http://www.faz.net/-gpf-88xep

Neue Mängel entdeckt : Deutschland stoppt Abnahme von „Eurofighter“-Flugzeugen

  • Aktualisiert am

Das „Eurofighter-Projekt“ ist seit längerem das Sorgenkind der Bundeswehr. Bild: dpa

Wieder gibt es Probleme mit dem „Eurofighter“: Laut einem Bericht sollen dem Verteidigungsministerium Informationen über einen „Fertigungsmangel“ an den Einsatzflugzeugen vorliegen. Vorerst werde sich die Flotte darum nicht vergrößern.

          Beim Kampfflugzeug „Eurofighter“ sind nach einem Medienbericht neue Probleme aufgetaucht. Das Verteidigungsministerium habe den Bundestag am Montag über einen „Fertigungsmangel“ im „Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und Rumpf“ unterrichtet, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Abend auf ihrer Internetseite.

          Demnach wurden dort Bohrungen „nicht spezifikationskonform gesenkt und entgratet“. Eine „Schädigung der Struktur des Luftfahrzeuges“ könne nicht ausgeschlossen werden, zitierte die Zeitung aus dem Schreiben des Ministeriums.

          Alle ausgelieferten Flugzeuge der Tranchen 1 bis 3A sollen dem Bericht zufolge von dem Mangel betroffen sein. Das Problem habe „keinen unmittelbaren Einfluss“ auf den Flugbetrieb der deutschen „Eurofighter“-Flotte, Deutschland habe die „Abnahme weiterer Serienluftfahrzeuge“ aber vorerst ausgesetzt. Derzeit analysierten Experten das Problem.

          Die Bundeswehr soll vom Hersteller Airbus insgesamt 143 „Eurofighter“ bekommen. Das Rüstungsprojekt steht seit Jahren in der Kritik, weil es mehrere Milliarden teurer wurde als geplant und es immer wieder Verzögerungen gibt.

          Quelle: coeh./dpa

          Weitere Themen

          „Shutdown“ zu Trumps Amtsjubiläum Video-Seite öffnen

          Amerikanischer Haushaltsstreit : „Shutdown“ zu Trumps Amtsjubiläum

          Am Samstag soll eigentlich die einjährige Amtszeit von Donald Trump gefeiert werden. Nun überschattet der „Shutdown“ der amerikanischen Regierung den Jahrestag. Hunderttausende Mitarbeiter im öffentlichen Dienst müssen vorerst in einen unbezahlten Zwangsurlaub gehen.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Studie von Oxfam : Jeden zweiten Tag ein neuer Milliardär

          Der neuen Oxfam-Studie zufolge ist die extreme Ungleichheit von Reichen und Armen immer noch „katastrophal“. Doch die Methoden der Organisation geraten immer wieder in Kritik.
          Wie erobert man das Reich der Mitte?

          FAZ Plus Artikel: Blick nach China : Was ist los bei C&A?

          Der Modehändler steht in Europa unter Druck. Für Ausgleich müssen die schnelle Expansion in China und der Aufbau des Digitalgeschäfts sorgen – aber ohne fremde Hilfe ist das kaum zu schaffen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.