17.05.2012 · Ist Wolfgang Schäuble nun „der letzte profilierte Europäer im Kabinett“, wie Jürgen Habermas sagte? Oder neben Angela Merkel, die den Preis auch schon erhielt, einer von zweien? In diesem Jahr erhält er den Preis, soviel steht fest - für seine europäischen Verdienste, und zwar in Aachen.
Von Georg Paul HeftyRichtlinien für Lesermeinungen
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Schäuble hat sich in seiner Karls-Preis-Rede darauf festgelegt,
einen Staatenbund mit einem starken Staatenbund-Präsidenten zu
entwickeln. Er will also eine Variante der Verfassung der Vereinigten
Staaten von Amerika einführen. Ihm ist klar, dass kein EU-Land
allein in der Lage sein wird, die Herausforderungen der Globalisierung
zu bewältigen.
(Wir könnten es vielleicht allein schaffen, würden aber inkauf
nehmen, dass die übrigen EU-Länder im Chaos versinken. Also
Schäuble will es nochmals anpacken ..... zusammen mit Frau Merkel?)
Jesus: Ihr sollt nicht Ehre voneinander nehmen
Ein Juncker, dem erlaubt ist, mit deutschem Steuergeld zu spielen, hält die Laudatio auf Schäuble, der letztlich doch Eurobonds und den Ausverkauf Deutschlands zulässt. Einfach bitter und erbärmlich.
Euro-Krise könnte Deutschland nach Einschätzung d Ifo-Präsidenten Sinn bis zu ca 1 Billion E kosten
Berlin.Die Euro-Krise könnte Deutschland nach Einschätzung des
Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn bis zu eine Billion Euro kosten.
"Der in Griechenland verlorene Betrag von etwa 80 Milliarden Euro
ist klein im Vergleich zu der Summe, für die wir insgesamt haften:
Um den Euro zu retten, sind wir bereits gewaltig ins Risiko
gegangen", sagte Sinn der "Rheinischen Post" laut
Vorabbericht.Quelle: dapd
Die Bundesrepublik verliere bei einem möglichen Staatskonkurs
Italiens, Griechenlands, Spaniens und Portugals über 600 Milliarden
Euro. "Und wenn der Euro zusätzlich zerbrechen sollte, kommen
noch einmal gut 300 Milliarden für nicht einbringliche
Notenbank-Forderungen hinzu. Insgesamt könnte dann eine knappe
Billion Euro weg sein", sagte der Ökonom.
1 Billion Schuldentitel
Die Zahl hört sich gewältig an. Bei einer Annuität von 3%
Zinsen und 1% Tilgung, also einer Annität von 4%, sind das mal
gerade 40 Mrd. € an Zusatzlasten. Bei einem Bundeshaushalt von 306
Mrd. € wäre also zu Lasten des Einzelplanes 'Arbeit und
Soziales' eine Summe von 40 Mrd. € zu kompensieren. Das ist im
Extremfall möglich!
Also: Der Druck aus den EU-Risiken kann man auch als Chance sehen,
unseren aufgeblähten Sozialstaat abzubauen und Subventionen
abzuschaffen. Die Billion ist ein große Zahl, nur man muss sie mit
Leben erfüllen, dann wird daraus eine hantierbare Größe,
die keine Panik auslöst.
Die EU wird den Bach runter gehen...
und das haben wir Leuten wie Schäuble zu verdanken. Dafür kann
er meinetwegen einen Orden bekommen. Hoffentlich erlebt er das noch.
Nur weil die Politik unrechtmäßigerweise mit Subventionen,
Rettungsmilliarden und subtileren Methoden wie Inflation
dagegenhält ist dieses Kartenhaus noch zusammengebrochen.
Fällt das stärkste Glied in der Kette fällt auch die EU.
Die Frage ist nur wie lange das noch dauert?
Dieser Preis kostet uns als Steuerzahler hunderte von Milliarden € - und eine Schande ist es zudem!
Eine Schande, dass jemand, der sich von einem schmierigen Waffenhändler 100.000 in bar zustecken läßt, auf diese Art auch noch geehrt wird. In diesem Zusammenhang ein Zitat aus dem FAZ-Artikel „Waffen, Geldkoffer und schwarze Kassen“ vom 03.08.2009: „Auch den früheren CDU-Vorsitzenden Wolfgang Schäuble bedachte Schreiber 1994 mit 100.000 Mark in bar.“ Zitat Ende. Abgesehen davon, dass dieser gute Europäer sich diesen Preis mit hunderten von Milliarden, welche den deutschen Steuerzahlern belastet werden, bezahlen läßt. Pfui Teufel!
Man muß sich nur eine Liste der Festredner und bisherigen
Preisträger anschauen.
Noch schlimmer ist es, die Reden zu lesen.
Hier wird prämiert, wer am besten die politische und finanzielle
Souveränität seines Landes demontiert und dessen
Volksvermögen nach außen weiterreicht.
Den gleichen Preis wie Juncker zu erhalten, ist die größte
Schande, die jemandem widerfahren kann.
Insofern ist Schäuble ein würdiger Preisträger.
Wenn dieser Herr Schäuble nicht ganz klar ein Verfassungsfeind ist, weiß ich nicht mehr weiter?
Wieso wird der nicht vom Verfassungsschutz beobachtet und anschließend für solche Äußerungen verhaftet? Der will definitiv mein Heimatland Deutschland auflösen und sagt das völlig offen. Sind die alle irre? Was geht in diesen Hirnen bloß vor? Wem soll dieser Unsinn nützen? Oder wollen die absichtlich wieder Krieg und Not?
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2012 20:25 UhrHallo Herr Menzel, Sie haben aber seine Rede schon vernommen? Abgabe nationaler Zuständigkeiten,
darunter so Kleinigkeiten wie Haushaltsrecht, er will eine
europäische Zentralregierung mit genau ihm, so ein Zufall aber
auch, als europäischen Finanzminister.
Sowas nannte man mal Volksverräter oder Hochverräter.
Ist was dran, aber nicht ganz zutreffend
Schäuble hatte doch nie vor, Deutschland aufzulösen, dazu ist ihm seine eigene nationale Bedeutung zu wichtig. Da sollten sie sich an die originalen Systemveränderer wie Trittin, Nahles, Steinmeier, Steinbrück, ja und auch die sozialdemokratisierte Merkel - die ganze rot-grüne Gesellschaft - wenden. Die wollen die Nationalstaaten liquidieren und ganz Europa für die sozialistische Internationale gefügig machen.
Juncker,Trichet,Schäuble-solchen Kerlen ist zu verdanken, dass "Europa" zum Schimpfwort wurde
Es ist schon eine merkwürdige "Auslese" , die sich da in
der Provinz Bad Aachens gegenseitig salbt - ganz nach Art von Potentaten
untergegangener Ostblockregime.
Juncker ist der Abgesandte Luxemburgs. Das Geschäftsmodell des
Kleinstaates besteht darin, Europas Freizügigkeit auszunutzen, die
übrigen Teilnehmer in Steuerfragen zu betrügen. Junker
prägte den Satz " Wenn es ernst wird, muss man lügen".
Ähnlich gelagert ist Karlspreisträger Trichet. Der dubiose
Lobbyist wechselte direkt von der Anklagebank ( Bilanzverschleierung) an
die Spitze der EZB. Den nötigen Persilschein lieferte
wunschgemäß die Pariser Justiz - wurde Trichet doch vom
korruptionsnotorischen Präsidenten Chirac protegiert. Trichet
verwandelte die Bilanz der EZB in die Risikomüllhalde frz. Banken
In diese Reihe gehört Schäuble. Sammler dubioser
Parteispenden. Hinterzimmerdemokrat
als es darum ging, in der ESM-Frage den Bundestag zur
Selbstentmündigung zu verführen.
Abgründe zwischen seinen Worten und seinen Taten.
Die "Krönung" Schäubles ist ein Skandal. Was zählt sind die Ergebnisse seiner Politik !
Den Preis hat eigentlich nur einer verdient: Prof. Hans-Werner Sinn.
Er ist der Einzige in Europa, der diese Region hätte rechtzeitig
vor dem Untergang retten können. Die Krönung Schäubles
ist ein Skandal erster Güte. Den Preis bekommt er just in dem
Moment als Deutschland Europa eine Billion kosten wird (Prof. Sinn heute
- Deutschland droht Billionen-Verlust). Besser kann man das, auch noch
taggleich, nicht auf den Punkt bringen.
Nach den Preisträgern Trichet und Schäuble ist der Preis nicht
mehr wert als der Trostpreis an einer Schießbude. Die Medien
können das nächste Mal live vom Rummelplatz berichten und das
echte Ambiente in Aachen ausblenden. Am Besten lässt man noch zwei
Woodoo-Puppen von Schäuble und Trichet im Autoscooter gegeneinander
fahren, quasi als Sinnbild Europa gegen die Wand gefahren zu haben.
Verdient hätte Prof. Sinn den Preis ganz sicher, aber wenn man sich die früheren ...
.... Preisträger anschaut, dann wäre eine Preisverleihung an Prof. Sinn eigentlich eher eine Zumutung.
Die Feier hätte unbedingt abgesagt werden müssen!
EUROPA steht gegenwärtig am Abgrund und man lobt,
wo es ganz und gar nichts zu loben gibt.
Phantastisch!
Gemeint ist eine nur in Fragmenten vorhandene politische Ebene innerhalb der EU.
Direkt gewählter Kommissionspräsident
Mir einer europäischen Regierung wäre es zur Eurokrise nicht
gekommen. Mann kann 17 Nationen mit 300 Millionen Einwohnern nicht mit
Fragmenten regieren.
Herrn Schäuble stimme ich hierin voll zu.
Hallo Herr Roth, schonmal irgendein Geschichtsbuch gelesen, oder sich mit der Natur des
Menschen befasst? Eher nicht, sonst würden Sie nicht solchen Unsinn schreiben.
Es ist schon peinlich, wenn man sich die Liste der Preisträger
ansieht, in der sich seit 2002 fast ausschließlich die Macher der
Eurogruppe den Preis gegenseitig abwechselnd zuschanzen.
"Stabilisierung der Währungsunion" wird als
Schäubles Leistung gepriesen.
Und wir können sagen, wir sind dabei gewesen, wie die Ruinen der
Währungsunion in sich zusammenfielen.
Das nennt man eine posthume Preisverleihung, da ja 2002 "der
Euro" höchstselbst den Preis erhielt. Absurdes Theater!
Der Treppenwitz dabei: Vom 'Europa der zwei Geschwindigkeiten' ist ganz eindeutig jener Teil in besserer Verfassung, der sich sich die Euro-Krücke nicht zugelegt hat. Aber davon werden wir in der Laudatio mit Sicherheit nichts vernehmen.
2002 ging der Karlspreis an den Euro!
Mehr ist zur Qualität dieser Auszeichnung und zur Qualität dieses Ausgezeichneten nicht zu sagen.
das untrügliche Zeichen dafür das der "geehrte" nichts für Deutschland getan hat. Eher das Gegenteil.
Nicht vergessen sei das Problem politischer Freundschaften Kohl - Schäuble bis zur Trennung
Ich verstehe nie,dass Mächtige wie einst auch Kohl irgendwann
meinten ,er sei die Bundesrepublik persönlich und selbst gegen die
eigenen Freunde etc intrigieren kann .
Ähnliches Phänomen der zunehmenden Omnipotenz kennt man
teilweise insbesondere auch in Großunternehmen.Mancher
Vorstandvorsitzender meint ihm gehöre die Aktiengesellschaft selber
und baut Dynastien auf.Andere werden abgewertet und verlieren ggf ihren Job.-
Wenn nun die Realität in Parteien so ist,dass Intrigen etc. eben
vorkommen,dann ist es für das Ganze (Demokratie)wichtiger,bevor
schmutzige Wäsche gewaschen wird,einen Schnitt zu machen.
Die Geschichte z.B.des Verlustes des Amtes von Röttgen wird
wahrscheinlich später zeigen,dass in der raschen Welt,Intrigen
nicht mehr von Mächtigen gemacht werden können,sondern nach
drängenden Sachfragen entschieden wird.
Ich kann nur hoffen,dass die Lösung der Finanzkrise sachlich und
möglichst rasch gelöst werden kann.
@Herrn Bernd Stegmann.Danke für ihre Antwort.
Ihre Meinung steht nicht im Gegensatz zu meiner Meinung.Ein
vermeintlicher Unterschied resultiert nur aufgrund der verschiedenen Ebenen.
Wenn Jemand mehrmals gewählt wird,dann glaubt er mit der Zeit, dass
er ausgewählt ist.
Komischerweise wählen Wähler genau eher solche Politiker,weil
sie nicht wissen,was wirklich hinter den Kulissen jeweils passiert.Wie
oft fällt man selbst herein-und zwar egal bei welcher Partei.
Deswegen ist es m.E.wichtig,dass die heutigen Bürger nicht nur
Forderungen an die Politik
stellen,sondern sich auch in die Politik einbringen oder informiert sind
soweit das neben dem Alltag,Beruf und Familie möglich ist.
Es genügt nicht,nur immer die Gleichen oder die Anderen am Wahltag
zu wählen-je nach Großwetterlag.Ein Engagement allein durch
den Wahlzettel ist zu wenig.
"...er sei die Bundesrepublik persönlich " Kann ich Ihnen ganz genau sagen, woher die diese
Einbildung, übrigens völlig zu Recht, nehmen. Aus der wieder
und wieder erfolgten Legitimation über demokratische Wahlen durch
den deutschen Wähler.
Sie sollten eher fragen, ob deutsche Wähler eigentlich noch wissen,
was sie tun.