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Debatte über Höchstgeschwindigkeit Gabriel tritt nicht mehr für Tempolimit auf Autobahnen ein

 ·  Nachdem sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück einen Tag lang offen in der Frage um ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf deutschen Autobahnen widersprochen hatten, hat Gabriel eingelenkt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (67)
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Emil  Pohl
Emil Pohl (Pohlemil) - 13.05.2013 13:04 Uhr

Wenn wir mal ausnahmsweise annehmen,

dass nicht alle anderen Staaten falsch liegen, sondern Deutschland, dann könnte es ja sein, dass ein allgemeines Tempolimit auch auf deutschen Autobahnen vernünftig wäre, weil damit alljährlich zig - vielleicht sogar Hunderten - von Menschen der Unfalltod oder schwere Verletzungen und dauerhafte Behinderungen erspart blieben.

Nehmen wir weiter an, dass auch die besten Befürworter einer Tempobegrenzung immer noch keine Chance haben, die Mehrheit davon zu überzeugen, dass es nicht das Schlechteste ist, sich für das Vernünftige und nicht für das Unvernünftige zu entscheiden.

Wenn das so ist - und sehr viel spricht ja dafür - , wo bitte ist dann das Problem? Bei der SPD, weil sie wieder einmal daran erinnert, das Überfällige zu tun, dann aber die Realität zur Kenntnis nimmt und nicht gegen Windmühlenflügel ankämpft? Ich denke 'nein'. Das Problem liegt in diesem Fall am deutschen Wesen, dem die Freiheit unbegrenzter Geschwindigkeit auch vermeidbare Menschenopfer wert ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2013 19:14 Uhr
Rolf Weser
Rolf Weser (clammi) - 13.05.2013 19:14 Uhr

Re Emil

Ehrlich Herr Pohl.
Sie vereinigen nun mal die typischen Vorurteile..wenn alle ein Tempolimit haben, dann müssen wir natürlich auch eins haben.
Und das das mit dem deutschen Wesen zu tun hat, selbstverständlich!!

Ich nehme mal an, dass sie sehr selten die Autobahn benutzen, weder beruflich noch sonstwie.

Bei uns gibt es die umweltfreundliche Strassenbahn..fast jeder Übergang hat einen Gedenkstein Richtung stadtauswärts. Jeder Gedenkstein für einen Toten. Und die Bahn fährt angeblich mit max 50.

Lastwagen, die Unfallverursacher Nr 1 auf den Autobahnen sind vielleicht als Raser unterwegs, aber mit max 100.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 13.05.2013 08:58 Uhr

Warum sagt er es nicht,

dass niemand in der SPD-Führung mehr für Steinbrück eintritt ? An der Basis ist es nicht viel besser, nur ist die Ratlosigkeit noch größer, wer den JOB anstatt Steinbrück machen soll. Tragi- sch für viele SPD-ler und Grüne ist, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit 2017 nicht mehr in der Politk sind und die Chance auf ihren Traumposten haben. Viele steuern auf die Siebzig zu.

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Norbert Schiefer

Man muß nicht schön und/oder schlank sein

allerdings sollte der geneigte Zuhörer ein gewisses Maß an kabarettistischem Talent erkennen können lieber Herr G.
Dies würde Ihnen zumindest den einen oder anderen Spontanlacher bescheren.

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peter preuner
peter preuner (minero) - 11.05.2013 18:58 Uhr

Gabriel

Wieder zeigt sich was Gbriel für ein Kasperle ist.

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Gerhard Katz

"Gabriel tritt nicht mehr..."

Wieder mal verwachst!

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Helmut Friedrich
Helmut Friedrich (krokos) - 10.05.2013 18:13 Uhr

So ist das nun mal mit Populisten...

Gestern hundertprozentig von irgendwas überzeugt und siehe da, das gestern noch unbedingt Notwendige bringt keine Wählerstimmen (oder vergräzt die Wähler sogar) - und schon ist man bereits einen Tag später vom Gegenteil überzeugt.
Wie man sieht hat sich Gabriel einmal mehr als der Oberpopulist seiner Partei geoutet.

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Klaus Liebe

Interessant

Dampfplauderer Peer Steinbrück bügelt seinen Parteivorsitzenden Pustebacke u. Popbeauftragten Gabriel ab.
Ein interessantes Verhalten.
Gabriel sollte vor dem Reden das Gehirn einschlaten oder ggf. einen Berater fragen.
Aber so disqualifizeirt sich die Partei hoffentlich immer mehr als "Regierungspartei".

Und zur "Revolverschnauze" Peter als Nachtrag: Er gibt sich als Bekämpfer der Steuerflucht, aber in einem Konkurrenzblatt findet sich am 28.4.13 ein interessanter Beitrag über P`s "Riesensteuerschlupfloch " von 2005.
Es begann zwar mit Hans "Sparhans" Eichel, aber verschlimmert wurde es durch den Fachmann P.S.
Die Banken konnten im Rahmen dieses Gesetzes legal Steuergutschriften erhalten.
Vielleicht laden sie den Dampfplauderer deshalb gerne ein und lassen sich sogar von Ihm beschimpfen.

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Heiko Heide

Wie weltfrem ist eigentlich diese Partei die sich SPD nennt und nichts...

...weiter als obskure Politik macht, mit Ihren obersten Kavallerierittmeister steinbrueck der gerne in andere Laender einmaschiert, aber dazu braucht man Autobahnen Herr Gabriel.

Angela ruhig Blut die show ist gelaufen, mit den Wasserpfeifen kann dir keiner das wasser reichen

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Catharina van Mechelen

Tempolimit

Überholspurraser stören weniger als ewige Mittenspurfahrer
Wie wäre es mit verpflichteteten 120 auf der Mittenspur

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Ferdinand Bohn

Bitte, bitte im Stau nicht über 120 fahren.

Und ansonsten hat die spd keine weiteren Sorgen. Wie kann man derartige "Intelligenzler" in Führungspositionen wählen?
Tja, in den anderen Parteien sieht es auch nicht rosiger aus.

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Jean Baptiste

Mutig...aber nicht lange

Fast dachte ich schon, Gabriel hat so etwas wie Rückgrat oder so etwas wie eine eigene Meinung. Hatte er vielleicht, nur nicht lange. Kaum hebt jemand den Finger, verstummt Gabriel. Enttäuschend. Naja, er kann es sich ja parteiinternes Taktieren zurecht reden. Nur dann, hätte er vielleicht vorher denken sollen. Eine eigene Meinung erfordert Rückgrat. Gabriels Rückgrat ist eindeutig zu kurz.

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Frank Marx
Frank Marx (NoGreen) - 10.05.2013 10:57 Uhr

Tempolimit

Mir ist das Tempolimit eigentlich sowas von egal, da ich nur 7.000 km im Jahr fahre und die meist auch noch langsam auf der rechten Spur. Ich rege mich dort auch hin und wieder über Raser und Drängler auf und auch sonst verhalte ich mich relativ "grün" mit der Nutzung vom öffentlichem Verkehr und dem Rad.
Eigentlich ein Vorzeige-GRÜNER - was allerdings massiv dagegen spricht, daß ich gegen den Trend in unserem Lande zu denken scheine. Mir ist das Motto fremd, was mich nichts angeht, kann ruhig verboten werden, was mich ein wenig stört gehört verboten, auch wenn jemand Anderes darüber seine Freiheit definiert.
Ich wehre mich lieber schon am Anfang gegen Entmündigungen des Bürgers durch Verbote in irgendeiner Form, denn wer sich am Anfang nicht wehrt, bekommt immer mehr Verbote und irgendwann könnte auch mal ein Verbot dabei sein, was meine Freiheit betrifft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 23:03 Uhr
Rainer Egold

Tempolimit ist gleich Entmündigung?

Das ist doch wohl Unsinn und ein logischer Kopfstand: Warum ist Tempolimit ein Thema, ebenso wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verbot von Alkohol am Steuer usw. usw. in Form eines Gesetzes reguliert? Weil alle Bürger so mündig sind oder besser: freiheitsfähig?
Das Gegenteil ist der Fall, die nach Ihrer Auffassung ach so mündigen Autofahrer, die ihr Auto als Statussymbol benutzen oder als Sportgerät im öffentlichen Straßenverkehr sind von Mündigkeit und Freiheitsfähigkeit genauso weit entfernt wie amerikanische Waffennarren.
Gäbe es diese Raser, Säufer im Straßenverkehr oder allgemein: diese Menschen mit retardiertem kognitiven Kontrollsystem nicht, brauchten wir KEINE dieser Regulierungen. Doch wo Unvernunft und Freiheitsunfähigkeit Vorherrschaft, wie in D, sind solche Regelungen mehr als notwendig. Leider.....

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Klaus Letis

Gabriel tritt für Tempolimit ein. Gabriel tritt nicht mehr für Tempolimit ein.

Gabriel hat sich gebessert?

Welch ein Schmierentheater.

Wer SPD wählt bekommt Gabriel, die Grünen und einen Türkeibeitritt mitgeliefert.

Und mit der überwältigenden Macht im Bundesrat werden einige Prämissen gesetzt, welche den Deutschen sehr teuer zu stehen bekommen wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 16:38 Uhr
Heiko Heide

ich glaubs nicht

so wie die sich hier abschiessen die sozis passt es

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Lars Köhler
Lars Köhler (LK670) - 10.05.2013 10:34 Uhr

Respekt für Herrn Gabriel

Das hat so schnell noch keiner geschafft: Schneller umzufallen als Angela Merkel auf einem Eurorettungsgipfel :-)

Wobei es doch gut zur Strategie der SPD in diesem Bundestagswahlkampf passt: auf gar keinen Fall gewinnen. Denn gewinnt man zu sehr, läuft es auf Rot-Grün raus, und dabei wird die SPD mit Sicherheit untergebuttert. Was ist also der einzige Ausweg, um sich (Regierungs-) Pöstchen zu sichern, aber nicht zu viel Verantwortung zu übernehmen? Richtig: Große Koalition. Dazu darf man aber nicht zu viele Stimmen haben, um nicht aus Versehen eine Regierung bilden zu können (müssen).

Der erste Schritt der Strategie war schon mal erfolgreich: der Kanzlerkandidat. Der sorgt schon dafür, dass immer mal ein paar Stimmendämpfer gesetzt werden. Wenns nicht reicht muss Gabriel ran.

Das muss man den Genossen lassen: da sind sie konsequent. immer dann, wenn ein wenig Entspannung eintritt und sich die potenziellen Wähler erholt haben wird der nächste Schock gesetzt.

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Horst Dr. Hoppe

Gabriel

Nehmt doch Gabriel nicht so ernst!
Er wollte sich doch nur wieder einmal ins Gespräch bringen.

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Karl S. Walter

Harhar!

Sigi Pop – scheinbar als Hühnerhabicht Gaabriel mit 120 km/h Tempolimit losgeflogen und als kleene Speckwachtel Gabi rückwärtsrudernd im aufgeregt gackernden Hühnerhaufen aufgeprallt. Ein schnödes Wahlkampfmanöver. Und das wollen die Medien nicht eingeschätzt haben?

Oder fanden sie dieses Sommerlochthema (s. a. Hans-Peter Fischer - 09.05.2013 17:57 Uhr) einfach zu attraktiv, als dass sie auf eine weite und breite und aufgeregte Berichterstattung verzichten mochten? Weil es kaum Wichtigeres gibt in dieser voll verblödeten Medienwelt?

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Wolfgang Sunderbrink
Wolfgang Sunderbrink (seew) - 10.05.2013 09:21 Uhr

Wenn die SPD die Wahl

verliert, sind daran Gabriel und Steinbrück schuld, nicht aber der jetzt schon zum Sündenbock aufgebaute Steinmeier!

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Dirk Sternberg

Erleuchtung

Na, hat da der Erzengel den Teufel unterschätzt oder wollen wir ein bisschen Chaos verbreiten, in diesen regenerativen, Vorwahlkampf bedingten Positionsgerangels, was Energie nicht nur aus den Vordenkerköpfen freizusetzen scheint? Das mit 120, Genosse Sigmar, war eine Bauchlandung, dem Merkelchen wird 's erheitern und von dem Getue um die Leistungsträger dieser Republik, die schon mal das Maß aller Dinge selbst bestimmen, gehörig ablenken. Abseits, heißt diese Porition auf dem grünen Rasen des fröhlichen Ballspiels.

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Andreas Jansky
Andreas Jansky (harjus) - 10.05.2013 07:36 Uhr

Die SPD hat begriffen

Wehe man nehme dem Primitivling seinen Grill oder Streitwagen, dann gibt es einen auf die Rübe.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 10:42 Uhr
Frank Marx
Frank Marx (NoGreen) - 10.05.2013 10:42 Uhr

Dann doch lieber ....

... dem qualifizierten Facharbeiter sein erarbeitetes Geld nehmen, das findet die von Ihnen genannte Klientel auch noch toll.
Das dahinter jahrelange Ausbildung usw. steht, interessiert die von Ihnen genannte Gruppe nicht.

Schlimm, das erst die primitiven Dinge weggenommen werden müssen, bis viele aufwachen, daß die Parteien schamlos mit Wegnahmen werben.

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Axel Fachtan

Österreich du hast es schlechter ?

Mit Beschränkung auf 130 km/h "mehr tödliche Unfälle je gefahrenem Kilometer" auf Autobahnen als in Deutschland? Na, dann geben wir doch überall die Geschwindigkeit frei, in Österreich und auch hier.

Mal auf die Stelle ein paar denkbare Erklärungen für diese statistische Aussage:
1) Durchgangsverkehr von Deutschen und Italienern treibt die Unfallstatistik
2) Mehr Kurven, mehr Steigungen, mehr Gefälle
3) Andere Wetterbedingungen (mehr Schnee, mehr glatt)

Das so als kleine Denksportaufgabe für ADAC-Statistiker. Wie dann die jährlich gefahrenen Autobahnkilometer in Österreich ermittelt werden, wäre dann auch mal zu beschreiben.

Dass es sich Steinbrück nicht auch noch mit den Autofahrern versauen will - im Gegensatz zu Gabriel, der immer mit dem Zug pendelt? - ist ja nun das Eine. Aber Steinbrück hat es sich eh schon mit sovielen versaut, dass ihn Merkel nicht mal mehr zum Finanzminister und Vizekanzler ernennen könnte.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 13:12 Uhr
Lars Köhler
Lars Köhler (LK670) - 10.05.2013 13:12 Uhr

Die Krux mit der Statistik

Die Zahlen sind das eine, Rückschlüsse das andere. Man kann alles ins Gegenteil verkehren. Besonders bei einem so emotionalen Thema.
Fakt ist: In Österreich gibt es mehr Verkehrstote je gefahrene Kilometer. Punkt.
Das muss nicht unbedingt am Temoplimit liegen. Wesentlicher Unterschied zwischen Deutschland und Österreich: In Österreicht sind es Mautstraßen. Ist die Anzahl der Verkehrstoten nun ein Argument gegen Autobahnmaut? Wer sich ein wenig mit Statistik und der tatsächlichen Lage vor Ort beschäftigt wird feststellen, dass eine freie Höchstgeschwindigkeit nichts mit der Anzahl von Verkehrstoten zu tun hat. Tote gibt es in Baustellen (in Tempolimitzonen), durch Geisterfahrer oder Witterung (individuelle Fahrfehler) aber höchst selten durch reine Geschwindigkeit.
Faktisch geht es darum, dass eine "Neidfraktion" der "Provoziererfraktion" oderntlich eins vor den Latz ballern will getrau dem Motto "denen geb ich". Das ist alles. Alle Sachargumente sind vorgeschobene Scheinheiligkeit.

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09.05.2013, 17:09 Uhr

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