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Extremisten in Wuppertal : „Pegida“-Zug nach Ausschreitungen aufgelöst

  • Aktualisiert am

Gereizte Stimmung: Polizisten uns Salafisten am Samstagnachmittag in Wuppertal Bild: Reuters

Vermummte warfen Flaschen und Böller auf Polizisten: Ein geplanter „Pegida“-Zug durch Wuppertal ist nach Tumulten abgebrochen worden. Zu den Demonstrationen von Salafisten, Hooligans und „Pegida“-Anhängern kamen weniger Menschen als erwartet. Mehr als 1000 Beamte waren im Einsatz.

          Bei Kundgebungen in Wuppertal von Salafisten einerseits und Rechtsextremisten sowie Pegida-Bewegung andererseits hat es am Samstag Ausschreitungen gegeben. Die Pegida-Demonstration wurde von der Polizei daraufhin gestoppt und vom Veranstaltungsleiter für beendet erklärt. Zuvor hatten Vermummte Flaschen und Böller auf Polizisten geworfen. Zu Rangeleien kam es auch, als Polizisten die Teilnehmer einer parallelen Salafisten-Kundgebung durchsuchten.

          Insgesamt waren nach Einschätzung der Polizei deutlich weniger als die erwarteten 3000 Demonstranten in der Stadt. Zu der Pegida-Kundgebung kamen rund 1000 statt der erwarteten 2000 Menschen. Bei den Salafisten waren es rund 100 statt der erwarteten 400. Weit mehr als 1000 Polizisten waren im Einsatz.

          Auch bei Gegendemonstranten kamen mehrere hundert Menschen zusammen. Vor der Synagoge bezogen sie Stellung gegen die Salafisten-Demonstration ganz in der Nähe. „Es ist ein Unding, dass die Salafisten sich in Sichtweite einer Synagoge versammeln. Ich möchte nicht, dass solchen Leuten das Feld überlassen wird“, sagte ein 63-Jähriger.

          Erstmals fanden gleichzeitig und am selben Ort eine Salafisten-Demonstration und ein Aufmarsch der Pegida-Bewegung statt. Die Wuppertaler Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher hatte zuvor betont, das Versammlungsrecht aller Teilnehmer sicherstellen und konsequent gegen „Straftäter und Chaoten“ vorgehen zu wollen. Man sei sich der besonderen Brisanz dieser Situation bewusst.

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