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FAZ.NET-Countdown : Verantwortung für Bayern, Brexit und Pandabären

Würden Sie diesem Mann vertrauen? Die Bayern sagen ja. Bild: dpa

In Bayern beginnt eine große Liebesgeschichte, in Brüssel will die Scheidung nicht enden. Aber die wahren Dramen schreibt das echte Leben.

          Haben Sie einen guten Schweißhund? Wenn ja, dann sind Sie wahrscheinlich Jäger. Wenn nein, dann wissen Sie vermutlich nicht einmal, wozu sie einen brauchen. So oder so sollten Sie lesen, was sich in ungünstigen Fällen im Dickicht des Waldes abspielt: Wenn zum Beispiel ein Jäger ein Wildschwein verwundet aber nicht getötet hat. Und wenn dieses Wildschwein dann Passanten attackiert. Einem Jäger in Mecklenburg-Vorpommern ist das zum Verhängnis geworden. Ein verletztes Wildschwein hatte ihn angegriffen, der Mann verblutete.

          In einem lesenswerten F.A.Z.-Interview erklärt uns nun ein Fachmann, wie sich solche Situationen verhindern lassen. Gut ausgebildete Schweißhunde sind ein Teil der Lösung, weil sie das verwundete Wild aufspüren können. Verantwortungsvolles Verhalten der Jäger ist ein zweiter.

          „Verantwortung“ war gestern eines der meistgebrauchten Worte in München. Denn niemandem – nicht Söder, nicht Seehofer nicht Herrmann – geht es dort um Macht, Einfluss oder Ego. Für sie alle zählt nur die Verantwortung für ihr wunderbares Bayern. Dass es im Staatstheater der CSU doch um etwas mehr geht als den puren guten Willen für das Land der Laptop-Nutzer und Lederhosen-Träger, schreiben meine Kollegen aus der Hauptstadt des Freistaats. „Vom Teilen und Herrschen“ heißt ihr Stück. Das Wort „Verantwortung“ kommt darin nicht vor.

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          Ähnlich stolz und noch ein Stück royaler als die Bayern sind die Briten. Wohl auch deshalb sind die Scheidungsgespräche mit der EU ein derart hartes Stück Arbeit. Noch immer fehlen Antworten auf wichtige Fragen für die Zeit nach der Zweckehe. Die Suche nach den Antworten wird umso schwerer, als die Briten nicht einmal mit einer einheitlichen Stimme sprechen. Schottland und Wales wollen die gleichen Sonderregeln wie Nordirland, die Stadt London wünscht sich ebenfalls einen Brexit-light. Gestern sind die Noch-Partner in Brüssel ein weiteres Mal auseinandergegangen, ohne sich auf alle Eckpunkte für den britischen Ausstieg geeinigt zu haben. Für Scheidungsanwälte wäre das ein Fest, für die Trennungsbürger dies- und jenseits des Ärmelkanals ist es eine unerträgliche Hängepartie.

          Ab hier wird's besser

          Deutlich leichter dürfte es dem Glückspilz des Tages gefallen sein, sich mit seiner Retterin auf einen Finderlohn zu einigen. Der Rentner hatte auf der Toilette eines Zuges zwischen Frankfurt und Fulda mehr als 8000 Euro verloren. Eine ehrliche Frau hat die Scheine postwendend bei der Bundespolizei abgeliefert. Wir gratulieren zu so viel Bargeld und Ehrlichkeit.

          Ob das deutsche Bildungssystem derartiges Lob verdient hat, wird sich heute einmal mehr in Berlin zeigen. Dort stellen Bildungsforscher ihre Erkenntnisse über die Lesefähigkeiten der deutschen Viertklässler vor. Nicht wegen der Jahreszeit, sondern weil es ein lustiges Akronym für einen komplizierten Studiennamen ist, heißt die Untersuchung „IGLU“.

          Egal, auf welchem Platz die deutschen Kinder diesmal landen, trauen wir ihnen zu, die heutige Aufgabe im FAZ.NET-Adventskalender zu lösen. Es geht um einen Pandabären. Wenig Text, viel Bild.

          Hoffentlich nicht um Pandabären geht es heute in Tokio, wenn die Rote Liste der bedrohten Tierarten aktualisiert wird. In der vergangenen Ausgabe waren Pandas nicht dabei. Viel zu viele andere Tiere aber schon. Auch, weil Jäger in anderen Ländern weniger verantwortungsvoll mit der Natur umgehen als die deutschen.

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          Christian Palm

          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET

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