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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Ehrung Wolfgang Schäuble mit Karlspreis ausgezeichnet

 ·  Ist Wolfgang Schäuble nun „der letzte profilierte Europäer im Kabinett“, wie Jürgen Habermas sagte? Oder neben Angela Merkel, die den Preis auch schon erhielt, einer von zweien? In diesem Jahr erhält er den Preis, soviel steht fest - für seine europäischen Verdienste, und zwar in Aachen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (25)

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Horst Ziegler

Staatenbund oder Bundesstaat

Schäuble hat sich in seiner Karls-Preis-Rede darauf festgelegt, einen Staatenbund mit einem starken Staatenbund-Präsidenten zu entwickeln. Er will also eine Variante der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika einführen. Ihm ist klar, dass kein EU-Land allein in der Lage sein wird, die Herausforderungen der Globalisierung zu bewältigen.

(Wir könnten es vielleicht allein schaffen, würden aber inkauf nehmen, dass die übrigen EU-Länder im Chaos versinken. Also Schäuble will es nochmals anpacken ..... zusammen mit Frau Merkel?)

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Christoph Rohde

Jesus: Ihr sollt nicht Ehre voneinander nehmen

Ein Juncker, dem erlaubt ist, mit deutschem Steuergeld zu spielen, hält die Laudatio auf Schäuble, der letztlich doch Eurobonds und den Ausverkauf Deutschlands zulässt. Einfach bitter und erbärmlich.

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günther reichert

Euro-Krise könnte Deutschland nach Einschätzung d Ifo-Präsidenten Sinn bis zu ca 1 Billion E kosten

Berlin.Die Euro-Krise könnte Deutschland nach Einschätzung des Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn bis zu eine Billion Euro kosten. "Der in Griechenland verlorene Betrag von etwa 80 Milliarden Euro ist klein im Vergleich zu der Summe, für die wir insgesamt haften: Um den Euro zu retten, sind wir bereits gewaltig ins Risiko gegangen", sagte Sinn der "Rheinischen Post" laut Vorabbericht.Quelle: dapd

Die Bundesrepublik verliere bei einem möglichen Staatskonkurs Italiens, Griechenlands, Spaniens und Portugals über 600 Milliarden Euro. "Und wenn der Euro zusätzlich zerbrechen sollte, kommen noch einmal gut 300 Milliarden für nicht einbringliche Notenbank-Forderungen hinzu. Insgesamt könnte dann eine knappe Billion Euro weg sein", sagte der Ökonom.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.05.2012 09:53 Uhr
Horst Ziegler

1 Billion Schuldentitel

Die Zahl hört sich gewältig an. Bei einer Annuität von 3% Zinsen und 1% Tilgung, also einer Annität von 4%, sind das mal gerade 40 Mrd. € an Zusatzlasten. Bei einem Bundeshaushalt von 306 Mrd. € wäre also zu Lasten des Einzelplanes 'Arbeit und Soziales' eine Summe von 40 Mrd. € zu kompensieren. Das ist im Extremfall möglich!

Also: Der Druck aus den EU-Risiken kann man auch als Chance sehen, unseren aufgeblähten Sozialstaat abzubauen und Subventionen abzuschaffen. Die Billion ist ein große Zahl, nur man muss sie mit Leben erfüllen, dann wird daraus eine hantierbare Größe, die keine Panik auslöst.

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Bernd Seggewiß

Die EU wird den Bach runter gehen...

und das haben wir Leuten wie Schäuble zu verdanken. Dafür kann er meinetwegen einen Orden bekommen. Hoffentlich erlebt er das noch.

Nur weil die Politik unrechtmäßigerweise mit Subventionen, Rettungsmilliarden und subtileren Methoden wie Inflation dagegenhält ist dieses Kartenhaus noch zusammengebrochen. Fällt das stärkste Glied in der Kette fällt auch die EU. Die Frage ist nur wie lange das noch dauert?

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 17.05.2012 19:27 Uhr

Dieser Preis kostet uns als Steuerzahler hunderte von Milliarden € - und eine Schande ist es zudem!

Eine Schande, dass jemand, der sich von einem schmierigen Waffenhändler 100.000 in bar zustecken läßt, auf diese Art auch noch geehrt wird. In diesem Zusammenhang ein Zitat aus dem FAZ-Artikel „Waffen, Geldkoffer und schwarze Kassen“ vom 03.08.2009: „Auch den früheren CDU-Vorsitzenden Wolfgang Schäuble bedachte Schreiber 1994 mit 100.000 Mark in bar.“ Zitat Ende. Abgesehen davon, dass dieser gute Europäer sich diesen Preis mit hunderten von Milliarden, welche den deutschen Steuerzahlern belastet werden, bezahlen läßt. Pfui Teufel!

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Wolfgang Richter

Peinlich

Man muß sich nur eine Liste der Festredner und bisherigen Preisträger anschauen.
Noch schlimmer ist es, die Reden zu lesen.
Hier wird prämiert, wer am besten die politische und finanzielle Souveränität seines Landes demontiert und dessen Volksvermögen nach außen weiterreicht.
Den gleichen Preis wie Juncker zu erhalten, ist die größte Schande, die jemandem widerfahren kann.
Insofern ist Schäuble ein würdiger Preisträger.

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bernd stegmann

Wenn dieser Herr Schäuble nicht ganz klar ein Verfassungsfeind ist, weiß ich nicht mehr weiter?

Wieso wird der nicht vom Verfassungsschutz beobachtet und anschließend für solche Äußerungen verhaftet? Der will definitiv mein Heimatland Deutschland auflösen und sagt das völlig offen. Sind die alle irre? Was geht in diesen Hirnen bloß vor? Wem soll dieser Unsinn nützen? Oder wollen die absichtlich wieder Krieg und Not?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2012 20:25 Uhr
bernd stegmann

Hallo Herr Menzel, Sie haben aber seine Rede schon vernommen? Abgabe nationaler Zuständigkeiten,

darunter so Kleinigkeiten wie Haushaltsrecht, er will eine europäische Zentralregierung mit genau ihm, so ein Zufall aber auch, als europäischen Finanzminister.
Sowas nannte man mal Volksverräter oder Hochverräter.

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Dr. Michael Menzel

Ist was dran, aber nicht ganz zutreffend

Schäuble hatte doch nie vor, Deutschland aufzulösen, dazu ist ihm seine eigene nationale Bedeutung zu wichtig. Da sollten sie sich an die originalen Systemveränderer wie Trittin, Nahles, Steinmeier, Steinbrück, ja und auch die sozialdemokratisierte Merkel - die ganze rot-grüne Gesellschaft - wenden. Die wollen die Nationalstaaten liquidieren und ganz Europa für die sozialistische Internationale gefügig machen.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 17.05.2012 16:00 Uhr

Juncker,Trichet,Schäuble-solchen Kerlen ist zu verdanken, dass "Europa" zum Schimpfwort wurde

Es ist schon eine merkwürdige "Auslese" , die sich da in der Provinz Bad Aachens gegenseitig salbt - ganz nach Art von Potentaten untergegangener Ostblockregime.
Juncker ist der Abgesandte Luxemburgs. Das Geschäftsmodell des Kleinstaates besteht darin, Europas Freizügigkeit auszunutzen, die übrigen Teilnehmer in Steuerfragen zu betrügen. Junker prägte den Satz " Wenn es ernst wird, muss man lügen".
Ähnlich gelagert ist Karlspreisträger Trichet. Der dubiose Lobbyist wechselte direkt von der Anklagebank ( Bilanzverschleierung) an die Spitze der EZB. Den nötigen Persilschein lieferte wunschgemäß die Pariser Justiz - wurde Trichet doch vom korruptionsnotorischen Präsidenten Chirac protegiert. Trichet verwandelte die Bilanz der EZB in die Risikomüllhalde frz. Banken
In diese Reihe gehört Schäuble. Sammler dubioser Parteispenden. Hinterzimmerdemokrat
als es darum ging, in der ESM-Frage den Bundestag zur Selbstentmündigung zu verführen.
Abgründe zwischen seinen Worten und seinen Taten.

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Norbert Dr. Leineweber

Die "Krönung" Schäubles ist ein Skandal. Was zählt sind die Ergebnisse seiner Politik !

Den Preis hat eigentlich nur einer verdient: Prof. Hans-Werner Sinn.
Er ist der Einzige in Europa, der diese Region hätte rechtzeitig vor dem Untergang retten können. Die Krönung Schäubles ist ein Skandal erster Güte. Den Preis bekommt er just in dem Moment als Deutschland Europa eine Billion kosten wird (Prof. Sinn heute - Deutschland droht Billionen-Verlust). Besser kann man das, auch noch taggleich, nicht auf den Punkt bringen.

Nach den Preisträgern Trichet und Schäuble ist der Preis nicht mehr wert als der Trostpreis an einer Schießbude. Die Medien können das nächste Mal live vom Rummelplatz berichten und das echte Ambiente in Aachen ausblenden. Am Besten lässt man noch zwei Woodoo-Puppen von Schäuble und Trichet im Autoscooter gegeneinander fahren, quasi als Sinnbild Europa gegen die Wand gefahren zu haben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2012 19:34 Uhr
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 17.05.2012 19:34 Uhr

Verdient hätte Prof. Sinn den Preis ganz sicher, aber wenn man sich die früheren ...

.... Preisträger anschaut, dann wäre eine Preisverleihung an Prof. Sinn eigentlich eher eine Zumutung.

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Erwin Stahlberg

Kein Anlaß zum Feiern

Die Feier hätte unbedingt abgesagt werden müssen!

EUROPA steht gegenwärtig am Abgrund und man lobt,
wo es ganz und gar nichts zu loben gibt.

Phantastisch!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2012 19:30 Uhr
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 17.05.2012 19:30 Uhr

So ist es, fernab

jeglicher Realitäten!

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Johann Roth

Fragmente

Gemeint ist eine nur in Fragmenten vorhandene politische Ebene innerhalb der EU.

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Johann Roth

Direkt gewählter Kommissionspräsident

Mir einer europäischen Regierung wäre es zur Eurokrise nicht gekommen. Mann kann 17 Nationen mit 300 Millionen Einwohnern nicht mit Fragmenten regieren.

Herrn Schäuble stimme ich hierin voll zu.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2012 18:35 Uhr
bernd stegmann

Hallo Herr Roth, schonmal irgendein Geschichtsbuch gelesen, oder sich mit der Natur des

Menschen befasst? Eher nicht, sonst würden Sie nicht solchen Unsinn schreiben.

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Dr. Michael Menzel

Peinliche Vorstellung

Es ist schon peinlich, wenn man sich die Liste der Preisträger ansieht, in der sich seit 2002 fast ausschließlich die Macher der Eurogruppe den Preis gegenseitig abwechselnd zuschanzen.
"Stabilisierung der Währungsunion" wird als Schäubles Leistung gepriesen.
Und wir können sagen, wir sind dabei gewesen, wie die Ruinen der Währungsunion in sich zusammenfielen.
Das nennt man eine posthume Preisverleihung, da ja 2002 "der Euro" höchstselbst den Preis erhielt. Absurdes Theater!

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Erich Heini

Treppenwitz

Der Treppenwitz dabei: Vom 'Europa der zwei Geschwindigkeiten' ist ganz eindeutig jener Teil in besserer Verfassung, der sich sich die Euro-Krücke nicht zugelegt hat. Aber davon werden wir in der Laudatio mit Sicherheit nichts vernehmen.

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Gerold Keefer

2002 ging der Karlspreis an den Euro!

Mehr ist zur Qualität dieser Auszeichnung und zur Qualität dieses Ausgezeichneten nicht zu sagen.

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Daniel Grün

Der Karlspreis ist

das untrügliche Zeichen dafür das der "geehrte" nichts für Deutschland getan hat. Eher das Gegenteil.

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günther reichert

Nicht vergessen sei das Problem politischer Freundschaften Kohl - Schäuble bis zur Trennung

Ich verstehe nie,dass Mächtige wie einst auch Kohl irgendwann meinten ,er sei die Bundesrepublik persönlich und selbst gegen die eigenen Freunde etc intrigieren kann .
Ähnliches Phänomen der zunehmenden Omnipotenz kennt man teilweise insbesondere auch in Großunternehmen.Mancher Vorstandvorsitzender meint ihm gehöre die Aktiengesellschaft selber und baut Dynastien auf.Andere werden abgewertet und verlieren ggf ihren Job.-
Wenn nun die Realität in Parteien so ist,dass Intrigen etc. eben vorkommen,dann ist es für das Ganze (Demokratie)wichtiger,bevor schmutzige Wäsche gewaschen wird,einen Schnitt zu machen.
Die Geschichte z.B.des Verlustes des Amtes von Röttgen wird wahrscheinlich später zeigen,dass in der raschen Welt,Intrigen nicht mehr von Mächtigen gemacht werden können,sondern nach drängenden Sachfragen entschieden wird.
Ich kann nur hoffen,dass die Lösung der Finanzkrise sachlich und möglichst rasch gelöst werden kann.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2012 20:00 Uhr
günther reichert

@Herrn Bernd Stegmann.Danke für ihre Antwort.

Ihre Meinung steht nicht im Gegensatz zu meiner Meinung.Ein vermeintlicher Unterschied resultiert nur aufgrund der verschiedenen Ebenen.
Wenn Jemand mehrmals gewählt wird,dann glaubt er mit der Zeit, dass er ausgewählt ist.
Komischerweise wählen Wähler genau eher solche Politiker,weil sie nicht wissen,was wirklich hinter den Kulissen jeweils passiert.Wie oft fällt man selbst herein-und zwar egal bei welcher Partei.

Deswegen ist es m.E.wichtig,dass die heutigen Bürger nicht nur Forderungen an die Politik
stellen,sondern sich auch in die Politik einbringen oder informiert sind soweit das neben dem Alltag,Beruf und Familie möglich ist.
Es genügt nicht,nur immer die Gleichen oder die Anderen am Wahltag zu wählen-je nach Großwetterlag.Ein Engagement allein durch den Wahlzettel ist zu wenig.

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bernd stegmann

"...er sei die Bundesrepublik persönlich " Kann ich Ihnen ganz genau sagen, woher die diese

Einbildung, übrigens völlig zu Recht, nehmen. Aus der wieder und wieder erfolgten Legitimation über demokratische Wahlen durch den deutschen Wähler.
Sie sollten eher fragen, ob deutsche Wähler eigentlich noch wissen, was sie tun.

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