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Familienpolitik Kinder in Raten

 ·  Deutschland braucht mehr Nachwuchs - hieß es lange Zeit. Jetzt soll das plötzlich kein Ziel mehr sein. Die Geburtenrate ist zwar weiterhin niedrig, doch der Einfluss der Familienpolitik ist in Deutschland bislang nicht besonders groß.

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Kurt Derix
Kurt Derix (DonDerix) - 13.11.2012 00:06 Uhr

Maßnahmen

(1) Der Staat sollte nur noch für das zweite und dritte Kind Kindergeld zahlen. (2) Krippen, Kindergärten und Ganztagsschulen sollten kostenfrei sein. (3) Unternehmen ab einer bestimmten Größenordnung sollten verpflichtet sein hochwertige Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder ihrer Mitarbeiter anzubieten. (4) Berufe im Erziehungsbereich sollten durch eine bessere Bezahlung aufgewertet werden sodass es mehr gut ausgebildete Erzieher gibt, denen man sein Kind gerne anvertraut. (5) Für den Bundestag sollte man nicht eine Frauen- sondern eine Kinder/Elternquote einführen, z.B. dass min. 33% der Abgeordneten einer Partei im Bundestag min. ein Kind haben müssen. (6) Jedes Kind sollte einen Verein, Musikschule etc. kostenfrei besuchen können. (7) Alle Kinder dürfen jederzeit die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei besuchen.

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Clara West

Das Familienministerium gehört abgeschafft

und die sogenannte Familienförderung gestrichen, weil sie unter dem Strich die Familien mehr belastet, als nützt.

Ein Ministerium, das gleichzeitig zuständig ist für Familien, Senioren, Frauen und Jugend birgt in sich unüberwindliche Interessenskollisionen. Ein Ministerium, das die Interessen der Senioren vertreten muss, muss zwangsläufig die der Kinder beschneiden. Das geht nicht anders und wird sich im Hinblick auf die Demographie noch drastisch verstärken, weil man eher die Senioren im Focus haben werden muss, als die Kinder.

Mal abgesehen davon, dass dieses Ministerium offensichtlich die Männer als Bestandteil einer funktionstüchtigen Familie völlig ausblendet. Sie kommen nicht vor. Wieso?

Die angeblich so milliardenschwere Förderung der Familien ist bei näherer Betrachtung ein auftoupiertes Konstrukt, das deshalb nicht ankommt, weil die Familien sich das im Grunde selbst bezahlen bzw. unter dem Strich draufzahlen, weil mehr abgezogen wird als hinterher umverteilt.

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Andreas Seidl
Andreas Seidl (ASeidl) - 12.11.2012 11:26 Uhr

@Herwig Ruf: Widerspruch

1. Daß das System der Altersvorsorge von der "Aufzucht" der nächsten Generation entkoppelt ist, ist ein Trugschluß. Das zu verdeutlichen wäre eine politische Aufgabe. Die Beiträge für die staatl. Umlagerente müßen genauso wie die Tilgungen und Zinsen für die Anleihen in der privaten Rentenversicherung von der künftigen, kleiner werdenden Generation erwirtschaftet werden. Die Belastung kann hier auch nicht über eine Grenze erhöht werden, da sonst die junge Generation entweder auswandert oder die Leistung verweigert und so das System kollabiert.
2. Ein Zusammenhang Marktwirtschaft - Geburtenrate ist nicht nachweisbar. Es gibt Länder mit Marktwirtschaft, die wesentlich höhere Geburtenraten haben. Eher ist ein Zusammenhang mit Übersättigung einer Gesellschaft, Dekadenz, Konsumgeilheit, Prestigehabe und niedriger Geburtenrate erkennbar.
3. 1000 € p. Kind würden nichts bringen, denn Kinder zu haben bedeutet mehr als Geld nämlich Verantwortung und ein Bedürfnis für Kinder.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.11.2012 12:46 Uhr
Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 12.11.2012 12:46 Uhr

Worte aus einem Land ...

... in dem vorzugsweise weibliche Kinder inzwischen ganz selbstverständlich zu rosaroten Konsumzombies erzogen werden, deren primäre Aufgabe ist, hübsch auszusehen. Wenn man das ankreidet, ist man selbstverständlich bloß hässliche Kampfemanze auf dem Gender-Trip, weil Frauen sich schließlich gottgegeben verhalten, wie sie sich verhalten. Nur dumm, dass sich dieses "natürliche" Verhalten in Folge logischer Schlüsse irgendwie blöd auf unsere Geburtenrate auswirkt :)

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Herwig Ruf
Herwig Ruf (HerwigRuf) - 12.11.2012 09:37 Uhr

alternativlos 2.Teil

Wenn jeder Erziehungsberechtigte pro Kind und Monat 1000 Euro bekäme, hätten wir zu viele Kinder. Diesen Betrag kann man nun schrittweise gedanklich reduzieren. Es muss also einen Betrag x geben, bei dem die Reproduktionsrate ungefähr bei 2 liegt. Freiheit bedeutet übrigens zB, dass ich die freie Wahl habe, ob ich diesen Betrag in einer privaten Kinderbetreuungseinrichtung gebe oder mir damit leisten kann, mein Kind zu Hause selbst zu betreuen.
Diesen Betrag x nenne ich alternativlos. Ansonsten kommt es zum Kollaps des Pensions/Krankenversicherungs/Pflegesystems und dann des gesamten Systems. Endet das Volk, endet alles.

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Michael Scheffler

@Herrn Fischer

Ihre Kritik am Kapitalismus - auch wenn sie für Sie typisch ist - greift zu kurz. Versuchen Sie doch mal zu erklären, warum das durchgrünte Deutschland die niedrigste Geburtenrate weit und breit hat. Obwohl wir doch so eine lebenswerte Zukunft schaffen, schön rotgrün und ganz ohne Rechte, Letzteres in des Wortes doppelter Bedeutung.

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Björn Hiemer
Björn Hiemer (bhiemer) - 12.11.2012 05:32 Uhr

Politisches Gezappel

Familienplanung ist kein Ding von heut' auf morgen. Man würde gerne Sicherheit haben, dass die Entscheidung den Karrieren der Eltern nicht schadet, dass sie einen nicht überfordert, dass die Nachteile wenigstens teilweise von Vorteilen aufgewogen werden.
In Deutschland ist das schwer möglich, weil eine familienpolitische Maßnahme nach der anderen zunächst unter großem Trara installiert, und wenige Monate danach als unbrauchbar verworfen wird. Kaum ein Mensch weiß noch, welche einzelnen Maßnahmen gerade aktuell sind, und wie sie funktionieren. Andere wurden nie richtig installiert und aus politischer Rücksichtnahme liegengelassen.
Fakt ist: Wer in Deutschland als Frau Kinder bekommt, hatte entweder keine Karriere oder wollte keine. Das gleiche gilt für Männer, die die jeweils gerade aktuelle "Auszeit" für die Kinder nehmen. Daher sind Kinder in Familien, die gar nicht arbeiten, einfach wesentlich häufiger.

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Klaus Letis

Die Geburtenrate ist eine integrale Größe, welche den Zustand einer Gesellschaft beschreibt

.. und sie ist auch ein Indikator für Status einer kulturelle geformten Gruppe im Rahmen des "Kampfes der Kulturen". Krankt (im weiteren Sinne) eine Gruppe, so wird sie in Relation mit der Umgebung über wenige Generationen einfach verschwinden.

Sarrazin liegt nicht so ganz so falsch. Und die hektische Politisierunge und die kurzfristigen Umdefinierungen ändern nicht an den langfristigen Wahrheit eines sterbenden Schwans, dem von selbstzerstörerischen Linken die Flügel gestutz werden.

68er, Grüne, Freaks, Dreckschleudern wie ARD & ZDF, Forderungen nach unbegrenzten Freiheiten, Hass und Spott auf Religiöse wie Katholiken und der Austausch von Christenvertretungen durch Migrantenverbände in den Rundfunkräten (SWR) sind einzelne Bausteine zu einem kontinuierlichen Untergang einer kulturellen Gemeinschaft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 07:48 Uhr
Klaus Letis

Die Menschen sind verunsichert

iPhone und Urlaube sind nur komfortble Ablenkungen, die den Menschen diese Situation einfacher ertragen lassen.

Die Freiheit, jederzeit die Familie aufzulösen, wenn einen der Mann nicht mehr passt, oder eine jüngere Frau in aussicht steht, ist ein zusätzlicher Unsicherhaitsfaktor, der verhindert, sich emotional und finatiell an Kinder zu binden. Politiker machen es vor.

Eine tendentiell kulturell formierte Gesellschaft gibt deren Praktizierenden Sicherheit.
Multikulturalismus ist zunächst reizvoll später irritierend.

Viel mehr als der Glaube, ist die kulturelle Praxis von Bedeutung. Hier können sich Menschen in asymetrischen Ehen sicherer sein, dass sichts anbrennt.

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Jay Leuthold

Offensichtliche Lösungen sind verboten

Die Deutschen haben wenige Kinder, weil sie die Kinder nicht einfach dem Staat abgeben möchten! Warum sollte man Kinder haben, wenn man diese nach sozialistischem Ideal schon nach einem Jahr in der staatlichen Krippe abgeben soll. Das macht keinen Sinn. Ein starker Hinweis darauf, dass Frauen Kinder haben, weil sie diese selber aufziehen wollen sind ja die 3 Jahre Auszeit, welche sich die Frauen nehmen. Nach 3 Jahren kommt dann das nächste Kind. So erkauft man sich eine Auszeit von 6 Jahren. Natürlich macht es nach 6 Jahren keinen Sinn ein drittes Kind zu haben. Der Abstand ist nun zu groß.
Wenn man das Problem lösen will, dann müsste man das Kindergeld ausbauen und den Schutz für die Auszeit abschaffen, so wie das z.B. in der Schweiz seit jeher gemacht wird. Das wäre Kinderfreundliche Politik! Das wäre auch Politik für Eltern.

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Lena Naujoks
Lena Naujoks (LenaNau) - 11.11.2012 23:31 Uhr

Einseitige Förderung

Gefördert wird nur die 1-Kind-Familie mit zwei berufstätigen Eltern ohne Auszeit. Mehrkind-Familien werden garnicht gefördert.
Wer mehr als 2 Kinder möchte kann dies, wenn von ihm erwartet wird, dass er nach 1 Jahr wieder in Vollzeit arbeitet, nicht. Eine Familie mit drei Kindern oder sogar mehr wird nicht riskieren, dass der Hauptverdiener (meist der Mann) alle 1-2 Jahre für 2 Monate ausfällt. Auch ist es schwierig für eine Frau zu bewerkstelligen, ein Kind zu gebären, nach einem Jahr wieder zu arbeiten, ein Jahr später wieder zu arbeiten, dann wieder ein Kind zu bekommen und daheim zu bleiben um dann wieder nach einem Jahr zu arbeiten und so weiter. Das macht kein Arbeitnehmer mit.

Warum soll es unmöglich sein, sich bei einer Arbeitszeit von 40 Jahren 5, 6 oder 7 Jahre am Stück Familienzeit zu nehmen, in dieser Zeit 3 oder 4 Kinder zu bekommen um diese dann mit 3 Jahren in den Kindergarten zu bringen und dann wieder arbeiten zu gehen?

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Christian Hansen

Aus meiner Froschperspektive ist dies nicht zu verstehen....

das Dritte ist bei uns unterwegs. Meine Frau geht arbeiten, in Teilzeit, und wird dann nach dem Jahr Elternzeit auch wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Meine Große (3) ist im Kindergarten, meine Kleine (1)besucht die Krippe. Auch das dritte Kind wird die Krippe mit einem Jahr besuchen. Jedes der Kinder genießt offensichtlich die 4 Stunden mit den anderen Kindern, lernt dabei unwahrscheinlich viel (auch jede Menge Quatsch, aber das gehört zum Kind sein halt dazu).

Wenn das Dritte in den Kindergarten kommt werden wir fast 600,00€ an Kindergartengebühren im Monat überweisen. nein, ich bin kein Großverdiener, meine Frau ist Zahntechnikerin und bringt 630,00€ Netto nach Hause. Da wir auf dem Dorf leben, kommen bzgl. Arbeitsweg und Kindergartenfahrt noch einiges an Spiritkosten oben drauf. Quasi ein Minusgeschäft, könnte man meinen. Aber es sind unsere Kinder und meine Frau geht auch gerne arbeiten.... Also irgendwie doch kein Minusgeschäft. Dafür ist aber die Herdprämie ein Arschtritt für uns

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.11.2012 10:48 Uhr
Clara West

Korrektur

Leider gibt es hier keine edit-funktion:

Statt

"Macht 2000 Euro Förderung pro Baby und für das ältere etwa die Hälfte."
muss es richtig heißen.

Macht 2000 Euro Förderung für die Babies und für das ältere etwa die Hälfte, denn auch ein Kindergarten wird nur zu einem Teil von den Elternbeiträgen getragen.

Sorry, aber dass kommt, wenn man nachträglich den Text verändert, um Buchstaben einzusparen :)

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Clara West

Ihre Argumentation ist unverständlich

Zunächst einmal ist die Bezeichnung "Herdprämie" eine Unverschämtheit. Dazu muss man sich nur einmal in Erinnerung rufen, dass Deutschland zur führenden Industrienation wurde, als die Kinder flächendeckend zu Hause erzogen wurden und der Kindergarten eine absolut freiwillige Angelegenheit war. Offensichtlich haben die Mütter weit mehr geleistet, als waschen, putzen und kochen.

Weiterhin ist Ihre Rechnung sehr einseitig beleuchtet.

Wenn Sie demnächst 3 Kinder (herzlichen Glückwunsch) staatlich betreuen lassen, dann erfahren Sie eine gigantische Förderung. Jeder Krippenplatz Ihres Kindes kostet ca.1200 Euro, von denen Sie 200 übernehmen. Macht 2000 Euro Förderung pro Baby und für das ältere etwa die Hälfte.

Wenn Ihre Frau in Teilzeit ca. 630 Euro netto verdient, dann sind das in etwa 1200 brutto mit einem Steueranteil von ca. 400 Euro.

Das bedeutet für Sie eine Gesamtförderung von ca. 2100 Euro pro Monat. Und da regen Sie sich über 300 Euro Betreuungsgeld auf?

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M. Nikolaidis

Wieder ein zutiefst verstörender Artikel, ...

... der Renate Schmidt über den grünen Klee lobt (ohne daß ihre Politik greifbare Erfolge gehabt hätte), Ursula von der Leyen wohl noch gelten läßt, aber – scheint's – ihre Ablösung durch die aktuelle Ministerin bedauert, ohne uns dies zu sagen. In der Mitte des Artikels steht dann die bange oder auch fassungslose Frage: "Kann Familienpolitik die Geburtenrate also gar nicht verändern?" – Eine klare Antwort vermißt man vor allem auf die Frage, welche konkreten Maßnahmen kommen sollen und welche überflüssig sind. Und was ist mit der aktuellen Familienpolitik? Gibt es da Positives zu vermelden? Sinnvolles gar?

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Lutz von Peter

@ Neubart

Irrationale Ängste würd eich das nicht nennen, wenn 2050 Deutschland zu 60 muslimisch sein wird, nur weil die hier lebenden Moslems höhere Geburtsraten haben....
Und es sind auch keine irrationalen Ängste, wenn man treudoof für die Rente einzahlt, dabei aber genau weiss, dass das Geld weg ist, weil es nicht genügend Deutsche der kommenden Generation gibt, um für unsere Rente aufzukommen. Und die Einwanderer tragen weit weniger zur Rente bei, alks es einheimische tun.
Nur wer die Augen vor der Realität verschliesst will das nicht sehen. Nur wer sich die Finger in die Ohren steckt und "ladiladiladila" schreit hat noch nicht gehört und verstanden, dass wir umdenken müssen, einen Familienpolitik einleiten müssen, die diesen Namen verdient.

Sonst besteht Deutschland in 20 Jahren nicht mehr. Nicht wie wir es kennen. Mir persönlich täte das leid. Aber das ist auch Privatsache, nicht wahr Frau Schröder.

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Astrid Steinmüller

"Einflussnahme"

Kinder sind überaus fordernd, stören oft entsetzlich, kosten Zeit und Nerven, und es reicht oft die letzte Kraft nicht aus, um dem Leben mit ihnen eine reine Freude abzugewinnen.

Warum jemand trotzdem Kinder hat oder sich welche wünscht oder sehr froh ist, Kinder zu haben, das hat mit Dingen und Faktoren zu tun, die in der Politik nicht verhandelt werden können und dort auch nicht verhandelt werden sollten.

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Hans List
Hans List (genervt) - 11.11.2012 22:06 Uhr

Der Einfluss der Familienpolitik ...

ist EIN Einfluss unter vielen.
Politik wird von Politikern gemacht.
Nur von Politikern?
Nein, von uns allen wird auch Politik gemacht, also Dinge, die Viele angehen.
Einfluss auf den Kinderwunsch und seine Umsetzung in die Tat haben auch Faktoren wie:
- Vorzug für den alleinstehenden Wochenendpendler vor der jungen Mutter bei der Mietwohnung.
- Wann fasst man endlich Fuß im Erwerbsleben, um überhaupt eine Familie ernähren zu können?
- Welche Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bestehen für Eltern?
- Ablehnung junger Frauen bei der Stellenbewerbung ... "da besteht ja die Gefahr einer Schwangerschaft ... "
- Klagen gegen Kindergeschrei aus dem Kindergarten gegenüber.
- und etliches mehr.
Welcher Berufspolitiker kann das ändern?
Oder müssen wir alle unsere Einstellung zu Kindern und deren Eltern ändern?

Und danach müssen wir Jahrzehnte lang Geduld aufbringen, bis sich das in den Geburtenragten niederschlägt ... in einer Welt, die in Quartalen denkt.

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Andreas Seidl
Andreas Seidl (ASeidl) - 11.11.2012 21:52 Uhr

Es gibt Bereiche, da hat die Politik - zum Glück - keinen Einfluß

und das ist das Thema Familienplanung und Geburtenrate. Es gibt viele Menschen, die ein ganzes Leben lang erfolglos einen Partner suchen. Die werden dann auch keine Kinder bekommen.

Wir haben zwei Kinder, basierend auf einer persönlichen Entscheidung von meiner Frau und mir. Sozialleistungen und Politik haben dabei überhaupt keine Rolle gespielt und das ist gut so. Was man aber häufig beobachten kann ist eine gewisse Zukunftsangst, die junge Menschen dazu bringt mit den Kindern "noch zu warten". Hier kann die Politik was tun, indem sie wieder gutes Recht, das die Interessen fair ausleicht, schafft.Das Gegenteil ist der Fall. Und das funktioniert so: Da macht man ohne Hirn und Verstand eine Einergiewende mit der Brechstange. Dann steigen die Stromkosten.Dann schreien die Industriellen, dann befreit man diese und bürdet die zusätzliche Last den kleinen Leuten auf. Oder die Banken und Eurorettungen,dafür senkt man die Zinsen unter die Inflation und bescheißt so die kleinen Leute.

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Janosh Gnisleh

Alleinstehende?

Ich denke, das Hauptproblem ist die Quote an Alleinstehenden im geeigneten Alter. So stieg laut Badische Zeitung der Anteil männlicher Singles in den letzten 20 Jahren um 81%. Ich weiß zwar nicht was früher anders war, aber vielleicht ist es heute aus mir unbekannten Gründen einfach schwieriger einen geeigneten Partner zu finden. Hohe Scheidungsquoten machen einen natürlich auch vorsichtig, man will auf Nummer Sicher gehen und hat entsprechend hohe Ansprüche. Mit einigen Entwicklungen wirkt die Politik meines Erachtens sogar einer höheren Geburtenrate entgegen, indem sie viele Möglichkeiten des Kennenlernens systematisch ausmerzt. Ich empfand z.B. die Uni als ideale Singlebörse, allerdings hatte man damals auch noch Zeit sich mit Kommilitonen anderer Fachbereiche zu treffen, Parties zu feiern, etc. das typische Studentenleben halt. Heute muss ja alles zack zack gehen, 2 Semester mehr sind nicht mehr gerne gesehen. Dienstleisterunternehmen, und andere Entwicklungen tun ihr Übriges.

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Herwig Ruf
Herwig Ruf (HerwigRuf) - 11.11.2012 21:36 Uhr

alternativlos

1.) Es gab bis zu dem jetzigen Gesellschaftssystem noch nie eines, deren Altersvorsorge völlig entkoppelt war vom Aufziehen der nächsten Generation. Dieses Aufziehen verbrauchte den allergrößten Teil der wirtschaftlichen, zeitlichen, finanziellen Ressourcen. Im aktuellen „Generationenvertrag“ ist leider auf den unverzichtbaren „demographischen Beitrag“ vergessen worden.
2.) Die Marktwirtschaft optimiert, treibt die Menschen mehr zu arbeiten für weniger Geld. Derjenige, der weniger Kinder hat, hat mehr Zeit und braucht weniger Geld, gibt sich also leichter mit einem weniger gut bezahlten Job zufrieden. Kurz: Es bekommt der den Job, der bereit ist weniger Gehalt zu verlangen, und das ist der, der weniger Kinder zu versorgen hat.
Diese beiden Komponenten führen zwangsläufig zur wirtschaftlich erzwungenen Kinderarmut. Punkt 2 verlangt es und Punkt 1 ermöglicht es.

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Torsten Klier

"doch der Einfluss der Familienpolitik ist in Deutschland bislang nicht besonders groß."

Natürlich nicht. Oder im Gegenteil. Es grauset einen, wie der Staat sich immer mehr in die privaten Angelegenheiten der Meschen einmischt.
Oder glauben unsere führenden Genossen wirklich, die Meschen würden Kinder in die Welt setzen als Kanonenfutter für die menschenfeindlichen sozialistischen und Multikulti-Experimente unserer Machthaber?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.11.2012 12:15 Uhr
Vespasia Pellegrino

Schöner ...

... und treffender kann man es nicht formulieren.

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Andreas Neubert

Dieses Schielen auf die Geburtenrate ...

... ist eh total absurd und habe ich bis heute nicht verstanden. Schätze, da werden irgendwelche archaischen Ängste angesprochen. Rational lässt sich das nicht erklären.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.11.2012 00:57 Uhr
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 12.11.2012 00:57 Uhr

... na ja ...

... ganz so archaisch ist es nicht, weil 1,4 Kinder pro Frau nunmal dazu führen, dass die nachfolgende Generation kleiner wird, wieder weniger Kinder bekommt usw.

Das führt - wie u.a. Herr Sarrazin verdienstvoll vorgerechnet hat - mit mathematischer, also rationaler, Notwendigkeit zu Bevölkerungsveränderungen, nämlich zum mittlerweile unaufhaltsamen Schrumpfen der autochtonen dt. Bevölkerung.

Das ist auch nicht mehr aufhaltbar, weil die Fehler nicht mehr nachträglich korrigiert werden können. Als irrational hat man das v. a. in den 80er - 90er Jahren abgetan und so getan, als könne man durch Einwanderung (von Quasi-Sklaven) alles lösen. Man hielt sich für modern, war aber nur höchst dumm und überheblich.

Es ist bedauerlich, dass die dafür Verantwortlichen nicht mit ihrem persönlichen Vermögen für den Schaden haften, den sie angerichtet haben. Alle werden mit den Folgen (kollabierende Sozialsysteme, verödete Landschaften, soziale Unruhen, Wohlstandsverlust) leben müssen ...

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Norbert Regin

Diese Siotuation macht am besten deutlich, dass die Politik in den letzten Jahrzehnten

total versagt hat. Wer nur darauf aus ist, den Bürgern immer mehr Steuern abzuverlangen,
der mitwirkt, dass die Lebenshaltungskosten von Jahr zu Jahr dramatisch zunehmen, der braucht sich nicht zu wundern, wenn die Familien sich nicht mehr Kinder leisten können.
Diese Politik ist existenzbedrohend. Alle Politiker, die dies zu verantworten haben, haben ihre Daseinsberechtigung verloren. Das sind die Konsequenzen, wenn unfähige Staatsschmarotzer das Land regieren.

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Jahrgang 1963, politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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