Zum Ritual deutsch-tschechischer Begegnungen gehört seit jeher die Versicherung, dass die gegenseitigen Beziehungen noch nie so gut gewesen seien. Daran hielt sich auch Frau Merkel am Dienstag bei ihrem halbtägigen Aufenthalt in der tschechischen Hauptstadt, und der tschechische Ministerpräsident Petr Nečas kam ihr dabei entgegen, so weit er nur konnte.
Die Tschechische Republik, sagte Nečas, werde sich an den Fiskalpakt halten, den zu unterschreiben er sich bisher weigerte und den er auch in absehbarer Zeit nicht unterschreiben will. Deutschland übe keinen Druck auf Prag aus, sagte Frau Merkel. Es stehe der Tschechischen Republik frei, dem Pakt später beizutreten, sie wisse, dass sich die Regierung diese Option offenhalte.
Ein neues Problem in den deutsch-tschechischen Beziehungen ist allerdings durch die deutsche energiepolitische Kehrtwende aufgetreten. Bisher hatten sich nur die Österreicher Sorgen um die Reaktorsicherheit des Atomkraftwerks Temelín gemacht; seit Fukushima interessiert man sich dafür auch in Deutschland.
Nečas sagte der Bundeskanzlerin zu, Deutschland alle relevanten Informationen über die geplante Erweiterung des Kraftwerks zukommen zu lassen. Druck auf die tschechische Regierung, auf den Ausbau von Temelín zu verzichten, gebe es nicht, versicherte die Bundeskanzlerin auch in dieser Angelegenheit.
Schon stinkig genug, wegen der Kernkraftwerke
Klaus Letis (odysseus_8)
- 04.04.2012, 07:24 Uhr
Ja, wir sollten uns Sorgen machen um das Kraftwerk in Temelin
Herbert Sax (H.Sax)
- 03.04.2012, 23:35 Uhr
Stell Dir vor
Edda Kuhlmann (DTaggert)
- 03.04.2012, 21:42 Uhr