Home
http://www.faz.net/-gpf-75996
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Europa Schäuble: Europäer sollen Präsidenten direkt wählen

Bundesfinanzminister Schäuble plädiert für die Wahl eines europäischen Präsidenten nach dem Vorbild Amerikas oder Frankreichs. Mit einer Direktwahl könne schneller eine „europäische Öffentlichkeit“ erreicht werden, sagte er der F.A.S.

© dpa Vergrößern Würde einen europäischen Präsidenten direkt vom Volk wählen lassen: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble macht sich für die Wahl eines europäischen Präsidenten nach amerikanischem oder französischem Vorbild stark. Er wünsche sich eine europäische Regierung, die vom Parlament gewählt wird, so wie der Bundestag den Kanzler wählt, sagte der CDU-Politiker der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Oder ein europäischer Präsident würde direkt vom Volk gewählt, so wie in Frankreich und Amerika“, schlug Schäuble vor.

„Wenn wir Europäer einen von uns direkt zum Präsidenten machen könnten, in einer demokratischen Wahl, das wäre doch was“, fügte der Finanzminister hinzu. Mit einer Direktwahl könne schneller eine „europäische Öffentlichkeit“ erzeugt werden. Ein direkt gewählter Präsident der Europäischen Union hätte nach Ansicht Schäubles eine starke demokratische Legitimation.

Mehr zum Thema

Zugleich sprach sich Schäuble für eine vom Europaparlament gewählte EU-Regierung aus. Er wisse, dass seine Vorschläge „einen gewissen Machtverlust auf der Ebene der Mitgliedstaaten bedeuten“ würden. „Aber wer ein starkes Europa will, braucht auch starke Institutionen“, sagte Schäuble. Derzeit seien die Mitgliedstaaten in der EU „ganz dominant“. „Aber das kann auf Dauer nicht der Weg sein“, sagte der Minister.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Wolfgang Schäuble Ein bisschen Fortschritt in Sachen Finanzsteuer

Elf EU-Länder wollen einen Finanztransaktionssteuer einführen. Während sie nun erst später kommt als gedacht, nähern sich die Positionen inhaltlich an, sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Mehr

12.05.2015, 17:58 Uhr | Wirtschaft
Schäuble Kein Schuldenschnitt für Griechenland erforderlich

Wolfgang Schäuble widerspricht Medienberichten: Laut dem Bundesfinanzminister dringt der Internationale Währungsfonds IWF nicht auf einen Schuldenschnitt für Griechenland. Schäuble wies entsprechende Meldungen zurück. Mehr

05.05.2015, 15:51 Uhr | Wirtschaft
Griechenland-Krise Schäuble warnt vor überraschender Staatspleite Griechenlands

Wie lange reicht Griechenland das Geld noch? Die halbe Welt rechnet mit einer Staatspleite. Jetzt warnt Finanzminister Schäuble - und wählt dabei vorsichtig seine Worte. Mehr

09.05.2015, 13:10 Uhr | Wirtschaft
Eurogroup Schäuble vor dem Finanzministertreffen

Vor dem Finanzminister-Treffen der Eurozone klingt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble pessimistisch. Mehr

16.02.2015, 17:58 Uhr | Wirtschaft
Griechenlands Schuldenkrise Warum Athen mit seinen Gläubigern immer noch streitet

Wieder verhandeln die Euroländer über Griechenland. Warum dauert der Streit eigentlich so lange? Und welche Fortschritte gibt es? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen. Mehr

11.05.2015, 12:48 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.12.2012, 08:49 Uhr

Welche Alternative?

Von Jasper von Altenbockum

Muss man von der Form, in der die Machtkämpfe in der AfD ausgetragen werden, auf den Inhalt schließen? Der Hang zur Destruktivität ist unverkennbar. Mehr 24 23