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Festnahme in Offenbach : Deutscher soll in Syrien mit aufgespießten Köpfen posiert haben

  • Aktualisiert am

Wie überall in Syrien geschehen auch in der fast vollkommen zerstörten Stadt Aleppo weiterhin jeden Tag Verbrechen Bild: Reuters

Ein 20 Jahre alter Deutscher hat im syrischen Bürgerkrieg Menschen mutmaßlich schwerwiegende Kriegsverbrechen begangen. Er wurde in Offenbach von einem Einsatzkommando der Polizei überwältigt.

          Die Bundesanwaltschaft hat in Hessen einen 20 Jahre alten Deutschen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Syrien festnehmen lassen. Aria L. werde verdächtigt, im Frühjahr 2014 im syrischen Bürgerkrieg Menschen „in schwerwiegender Weise entwürdigend und erniedrigend behandelt zu haben“, teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch mit. Unter anderem soll er mit abgetrennten Köpfen von Getöteten posiert haben.

          Der Tatverdächtige wurde nach Informationen der „Bild“-Zeitung„ am frühen Mittwoch von Beamten des hessischen Landeskriminalamtes in einem Mehrfamilienhaus in Offenbach festgenommen. Auch seine Wohnung wurde durchsucht. Der Mann soll sich bis April 2014 in Syrien aufgehalten und sich einer namentlich nicht näher bekannten Gruppierung im Kampf gegen das Regime des syrischen Machthabers Baschar al-Assad angeschlossen haben.

          Dabei habe er den bisherigen Erkenntnissen zufolge vor abgetrennten und auf Stecken aufgespießten Köpfen von zwei im Bürgerkrieg getöteten Menschen posiert. Die Fotos seien über ein soziales Medium verbreitet worden. Der Haftbefehl war vom Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) bereits am 8. Oktober erlassen worden.

          Quelle: dpa

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