http://www.faz.net/-gpf-83wb4

Umfrage : Mehrheit der Deutschen für Homo-Ehe

  • Aktualisiert am

Ein schwules Paar vor Beginn des Christopher Street Day in Hamburg. Bild: dpa

Das Referendum in Irland hat in Deutschland die Debatte über die Öffnung der Ehe neu angestoßen. Eine repräsentative Meinungsumfrage zeigt nun ein eindeutiges Bild.

          Etwa zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind dafür, dass auch homosexuelle Paare eine Ehe schließen dürfen. 42 Prozent der Befragten gaben in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov an, dass sie eine entsprechende Gesetzesänderung „voll und ganz“ befürworten, 23 Prozent waren „eher“ dafür. Gut ein Viertel sprach sich in der Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur „eher“ oder „ganz und gar“ dagegen aus.

          Nach dem Votum der Iren für die eheliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren hat auch in Deutschland die Debatte um die Öffnung der Ehe an Fahrt aufgenommen. Lesben und Schwulen ist hierzulande bisher keine klassische Eheschließung mit allen Rechten und Pflichten erlaubt. Stattdessen gibt es seit 2001 die eingetragene Lebenspartnerschaft.

          Unterschiede zur Ehe gibt es etwa beim Adoptionsrecht. Zwar dürfen Homosexuelle in einer Lebenspartnerschaft auch Adoptivkinder des Partners adoptieren. Nach wie vor gibt es aber keine gleichen Rechte bei der gemeinsamen Adoption eines Kindes. In der Umfrage sprachen sich 33 Prozent „voll und ganz“ dafür aus, dass eingetragene homosexuelle Paare genauso wie Eheleute Kinder adoptieren dürfen, 24 Prozent waren „eher“ dafür. Insgesamt 35 Prozent lehnten das „eher“ oder „voll und ganz“ ab. 61 Prozent glauben, das homosexuelle Paare Kinder genauso gut erziehen können wie heterosexuelle Paare.

          Weitere Themen

          Die EU wartet auf Deutschland Video-Seite öffnen

          Ungeduld : Die EU wartet auf Deutschland

          In der Europäischen Union beobachtet man ungeduldig und verwundert die komplizierte Regierungsbildung in Berlin. Denn ohne die starke Stimme Deutschlands ist die EU nicht handlungsfähig.

          Topmeldungen

          Mit einer Kundgebung vor dem Berliner Reichstagsgebäude fordern Demonstranten die Abschaffung von Paragraf 219a.

          Abtreibungsgesetz : Straffrei, aber geächtet

          Die Debatte zum Paragraphen über das Verbot der Werbung für Abtreibung wirft Fragen auf: Können Politiker Reklame und Information nicht unterscheiden? Und verhindert das Gesetz auch nur eine einzige Abtreibung?
          In der Münchner BMW-Zentrale muss man sich nun kritische Nachfragen gefallen lassen

          Diesel-Affäre : BMW spielte falsche Abgas-Software auf

          Eine irrtümlich aufgespielte Software sorgt nun für einen Rückruf: BMW muss 12.000 Dieselmotoren korrigieren. Eine peinliche Lage für den selbsternannten Saubermann der Branche.

          Vergabe-Streit um EU-Mittel : Bloß keine neuen Spaltungen!

          Berlin will die Vergabe von EU-Mitteln an die Kooperation in der Flüchtlingspolitik koppeln. Die Osteuropäer sind entrüstet. Und Brüssel will das Thema erst mal nicht anfassen. Was nun?

          Angriffe in Ost-Ghouta : Ein unmenschlicher Feuersturm

          Syrien bombardiert seit Tagen mit russischer Hilfe Ost-Ghouta. Krankenhäuser werden gezielt angegriffen. Und ein Angriff mit Bodentruppen könnte bevorstehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.