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Fake-News im Wahlkampf : AfD-Wähler anfällig für Falschnachrichten

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Viele AfD-Wähler erkennen keine Falschnachrichten. Bild: dpa

Jeder zweite Flüchtling in Deutschland verfügt über keinen Schulabschluss? Korrekt, sagen AfD-Wähler und liegen damit falsch. Sie hängen überdurchschnittlich oft der Unwahrheit an, berichtet der „Spiegel“.

          Falschmeldungen in sozialen Netzwerken wie Facebook erzielen oft die gewünschte Wirkung, wie eine Studie zeigt. Die Berliner Denk fabrik „Stiftung Neue Verantwortung“ konfrontierte Bürger mit ausgewählten Falschnachrichten, die im Wahlkampf eine Rolle gespielt hatten, berichtet der „Spiegel“. Ergebnis: Bei AfD- Wählern war die Bereitschaft, Fake News zu glauben, am größten.

          75 Prozent der befragten Rechtswähler hielten etwa die Falschmeldung, dass jeder zweite Flüchtling keinen Schulabschluss habe, für wahr. Bei Grünenwählern waren es 40 Prozent. Die unzutreffende Behauptung, Kirchenfrau Margot Käßmann habe alle Deutsche Nazis genannt, hielt ein Viertel der AfD-Wähler für glaubwürdig – gegenüber fünf Prozent der Grünen-Anhänger.

          „Geglaubt wird, was ins Weltbild passt“, so das Fazit von Alexander Sängerlaub, Leiter des Fake-News-Projekts. Umgekehrt hatten es echte News bei AfD-Wählern besonders schwer: Über die Hälfte hielt die Forderung von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nach einem „Arbeitslosengeld Q“ für Fake News.

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