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Ehrensold, Büro und Mitarbeiter Eine Frage von Moral und Anstand

 ·  Es herrscht Einigkeit darüber, dass Ehrensold und Ausstattung neu geregelt werden müssen: Was für ehemalige Bundespräsidenten als selbstverständlich galt, wird bei Christian Wulff zum Streitfall.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (47)

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Guenter Wunderle
Guenter Wunderle (wunhtx) - 12.03.2012 07:47 Uhr

Staatspolitische gängige Praxis - Gutdunken nach Gutsherrenart

Trefflich kann man sich über die Leistungen an Wulff streiten. Trefflich auch über die Gründe des Rücktrittes. Wenn aber die staatspolitische gängige Praxis dazu missbraucht wird, um hier Sppontanänderungen umzusetzen, ist dies ein Denken nach Gutsherrenart und Gutdünken steht hier vor dem Handeln.

Die Causa Wulff hat allerdings erkennbar gemacht, dass alle Parteien im Bundestag jderzeit bereit zu sein scheinen, Gesetze und Recht zu brechen, es kommt nur darauf an, wen es treffen soll. Werden wir zunehmend von künftigen Politikern regiert, für die unser Rechtsstaat keine Gültigkeit hat. Diese Land wollten diverse Gruppen zerstören. Die einen - RAF - wollte dies mit Gewalt und ist erfolgreich bekämpft worden. Der Rest dieser linkslastigen Mitläufer wollte das Land auf dem Weg durch die Instanzen zu ändern - und diesen scheint zu gelingen - mit Hilfe geistiger Inhalte der Politiker und einiger Journalisten, das Land in den rechtsfreien Raum zu treiben.

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günther reichert

Syndrom Wulff:Darüber hinaus stellt sich die Frage:Leben wir inzwischen in einer "Juristenrepublik"?

Und immer wieder dieser Kampfbegriff der" Neiddebatte",der hier doch eher falsch angebracht ist.Neid entsteht beim Menschen in der Regel dadurch,dass er seine dahinterliegenden (oft existenziellen)Ängste unbewußt zudecken/ausblenden kann u damit sich Erleichterung für sein eigenes Dasein schafft.Neid spielt sich im direkten Umfeld eines Menschen in bestimmten Altersphasen eine Rolle,dass aber der Neid eines Menschen bis nach Berlin reichen soll,ist m.E. absurd.Wenn das so wäre,müßten jeden Tag d Menschen neidig sein wegen den sehr hohen Vergütungen/Boni von Vorständen ,die irgendwo in DE leben.-Das ist aber nicht d Fall.Es geht also bei Wulff um eine privatpolitische Angelegenheit,dass ein Vertreter/Repräsentant des Staates,der aus politischen Wahlverfahren hervorgegangen ist,sich materielle Dinge sich schenken läßt und dann danach noch sich so verhält,als man ihn erwischt hat.
Darüber hinaus stellt sich die Frage:Leben wir inzwischen in einer ausufernden"Juristenrepublik"?Gute Nacht.

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Herbert Kern
Herbert Kern (pleiades) - 11.03.2012 17:15 Uhr

Die ehrenvollen Vier ...

Möchte den Nimbus, die Vergangenheits-Verklärung, um die ehrenvollen Vier
hier mal zur Diskussion stellen.

Walter Scheel. War schon damals eine Lachnummer. „Hoch auf dem gelben Wagen“ kann ich besser singen.

Richard von Weizsäcker. Berühmt und anerkannt wegen seiner Rede. Verliert aber recht schnell die „staatsmännische Contenance“, wenn er nach seinem Vater und dessen Position im Reichsaußenministerium unter von Rippentrop ge-/ befragt wird. Ist Privatsache.

Roman Herzog. In Erinnerung wegen seiner Ruck-Rede. Dort u.a.: „Wir werden uns von lieb gewordenen Besitzständen trennen müssen“.

Wen meinte er schon damals mit „wir“? Er könnte den Ernst seiner Worte jeden Tag in die Tat umsetzen! Aber einen Ehrensold kann man ja nicht verweigern. Der wird jedem automatisch aufs Auge gedrückt.

Horst Köhler. Zu dem fällt mir wenig ein, außer IWF. Bisschen blass, langweilig, aber scheint ne ehrliche Haut zu sein.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.03.2012 20:05 Uhr
Herbert Kern
Herbert Kern (pleiades) - 12.03.2012 20:05 Uhr

@Günther Reichert ...... Vielen Dank Ihnen, lieber Herr Reichert, für die inhaltlichen

Ergänzungen. Scheel betr. habe ich noch dunkel (weil Jungspund) die Empörung in Erinnerg, die der Umbau der "Rentner-Villa" verursachte; wie anderes auch.

v. Weizsäcker, der Interpret d. Geschichte Ds. und Großmeister d. Rhetorik, hat die eigene FamGeschichte nie öffentlich aufgearbeitet; stets unterm Teppich gehalten. Wird noch heute recht unwirsch, wenn jemand daran tippt. Und d. Papa wird sicher auch nicht mit einer Kriegswitwenrente zuhause angetreten sein. Es geht hier nicht ums Wühlen. Was stört ist, mit welch einer Selbstverklärung, S-herrlichkeit u. S-verständlichkeit diese Herren lebenslange Privilegien für sich "beanspruchen". Königl. Gottesgnadentum samt Apanagen war gestern. Bu-Präsidenten sind Bürger unter Bürgern. Repräsentanten auf Zeit. Amt weg, Amts-Privilegien weg. Das ist Logik. Alles andere ist chichi. Basta
Hab lange gebraucht. Aber der Kopf ist rund, damit die Gedanken kreisen - können.

1.000 Z sind leider zu wenig, für mehr. Ihnen alles Gute, MfG - Kern

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günther reichert

Lieber Herr Kern,Sie haben recht.

Durch die Rückschau wird viel verklärt.Bei den Bundespräsidenten erfolgt vorwiegend die Zuwendung,Achtung durch Andere aus dem Amt selbst und nicht aus Gründen der Person.Deswegen hatte Wulff auch ein Problem damit,wenn hier zusätzlich Differenzen manifest werden.
Bei Walter Scheel zeichnete sich schon damals m.E.der Untergang der Liberalen an(Auch Genscher,der sich allerdings als Außenminister sehr stark engagiert hatte,stand letztlich unter dem Druck der geostrategischen US-Ordnungspolitik,was in den Jahren des Zusammenbruchs des Ostblocks deutlicher sichtbar wurde).
Richard von Weizsäcker konnte aufgrund der gut gelernten Rhetorik mit Reden Aufsehen erregen.Er war derjenige,der scheinbar d Geschichte für sich gepachtet hatte.Deswegen soll auch nicht von d Vergangenheit,die das Selbstbild stört, geredet werden.
Roman Herzog ist mit dem HauRuck in Zusamenhang zu bringen mit der Liberalisierung der Finanzmärkte in d USA.
Horst Köhler hielt nichts von Verklärungen etc. und ging einfach.

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Florian Adler

Insgesamt 16 Fahrzeuge für vier BPräs a.D.

Schon allein diese Position im aktuellen Ausstattungsumfang bedarf einer spezifizierten Erläuterung.

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Angelika Reiermann

Gleiches Recht für alle

es geht hier nicht um Neid! Aber warum sollte ein Maurer oder eine Krankenschwester bis 67 arbeiten, und unserer Politiker nicht? Es ist dringend erforderlich diese Regelungen zu überarbeiten. Über die wulffschen Fehltritte haben wir hier doch schon genügend geschrieben. Auch er kann ja ein Ruhegeld bekommen. Aber alles zu seiner Zeit. Und bitte angemessen und nicht unverschämt. Aber ein gesunder 52 Jahre junger Mann kann sicher noch einer geregelten Arbeit nach gehen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.03.2012 11:10 Uhr
Angelika Reiermann

Traurig

leider schreiben manche schneller als sie denken! Natürlich brauchen wir ein besseres Bildungssystem für unsere Kinder! Mit meinem Beispiel meinte ich ja auch nur die inzwischen schlechte Bezahlung ,und das sehr ungerechte Renteneintrittsalter. Wenn ein körperlich schwer arbeitender Mensch bis 67 arbeiten muß, sollte das für die Politiker auch gelten.
Ach ja, wenn die arbeitenden Bürger wieder mehr in der Tasche haben, haben wir wieder weniger soziale Brennpunkte und wahrscheinlich auch ein entzerrtes Schulbild!
Nette Grüße!!!!

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Konstantin Schneider

Wir brauchen Menschen, die mehr wollen, als nur schnödes Geld verdienen

Und die verdienen es natürlich auch gesondert behandelt zu werden. Wenn die Wirtschaft bei uns gänzlich das Ruder übernimmt, dann dürfte es keine 10 Jahre dauern, bis bei uns Verhältnisse herrschen wie in Brasilien, d.h. nach meiner Erfahrung Mord und Totschlag überall, wo es der Upper Class gefällt. Die Kamelle mit dem Maurer oder der Krankenschwester hat längst dazu geführt, dass weder ein Mauer- noch ein Krankenschwesterkind Bildung in vollem Umfang geniessen. Wenn sie das gut finden, dann gute Nacht!

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Otto Suwelack

Die Frage von Moral und Anstand

Bitte machen Sie Schluss mit Ihrer Berichterstattung und Kommentierung der Causa Wulff. Nach seinem Rücktritt und der Verabschiedung sollten Sie auf die Ergebnisse der staatsanwaltlichen Ermittlungen und Entscheidungen der Gerichte warten! Ich empfinde Ihr Nachkarten als zutiefst unanständig: Nachtreten auf jemanden, der am Boden liegt. Hat das etwas mit Moral zu tun?

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Konstantin Schneider

Diese Neiddebatte rund um Wulff ist unerträglich

Man kann sich nur noch angewidert abwenden, wenn es um die Causa Wulff geht. Dass Wulff zum Monster stilisiert wird, während sich an den Finanzmärkten diese längst wieder in die Startlöcher begeben, um nach dem Schuldenschnitt für Athen das Augenmerk auf die anderen Sorgenkinder Europas zu lenken, ist unerträglich wenn nicht sogar kriminell. Zumindest sollten sich viele Politiker langsam fragen, vor welchen Karren sie sich da spannen lassen und warum ihnen ihr Verstand nicht grössere Mässigung in der Causa Wulff gebietet. Dass Wulff zurückgetreten wurde und man dem Volk nebenbei die Flausen austreiben will, es könne sich in der Not auch mal auf Freunde verlassen, ist kaum zu bestreiten.

Endgültig klar sein sollte, dass Wulff seinen vollen Ehrensold bekommt. Und das man mögliche Einkünfte nach einer Rückkehr ins Berufsleben nicht auf diesen verrechnet, ebenso. Der brutale Versuch, ein paar menschliche Schwächen zu einer grundsätzlichen Abrechnung zu nutzen, ist völllig inakzeptabel.

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Cornelia  Holtmann

Die Weisungsgebundenheit des Staatsanwalts. - Einflussnahme auf seine Ermittlungen.

"In der Gewaltenteilung ist der Staatsanwalt als Leiter der Ermittlungen der Exekutive zuzuordnen.

Anders als Richter sind Staatsanwälte weisungsgebunden und unterliegen uneingeschränkt der Dienstaufsicht durch Vorgesetzte. Damit ist eine nicht unerhebliche Einflussmöglichkeit auf die Staatsanwaltschaften und Staatsanwälte gegeben, zumal die Weisungsgebenden nicht an die Schriftform gebunden sind." (Staatsanwalt - Wikipedia)

Es ist doch erstaunlich, in welcher Weise die so vielgerühmte Gewaltenteilung in der Praxis unterwandert werden kann. Der Staatsanwalt untersteht also der Dienstaufsicht seiner Vorgesetzten, die als Vertreter der Exekutive - gerade im Fall von Herrn Wulff - aufgrund ihrer persönlichen Nähe zu dem Bundespräsidenten als befangen anzusehen sind.

Die Weisungsgebenden sind nicht an die Schriftform gebunden. Das ist unglaublich! Ein Anruf genügt, Dienstanordnungen müssen nicht dokumentiert werden und liegen als Beweise nicht vor.

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David Landern

Problemidee "Strafe für Privatrücktritt"

Wenn man anfängt, Politikern den Geldhahn abzudrehen, wenn sie wegen eines Fehlverhaltens zurückgetreten sind, dann führt das zu einer Verschärfung der Problemlage. Es ist nämlich dann für den Politiker noch zusätzlich unattraktiver, zurückzutreten, als es ohnehin schon gewesen wäre. Die Hemmschwelle, nach Fehlverhalten die Konsequenz zu ziehen und den Rücktritt zu erklären, steigt also durch eine solche Regelung. Welche Folgen das hat, kann man seit der Loveparade-Katastrophe in Duisburg beobachten, wo OB Sauerland sich auch deswegen keinen Rücktritt unternommen hat, weil das seine Ruhebezüge massiv reduziert hätte.

Sinnvoller wäre es, auch den Bundespräsidenten einer Abwahlmöglichkeit zu unterwerfen, z.B. durch die Bundesversammlung, die ihn ja auch gewählt hat. Hier wäre die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums sinnvoll. Sobald man nämlich auch unfreiwillig "zurückgetreten" werden kann, sind solche Straf-Regelungen viel unproblematischer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 15:59 Uhr
Konstantin Schneider

Ich finde, Sie bringen hier ziemlich viel durcheinander

Denn während Herr Wulff wegen privater "Verfehlungen" politisch "zurückgetreten" wurde und dies nur rein äusserlich persönlich tat, wollte Herr Sauerland als politisch Verantwortlicher wegen persönlicher Vorteile nicht zurücktreten. Allerdings war im Fall Sauerland auch durchaus davon auszugehen, dass sich die McFit Gruppe für das Love-Parade-Debakel zu verantworten haben würde. Der Fall Sauerland war im Prinzip die Generalprobe für das Präjudizieren von Verantwortung zwecks Untermauerung von Rücktrittsforderungen, welche durch spezielle Mechanismen unserer Mediendemokratie peu à peu verschärft wurden. Die Diskursmacht von drei Flaggschiffen unserer Medienlandschaft gab z.B. den Ausschlag für die Aufnahme staatsanwaltlicher Ermittlungen, von denen bis heute niemand wirklich weiss, wer sie in Gang gebracht hat. Für Wulff kam dies alles plötzlich und unerwartet, weswegen er sich jetzt in ein Kloster begeben hat, um sich von den scheusslichen Demütigungen durch die Presse zu erholen.

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dorothea Platz
dorothea Platz (dopla) - 11.03.2012 11:40 Uhr

Was können wir Bürger nun tun? Eine Bürgerinitiative gründen? Sammelklage gegen BP-Amt?

Sehr guter Artikel. Was können wir Bürger nun tun, wenn wir diese "Entscheidung" von dem "zufällig gerade erkranktem" Hagebölling nicht akzeptieren? Sammelklage? Bürgerintiative? Weiter Druck auf die gleichgültigen "Volksvertreter", die unsere mails und Briefe sowieso nicht beachten? Diese Frage ist sehr ernst gemeint und ich wäre dankbar für eine Antwort.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 18:33 Uhr
Cornelia  Holtmann

Sehr geehrter Herr Summa,

wenn Sie wirklich an der Rechtslage interessiert sind, empfehle ich den hervorragenden Artikel zur Rechtslage im "Fall Wulff" von Professor em. Dr. Dr. h.c. Hans Meyer in der FAZ vom 8. März (über Google:"Zum Fall Wulff: Übergangsgeld ...").

Ich befürchte allerdings, dass Sie eine andere Meinung als die Ihre gar nicht in Betracht ziehen.

MfG

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Hermann Summa
Hermann Summa (Summa) - 11.03.2012 15:31 Uhr

Wie wäre es mit

Ruhe geben, weil die Rechtslage nun mal so ist wie sie ist. Irgendwann muss mal Schluss sein mit der gekünstelten Empörung.

Sie kriegen doch nur Magengeschwüre, wenn Sie sich dauernd aufregen, und daran ist Herr Wulff dann auch noch schuld.

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Cornelia  Holtmann

Herr Gauck soll über die Ausstattung entscheiden müssen? - Absurder geht's nicht!

Wird das Wort "Befangenheit" bald vollkommen aus dem juristischen Wortschatz verschwinden?

(Wenn der Nachfolger redlich ist - und davon gehe ich im Fall von Herrn Gauck aus - dann ist das eine Zumutung!)

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Dr. Hans Herz

Moral und Anstand

Eine neue Art von öffentlichem Mobbing hat Christian Wulff aus dem Amt vertrieben, ohne dass die Vorwürfe gegen ihn Handlungen in seiner Amtszeit als Bundespräsident betrafen und ohne dass er von einem deutschen Gericht für schuldig befunden wurde, allein Neid und Missgunst von wohl mehr als der Hälfte der Menschen in unserem Land hat ihn m.E. aus seinem Amt getrieben, bevor ein Gerichtsverfahren begonnen wurde, und diese Einstellung gegen Wulff findet jetzt erst recht Nahrung durch die erforderliche Entscheidung über Ehrensold und Beigaben.

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Hans Eberhard Müller

Bewußt versäumte Reformen

Diese Alimentationen, sprich Pensionen für unseren Beamtenstaat sind ein Skandal u. ein Faustschlag ins Gesicht für die Rentner. Auch diese Regierung verweigert sich weiterhin, auch aus parteipolitischen Gründen, eine Pensionsreform sofort in den Bundestag zu bringen. Durchschnittliche neue Zahlen: beitragsfreie Pensionen 2780€, beitragspflichtige Renten 748€!!!
Mahnungen, auch vom Bund der Steuerzahler, finden bei Merkel und Schäuble kein Gehör, auch wenn Milliarden eingespart werden können.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 15:33 Uhr
Hermann Summa
Hermann Summa (Summa) - 11.03.2012 15:33 Uhr

Ach Herr Müller,

solche Zahlenspielereien sind kindisch, weil Äpfel und Walnüsse miteinander vegleichen werden.

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Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 11.03.2012 14:49 Uhr

Super

jetzt muss wulff auch noch für sâmtliche Beamtenpensionen herhalten. Wenn es so weitergeht gründe ich wirklich noch ein Pro-Wulff Komitee, schon aus Trotz.

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gisbert heimes

Die Überversorgung insbesondere des höheren Beamtentums

ist ein mehrfacher Skandal: erstens, weil er die Staatsfinanzen künftig in einem immer unerträglicheren Maße belastet; zweitens, weil gerade das höhere Beamtentum bis in die Verfassungsorgane hinein an den Rechtsgrundlagen für diese schamlose Privilegierung fortwährend mitwirkt (s. jüngstes BVerfG-Urteil zur Professoren-Besoldung); drittens, weil die Vierte Gewalt das Thema nicht zu einem öffentlichen macht.

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Peter Slater

Moral & Anstand ?

Also es ist schon erstaunlich, was die weite Offentlichkeit als Moral und Anstand betrachtet und wenn dazu noch Bild-Redakteure zu Hetzveranstaltungen einladt, dann folgen FAST alle. Es heisst ja immer, das Menschen in der Bundesrepublik das Grundrecht auf Wurde und Menschenrechten haben und dem widersprach die Offentlichkeit und die Offentlichkeit weiss auch, das erst die Schuld bewiesen werden muss und solange gilt jeder Burger des Landes als gesetzlich unschuldig. Christian Wulff hat als Bundesprasident seine Position NICHT MISSBRAUCHT und sich auch NICHT BEREICHERT. Das Christian Wulff den Ehrensold annahm, dafur habe ich vollstes Verstandnis, nicht nur gesetzlich steht ihm dieses zu, sondern dies werte ich auch als Wiedergutmachung des offentlichen Rechts und es steht dem BP zu, uber den Zapfenstreich zu entscheiden.

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gisbert heimes

"Ruhebezüge aus dem öffentlichen Dienst werden verrechnet"

Bei Herzog, klar. Bei Köhler sind nur Ruhebezüge aus seinen früheren Dienstverhältnissen in Landes- und Bundesregierung, zuletzt 1993 als Finanzstaatssekretär, zu beachten. Versorgungsbezüge aus seinen Tätigkeiten als Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e. V., bei der EBWE und als IWF-Direktor stellen keine Ruhebezüge aus dem öffentlichen Dienst dar (letztere sowieso nicht aus deutschen öffentlichen 'Kassen'). Bei Wulff wiederum müßte die Verrechnungsklausel (wenn es sie denn so gibt) greifen.
Allerdings steht dem die Begrifflichkeit 'Ehrensold' im Wege, die es so im öffentlichen Dienst m. W. sonst nirgends gibt. 'Ehrensold' kann eigentlich nur heißen, daß er völlig unabhängig von anderen Einkünften und Versorgungsansprüchen geleistet wird. Insgesamt bleibt festzuhalten, daß der Begriff und seine gesetzliche Konstruktion abzuschaffen sind und die Versorgung von Ex-BP einer Neuregelung in Anpassung an das (ebenfalls zu reformierende) Beamtenrecht bedarf.

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Siegfried Kellner

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus................

Einen kleinen Angestellten schmeißt man in der heutigen Zeit einfach raus und kein Hahn kräht mehr nach ihm. Aber bei den Politikern ...

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Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 11.03.2012 10:07 Uhr

Ausstattung BP

Das man sich nun hektisch Gedanken macht über Lapalien, zeigt die Aufgeregtheit der Debatte. Es gibt nun mit Verlaub Wichtigeres als die Anmietung eines Büros. Das ein ehemaliges Staatsoberhaupt "etwas" überhalb der Armutsgrenze leben kann, sollte sich ein reiches Land wie Deutschland ruhig gönnen. Die Debatte läuft zur Zeit Tsunami artig. Wollten wir nicht gute Leute in der Politik?? Sollte nicht ein Austausch zwischen Politik und anderen Ebenen der Gesellschaft möglich gemacht werden? Der Zeitaufwand von Politikern ist erheblich und muss entsprechend entlohnt werden.Über 200 000€ brutto pro Jahr mag man streiten, jedoch liegt diese Summe sehr weit unterhalb von in der Wirtschaft gezahlten Pensionen auf Geschäftsführer oder Vorstandsebene. Viele Kommentare suggerieren, das die BRD einer sog. Bananenrepublik ähnelt. Leute wacht auf. (Zumindest) im Vergleich steht Deutschland in vielen Bereichen gut da. Soll nicht heissen das es nicht noch besser geht.

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Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 11.03.2012 10:00 Uhr

Wenn ich jemals ein gutes Beispiel für "Winkeladvokatentum" nennen will...

... dann habe ich es in diesem Vorgang gefunden. Egal, wieso ein Bundespräsident geht, er könnte es von seinen selbst eingesetzten Kumpels im Präsidialamt als "politischen" Grund verkaufen lassen. Und der Rest der politischen Szene wird einen Teufel tun und einen Präzedenzfall wg. "Unfähigkeit im Amt" schaffen. Man hätte ja auch Wulff klagen lassen können. Die traurige Quintessenz aus dem lauen Protest des Haushaltsausschusses ist: Selbst die Opposition ist so vom nicht-juristischen Verständnis von Gesetzen entfremdet, dass sie diese Chance nicht nutzt. Ich persönlich bin kein Jurist, und daher traue ich mich zu sagen: Wenn ein Gesetz bzw. dessen Anwendung für die Allgemeinheit nicht verständlich ist, dann ist es kein gutes Gesetz. Allerdings scheint dies kein besonderes Kriterium bei der Erstellung von Gesetzen zu sein - wenn sie jeder verstehen und anwenden könnte, was sollten dann die Fachleute noch machen? Daher wird auch niemand Gesetze *vorher* auf solche Probleme prüfen.

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Closed via SSO

Auf besonderen Wunsch der Demonstranten singen wir jetzt noch gemeinsam eine kleine Melodie.

Tango Korrupti
wenn einer draufkommt und entpuppt di
nimmst du dir einfach einen Anwalt
der was kann halt -
und bist schwuppti-wupp davon.
Mh mhm mmh....
Es gibt nichts was den Blutdruck hebet...
:-)

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Dennis Sieberman

Wenn wir jetzt energisch...

...nachtreten, bekommen wir künftige Bundespräsidenten eventuell zum Schnäppchenpreis. Dann hat sich die Kampagne doch für alle gelohnt, oder ?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 13:34 Uhr
wolf biermann

Der Flaschenpfand ist manchmal mehr wert....

als der Inhalt, was nützt dann der Schnäppchenpreis? Da hätten wir Wulff auch noch einige Jahre behalten können......

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Jahrgang 1963, politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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