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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Der Fall Quelle Ein düsterer Vorsitzender und ein bockiger Freiherr

 ·  In der CSU wird nicht nur um die Rettung des Versandhauses Quelle, sondern auch um die Machtverteilung in der Partei gerungen. Bundeswirtschaftsminister Guttenberg sieht sich als Politiker eigenen Rechts, der seinen Einfluss nicht von Seehofer ableitet.

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bernd ullrich

Guttenberg hat gegen Seehofer ...

... auf lange Sicht die besseren Karten. Es wird ihm leicht gemacht, in der Finanz- und Wirtschaftskrise eine eigene Linie zu fahren. Der Zustimmung der Unternehmer kann er sich sicher sein und solange Merkel und Seehofer Rettingsringe für das eine andere Unternehmen fordern, darf er seine Meinung äußern. Tatsache ist: Seine Stimme hat zur Zeit politisch kein Gewicht. Sein Einfluss ist gleich Null. Die CDU/CSU ist zerstritten.

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Willi Werner
Willi Werner (w-werner) - 26.06.2009 09:25 Uhr

Rettung von was?

Es ist erfreulich zu sehen, dass der Bundeswirtschaftsminister seiner Linie treu bleibt. Ein Retten um jeden Preis - nur weil sich das Land schon seit Monaten im Wahlkampf befindet kann und darf es nicht geben. Auch darf es keinen Unterschied machen, wo ein Unternehmen seinen Stammsitz hat. Der Warenhandel, ob es nun Karstadt oder Quelle trifft, hat seinen Umbruch längst hinter sind. Das ist nur von den ehemals Großen nicht verstanden worden. Warum werde ich von Quelle jedes Jahr mit zwei Mammutkatalogen belästigt, nur weil ich dort mal etwas im Internetangebot bestellt habe? Diese Katalog wandern jedes Jahr unausgepackt vom Briefkasten ins Altpapier.
Unerfreulich aber leider wahr ist, dass ein Politiker ohne eigene Hausmacht, seiner Partei bzw. den Parteioberen fast hilflos ausgeliefert ist. Wohin das in letzter Konsequenz führt, konnte in Hessen ja bei Frau Y beobachtet werden. Die Parteiausschlussverfahren gegen die Abweichler laufen ja teilweise noch.
Es sei HzG gewünscht, dass er seine Hausmacht behält und mit dieser Machtposition weiterhin Wirtschaftspolitik gestalten kann. Nur - was wird aus HzG wenn Deutschland nach der Wahl schwarz-gelb wird? Das Wirtschaftsressort ist eine klassische FDP Domäne... Kommt dann Guido?

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Peter Haendly

schade

Bockigkeit ist für mich alleine aus dem Munde des CSU Vorsitzenden zu hören. Der Herr von und zu Guttenberg ist wahrscheinlich der Beste aus der Zunft der CSU. Ich habe aber Angst, dass Seehofer ihn aus Selbstgefälligkeit absäbelt. Kann man denn den Wirtschaftsminister nciht Wirtschaftsminister sein lassen?
Ist das nicht möglich? Wenn der Parteivorsitzende jedesmal seinen Senf dazugeben muss, dann hat die liebe Frau Pauli mit ihrer Parteiengeklüngelkritik vll doch recht.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 25.06.2009 21:54 Uhr

Chapeau, Herr zu Guttenberg!

Endlich ein Politiker, der im Gegensatz zu fast allen seiner Kollegen Rückgrat und Anstand besitzt und dazu noch ehrlich ist. Hoffentlich wird er nicht von seinen eigenen Parteifreunden gemeuchelt.

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Karl-Heinz Andresen

Neue Information: es war nicht Guttenberg, sondern Steinbrück, wer sonst!

Also - eins rauf mit Guttenberg, Gruß in den Keller zu Steinbrück, der da bestimmt nicht wieder herauskommt.

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Gerhard Schmidt
Gerhard Schmidt (gsdsb) - 25.06.2009 20:46 Uhr

Bitte mehr Bockigkeit gegen Poltik der Hohlheiten und Löcher !

Gut, daß es Herrn zu Guttenberg gibt. Wenigstens ein Kopf bei den Großkoalitionären der politischen Hohlheit, der das Format hat, nicht alles mit abzunicken. Wir erleben bei den grassierenden "Retterspielen" eine kaum zu überbietende Delegitimation der politischen Klasse. Parteipolitische Falschmünzer erklären selbst "Quelle" zum rettungswürdig - systemwichtigen Betrieb, als ob nicht Hunderte anderer, erfolgreicherer Unternehmen bereitstünden: zur Versorgung der Menschen und im selben Kontext natürlich auch unter Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. So finanziert Berlin mit Bürger's Geld -und seiner 7 Enkelgenerationen - Nullsummenspiele. Mit Oscar ante portas "retten" sie, als gäbe es kein morgen. Und als wäre das Volk (arbeitender Teil) nur blöde, "begründet" man gleichzeitig Steuererhöhungen als der "weltweiten Finanzkrise" geschuldet notwendig. Geschwätz ! Sie ruinieren mit System. Wegen einiger Stimmen mehr spielt SPD falsch, gehen CDU/CSU mit. Strategisch verlockend und brandgefährlich ! Statt "Wholeness" zu produzieren, also Ganzheit, Sinn, fabriziert man "holeness": Hohlheit und Löcher, überall. Haushalterisch, staatspolitisch, ethisch, moralisch. Seid mündig, schickt alle in die Wüste ! Außer z.B. Herrn zu G.

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Peter Keul
Peter Keul (hildennet) - 25.06.2009 20:18 Uhr

Investment in die Vergangenheit

Ist der Druck eines Gesamt-Kataloges. In noch stärkerem Maße als die Wahrenhausidee ist der Versandhandel eine Konzeption von gestern. Es ist zu vermuten, dass der im Druck befindliche Katalog der letzte sein wird. Wenn keine Wahl bevorsteht, wird diesen Unfug niemand mehr finanzieren, Quelle kann es bestimmt nicht. In Zeiten hoher Mobilität, von Verbrauchermärkten auch auf dem flachen Land und nicht zuletzt des Internets und seinen Handelsformen ist der Versandhandel mit Katalogbestellung ein sterbender Patient. Seehofer ist ein gefährlicher Populist auf unserer aller Kosten.

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Karl-Heinz Andresen

Bisschen früh für Primadonnagehabe, Herr zu Guttenberg.

Ein Massekredit ist praktisch ohne Risiko, da er mit den Ansprüchen des Unternehmens im Hinblick auf das Konkursausfallgeld abgesichert wäre. Da gibt es nicht viel zu prüfen und zu diskutieren, so daß angenommen werden muß, daß hier auf dem Rücken der Quelle-Beschäftigten parteiinterne Hahnenkämpfe gefochten werden, ganz zu schweigen von den komplett unwissenden Sozen im Berliner Kabinett, die schon seit Jahren nur im Nebel ihrer Unkenntnis herumstochern und Unheil anrichten - seit Steinbrück auch im Ausland, was doch eigentlich sonst von Steinmeier erledigt wird. Letztere wären imstande zur Ablenkung von dem politischen Mist, den sie angerichtet haben, anderswo einzumarschieren - wenn`s nur klein und wehrlos genug ist, damit sie nicht gleich wieder weglaufen müssen.

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Inanc Bardakcioglu

Staatshilfen - Wer hat noch nicht, wer will nochmal ?

Quelle engagierte bis zum heutigen Tag internationale "Supermodels" für die Titelseite der Kataloge. Für einen Tag Fotoshooting bezahlte man allein einem Supermodel über 300.000 Euro Honorar. Jetzt hat man nicht mehr genug Geld für das Drucken der Kataloge, also für das Fällen von Bäumen für Werbe-Müll. Der Steuerzahler soll also nun unnötiges Baumfällen und Supermodel-Honorare bezahlen? Ein Finanzminister macht soviele Schulden, wie Deutschland zuletzt im 2. Weltkrieg, und dabei sind wir nicht einmal im 3.Weltkrieg! Diese Nation tickt nicht mehr richtig, wenn sie sich das alles gefallen lässt. Macht ruhig weiter, dann seid Ihr bald so arm wie Absurdistan oder Irgendwosien, sagt aber nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

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Jahrgang 1957, politischer Korrespondent in München.

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