Menschen regieren zu lassen bzw. sich mit diesem zu identifizieren?! Um es zu vereinfachen und jetzt den Deutschen aus der Schusslinie zu nehmen einmal anders gefragt: wie würde es sich im umgekehrten Fall verhalten? Ein Deutscher als Teil der Regierung in Asien. Wie würden die Menschen und Wähler dort reagieren, obwohl dieser Deutsche vielleicht sogar in Asien geboren und dort aufgewachsen ist. Insofern in den USA Herr Obama die farbigen Wähler nicht hätte, wäre er sicher auch kein Präsident in diesem Land!
Meines Erachtens ist das Hauptproblem der Identifikationsfaktor und nicht Rassismus, auch wen

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Uwe Holz
Uwe Holz (uwe.holz) - 09.02.2013 02:07 Uhr

Herr Hahn - für einen führenden FDP-Berufspolitiker unverzeihliche Dummheit

Inhaltlich ist die Aussage von Herrn Hahn ja verständlich, genauso wie eine deratige Betrachtung in internen Parteizirkeln. Schließlich ist dies die gleiche Frage wie die, ob ein Politiker mit Fistelstimme und Hasenscharte gleich gute Wahlchancen hat, wie seine Konkurrenten. Aber in die Öffentlichkeit gehört sowas nicht.

In seiner Funktion und Amt müßte Herr Hahn wissen, daß er sich bei Kontakt mit deutschen Journalisten in einem mit Tretminen gespickten Feld bewegt. Falls er sonst noch über Qualitäten verfügt, empfehlen ich der FDP, ihn nur noch im Stillen wirken zu lassen.

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Günter Gladis
Günter Gladis (poetnix) - 08.02.2013 19:46 Uhr

Ausländerfeindlicher Wähler

Könnte es nicht sein, dass es sich hier um ein "konzertierte Aktion" handelt?

Der talent- und chancenlose Rösler, wird als politischer FDP-Kleinkünstler bewusst in die Ecke einer ihm entgegenschlagenden Fremdenfeindlichkeit gestellt, weil der deutsche Mensch einen Menschen mit Mandelaugen nicht als Minister haben will.

Damit bekämme jede kritische Äußerung zu seiner politischen Klientelshow den Anstrich der Fremdenfeindlichkeit.

Ein wunderbar hinterlistiger Trick!

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Karl S. Walter

Schwupps!

Mit dem Durchtreiben des Rassimus-Hahns ist die Sexismus-Sau aus dem Mediendorf verschwunden. Feiner Journalisten-Ablenkungstrick. Das »Gesicht der FDP« ist auf Tauchstation und unschädlich. Alles professioneller gehandhabt als es die SPD mit ihrem Fettnapfsuchgerät Steinbrück o. ä. je handhaben könnte.

Mal schaun, was die CDU so auf der Pfanne hat, um vom Getöse um ihre Schummelschavannette abzulenken.

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Bernd Michael Hoffmann

Missverständlich!

"grenzdebil"ist ein hartes Wort für eine vielleicht nur so herausgerutschte, unbedachte Äußerung, als klinische Diagnose dürfte es aber zutreffen. Wenn Herr Hahn auf gesellschaftlichen Rassismus hinauswollte, hätte er dies - auch mit deutlicher Bezugnahme auf Herrn Roeslers Physiologie- tun können. Formuliert hat er aber rassistische Vorbehalte gegenüber seinem Parteivorsitzenden, bei denen zunächst durchaus nicht erkennbar ist, dass er sich von ihnen distanziert. Zudem haben seine Worte einen drohenden Unterton, der einem die Sprache verschlägt. Hier hat jemandem sein Unterbewusstws einen Streich gespielt - das ist die freundliche Interpretation des Vorfalls.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 09:07 Uhr
Peter Müller

und deswegen

... sagen die Auländerverbände, mit denen er seit Jahren zusammenarbeitet, dass er nicht rassistisch ist. Sie nutzen bewußt nicht die Möglichkeit, einen unterbewusst rassistisch agierenden Integrationsminister loszuwerden. Meinen Sie das in etwa so?

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Franz Linnenbaum

Warum noch aufregen?

Wozu denn aufregen? In unsrer linksdurchwirkten Journalokratie wird weiterhin krampfhaft nach jeder noch so lächerlichen Gelegenheit gesucht, auf auf die FDP zu schießen und bestmöglich treffen zu können. Trotz des täglich lauter werdenden Beifallgejohles der großen Mehrheit der Nettotransferempfänger im Lande wird es der Journaille wohl nie gelingen, die FDP so tot zu schreiben, wie sie sie sehen moechte. Es wird in diesem Lande nämlich sicher immer mehr als 5% der wahlberechtigten Bevölkerung geben, die genügend Verstand und Übersicht besitzen, um die FDP nicht unter die 5% Huerde fallen zu lassen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 00:46 Uhr
gisbert heimes

"Was ist in einem freiheitlichen Staat dagegen einzuwenden, dass es eine dünne...

... aber reiche Oberschicht gibt?"

Nichts. Aus Sicht der Oberschicht.

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Christoph Gruber

Na und?

Was ist in einem freiheitlichen Staat dagegen einzuwenden, dass es eine dünne, aber reiche Oberschicht gibt? Ist immer noch der Arbeiter- und Bauernstaat in den Köpfen? Merke: "Man machrt die Armen nicht reicher, indem man die Reichen arm macht" (Abraham Lincoln)

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gisbert heimes

"Es wird in diesem Lande nämlich sicher immer mehr als 5% der wahlberechtigten Bevölkerung geben, ..

... die genügend Verstand und Übersicht besitzen, um die FDP nicht unter die 5% Huerde fallen zu lassen."

Richtig, genügend Verstand und Übersicht, ihren tatsächlichen, erhofften oder meistens nur geträumten sozialen Status - nämlich einer dünnen, aber reichen Oberschicht anzugehören - zu erhalten. Salut.

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Sascha Kaiser
Sascha Kaiser (thorin) - 08.02.2013 16:05 Uhr

Danke!

Vielen Dank für diesen Kommentar, den ich gerade ähnlich verfassen wollte. Das eigentlich skandalöse ist doch nicht, dass Herr Hahn etwas rassistisches gesagt hat. Skandalös ist doch, dass er jeden Wähler, der sich im September im Bund und in Hessen erfrecht, nicht die FDP zu wählen, in den Verdacht stellt, dies aus rein rassistischen Gründen getan zu haben. Hier sollen Wähler moralisch unter Druck gesetzt werden, das ist doch der eigentliche Skandal.

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michael oelkers

Herr Hahn ist schlauer,

als die meisten von uns denken. Wer jetzt beweisen will kein Rassist zu sein, muss ja wohl FDP-Anhänger werden, oder?

Wer Israels Politik kritisiert, ist ein Antisemit. Herr Broder hat das ausreichend erklärt.
Wer Amerikas Politik des gezielten Drohnen-Mordens, der Folter und des Weltführertums schlecht findet, ist antiamerikanisch - womöglich gar ein antiamerikanischer Rassist, versteckt natürlich.
Wer anderen Frauen als Nofretete auf den Busen guckt, ist ein Sexist.
Und wer Herrn Röslers unsägliche Politik so nennt, der ist Rassist, ganz klar.

Als reichte Röslers märchenonkelhafte Weltsicht nicht vollkommen dazu aus, sie abzulehnen. Als wäre es verboten, sich über Politiker (ja, -innen auch) lustig zu machen. Herr Hahn führt das letzte Gefecht der FDP, das ist alles. Sie können das bei Wilhelm Busch nachsehen. Gucken SIe mal nach dem Bild zu der Textstelle "Jedes legt noch schnell ein Ei ..." . Achten Sie auf den Hahn.

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Bernhard Kopp von Brackel

Der nette Herr Rösler

Er weiss wie er aussieht und ist damit Arzt, Landes- und Bundesminister geworden. Er weiss auch, dass manche Menschen oft etwas grobschlächtiger sind und sich nicht unbedingt an pc halten.

Das ist aber nicht sein Problem. Er ist der 'nette Herr Rösler', der als Wirtschaftsminister, als Vizekanzler und als Parteivorsitzender eine grobe Fehlbesetzung ist, und deshalb viel Unwillen, auch von FDP-Sympathisanten, auf sich zieht. Dabei geht es nicht wirklich um Äusserlichkeiten, auch wenn dies manchmal vorgeschoben wird.

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Reinhard Herrenbrück

"Textverständnis" -das finde ich gut.

Dann lassen Sie uns doch noch einmal hinschauen. Die Interviewfrage ging auf die Zukunft Röslers als Parteivorsitzender. Hahn verwies auf den Sonderparteitag. Worauf sollen die FDP-Delegierten da achten? Wenn da asiatisches Aussehen eine diskriminierende Rolle spielt, dann passt sich Hahn dem mindestens an - und spielt jetzt in seinen Erläuterungen noch Versteck.

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Klaus Seilberger

Die FDP sagt, die FDP ist nicht rassistisch, aber die Bürger sind es

Anders kann man die Verteidigungsposition der FDP zur Kritik an den Hahn'schen Äußerungen nicht deuten.

So, nun dürfen wir - die Bürger - uns schon mal Gedanken machen, wie wir angesichts der FDP-Unterstellung des Rassismus in unseren Reihen unsere Unschuld nachweisen. Oder jedenfalls Besserung geloben.

Ich habe zwar noch nirgendwo in meinem engeren oder weiteren Umfeld Anti-Asiaten-Stimmen wahrgenommen, aber wenn die FDP das behauptet, dann wird das seine Richtigkeit haben.

Und ich Ahnungsloser habe geglaubt, die niedrigen Umfragewerte für Herrn Rösler hingen mit seiner offenkundigen Überforderung zusammen. Weit gefehlt! Es ist der dem Volk immanente Rassismus, der hier zum Tragen kommt.

Gut, liebe FDP, dass das mal aufgedeckt wurde.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 17:12 Uhr
Klaus Seilberger

@Paul Franklin: Die FDP beschuldigt die Bürger des unterschwelligen Rassismus

Man muss sich nur die in verschiedenen Medien - darunter auch dem FAZ-Artikel, auf den sich diese Diskussion bezieht - publizierten FDP-Reaktionen anschauen. Zitate:

Hahn: „Ich habe darauf hinweisen wollen, dass es in unserer Gesellschaft einen weit verbreiteten, oft unterschwelligen Rassismus gibt. Dieses gesellschaftliche Problem darf man nicht totschweigen, sondern muss es offen ansprechen, um es zu bekämpfen.“

Der Thüringer FDP-Politiker Patrick Kurth bestätigte, dass er im Zusammenhang mit der Herkunft des in Vietnam geborenen Rösler rassistische Äußerungen anhören müsse. Der „Mitteldeutschen Zeitung“ sagte Kurth: „Als FDP-Mitglied erlebe ich häufig offene oder versteckte rassistische Äußerungen mit Blick auf Rösler."

Der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker: "Ich bekomme am Wahlkampfstand in der Fußgängerzone zu hören: Ich würde euch ja wählen, aber dafür müsste erst einmal der Chinese weg."

Noch Fragen, Herr Franklin?

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Alexander Heim
Alexander Heim (Skylark) - 08.02.2013 13:58 Uhr

Diese Gesellschaft

wählt - leider - Dummschwätzer, Phrasendrescher, Hütchenspieler, Hochstapler und ähnliche Charaktere in hohe Ämter. Und liebt obendrein - wenn man den Umfragen glauben soll - eine Politikerin, die mit der einzig wichtigen Fähigkeit, über die ein Politiker wenigstens verfügen sollte - Überzeugen durch Reden - so gut klarkommt wie die FDP mit den Linken.
Meinen Sie nicht auch, Herr Hahn, dass es dieser Gesellschaft, die so wenig Wert auf die Qualität ihrer Volksvertreter legt, offensichtlich vollkommen gleichgültig ist, welcher Region dieser Welt das Gesicht, dass die heiße Luft rauspustet, zuzuordnen wäre?

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 08.02.2013 13:39 Uhr

Sind wir Deutschen

so schön, dass wir neben uns keine andere Ethnie - auch auf der Führungsebene - bestehen lassen können? Waren es nicht gerade die Vietnamesen, die sich nach ihrer Flucht vor dem Viet-Cong auf kleinen Nußschalen im südostasiatischem Meer und Ankunft in den Aufnahmeländern, so auch Deutschland, hervorragend integriert haben? Wie viel Solidarität genossen und genießen Vietnamesen denn immer noch hierzulande, und das Recht! Jeder Rassismus bzw. Vorbehalte gerade in Bezug auf Südostasiaten ist völlig unangebracht!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 14:15 Uhr
Heike Schneider

Es wid Herr Hahn

und Herr rösler das Amt kosten, die FDP ist nicht beliebt. Darüber scheint sich niemand Gedanken zu machen, wie lieblos Politk gemacht wurde, höher, schneller weiter und alles auf Pump! Und Steuern will niemand zahlen, aber fordern.

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 08.02.2013 13:35 Uhr

Rassistischer Angriff auf FDP-Büro in Leipzig

"Über den Jahreswechsel kam es zu einem Anschlag auf das Wahlkreisbüro der FDP Leipzig. Unbekannte hatten auf die Fensterscheiben DIN A4 Seiten mit vorbereiteten Aufschriften wie „Demokratieparasiten“ und „schmeißt den Viet-schi raus“ geklebt. Weiterhin wurde die Schließanlage des Büros beschädigt. Es entstand ein Sachschaden im vierstelligen Bereich. Die FDP Leipzig hat Strafanzeige erstattet."

Keine Reaktion

Einem FDP Integrationsminister, der (wie nun von Rösler und dem hessischen Ausländerverband bestätigt) "über jeden Rassismusverdacht erhaben" ist, wird ein Hinweis auf den in Deutschland grassierenden Rassismus gegen Ostasiaten als rassistische Äußerung ausgelegt.

Reaktion: Eine Kampagne wird los getreten, die darauf abzielt, den Ruf von Herrn Hahn zu beschädigen. Das Perfide dabei ist, dass dies völlig unabhängig vom Ausgang der Debatte auch gelingen wird. Sein Name wird über Jahre hinweg von der breiten Bevölkerung mit Rassismus in Verbindung gebracht werden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 17:27 Uhr
Reinhold Wuest

Was denn für ein Volk?

Was hat die Zielrichtung der ausländerfeindlichen "Pro-Attacke" mit dem "Volk" zu tun?

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Heike Schneider

Es tut mir leid...

...Herr Rösler sollte es nur in der Hinsicht persönlich nhemen, dass es Angiff auf die ganze FDP ist und an der Fehlpolitik liegt. Gerechtfertigt wird es trotzdem nicht, aber es ist die Konsewuenz wenn eine partei nich umdenkt. ich wpürde solche Anschläge nicht machen, verurteile sie, aber ich weiß, dass Menschen irgenwann so agressiv werden, weil sie nicht gehört werden. Immer am Volk vorbeiregieren und ignorieren schafft Krankeit und Hass. Die Menschen sind so. Der Zorn des Volkes entlädt sich und manchmal ist er auch berechtigt! Das Wegschauen der Politik ist mit dafür verantwortlich.

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 08.02.2013 13:28 Uhr

Rassismus-Zuweisung an das Wählervolk

Bislang habe ich noch keine ernst zu nehmende Stellungnahme gelesen, die Herrn Hahn selbst Rassismus vorwirft. Dennoch ist seine Äußerung rassistisch, in dem er dem Volk eine entsprechende Einstellung attestiert. Mag sein, daß 3 oder 4 % der Bevölkerung so denkt und das ist natürlich gefährlich viel für eine Partei die einen ebenso geringen Stimmenanteil hat. Da will man schon mal vorbauen, wenn's am Ende nicht langt - der (rassistische) Wähler ist schuld!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 13:52 Uhr
Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 08.02.2013 13:52 Uhr

Ist es jetzt schon rassistisch

anderen Rassismus zu unterstellen? Außerdem hat er nicht gesagt, dass Deutschland noch nicht bereit für einen asiatischstämmigen Vizekanzler wäre, sondern er hat in Frage gestellt, ob die deutsche Bevölkerung bereit wäre, einen solchen weiterhin zu akzeptieren. Und ich finde diese Frage durchaus berechtigt. Man wirft ihm vor allem sein Äußeres vor und behauptet, er sehe "zu jung" aus, um Führungsstärke zu demonstrieren. Bei aller berechtigten Kritik an seiner Arbeit: Wer von denen, die ihn "Fipsie" nennen, bewusst oder unbewusst eigentlich "Viet-schie" meinen, ist eine schwer zu klärende, aber berechtigte Frage. Ich glaube, es sind mehr als man denkt.

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Klaus D. Wolf
Klaus D. Wolf (LaoK) - 08.02.2013 13:27 Uhr

Und wie hört sich das an:

"Bei NN würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden/moslemischen/Schwulen/Lehrer/Juristen/Behinderten Vizekanzler/Minister/Kanzler auch noch länger zu akzeptieren."
Ein Politiker, der in einem Interview zweideutige Aussagen macht, ist dumm. Dumm sind auch die Journalisten, die hier nicht hinterfragen, sondern kommentarlos zur nächsten Frage übergehen. Das zeigt doch, dass einige Politiker und Journalisten ihr Handwerk offensichtlich nicht verstehen und im "Praktikantenstatus" stehen geblieben sind. Und gerade ein "gelernter" Jurist, wie Herr Hahn, sollte doch wissen, was mehrdeutige Aussagen bewirken können. Aber auch hier zeigt sich, dass viele Juristen überheblich sind und sich selbst überschätzen. Und von solchen haben wir zu viele in den Länderparlamenten u. im Bundestag.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 09:19 Uhr
Peter Müller

Und sie, Herr Wolf,...

... haben noch nie etwas geäußert, dass Sie als völlig klar empfanden und von anderen aber anders aufgefasst wurde als Sie es meinten? Das ist Ihnen noch nie passiert? Glückwunsch! Mir dagegen ist so etwas durchaus schon passiert und ich nehme trotzdem in Anspruch, nicht dumm zu sein.

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Muriel Scheid

Offener Brief an den hessischen Justizminister

Lieber Herr Minister, die Gesellschaft ist viel weiter, als Sie es sich in Ihren kühnsten Träumen in Wiesbaden vorstellen. Gerne würde ich, natürlich aus rein stilistischen Gründen, Ihre Herkunft in die hessische Provinz verorten, patriotische Gefühle verbieten es mir.

Die Gesellschaft akzeptiert nicht nur seit fast zwei Jahren einen asiatisch aussehenden Vizekanzler, sondern in jenem Kanzleramt, und das schon in der zweiten Amtszeit, auch eine Frau aus dem Osten.

Aus dem Ausland stammende Deutsche tummeln sich nicht nur auf deutschen Fußballplätzen, im Variété und der ZDF-Hitparade, sondern auch in Politik und Wirtschaft, selbst in Vorständen deutscher Unternehmen sollen diese Bürger vertreten sein, auch dann – quelle provocation – wenn man ihnen ihre fremde Herkunft ansieht. Einen Aufschrei unter den betroffenen Aktionären habe ich nicht vernommen.

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Konstantin Schneider

Nee, nee, nee, also diese FDP

Diese FDP ist offensichtlich völlig am Ende. Den Untergang vor Augen sinniert der hessische FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn also bereits darüber nach, ob es dann wohlmöglich am asiatisch aussehenden Bundesparteichef Rösler gelegen haben könnte, dass ihr die Regierungsbeteiligung und damit der Posten des Vizekanzler verloren geht.

Wer vom Ende her denkt, kommt natürlich nicht umhin, dem Wähler die Schuld in die Schuhe schieben zu müssen. So sucht Hahn bereits verzweifelt nach billigem Trost, indem er den rassistisch motivierten FDP-Stimmenverweigerer zu identifizieren versucht.

Wer angesichts dieser totalen Verwirrung die Aufregung nicht versteht, der kann intellektuell nicht viel auf dem Kasten haben. Denn es ist in der Tat perfide, mit welchen Mitteln die FDP versucht, "Solidarstimmen" zu ergattern. Rettet die FDP vor den Rassisten lautet ihr Subtext.

Der latente Rassismus der FDP gegen alle, die sich noch einen Feierabend wünschen, bleibt dabei natürlich verborgen. Armes Deutschland!

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Jean Claude

Debatte?

Die Bedeutung des Wortes 'Debatte' scheint sich in letzter Zeit etwas gewandelt zu haben. Die Debatte, die ich kenne, ist ein Streitgespräch zwischen zwei Seiten, die einander versuchen die Argumente der anderen zu entkräften.
Die neue Bedeutung lautet wohl: #Aufschrei der Empörung, eines aus dem Zusammenhang gerissenen Textfetzens, der nicht länger als 160 Zeichen sein darf.
Schade, dass die FAZ sicher hier nicht abhebt.

Also müssen wir uns selbst Gedanken machen (vorsicht: anstrengend):

Ausschnitt aus dem Interview:

"Frage: Ist die Debatte um Rösler beendet?

Hahn: Ja. Wir werden sicherlich noch eine kleine Personalsdebatte bekommen über die Frage der Besetzung des FDP-Präsidiums auf Bundesebene auf dem Sonderparteitag Anfang März. Also, ob Herr Niebel und Herr Kubicki etwa noch mal eine Rolle spielen. Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren."

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08.02.2013, 14:54 Uhr

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