03.04.2012 · Prag lehnt Berlins liebstes Kind, den Fiskalpakt, ab und baut sein Kernkraftwerk an der Grenze zu Deutschland aus. Doch die Beziehungen sind natürlich so gut wie nie.
Von Berthold KohlerRichtlinien für Lesermeinungen
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Den Tschechen ist jede Sonderrolle, nicht nur von uns, sondern auch seitens der EU, erlaubt!
Man stelle sich eine Umkehrung vor: Ein Deutscher hätte so gehandelt wie der Tscheche Benesch! Man stelle sich weiter vor, ein deutsches Parlament hätte diese Persönlichkeit einstimmkig für seine Handlungsweise im Sinne deutscher Volksrechte geehrt! Man stelle sich schließlich vor, alle deutschen Regierungen würden die Handlungen und die Ergebnisse, die dieser "Deutsche" begangen und erzielt hat für alle Zeiten für absolut sakrosankt erklären. Wie würde das Echo in Europa und in der Welt wohl ausschauen? -- Abgesehen von Rußland, dem Iran, Nordkorea und einigen weiteren lupenreinen Demokratien. Aber dieser hervorragende Mensch ist ein Tscheche gewesen und als Tscheche kann man sich alles erlauben. Aber wer weiß, gegen welche Vorschriften der sog. politischen Korrektheit ich mit solchen Überlegungen verstoße. Reißen sie doch einen Vorhang auf, hinter dem sich zeigt, daß alles andere, nur kein eitel Sonnenschein angebracht ist, denn die Redlichkeit wurde schäbiger Verlogenheit geopfert.
Necas Haltung zum Fiskalpakt zeigt das Haltbarkeitsdatum .....
.... selbst unterschriebener Verträge. Merkels Fiskalpakt ist auf Sand gebaut. Selbstverpflichtungen haben immer dann ihre Wirkung aufgegeben, wenn es den Partnern an die Substanz ging. Merkel hat nichts dazu gelernt; zum Nachteil Deutschlands. Und wir sollen sie nächstes Jahr wiederwählen. Für wie dumm hält uns die Merkel eigentlich. Selbst treue Konservative müssen um ihre Ersparnisse bangen. Soweit hat uns die CDU/CSU und FDP gebracht.
Tschechischer Atomstrom ist eben viel besser als unserer
Wir müssen wahrscheinlich erst mal richtig am Bioden liegen, ehe wir begreifen, dass man sein Tafelsilber nicht verschleudert.
Vorteile des Umgangs mit einem nationalen Kleinstaat von der Größe Bayerns
Ob Prag nun einen Stabilitätspakt eingeht oder nicht, ist eine nette Frage für den gegenseitigen Umgang auf beiden Seiten des Bayerischen Waldes, aber vermutlich wenig relevant für Europa. Und bei tschechischen Kernkraftwerken... muss man im Zweifel wohl auf langfristig wachsende Einsicht oder schlicht auf Westwind setzen.
Den Hoffnunbgen folgen enttaeuschengen
Da schreibt doch eine Frau von ihrer Hoffnung auf die Piraten. Die Enttaeuschung wird auf den Fuss folgen.
Der Fiskalpakt, wird nicht in CZ, das nicht €Mitglied ist, verhindert, sondern in Frankreich und Irland. Es ist an sich wohl ohnehin geplant ihn dermaßen zu verwässern, daß die Länder so und anders hineinpassen. Das Gegengeschäft, die ESM-Billion, wurde ja erreicht.Zum KKW:Bis vor einem Jahr waren die Konservativen ja Feuer und Flamme für die Kernkraft. Aber es ist ja so daß die allerneuesten Fans immer den größten Eifer entwickeln. Die deutsche Industrie, die in jeder Regierung ein gewichtiges Wort mitzureden hat, sieht das Ganze ganz nüchtern. Sollte die deutsche Energiewende&Netzausbau nicht nach Wunsch laufen, so stehen im Falle von Versorgungsengpässen in Tschechien und F bereits funktionierende KKW bereit. Weitab und va. außerhalb der Reichweite der Unwägbarkeiten deutscher Politik. Der Rest interessiert in D des J. 2012 keinen Menschen mehr.
Ausschlaggebend war die BW-Landtagswahl
Für den Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg von der Atomkraft war für die Union die BW-Landtagswahl ürsächlich und nicht die Angst der Bürger vor der Atomkraft. Insofern stört die Union die KKW Fessenheim und Temelin so lange nicht, wie die Whler deren Abschaltung nicht auf ihrem Radar haben.
Deutschlands Atomhysterie wird für andere Länder zum Geschäftsmodell. Das war klar. Und für Stromnothilfen wird richtig geblecht. Große Konzerne gehen weg. Und alles wegen der "Energiewende"
Ob Prag unterzeichnet oder nicht, das spielt insofern real keine Rolle, da EU Verträge und insbesondere dieser 'Fiskalpakt' nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Nie wurden in der modernen Geschichte Verträge schneller obsolet als im Brüsseler Geschacher, Gezocke und Gepokere...
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.04.2012 11:31 UhrDie Frage ist doch
warum sollte man einen Vertrag mit jemanden abschließen, von dem
man weiß, dass er sie sie fortwährend bricht. Mal eine Frage:
Was sind Verträge mit der EU eigentlich wert?
Bislang sind alle Verträge, die in die hier angesprochene Richtung
gingen ziemlich postwendend gebrochen worden.
Man sollte darüber nachdenken, ob die Tschechen immer noch mehr an
Denkvermögen besitzen, als die "Nach-68er Deutschen", die
ihre Denkschemata ausschließlich an pseudointellektuellem
"Geisteswissenschaftler-Gequatsche" festmachen.
Beweis z.B. Etik-Räte für technische Fragen etc.
Gute Nacht Deutschland. Schlafe wohl und genieße den Schlaf. Das
Erwachen wird bitter werden. Doch da wird die alte Deutsche Tugend
helfen, die da lautet: Das habe ich nicht gewusst.
Nur, den Tschechen wird keine unmittelbare Rechnung ausgestellt werden. Uns schon!
...
deutscher Politiker gegenüber Polen und Tschechien. Warum nicht die gleiche Augenhöhe wie zu westlichen Politikern? Hoffnung richtet sich auf die basisdemokratischen Piraten. Unterstützung kommt aus allen politischen Lagern. Das sollte auch der abgehobenen Frau Merkel zu denken geben!
Geniale Idee: Verträge einfach nicht mehr unterzeichnen!
Diese famose tschechische Idee könnte Schule machen. Man verspricht nur, aber man unterzeichnet nicht. Unterschriften sind so bindend.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.04.2012 11:33 UhrIst das so?
Seit wann sind EU-Verträge bindend. Was ist mit Maastricht, was ist mit Lissabon? Hat sich da irgendjemand daran gehalten?
Das ist doch in beiderseitigem Interesse
Tschechien erlangt mehr Wohlstand, Deutschland kann seine Strommangelerscheinungen besser vertuschen.