09.02.2007 · Drei Milliarden Euro will Familienministerin Ursula von der Leyen investieren. Das Ziel: Ein Ausbau der Kinderkrippen. Im Jahr 2013 sollen in Deutschland etwa 35 Prozent der Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr professionell betreut werden.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert einen massiven Ausbau der Kinderkrippen. Im Jahr 2013 sollen in Deutschland etwa 35 Prozent der Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr professionell betreut werden. Dies koste jährlich drei Milliarden Euro zusätzlich, sagte von der Leyen der „Süddeutschen Zeitung“.
Die Ministerin will erreichen, dass in der Bundesrepublik in wenigen Jahren etwa 750.000 Kleinkinder in Krippen und von Tagesmüttern betreut werden. Derzeit sind es rund 250.000. Der Ausbau koste jährlich etwa drei Milliarden Euro - eine Summe, die nach Ansicht der CDU-Politikerin Bund, Länder und Kommunen gemeinsam aufbringen müssten.
Früher Zugang zu Bildung und Erziehung
Von der Leyen wollte sich nicht zu der Frage äußern, wie die drei Milliarden Euro zwischen Bund, Ländern und Kommunen aufgeteilt werden sollen. Dass dem Bund direkte Zahlungen an die Kommunen untersagt sind, sieht die Familienministerin nicht als grundsätzliches Hindernis. „Wenn dafür das Grundgesetz geändert werden müsste, sollte es daran nicht scheitern“, sagte sie der Zeitung.
Es gehe es darum, sämtlichen Kindern früh den Zugang zu Bildung und Erziehung zu ermöglichen: „Wir wissen, dass jedes dritte Kind einen Migrationshintergrund hat. Und am Anfang der Bildungskarrieren entscheidet sich, ob auch diese Kinder in den nächsten Jahrzehnten in der Lage sind, unser Land wettbewerbsfähig zu halten.“
„Neue Wege sind nie einfach“
Die Pläne der Ministerin gehen über das Ziel der rot-grünen Koalition hinaus, die im Jahr 2004 das Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) verabschiedet hatte. Darin ist vorgesehen, dass in Deutschland im Jahr 2010 etwa jedes sechste Kind unter drei Jahren in einer Krippe oder bei einer Tagesmutter betreut wird.
Die Bundesfamilienministerin stellt sich bei ihrem Vorhaben auf Widerstand aus der eigenen Partei ein. „Neue Wege sind nie einfach. Man fängt immer mit wenigen Mitstreitern an“, sagte sie. Doch zeige die Einführung des Elterngeldes, dass auch mit der Union moderne Wege gangbar seien.
Als nächstes folgt die Krippenpflicht?
Axel Leonhardt (ALeonhardt)
- 09.02.2007, 10:37 Uhr
Schwachsinn
Norbert Pütz (nevergiveup)
- 09.02.2007, 12:51 Uhr
Man hält es nicht für möglich, dass das so weitergeht!
Volker Alipaß (drumdoctor)
- 09.02.2007, 14:37 Uhr
Wie immer
Niko Akathari (NikoA)
- 09.02.2007, 14:51 Uhr
Kinder abliefern - zack, zack
Reiner Gutsche (rgutsche)
- 09.02.2007, 15:15 Uhr