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Extremismus Vorrecht des Staates

 ·  Die Salafisten sind eine Herausforderung für den Rechtsstaat: er kann sie nicht einfach verbieten wie politische Verbände. Doch muss er alle ihre Methoden ahnden, die in Absicht oder Tat gegen das Strafrecht verstoßen.

Artikel Lesermeinungen (16)

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 10.05.2012 19:21 Uhr

Aha. Und jetzt? Hexenverbrennung gehört zum Christentum?

Herr Kamberg, leben Sie weiter in Ihrer Welt voller pöser Moslems, aber bitte bitte, lernen Sie mal welche kennen. Also so richtig. Nicht nur vom Stammtischhörensagen mein ich jetzt. Weia. Deutschland im 3. Jahrtausend, kaum zu glauben.

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Karl Hammer

Wer eine politische Organisation verbietet,...

der kann auch jede andere Organisation verbieten.
Ob das viel mit Rechtsstaat, Demokratie oder Freiheit zu tun hat sei dahingestellt. Aber da einen Unterschied zu machen, gleicht der gekünstelten Empfindlichkeit und vorgeschobenen Spitzfindigkeit des Theoretikers im Elfenbeinturm.

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Konstantin Schneider

Sehr richtig, wir brauchen den starken Staat

Und damit der Staat stark bleibt und unsere Rechtsgrundsätze verteidigt, ohne die wir weder gegen die religiösen Eiferer, noch gegen die Neoliberalen bestehen können, bedarf es eines eindeutigen Bekenntnisses aller Reichen zu ihrer Verantwortung für die Allgemeinheit. Reich sein kommt ja bekanntlich auch von Reich. Wenn aber erst das Reich der Eiferer begründet ist, dann wird es den heutigen Eliten genauso an den Kragen gehen, wie den 99%, die sich nach Meinung unserer "Steuerleute" endlich mit Luft und Liebe zufrieden geben sollen.

Die Saga vom Reich des Bösen, war das schlimmste intellektuelle Eigentor, dass sich die westliche Zivilisation ausdenken konnte.

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Klaus Nordmann

Die meisten Menschen haben Angst

ihre Meinung öffentlich zu äußern, die sie bzgl. Salafisten und Islamisten haben. Sie haben Angst davor von den kritisierten extremen Muslimen „zu Hause am Abend besucht zu werden“ (siehe beispielsweise Rushdie und Westergaard auf Tötungsliste, beide unter ständigem Polizeischutz), sowie Angst vor der Verachtung durch Mitmenschen, die sie dann als „rechtsextrem“ bezeichnen würden. Die Angst fördert sogar die Bezeichnung mutiger Islamkritiker als „rechtsextrem“, um nur ja nicht selbst dazu gezählt zu werden, denn das könnte lebensgefährlich sein.
Insofern finde ich Innenminister Friedrich uns seine jüngsten Ankündigungen sehr mutig. Ich finde auch die Streiter von Pro NRW sehr mutig, denn sie riskieren ihr Leben. Dafür, und dass sie den Bürgern die Augen öffnen über das, was unter uns weilt, verdienen sie öffentlich Anerkennung – wie auch Herr Westergaard schon von der Bundesregierung für seinen Mut geehrt wurde. Nur leider traut sich keiner - aus Angst.

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Michael  Balser

Die "Gedanken in die richtige Richtung" sind doch ziemlich verschwommen formuliert:

"Strafverfolgungsanspruch kann der Staat allerdings nur dann glaubhaft machen und wenn nötig durchsetzen".

Der Staat hat angesichts der salafistischen strafrechtlich relevante Ausschreitungen
nicht nur seinen Strafverfogungsanspruch "glaubhaft zu machen".

Was soll man denn darunter eigentlich verstehen ?

Sondern der Staat hat unverzüglich + effektiv die Strafverfolgung ohne Rücksicht auf Stand und Religions-"Würden" - das kommt von "würde auf Religions-Bezug machen" - aufzunehmen und sich durchzusetzen.

Dazu bedarf es nicht der "Ausübung der Übermacht die Verfahrensherrschaft", sondern
nur des uneingeschränkten Staats-Macht-Willens zur unnachgiebigen Strafverfolgung
der u.a. durch Videos dokumentierten Straßen-Kampf-Szenarien.

Dieser Wille scheint allerdings ziemlich schwammig, als suchte er verzweifelt einen
Religions-Political-Correctness-Ausflucht-Weg durch die Justiz-Hintertür.

Um nur nicht bei den politischen Islam-Verbänden anzuecken.

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fritz Teich

Auch die Salafisten haben Recht!

Wenn man die europaeische und auch die amerikanische Geschichte ernst nimmt, dann war die Religionsfreiheit immer wichtiger als jeder Anspruch auf Vernunft. Nur deshalb sind die USA das Land der Freiheit. Und nur deshalb haben wir das Strafgesetzbuch, dessen Vorschriften ueber den Schutz von Religionsgemeinschaften wir auch einmal anwenden muessen. Ich moechte das Verwaltungsgerichtsurteil, dass das Verbot jener Karikaturen durch den Polizeipraesidenten aufhob, einmal lesen. Auch die Kunstfreiheit hat Grenzen!

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Michael Arndt

Und ohne pro-NRW

wäre keiner darauf gekommen...

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Klaus Meyer

Vielen Dank Herr Arnold für diesen lehrbuchtauglichen Einblick

in die verquere Denkweise der Abendlandsbewahrer! Es wird unterstellt, dass Alle außer den Abendlandsbewahrern selbst natürlich aus Feigheit vor dem Islam bereit seien, den Rechtsstaat auf die Müllhalde zu werfen und keiner sich traue, sich "dem Islam" entgegenzustellen. Dabei sind CDU- und andere Politiker doch fest entschlossen, alle rechtsstaatlichen Mittel einzusetzen, um gewaltbereiten Extremisten entgegenzutreten. Und das ist auch gut so, sage ich als deutscher Muslim.
Aber wohlgemerkt nur die rechtsstaatlichen Mittel - wer bewaffnet auf die Demo geht, gehört aus dem Verkehr gezogen, wer Polizisten mit dem Messer angreift vor ein deutsches Gericht (das dann anstelle der Online-Foristen über Tötungsabsicht und Mordcharakter entscheiden sollte) usw.
Das Problem ist, dass viele Abendlandsbewahrer verlangen, dass speziell zur Islam-Bekämpfung der Rechtsstaat sich selbst abschafft. Ich hätte nie gedacht, dass ich einem CSU-Innenminister 'mal dankbar sein würde, dass er das nicht tut

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G. Robert
G. Robert (Dopy) - 10.05.2012 12:46 Uhr

Und die Fussball Houligans?

Viele schlagen Richtung Salafisten und meinen Muslimen, die sie jetzt 'noch deutlicher' distanzieren sollen. Aber warum werden die allwöchentliche Schlägereien by Fussballspiele einfach toleriert? Viele Politzisten riskieren ihre Gesundheit aber keine will Fussball verbieten oder doe Gewalttätigen ausweien.

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Harry Danckert

Die Salafisten sind Teil der muslimischen Gemeinschaft, der Umma !!!

Sie fungieren als Pfeilspitze im gemeinsamen Kampf für die Ausweitung des Islam.
Mit ihrem aggressiven Verhalten testen sie die Schwächen der fremden Gesellschaften aus.
Andere Terile der Umma geben sich ganz "friedlich".
Sie arbeiten aber Hand in Hand.
Beim Karikaturenstreit gingen nicht nur Salafisten auf die Straße.

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Wilhelm Arnold

Das Vorrecht des Staates oder seine Verpflichtung oder die Feigheit seiner Vertreter

Es ist ein Dilemma, dass unser Staat gegenüber dem Islam seiner Verpflichtung nicht nachkommt, nämlich die Werte unseres Grundgesetzes durchzusetzen.
Vertreter unseres Staates stellen Salafisten als Opfer einer Provokation dar. Der Mordversuch an zwei Polizeibeamten - es ist fraglich ob die Täter überhaupt als Mörder verurteilt werden – wird von diesen Vertretern nicht zur Sprache gebracht. Aus Feigheit?

Unsere linken Gutmenschen, sonst z.B. an Ostern regelmäßig mit blasphemischen Karikaturen über das Christentum zur Stelle, haben gelernt gegenüber dem Islam die Klappe zu halten. Aus Feigheit?

Unser konservatives Bürgertum kritisiert den Islam, wenn überhaupt nur hinter vorgehaltener Hand. Auf keinen Fall öffentlich. Aus Feigheit?

Unsere Medien verschweigen bei Berichten über Straftaten die Herkunft ausländischer Täter. Aus Feigheit?

Wollen wir wirklich Organisationen wie ProNRW die Verteidigung unseres Gemeinwesens überlassen – aus Feigheit?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2012 22:02 Uhr
Karin Gossmann-Walter

Herr Gnisleh

m.d. Lichterkerzen-Trägern war ja auch ironisch gemeint.

Sie haben Ihren Großeltern keinen Vorwurf gemacht, bei uns Zuhause gabs dazu schon heftige Diskussionen - denn schweigende Mehrheiten, die sich auf die Politik verlassen und sehen, wie sich schleichend ein System einnistet, sind im Grunde nur an sich selbst interessiert oder feig und Feigheit rächt sich - wie aus der Geschichte zu erkennen.

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Janosh Gnisleh

@Frau Gossmann-Walter

Ihre Frage: "Wo sind hier die Lichterkerzen-Träger ?" bringt mich wirklich zum Schmunzeln! Übrigens habe ich persönlich meinen Großeltern nie irgendwelche Vorwürfe gemacht, denn genauso wie damals ist es auch heute niemandem Schuld, wenn unsere Regierungen das Volk nicht ernst nehmen! Die Politiker interessiert es einfach nicht, wie das Volk zum Euro, zum Islam oder anderen Themen steht, somit ist es kein Wunder, wenn Extremisten (wobei ich ProNRW da nicht zuzähle) sich den Unmut in der Bevölkerung zunutze machen.
Statt Lichterkerzen herauszukramen werde ich wohl eine meiner zwei Stimmen den Rechten geben.

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Karin Gossmann-Walter

Sehr geehrter Herr Arnold, (d. schweigende u. wegsehende Gesellschaft)

Sie haben v. linken Gutmenschen gesprochen, die gegenüber dem Islam die Klappe halten,
v. konservativem Bürgertum, der hinter vorgehaltener Hand den Islam kritisiert.
Dem Staat, der seiner Verpflichtung nicht nachkommt, die Werte des GG durchzusetzen...aus
Feigheit.

Haben wir nicht unsere Großväter und Väter Vorhaltungen gemacht, wie sie Hitler zulassen konnten ? Auch dieses System hat sich schleichend installiert.
Es ist leicht, wenn man nicht in dieser Zeit lebte, das Duckmäuser-Verhalten zu kritisieren.

Deshalb dürfen wir nicht schweigen, nicht wegsehen,
wenn heutzutage Nazis ganze Dörfer i. O-Deutschl. im Griff haben.
Warum das zugelassen wird, ist unbegreiflich - aus Angst und Feigheit?

Wir müssen aufstehen,
- gegen d. unsäglichen Nazis
- u. Ultra-Muslime, die unsere Grundwerte aushebeln wollen.
Wo sind hier die Lichterkerzen-Träger ?

Haben wir Angst für unser Gesellschaftssystem einzustehen, da wir als Nazis beschimpft werden könnten, da es immer an uns haften bleibt?

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 10.05.2012 11:56 Uhr

Gedanken in die richtige Richtung!

Endlich wird weiter gedacht. Wir müssen uns bemühen bei den Salfisten (ähnlich wie bei Neonazis und Linksextremen) die Mitglieder wieder aus diesen Gruppen herauszuführen, also Ausstiegsmöglichkeiten schaffen. So etwas geht auch bei den Salafisten und es gibt Heute schon genügend erfolgreiche Beispiele. Selbst mir sind Ex-Salafisten bekannt, die übrigens sehr ähnlich wie Aussteigern aus der Rechts- oder Linksextremen Szene sind.
Es gibt aber einen Unterschied: Während Aussteiger von Rechts oder Links vielleicht bedroht werden, ist es für Ex-Salafisten lebensgefährlich. Das muß uns klar sein, die Islamisten ticken radikaler als es Nazis oder Linksextremeisten tun.

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Björn Bierström

Religiöse Ziele?

Herr Hefty, Sie schreiben, das es nicht das Vorrecht des Staates ist, über religiöse Ziele zu entscheiden. Wie sieht es nun allerdings aus, wenn die religiösen Ziele ganz klar gegen unser Grundgesetz verstoßen? Mir scheint auch, das einige Politiker den ganzen Umfang dieser "religiösen Ziele" der Salafisten, Islamisten usw. noch gar nicht begriffen haben. Wenn Peter Struck in einer Talkshow die Islamisten mit der Behauptung verharmlost, das sich deren Agression nur gegen gläubige Christen richte, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Es kann einfach nicht sein, das führende Politiker in unserem Land immer noch eine solch naive Einstellung haben.

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